(David Berger) Richard Grenell, US-Botschafter in Deutschland und derzeit kommissarischer Direktor der US-Nachrichtendienste möchte, dass der Informationsaustausch mit Geheimdiensten, deren Länder Homosexuelle diskriminieren, stark eingeschränkt wird.

Wie die New York Times meldet, erwägt die Trump-Regierung den Informationsaustausch mit Partnerländern, die Homosexualität kriminalisieren, einzuschränken. Dadurch will der amtierende Direktor des nationalen Geheimdienstes, Richard Grenell, diese Länder dazu drängen, ihre Gesetze zu ändern.

Gleichberechtigung Homosexueller typisch amerikanischer Wert

Bei der Nichtdiskriminierung Homosexueller handele es sich um typisch amerikanische Werte, die die Vereinigten Staaten bei jenen vorantreiben sollten, mit denen sie zusammenarbeiten – auch im Bereich der Geheimdienste.

Dabei mahnt Grenell zu rechtem Augenmaß und einem sinnvollen Ansatz: „Wir können nicht einfach das moralische Argument vorbringen und von anderen erwarten, dass sie in gleicher Weise reagieren“, so Grenell. Aber, so fügte er hinzu, „für die Entkriminalisierung zu kämpfen, bedeutet, für grundlegende Menschenrechte zu kämpfen“.

Welcher Homoaktivismus macht Sinn?

Grenell gilt als das erste offen schwule Kabinettsmitglied in der Trump-Regierung und hat Antidiskriminierungsthemen ganz oben auf seine Tagesordnung gesetzt. Bereits in seiner Funktion als amerikanischer Botschafter in Deutschland begann Grenell im vergangenen Jahr damit, schwule, lesbische, bisexuelle und transsexuelle Gruppen aus den Vereinigten Staaten und anderen Ländern zu einer Zusammenarbeit zu motivieren.

In diesem Zusammenhang war ich im Juli vergangenen Jahres auch Gast bei einem Empfang in der Privatresidenz des Botschafters und wir haben ausführlich und in einer sehr freundlichen Atmosphäre über Sinn und Unsinn homo-aktivistischer Aktionen und Institutionen in Deutschland erörtert. Aber auch der Linksrutsch Deutschlands unter Bundeskanzlerin Merkel war ein Thema, bei dem wir zu sehr viele übereinstimmenden Beurteilungen kamen.

Grenell hat volle Unterstützung von Trump

Grenell betont, dass er für seine Pläne die volle Unterstützung des Weißen Hauses hat: „Wir haben die volle Unterstützung des Präsidenten … Das ist ein amerikanischer Wert, und das ist die Politik der Vereinigten Staaten.“

Die New York Times ergänzt schließlich den entscheidenden Punkt, um den es derzeit im Bereich LGBT-Rechte gehen muss: „69 Länder kriminalisieren Homosexualität, vor allem im Nahen Osten, in Afrika und Südostasien. Die Liste der Länder umfasst jedoch auch einige amerikanische Geheimdienstpartner wie Ägypten, Saudi-Arabien und Kenia.“