Heute steht in Hessen viel auf dem Spiel. Ab 18 Uhr werden die nackten Zahlen der Prognosen sprechen. Wir klären Sie hier über die wichtigsten Zahlen für heute Abend auf. Woran erkennen Sie einen Linksruck, was wäre ein Erfolg für die AfD und wann wird es für die GroKo Altparteien gefährlich?

„Es ist der Alptraum aller Demokraten. Eine von Linksextremisten gestützte Regierung, geführt von Ökopopulisten in einem wirtschaftlich (noch) erfolgreichen Bundesland. Wovor jahrelang gewarnt wurde, könnte heute Abend in Hessen Wirklichkeit werden. Politik würde dann nach Gefühl und nicht mehr nach Sachverstand entschieden. Wichtige Weichenstellungen für die Schulen durch ideologische Vorurteile gesteuert. Der Tag X, die Stunde Null steht bevor …“

So oder so ähnlich, nur mit umgedrehten Vorzeichen, wäre wahrscheinlich die Berichterstattung der Öffentlich-Rechtlichen Medien, falls die CDU eine Koalition mit der AfD nicht kategorisch ausgeschlossen hätte. Hat sie aber und so bleiben für Patrioten nur wenige Hoffnungsschimmer.

Die AfD ist ab heute Abend etablierter als die Grünen

Der wichtigste ist: Die AfD wird heute in den 16ten Landtag der Bundesrepublik einziehen. Sie ist  damit neben dem Europaparlament, und dem Bundestag in allen relevanten Parlamenten präsent. Nur die schwächelnden Volksparteien CDU und SPD haben dies auch geschafft.

Die AfD ist damit breiter etabliert als die Grünen, um die sich die meisten Sendeminuten und Berichterstattung drehen. Dies ist nach Ihrem erst 5-jährigen Bestehen ein signifikanter Erfolg der nicht selbstverständlich ist.

Dieser Sieg ist der AfD heute sicher. Bei der Bundestagswahl erreichte die Partei mit 11,9% ein für die westdeutschen Bundesländer überdurchschnittliches Ergebnis. Ob sie dieses Ergebnis bei dieser Landtagswahl übertreffen kann, ist dagegen unklar. Bei der Bayernwahl konnte sie ihren Bundestagsschnitt nicht erreichen. Interne Streitigkeiten, die Höcke-Keule und die Freien Wähler reduzierten die Wählermobilisierung enorm.

Zumindest die Freien Wähler muss die AfD in Hessen nicht fürchten. Diese rangieren deutlich unter der 5%-Hürde und bilden in Hessen keine Alternative zur Alternative. Spannend wird vielmehr, wie viele Wähler die AfD von der CDU und aus ehemaligen Arbeiterquartieren von der SPD abwerben kann. Jedes Ergebnis über 12% zeigt, dass die AfD weiter wächst und ist als deutlicher Erfolg für den hessischen Landesverband zu werten.

Volker Bouffier verantwortet den Linksruck der Hessen CDU

Von bundespolitischer Bedeutung ist zudem das Abschneiden der GroKo-Parteien. Volker Bouffier der CDU Ministerpräsident der einst mit Roland Koch die Kampagne gegen die doppelte Staatsbürgerschaft durchgeführte, hat seinen ehemals konservativen Landesverband komplett auf Links gedreht. Keine Spur mehr von konservativen Urgesteinen wie Manfred Kanther oder Alfred Dregger.

Frühsexualisierung von Kindern im Unterricht wird mittlerweile von einer CDU-geführten Regierung forciert. Windräder samt Zufahrtsstraßen in die Waldlandschaften Hessens gefräst. Zudem drückt Angela Merkels Gesellschaftsexperimente die Parteimoral und das Wählerpotential.

Anders als in Bayern geht jeder Prozentpunkt, den die Union unter Bouffier verliert, eindeutig auf Kosten von Angela Merkel. Wenn die CDU in Hessen mehr als die 10,5% verliert, die die CSU in Bayern eingebüßt hat, wäre dies für die Union ein Warnsignal. Loyalität zur größten Kanzlerin aller Zeiten zahlt sich nicht aus. Die Rebellen in der Union würden Auftrieb und Mut gewinnen. Ein Verzicht der Kanzlerin auf den erneuten Parteivorsitz beim CDU Parteitag im Dezember würde wahrscheinlicher werden. Die Vertreter des linken Flügels in der CDU um „Genossen Günther“ (Zitat Dobrindt) würde in Erklärungsnöte kommen.

