Leipzig: Polizeibekannter Mann rast in Menschenmenge: zwei Todesopfer, zahlreiche Verletzte

2774

In der Leipziger Innenstadt ist es am Montagnachmittag zu einem dramatischen Vorfall gekommen: Ein 33-jähriger Mann aus Leipzig ist mit über 70 km/h in eine Gruppe von Menschen gefahren und hat dabei zwei Menschen getötet und mehrere Personen verletzt. Die Polizei bestätigte den Vorfall und leitete umgehend Ermittlungen ein.

Nach ersten Erkenntnissen fuhr der Mann mit einem bereits beschädigten VW-SUV durch das Stadtzentrum und erfasste dabei mehrere Passanten. Wie viele Menschen genau verletzt wurden und wie schwer die Verletzungen sind, blieb zunächst offen. Auch zur Identität des Fahrers und zu möglichen Hintergründen machte die Polizei zunächst keine konkreten Angaben.

Auch Messerattacke?

Rettungskräfte und Polizei waren schnell vor Ort und sicherten den Bereich. Verletzte wurden medizinisch versorgt, teilweise auch in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die Innenstadt war während des Einsatzes teilweise abgesperrt. Laut Radio Leipzig, das sich dazu auf Augenzeugen beruft, sollen mehrere Personen gestorben sein. Mehrere Opfer sollen vor Ort mit Tüchern abgedeckt worden sein. Zudem gibt es noch unbestätigte Berichte über eine Messerstecherei im Zusammenhang mit dem Geschehen. Mehrere Augenzeugen wollen sogar ein Mädchen gesehen haben, dass sich in höchster Verzweiflung berichten zudem der Zeitung an der Motorhaube des Fahrzeugs festgekrallt habe.

Noch ist unklar, ob es sich um einen Unfall, ein medizinisches Problem des Fahrers oder möglicherweise um eine vorsätzliche Tat handelt. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Augenzeugenberichte sollen nun ausgewertet werden, um den genauen Ablauf des Geschehens zu rekonstruieren. Die Behörden riefen mögliche Zeugen dazu auf, sich zu melden. Weitere Informationen werden im Laufe der Ermittlungen erwartet.

Täter: Polizeibekannter Kampfsportler

Focus-Online berichtet inzwischen zur Identität des Täters: „Die Ermittler halten sich noch mit offiziellen Angaben zurück. Es lassen sich allerdings digitale Spuren des mutmaßlichen Amokfahrers finden. Demnach engagierte sich K. mehrere Jahre als Jugendtrainer in einem Leipziger Boxklub. Noch im Januar bewarb der Klub einen Einsteigerkurs für Erwachsene, den K. mit einer Kollegin immer dienstags anleiten sollte.

Für den Verein ist der Leipziger auch selbst schon in den Ring gestiegen. Im Kampfsport betätigt er sich laut Aufzeichnungen im Internet seit mindestens 16 Jahren. Als Jugendlicher spielte er zudem Fußball bei einem Leipziger Klub. Zeitungsarchiven lässt sich entnehmen, dass K. im Jahr 2018 noch als Koch in Leipzig gearbeitet hat. Laut „Bild“ soll er zuletzt als Haustechniker sein Geld verdient haben. Demnach ist er verheiratet und hat ein Kind.

Aus Sicherheitskreisen erfuhr FOCUS online, dass nach vorläufiger Einschätzung bei der Amokfahrt keine Gesinnungstat des mutmaßlichen Fahrers vorliegt. Auslöser könnte demnach ein Streit im häuslichen Umfeld sein. Demnach ist der Mann wegen psychischer häuslicher Gewalt und Beleidigungen polizeibekannt.“

 


Entdecke mehr von Philosophia Perennis

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.