Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH ist dem BÜNDNIS GEGEN HOMOPHOBIE beigetreten. Ziel der 125 Bündnis-Mitglieder ist es, gemeinsam jeglicher Form von Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität entgegenzutreten und ein Zeichen zu setzen für Anerkennung und Respekt gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender. Schirmherr des Bündnisses ist der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller.

Ob der BER am 31. Oktober wirklich seinen Betrieb aufnehmen kann, ist noch immer nicht ganz sicher. Fast die Hälfte der Berliner glaubt da nicht so recht daran. Und selbst wenne s klappen sollte, warnten gestern erst Industrie- und Handelskammern vor enormen Problemen nach dem Start. Doch wenn wir einmal ehrlich sind, sind das alles doch keine wirklichen Probleme.

Am Flughafen Landende sollen wissen, dass sie hier sexuelle Vielfalt erwartet

Viel intensiver sollte uns doch die Frage beschäftigen, ob den Reisenden aus aller Welt, die dann irgendwann auf dem BER landen, auch klar ist, dass sie in Berlin ein „gesellschaftlicher Reichtum“, gerade im sexuellen Bereich erwartet. Und so hat die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH die Initiative ergriffen und Schrauben mit Dübeln gemacht:

Sie ist einem „Bündnis gegen Homophobie“ beigetreten. So jedenfalls eine Pressemitteilung des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg, der in vielerlei Hinsicht einiges mit dem derzeitigen Zustand der Berliner Flughäfen gemeinsam hat:

„Menschen mit unterschiedlicher Herkunft, Kultur, sexueller Identität und jeden Alters“

„Dr. Manfred Bobke-von Camen, Personalgeschäftsführer der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Berlin ist eine weltoffene, bunte Metropole. An unseren Flughäfen in Schönefeld und Tegel begrüßen wir tagtäglich zehntausende Fluggäste aus aller Welt. Menschen mit unterschiedlicher Herkunft, Kultur, sexueller Identität und jeden Alters. Die Meisten voller Vorfreude auf Berlin oder Reiseziele in die ganze Welt. Unsere Fluggäste bereichern nicht nur uns als Unternehmen, sondern die gesamte Metropolregion. Diesen gesellschaftlichen Reichtum wollen wir mit dem Beitritt zum ‚Bündnis gegen Homophobie‘ gern zum Ausdruck bringen und klar Stellung beziehen für gegenseitige Anerkennung und Respekt.“

Die Berliner Flughäfen verzeichneten im Jahr 2019 einen neuen Passagierrekord. Von Januar bis Dezember 2019 wurden in Schönefeld und Tegel 35.645.005 Passagiere abgefertigt.

„Wir freuen uns, ein so wichtiges  Berliner Unternehmen aus dem Mobilitätssektor im BÜNDNIS GEGEN HOMOPHOBIE begrüßen zu dürfen. Die Berliner Flughäfen senden damit ein wichtiges Signal an ihre zahlreichen Passagiere aus der ganzen Welt“, so Jörg Steinert, Geschäftsführer des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg (LSVD).

Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung hängt mit drin

Um aktiv gegen Homophobie einzutreten, setzt der LSVD im Auftrag der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS) der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung das von ihm initiierte BÜNDNIS GEGEN HOMOPHOBIE im Rahmen der Initiative „Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt“ (IGSV) um.“

Und hier etwas, damit dem Leser das Lachen nicht ganz vergeht…

***

Sie wollen einen freien Journalismus unterstützen, der über schräge Dinge berichtet und den Mut hat, diese auch „schräg“ zu nennen?

Mit zwei Klicks geht das hier:

PAYPAL

… oder auf Klassische Weise per Überweisung:

IBAN: DE04 3002 0900 0803 6812 81
BIC: CMCIDEDD – Kontoname: David Berger – Betreff: Spende PP