Der SPD droht die Katastrophe mit unbekannten Auswirkungen

In diese Erklärungsnöte könnte auch Genossin Nahles geraten. Denn der SPD steht ebenfalls ein Desaster bevor. Wie groß das Erdbeben ausfällt, wird entscheiden ob auch in Berlin die Erde wackelt. Ein Abfall um 8% auf Plus-Minus 23% ist bereits eingepreist. Minus 10% wären dramatisch.

Ein Sinken unter die 20% Linie wäre eine Katastrophe ebenso wie ein dritter Platz hinter den Grünen. Die Parteilinke würde eine Exit-Strategie von der gehassten Groko fordern und Parteichefin Nahles müsste sich an die Spitze dieser Bewegung setzen, wenn Sie Ihren Posten verteidigen will. Ein Ausstieg der SPD aus der Bundesregierung und eine CDU Minderheitsregierung sind nicht mehr undenkbar.

Aber vielleicht kommt ja auch die Rettung für die SPD durch einen massiven Linksruck. Die beste Kanzlerin, die die Grünen je hatten, hat jahrelang Lobbyarbeit für die Partei von Tarek al Wazir gemacht. Ohne den Linksschwenk von Merkel hätten die Grünen niemals Ihre Anschlussfähigkeit an das bürgerliche Wählerlager erreicht, der Ihnen bereits die Landesregierung von Baden Württemberg geschenkt hat. Diese Strategie der Kanzlerin geht aktuell nach hinten los.

Ein Schwenk von CDU-Wählern zu den Grünen könnte zu einer R2G Mehrheit führen. Die lang ersehnte Machtoption für die SPD wäre da und ein Ministerpräsident Thorsten Schäfer-Gümbel würde die SPD auch bundesweit neues Leben einhauchen. Falls die Grünen den linken Zweikampf für sich entscheiden, könnte aber auch Tarek al Wazir der zweite grüne Ministerpräsident werden.

Linksruck prognostiziert, aber auch wahrscheinlich?

Wirklich wahrscheinlich scheint diese Option R2G aber nicht. Die Umfragen sagen zwar eine linke Mehrheit voraus (INSA 23.10; Infratest 18.10. FG Wahlen 18.10.). Aber dieselben Institute haben bei der Bayernwahl ebenfalls einen massiven Linksruck von bis zu Plus 4% vorausgesagt. Am Ende verlor das linke Lager unterm Strich allerdings ein knappes Prozent im Vergleich zur Bayernwahl 2013.

In Hessen kam die SPD 2013 auf 30,7 die Grünen auf 11,1 und die Linkspartei auf 5,2%. Zusammen also auf beachtliche 47% der gültigen Stimmen. Erst wenn das linke Lager diesen Wert deutlich übertrifft, hat ein Linksruck stattgefunden.

Wie in Bayern gilt in Hessen, dass auch massive Gewinne der Grünen kein Grund zur Sorge sind, falls die SPD parallel äquivalent verliert. So könnte heute ein Grüner Balken von 20% möglich sein ohne dass der beschleunigte Untergang des Abendlandes droht.

Am Ende läuft es wohl auf Jamaika hinaus

Mein Tipp für Hessen: Wird die SPD vor den Grünen zweite Kraft, wird Tarek al Wazir auch bei einer linken Mehrheit, R2G meiden und in eine Jamaikaregierung eintreten. R2G in Hessen könnte aus grüner Perspektive bundespolitisch das falsche Signal senden und die gerade gewonnen bürgerlichen Wähler verunsichern.

Falls die Grünen zweite Kraft werden und insgesamt eine linke Mehrheit der Parlamentssitze besteht, wird es spannend. Dann könnte Tarek Al Wazir der Versuchung erliegen, der zweite grüne Ministerpräsident zu werden. Die letzte Umfrage der FG Wahlen vom 25.10. sagt ein Kopf an Kopf-Rennen voraus. Ab heute Abend 18Uhr wissen wir mehr.

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Hinweis des Autors: Tarek Al Wazir ist eindeutig ein Feind des Patriotischen Lagers, da er aktives Mitglied der Grünen ist. Jegliche Kritik, die sich auf seine politischen Positionen und/oder seine Mitgliedschaft bei den Grünen beziehen, ist absolut gerechtfertigt. Dem Autor sind allerdings keine Pro-Islamischen Position, Nähe oder Verbindung zu islamischen Organisationen oder eine strenge Verbindung von Tarek Al Wazir zum Islamischen Glauben bekannt. Kritik oder Angriff gegen Herrn Wazir ausschließlich aufgrund seines Migrationshintergrunds bitte ich daher zu unterlassen.

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