(David Berger) Der Erfolg der „freien“ oder „alternativen“ Medien – von PI-News bis JouWatch – wird für die erdrutschartig an Glaubwürdigkeit und Lesern verlierenden Mainstreammedien immer mehr zum Albtraum. Science Files hat nun aufgezeigt, wie die Ertrinkenden wild um sich schlagen und dadurch ihren eigenen Untergang nur beschleunigen.

Unter dem Titel „Vermeintliche „Qualitätsmedien“: Der „neue Journalismus“ ist genauso verlogen wie der alte“ setzt sich der renommierte Wissenschaftsblog „Science Files“ mit einem der vielen Versuche der selbst ernannten Qualitätsjournalisten auseinander, ihr immer öfter mehr verachtetes alles geachtetes Gewerbetreiben den bereits auf dem Sprung befindlichen Lesern noch irgendwie als qualitätsvoll und bezahlenswert zu verkaufen.

Das Nazi- und Fakenews-Geschrei ist wirkungslos geworden

Darin wird auch der Versuch von Frederik Fischer bei Meedia.de besprochen von Staatsfunk und Nannymedien thematisiert, über Nazi- und Fakenewsklagelieder die immer erfolgreicher, weil glaubwürdiger werdende Konkurrenz schlecht zu reden.

Unter anderem heißt es da: „Unvermeidlich ist wohl auch, dass Fischer sich an David Berger, dem Betreiber von Philosophia Perennis, und dessen Interview mit WDR5 abarbeitet, das in den linken Echozimmern so große Wellen geschlagen hat, dass es selbst dem verträumtesten Sozialpsychologen möglich ist, den linken Minderwertigkeitskomplex, der mit der Hoffnung, man könne Leser über die eigenen Medien beeinflussen, verbunden ist, zu greifen. Einen Auftritt in dem, was nur noch Ewiggestrige als „Qualitätsmedien“ [Qualität – gemessen woran?] ansehen, als „Auszeichnung“ zu bezeichnen, das kommt schon der Ansicht gleich, dass der König der Bettler auch ein König sei.

Dass es mit der „Ethik der Aufmerksamkeit“, die Fischer verbreiten will, nicht weit her ist, dass die „Verantwortung für die eigene Berichterstattung“ bestenfalls als schlechter Witz angesehen werden kann, belegt der letzte Satz, in dem David Berger vorgeworfen wird, er verbreite auf seinem Blog Falschnachrichten. Zum Beleg wird ein Link gesetzt, den diejenigen, die sich über die Falschnachrichten, die Berger angeblich verbreitet, informieren wollen, anklicken können. Wir wollten uns informieren.

Ketzer im Heiligtum der ewiggestrigen Betonköpfe

Der Link führt zu einem Text von Johannes Kram auf piqd [Der Link ist wohl nur im Text von Fischer, um piqd Clicks zu besorgen]. Der Text besteht aus verbaler Aufregung darüber, dass im WDR5 Heiligtum ein Ketzer wie David Berger zu Wort kommen kann. Ein weiterer Beitrag, der zum Ende verlinkt ist, führt zu einem weiteren Artikel von Johannes Kram, dieses Mal auf dem Bildblog. Abermals wird die Behauptung erhoben, Berger würde, dieses Mal „reihenweise Falschmeldungen“ auf seinem Blog veröffentlichen. Dieses Mal wird die Behauptung mit einem Link auf einen angeblichen Faktencheck bei „Correctiv“, der Journalisten-Kommune, die von sich behauptet, u.a. die Qualifikation zur Prüfung des Wahrheitsgehalts von Aussagen zu besitzen, belegt [Woher die Qualifikation dazu kommen soll, ist unklar.].

Die Behauptung, Berger würde „reihenweise Falschmeldungen“ publizieren, schmilzt hier auf zwei Fehler zusammen, die man auf Mainstream-Medien mit Sicherheit ebenso finden könnte, wenn man danach suchen würde. Wer z.B. die Fehler des Faktenfinders der ARD nachlesen will, der kann dies bei uns tun. Doch zurück zu Berger. Er hat einen Bulgaren als Nordafrikaner bezeichnet. Als er seinen Fehler bemerkt hat, hat er den entsprechenden Beitrag gelöscht. Zudem hat er zwei Inder fälschlicherweise als Amokfahrer in Münster bezeichnet. In Deutsch: Er hat vermutlich zu schnell ein Video auf Philosophia Perennis geteilt, das nicht zeigte, was er dachte, dass es zeigen würde und was behauptet wurde, dass es zeigen würde. Das sind die „Falschnachrichten“ bzw. die „reihenweisen Falschmeldungen“, die David Berger zu Last gelegt werden.

Angesichts der finanziellen Situation der freien Medien ist es verwunderlich, wie wenige Fehler sie machen

Blogs der alternativen Medien werden nicht von Gebührenzahlern finanziert. Blogs der alternativen Medien werden nicht von Parteien oder Stiftungen ausgehalten, wie dies für viele derer, die sich als Faktenchecker verdingen der Fall ist. Blogs der alternativen Medien sind in der Regel wenige-Mann-Betriebe. Angesichts der beschränkten Ressourcen, die alternativen Medien zur Verfügung stehen, ist nicht erstaunlich, dass sie Fehler machen, sondern dass sie so wenige Fehler machen.“

Der gesamte Beitrag ist lesenswert. Sie finden ihn hier: SCIENCE FILES

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