Viele der Ziele, derentwegen islamistische Mörder vor 17 Jahren die in Stahlbeton gegossenen Symbole des freien Westens zum Einsturz gebracht haben, sind bereits erreicht. Vor allem auch in Deutschland. Wer hätte sich das damals träumen lassen? Ein Gastbeitrag von Daniel Matissek  

Nachdem sich gestern zum bereits siebzehnten Mal der Horror des 11. Septembers jährte, fiel mir auf, dass die Erinnerung an dieses entsetzliche Fanal der jüngeren Geschichte mit zunehmendem zeitlichen Abstand einer monotonen Gedenkroutine weicht. Hier ein paar weichgezeichnete Profilhintergründe und Erinnerungspost in den sozialen Medien, dort ein paar Pflichtmeldungen über damalige Opferzahlen.

Und in den meisten Kommentarthreads muss man nicht lange abwärts scrollen, um auf die mittlerweile zum salonfähigen Topos aufgestiegenen Verschwörungstheorien zu kommen. Doch auch wenn man diesen pietätlosen, meist ahnungsvoll mit der Attitüde überdurchschnittlichen Sachverstands und exklusiver Hintergrundinformation an den Mann gebrachten Schwachsinn ausblendet und wirklich nur die allgemeine, nichtparanoide Erinnerung an dieses Datum mitverfolgt, beschleicht einen Ratlosigkeit.

Nach 9/11: Starkes Wiederaufleben des deutschen Antiamerikanismus

Denn einerseits sind zwar die weitreichenden Konsequenzen dieses Schlüsseldatums den meisten Menschen sehr wohl präsent: Die seitherige erratische US-Politik, etliche teilweise bis heute anhaltende Kriege, eine weitreichende Destabilisierung des Mittleren Ostens mit globalen Auswirkungen.

Vor allem in Deutschland hat sich ein unhinterfragter Konsens darüber ausgebildet, dass die eigentliche Gefahr für den Weltfrieden zu keinem Zeitpunkt von jenen fanatischen Jahrtausendverbrechern ausging, die seinerzeit 3000 Menschen in den Tod rissen, sondern immer nur von den USA selbst; eine äußerst geschichtsvergessene, vorurteilsverhaftete Sichtweise, die sich nahtlos in einen schon lange vor 2001 verbreiteten Antiamerikanismus einfügte.

Die Ursache für 9/11: der politische Islam

Andererseits – und das ist das eigentlich Verstörende – hat man hierzulande die eigentliche Ursache der 9/11-Katastrophe völlig aus dem Blick verloren. Die Anschläge von New York und Washington waren nämlich keine Naturkatastrophen oder Schicksalsschläge – sondern das Werk einer Bedrohung, die heute wie damals als zivilisatorisches Damoklesschwert über unser aller Köpfen baumelt: Des politischen Islam.

Es ist bitterste Ironie, dass im freien Westen heute ausgerechnet die Weltreligion – und hierbei insbesondere just jene fanatischen Strömungen, die den 11. September herbeigeführt haben – verwurzelter und akzeptierter ist als irgendwann in ihrer Geschichte zuvor. Würden Mohammed Atta und seine wahnsinnigen Gefolgsleute heute reinkarniert und nach Hamburg gebeamt, wo ihre epochale Mordunternehmung einst ihren Ausgang genommen hatte – sie würden mit Sicherheit eine tiefe Genugtuung verspüren. Denn überall im öffentlichen Raum ist der Islam auf dem Vormarsch; und zwar nicht der mythische, liebende, privat gelebte oder moderate Islam, sondern genau der aggressiv-demonstrative, mit dem Anspruch einer totalitären Reglementierung aller Lebensbereiche (gerade auch von Nichtmuslimen) auftretende Islam.

17 Jahre nach 9/11: Deutschland im Strudel der Islamisierung

Wie ist es bitte heute, 17 Jahre später, um unsere „freiheitliche“ Gesellschaft bestellt, um unseren „wertebasierten“ Gegenentwurf jener faschistoid-radikalislamischen Weltordnung, die die Flugzeugentführer damals herbeibomben wollten?

Man muß nur vor die Haustür gehen.

