Bereits über 240.000 Male (zweihundervierzigtausend!) teilte sich bisher ein Video-Clip im sozialen Netzwerk facebook, der im Zusammenschnitt den besorgniserregenden Aufruf eines Palästina-Aktivisten an Migranten dokumentiert, in Chemnitz „Aktionen“ zu starten. Denn mit nicht sehr viel Fantasie, kann man die Ansprache des in einschlägigen „Aktivisten“-Kreisen hinlänglich bekannten Fuad Musa durchaus als einen Aufruf zur Selbstjustiz interpretieren. Und so vermittelt es ganz den Eindruck, als wäre die omnimediale Hetze zu den Geschehnissen in Chemnitz auf äußerst fruchtbaren Boden gefallen.

Beispielsweise verbreitete der ZEIT-Journalist Felix Dachsel eine Nachricht, in welcher er sich unmissverständlich zur nicht unbedingt demokratiekompatiblen – gemeinhin als linksextrem eingestuften – Antifa bekennt.

Bild: Bildschirmfoto Twitter + entspr. Verlinkung
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FAZ-Kulturkorrespondent Patrick Bahners geht es da schon etwas lockerer an und fordert einfach nur „endlich radikal werden

Bild: Bildschirmfoto Twitter + entspr. Verlinkung
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„*Ethym. radikal Adj. ‘bis auf die Wurzel, bis zum äußersten (gehend), gründlich, gänzlich, rücksichtslos, rigoros, entlehnt (16. Jh.) aus mlat. radicalis ‘an die Wurzel gehend — was meinen Sie damit, als „rigoroser“ Repulikaner „bis auf die Wurzel, bis zum äußersten“ zu gehen?“

Und damit steht er nicht allein, denn seine Nachricht bezieht sich unmissverständlich auf eine kurz zuvor veröffentlichte (und nach eifriger Verbreitung wieder gelöschte) Botschaft der Berliner SPD-Staatssekretärin Sawsan Chebi, in welcher sie zu mehr Radikalität aufruft. Das wirft, gerade auch vor dem Hintergrund von Cheblis Rolle als Gründerin eines äußerst agilen rechten islam-identitären Jugendvereins, einige Fragen auf. Eine mögliche Antwort finden wir im oben dokumentierten Aufruf ihres Landsmanns Fuad Musas.

Bild: Bildschirmfoto Twitter
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Obwohl nun also die Zeichen der Zeit auf weitere Eskalation gestellt scheinen, macht es nicht den Eindruck, als würden Politik und Leitmedien einlenken und versuchen, die soziale Stimmung durch sachliche Beiträge zu deeskalieren. Eine der wenigen absolut lesenswerten Ausnahmen bildet hier der Publico-Beitrag Alexander Wendts, in welchem er die bigotte Berichterstattung hiesiger Medien seziert und ein sachliches Bild der Situation zeichnet.

Ansonsten geht es jedoch munter weiter wie gehabt, man scheint sich gemütlich eingehetzt zu haben und wartet nun schon freudig auf die nächste Stufe der Eskalation.

Der komplett hysterische Ton, der fast die gesamte Berichterstattung bestimmt, mündet aktuell darin, die Stadt Chemnitz mit auswärtigen Antideutschen und „Antifas“ zu füllen. Das kommt bei einheimischen Chemnitzern bestimmt gut an: Für kommenden Montag ist eine für das linke Publikum kostenfreie Party anberaumt, zu der die angesagten „Merkel-Punker“ der Nation aufspielen: Die Toten Hosen vorne an.

Bild: Bildschirmfoto Twitter + entspr. Verlinkung
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Dazu stellt sich nun jedoch die Frage, wer finanziell für diese linken Feierlichkeiten anlässlich des Todes eines jungen Menschen aufkommen muss? Die angekündigten Musikgruppen werden vermutlich kaum selbst die Bühne aufbauen, das Gelände sichern und hinterher den Müll einsammeln. Wer also wird dafür zur Kasse gebeten? Etwa der Steuerzahler? Handelt es sich gar um ein staatlich finanziertes Propaganda-Event??

Jedoch, das will ich einräumen, wiegt die Frage der Finanzierung hier angesichts einer weiteren extremistischen Entwicklung der sozialen Stimmung nicht viel. Eher stellt sich die Frage, wann sich unsere Damen und Herren Volksvertreter eventuell doch noch einmal bemüßigt sehen, die Herstellung des sozialen Friedens wenigstens grob ins Visier zu nehmen. Denn derweil hüben wie drüben munter weiter gehetzt wird, was das Zeug hält, geht das muntere Messern in Deutschland scheinbar unvermindert weiter. Vor einer Disko in Frankfurt (Oder) verbreitete eine rund 15-köpfige Migrantegruppe Angst und Schrecken.

Der Clubbetreiber sprach im 98.0 fm-Interview von: „Kriegsszenen… mit Messern, Stangen, Steinen bewaffnete Angreifer drohten mit Allahu Akbar uns zu töten, abzustechen. Leute haben sich unter Autos versteckt. Ich hatte Angst, daß es Tote gibt!“

Informationen zum Vorfall in Frankfurt (Oder) finden Sie hier:

„Allahu Akbar – Wir stechen euch alle ab!“ – Bewaffnete Araber stürmen Szene-Club in Frankfurt/Oder

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