Ganz neue mentale Koalitionen scheinen derzeit in Berlin zu entstehen. Bei aller Distanz zur SED-Nachfolgepartei „Die Linke“, hat der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland nun seine Liebe zu Sarah Wagenknecjt entdeckt. Ausgangspunkt ist die Positionierung von Sarah Wagenknecht zur ‚unteilbar‘-Demonstration in Berlin.

„Offene Grenzen für alle – das ist die zentrale Position der linken ‚unteilbar‘-Demonstration, die in Berlin stattfinden soll. Das spiegelt die eine Politik der Linken wider, die den Menschen in Deutschland schadet, in dem sie die ganze Welt zu uns zum Bleiben einlädt. Das zerstört unsere Sozialsysteme, den sozialen Frieden, untergräbt geltendes Recht.“ lässt Gauland wissen.

Diese Positionierung wird keinen erstaunen. Aber sein anschließendes Plädoyer für Wagenknecht dürfte doch eine Überraschung sein:

Erfreulich sei, „dass es selbst bei den Linken noch eine mutige Stimme der Vernunft gibt: Sarah Wagenknecht“:

„Ihre Bewegung ‚Aufstehen‘ hat erkannt, dass offene Grenzen jede noch so vernünftige Asylpolitik ad absurdum führen. Frau Wagenknecht scheint als eine der wenigen Politiker in der Linken verstanden zu haben, dass die Menschen in Deutschland keine offenen Grenzen wollen.“

Aber die Freude Gaulands über die Wagenknecht-Bewegung hat doch ihre Grenzen: „Leider ist Frau Wagenknecht mit ihrer Positionierung gegen die offenen Grenzen innerhalb ihrer Partei in der Minderheit und wird sich nicht durchsetzen können. Umso mutiger ist es von ihr, diese Position weiterhin aufrecht zu erhalten.“