  • Salafisten predigen öffentlich in Innenstädten. Israel- und Judenhass werden inzwischen wieder offen ausgelebt, auf Straßen und Plätzen sowie erst recht in den sozialen Medien.
  • Eine arabische Machokultur des bewaffneten Faustrechts usurpiert zunehmend den öffentlichen Raum.
  • Wir erleben die schleichende Orientalisierung unserer Innenstädte, die Adaption arabischer Riten durch eine autochtone Jugendkultur in Form von Shisha, Hummus, Bartpflege.
  • Gerichte und Behörden erkennen die Scharia und besondere „kulturelle Hintergründe“ bei Ehrenmorden, bei Vielehe, bei Zwangsbeschneidungen oder bei Kindesentführungen als mildernde Umstände an.
  • Moscheen sind längst aus den Hinterhöfen hervorgetreten und in städtebaulich dominante Neubauten umgezogen, co-finanziert vom deutschen Steuerzahler und ferngesteuert vom türkischen Staat oder von saudi-arabischen Religionsbehörden; und in wie vielen dieser Gebetshäuser verfassungsfeindliche Inhalte – etwa der Aufruf zum Dschihad – gepredigt werden, weiß nicht einmal unser Staatsschutz.
  • In praktisch allen Moscheen jedoch wird ein neu erwachtes, muslimisches „Selbstbewusstsein“ propagiert, dessen konkrete Auswirkungen wir alltäglich im deutschen Straßenbild, auf Schulhöfen, beim Shoppen oder am Arbeitsplatz bewundern dürfen: Kopftuchmädchen und verschleierte Frauen allerorten, in exponentiell wachsender Zahl. Religiöse Unterdrückungssymbole, verklärt als Insignien „stolzer Selbstbestimmung“ und zunehmend getragen auch von etlichen seit Generationen hier lebenden – und teilweise längst eingedeutschten – Migrationsstämmigen.
  • Permanente Diskussionen über halale Ernährungsgewohnheiten, über Burkinis und Tschador im Unterricht, über christliche Symbole in Alltag.
  • Als einzige Glaubensgemeinschaft reklamieren Muslime permanente Sonderrechte, die sie ihrerseits Andersgläubigen kaum irgendwo auf dieser Welt zubilligen, und es ist ihnen nie genug. Widerstand gegen ihre Ansprüche zeihen sie der Diskriminierung und des Rassismus, mit Erfolg: Längst ist das ungetrübte Seelenbefinden der Muslime in Deutschland Staatsräson geworden.
  • Mit Glacéhandschuhen fasst die Politik, wenn überhaupt, sogar dreisteste Fälle vorsätzlicher Integrationsverweigerung an. Und eine wahnhaft-verantwortungslose „Flüchtlings“-Politik sorgt zu allem Überfluss für nicht enden wollenden Nachschub an überwiegend jungen Mohammedanern aus vorsintflutlichen Kulturkreisen, denen ein rudimentäres Koranverständnis einzig verbindliches Gesetz ist – bei gleichzeitig anhaltendem Bedeutungsverlust der christlichen Kirchen und vor allem Traditionen.
  • In immer mehr Gemeinden – längst nicht mehr nur in den Ballungsräumen – stellen muslimische Kinder die Mehrheit der Kita-Besucher und Schüler. Und der bereits beschlossene „Familiennachzug“ stellt sicher, dass die anhaltende Islamisierung ungehindert voranschreiten kann, derweil die Kritik hieran als irrational geschmäht und von einem geschlossen-affirmativen Medientrust als islamophob und fremdenfeindlich etikettiert wird.

Es besteht für mich kein Zweifel: Viele der Ziele, derentwegen islamistische Mörder vor 17 Jahren die in Stahlbeton gegossenen Symbole des freien Westens zum Einsturz gebracht haben, sind bereits erreicht. Wer hätte sich das damals träumen lassen?

Nicht das Geringste wurde gelernt aus der jüngeren Geschichte; weder aus 9/11 selbst noch den vielen Folgeattacken von London, Madrid, Paris, Brüssel, Berlin und so unendlich vielen Orten mehr. Und es ist vor allem Deutschland mit seiner Vorreiterrolle, das de facto alles tut, damit der Kampf der Täter von damals nicht vergebens war.

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28 Kommentare

  1. Sehr gut Erkannt wie die Masse heute tickt: “ Am deutschen Wesen nur kann die Welt genesen“. Diesmal allerdings in der abartigsten Mutti schafft alles Variante. USA sind schlecht regiert.. Mutti weiss das muss aber nicht ins Detail gehen.. Man versteht sich. Luegenpresse ist von der Leine gelassen.. Volk sieht die reisserischen Schlagzeilen. USA eigentlich bereits Feind der Gutmenschheit. Russland ebenso.. weil Mafia Staat und Grossbritannien ist einfach zu dumm geworden beim Aufbau des Paradises mitzumachen. Polen.. suspekt. Ungarn unmoeglich mit denen zusammen die Grenzen zu durchloechern und faschistoid abgeschwenkt vom richtigen Weg. Die Liste wird laenger und man kann anfangen kleine Faehnchen auf der Landkarte zu plazieren wie es die Menschen frueher taten um inmitten der taeglichen Propaganda in Ton und Bild die tatsaechlichen Frontverlaeufe zu erkennen. Bis irgendwann dann nur noch ein Buero in Berlin uebrigbleibt. Und bis dahin wird gelogen und wieder gelogen von oben herab.

  2. Solange unsere Vordenker die Relligion des Friedens penibel in politischen und (akzeptablen?) moderatem Islam trennen, werden die Hinterherdenker niemals einen geraden Gedanken fassen können. 🙂

  3. Der Autor beschreibt die Folgen gut, das Qui Bono wird aber systematisch ausgeblendet. Wer sich von anti… Begriffen leiten lässt folgt dem Pfad der Propaganda, denn genau dafür sind diese von der Herrschaft kreierten Begriffe da, Denkwege zu verbieten.

  4. Wer will schon zum Christentum oder gar zu Deutschland gehören? Emotional gesehen ist man dadurch ewig und an allem schuld. Da ist es doch sehr viel besser, ein Mohammedaner zu sein, besonders als Mann (und die Frauen haben keine Wahl). Damit ist man sofort Chef, braucht sich weder um Schuld noch Verantwortung zu kümmern, statt dessen ist man berechtigt alles zu fordern was man will.

  5. Nichts gelernt

    Man hat in Deutschland offensichtlich nichts gelernt aus der Tatsache dass drei der Attentäter in Hamburg ihre Terrorzelle aufbauten. Ebenso, dass die SPD 1922 die Abschiebung Hitlers aus Deutschland verhinderte. Die Folgen, dass man im Iran den Regimewechsel bis 1979 betrieben hat. Die Frage ist das nur Inkompetenz und Pech beim Nachdenken oder gar böse Absicht?

  6. „Viele der Ziele, derentwegen islamistische Mörder …“
    Schon wieder die unkorrekte Differenzierung „Islamistisch“
    Es müsste heißen: „islamische Mörder“!
    Zitat:„Es gibt keinen Islam und Islamismus. Es gibt nur einen Islam. Wer etwas anderes sagt, beleidigt den Islam.“Recep Erdogan, türkischer Präsident, 2008.

  7. Nur soviel dazu:

    1. war es die USA selbst, die im Gegensatz zu Afghanistan ihre schützende Hand über die Herkunftstaaten der ganz überwiegenden Täter gehalten hat und

    2. war es Obama, der sich bei A.M. für die „Grenz-Öffnung“ bedankt hat, wenngleich zu erinnern bleibt, daß A.M. zu entsprechender Laudatio in Übersee nicht erschienen ist.

  8. Ich meine, dass der politische Terror im Moment die Strategie verfolgt, die Menschen durch permanente Nadelstiche ( Messerattacken) so zu verunsichern, dass sie anfangen im Volk sich zu bekämpfen und sie der lachende Dritte sind, Wenn ein Teil der Bevölkerung das nicht sieht, kann man nur auf der anderen Seite, sich als Gruppe schützen und stützen und die eigenen Werte pflegen, bis man aufwacht.

  9. Leute, die meinen, man dürfe sich aber jetzt dagegen wehren, leisten nur Unterstützung für diese Ideologie, weil sie inden Augen der Rechtsstaatsfetischisten Selbstjustiz begehen, ein schweres Verbrechen, das fast mehr gesühnt wird als Terror heuzutage. Nein, man muss es geschehen lassen und sich slebst demaskierten lassen, wenn man tatsächlich bedroht wird, mag man sich wehren, aber nicht sonst.

  10. Leider hat auch die USA oder Teile von ihr, diesem Verhalten noch Vorschub geleistet, als sie sofort versuchte Moslems zu spalten indem sie sagte, es seien nur „Extremisten“ gewesen, viele seien anders. Diese Politik hilft gegenüber dem Islam aber überhaupt nichts, wenn man die innere Struktr des Islam kennt, kann man sofort sehen, dass sie nur Ruhe geben, wenn die ganze Welt moslemisch ist.

  11. Wie recht Sie doch leider haben Herr Mattisek. Aber nicht nur DE „hat nichts daraus gelernt“, jüngst haben z.B. die Schweden es nicht geschafft das Ruder herum zu reißen; und die EU erst, … ganz bitter!
    Korrigieren möchte ich das Wort Antiamerikanismus. Wenn man bereit ist mit den USA gemeinsam gegen Rußland aufzumarschieren, dann ist es nich das, sondern es ist schäbiger Antitrumpismus.

  12. Erinnere mich noch gut an die Millionen von Muslimen, die nach 9/11 jubelnd auf die Strasse liefen, weil 3000 Ungläubige massakriert wurden. Auch an das Schweigen der sog. moderaten Muslime zu den unzähligen Attentaten. Sie schweigen genau so lange, bis die aggressiven die Macht übernommen haben werden: Und dann gehts los mit Massakern, für die noch die Begrifflichkeit fehlt.

    • Genau das denke ich auch! Wenn gesagt wird: „Ja, aber die meisten Muslime sind doch friedlich und unpolitisch“, mag das für den Moment stimmen, aber das ist nicht massgeblich, sondern diejenigen Moslems, die aggressiv nach der Vorherrschaft streben. Dann werden die übrigen, „friedlichen“ Moslems – mit gestärktem Bewusstsein über die Richtigkeit und Überlegenheit ihrer Religion – sich anschließen.

  13. Und unsere Bundesregierung sowie Frankreich sind willige Helfer der USA gegen das eigene Volk. Da wird gegen Russland gehetzt und sanktioniert, um genau dieses mögliche Bündnis zu verhindern. So wird aus meiner Sicht ein Schuh aus der ganzen Situation.

  14. Und Russland bietet seit langem der EU, die Hand zur Freundschaft und Zusammenarbeit. Dieses Bündnis würde die EU mit ihrem Know How + Russland mit seinen Ressourcen zum wirtschaftlich mächtigsten Block machen und die USA in ihrer bisherigen Rolle ablösen. Und das will die USA selbstverständlich nicht. Daher wurde der Krieg in Syrien angezettelt und wir mit Migranten geflutet !

    • Die Russen haben es wirtschaftlich noch nie gerissen. Schon zu DDR-Zeiten kam von dort nur Schrott. Willst Du die jetzt auch noch aufpäppeln ?

  15. Der Artikel ist ein bischen überholt. Zunehmend haben nämlich friedliche Bürger die Nase voll von den Escapaden dieser Gewaltreligion und ihren Anhängern, die unsere Freiheit bedrohen. Die Hinwendung nach „rechts“ erfolgt in zunehmendem Masse, verbunden mit einer Wut auf die Regierung, die das alles duldet, anstatt die Brutstätten dieser Ideologie zu verbieten. Die Bayernwahl wirds zeigen!

    • eher „lass alle Hoffnung fahren “ es ist schon viel zu spaet ,man haette dem vorher Einhalt gebieten muessen
      und die Speerspitze fuer das ganze sind nun noch ausgerechnet die Kirchen !!!
      Ich kenne keinen Satz von Jesus wo er dazu aufruft alle Todfeinde nach Hause einzuladen …
      dies man abgesehen von den Hintergruenden zu 911 wo ich jemand anderen dahinter vermute

  16. Eine sehr gute Analyse, die – wie auf dieser Plattform nicht anders zu erwarten – die Dinge beim Namen nennt. Der (politische) Islam als das eine der größten Verbrecherorganisationen aller Zeiten. Wenn dieser Ideologie weiterhin Tür und Tor geöffnet werden, kann es sein, dass irgendwann einmal die Hitlerei tatsächlich nur als „Fliegenschiss“ in der Geschichte angesehen wird.

  17. Freundschaft und Schutz für Deutschland und Europa, so die offiziellen Gründe. Und doch waren wir und Europa auch Schutzwall gegen die von den Amerikanern so gefürchteten Kommunisten. Und selbstverständlich war der Preis dafür die vorbehaltlose Anerkennung der USA als Nr.1 Weltmacht und Weltenpolizei. Dies änderte sich mit der Auflösung des Ostblocks. Russland ist heute westlich orientiert.

  18. Das erste Mal dass ich mit einem Artikel auf PP nicht einverstanden bin. Man muss kein „Verschwörungstheorethiker“ (neben „Nazi“ eine gebräuchliche Verunglimpfung denkender Menschen) mit Aluhut sein, um die vielen pyhsikalischen und logistischen Unmöglichkeiten bei 9/11 zu erkennen. Aber das soll hier nicht Thema der Diskussion sein. Vielmehr die Rolle Amerikas für Deutschland und Europa.

  19. Linke Ideologen beginnen die Welt nach ihren Vorstellungen umzubauen. Eine gemeinsame Philosophie wird es nicht mehr geben. Freiheit wird abgeschafft. Friedrich Nietzsche kann sich endlich durchsetzen mit der Ent/Umwertung aller Werte. Solch ein kulturloses Staatengebilde wird am besten unter dem unterdrückerischen Joch des Islam funktionieren. Politik und Kirchen haben sich schon adaptiert.

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