Ein Gastbeitrag von Adrian F. Lauber

Dass Alexander Gauland die NS-Zeit als „Vogelschiss“ in tausend Jahren deutscher Geschichte bezeichnet hat, hat für heftigen Wirbel gesorgt. Mit den ebenso vorhersehbaren wie verlogenen Reaktionen aus den Altparteien und den Mainstream-Medien will ich mich hier nicht im Detail befassen.

Gauland hat einen Fehler gemacht. Er hat sich – wenn ich ihn nicht falsch verstanden habe – mit seiner Vogelschiss-Bemerkung darauf beziehen wollen, dass die zwölf Jahre NS-Zeit in Relation zu tausend Jahren deutscher Geschichte nur kurz waren, womit er zweifellos Recht hat.

Dennoch war es falsch, ein solches Wort in den Mund zu nehmen, weil „Vogelschiss“ den fürchterlichen Verbrechen jener Zeit einfach nicht gerecht wird und ganz leicht als Bagatellisierung eben dieser Verbrechen verstanden werden kann. Zwölf Jahre sind in Relation zu tausend Jahren kurz, aber es kommt eben nicht nur darauf an, wie lang eine Epoche war, sondern auch darauf, was in dieser Epoche geschehen ist. Und dann ist bei der NS-Zeit und dem Holocaust ein Begriff wie „Vogelschiss“ völlig unangebracht.

Dennoch wären viele Vertreter der Altparteien besser ruhig gewesen. Sie, die sie zum Teil hysterisch auf Gaulands mit Recht kritisierte Äußerung reagiert haben, sind diejenigen, die mit offenen Grenzen und islamischer Masseneinwanderung auch die Vervielfachung des Judenhasses in Deutschland vorantreiben.

Gauland hat einen Fehler gemacht – und er hat sich, das könnte man auch mal anerkennen, für diesen Fehler entschuldigt. Die Altparteien haben sich, soweit ich das überblicke, für ihre desaströse Politik nicht entschuldigt und in ihrer maßlosen Arroganz wollen sehr viele ihrer Anhänger überhaupt nicht zur Kenntnis nehmen, wie der Antisemitismus in diesem Land blüht und gedeiht.

Für sie ist Antisemitismus ein Gedankengut, das man nur bei Neonazi-Glatzen mit Springerstiefeln finden kann. Den Antisemitismus von links und von islamischer Seite, den wollen sie gar nicht sehen. Sie lassen ihn weiter wachsen und das finde ich hundert Mal schlimmer als eine verharmlosend klingende Äußerung über die NS-Zeit.

Die Verbrechen des Dritten Reiches sind geschehen und können nicht mehr rückgängig gemacht werden, egal in welchem Vokabular wir von ihnen sprechen. Der Import des Judenhasses, Gewalt und Hetze gegen heute lebende Juden, Flucht heutiger Juden aus Europa, das alles könnte noch verhindert werden, aber das politisch korrekte Deutschland praktiziert das Lernen aus der Geschichte lieber nur als Lippenbekenntnis. Es ist halt bequemer und ohne Risiko, gegen eine nicht mehr existierende Diktatur anzukämpfen, gell?

So, jetzt genug davon. Ich möchte mich nun der anderen Seite zuwenden.

Die Reaktionen unter AfD-Wählern und Leuten, die ich als meine Mitstreiter ansehe, auf die Kritik an Gaulands Äußerung haben mich zum Teil beunruhigt.

Was ich binnen kurzer Zeit diverse Male gelesen habe, las sich wie die Reaktionen beleidigter Kleinkinder. Wer es als Konservativer gewagt hat, Gauland zu kritisieren, wurde im Nu als Nestbeschmutzer, als Spalter, als politisch korrekter Duckmäuser und mehr hingestellt.

Auch ich selbst, wobei ich den betreffenden Personen nicht unterstellen will, dass sie es so böse gemeint haben, wie man es auch hätte verstehen können. Ich habe viele schlechte Eigenschaften, aber ich bin nicht nachtragend. Ich reagiere mich jetzt ab und dann ist es von meiner Seite auch gut.

Mir wurde also vorgehalten, ich sei um politische Korrektheit bemüht. Ich wolle bloß keine „Reizwörter“ in den Mund nehmen. Und das kotzt mich an.

In solchen kindischen Reaktionen auf Gauland-Kritik steckt eine gewisse Portion von Überheblichkeit und Freiheitsfeindlichkeit. Vielleicht war’s nicht so gemeint, aber ich kam mir vor, als würde man mir einfach absprechen, dass ich aufgrund der Sachlage und durch selbständiges Denken zu einer eigenen Meinung über Gaulands Äußerung kommen kann, die vielleicht auch eine gewisse Legitimität hat.

Weil ich nicht mit dem Strom vieler AfD-Anhänger schwimmen wollte, stand ich auf einmal als jemand da, der sich ja bloß manipulieren lässt und den politisch korrekten Diktaten des Mainstreams unterwirft.

Denen, die mir und anderen Gauland-Kritikern so etwas unterstellen, möchte ich einige Dinge sagen:

  1. Eine Vorbemerkung: ich selber bin AfD-Wähler. Wenn ich AfD-Politiker kritisiere, dann nicht, weil ich die AfD „bashen“ oder klein machen will, sondern weil ich mir wünsche, dass die Partei stärker wird. Sie ist momentan noch viel zu schwach, um die Selbstauflösung dieses Landes aufzuhalten. Wenn führende Politiker dann noch durch so unbedachte und einfach dumme Äußerungen wie die von Herrn Gauland dem politischen Gegner zusätzlich „Munition“ liefern, wird das höchstwahrscheinlich von großem Schaden für die Partei sein – und in der Folge auch für das Land, denn zumindest im Moment ist die AfD ja offenbar die einzige Partei, die sich ernsthaft gegen die Selbstabschaffung und gegen die möglich gewordene Islamisierung stemmt.
  2. Der konservative Widerstand kritisiert mit Recht die Diskussionsunfähigkeit und die Intoleranz des Mainstreams. Wenn er das aber kritisiert, sollte er eigentlich mit einem besseren Beispiel vorangehen und auch in seinen eigenen Reihen einen ehrlichen Diskurs und auch sehr verschiedene Positionen zulassen. Wenn aber innerhalb der AfD-Wählerschaft oder in anderen konservativen Milieus Kritikern und Andersdenkenden leichtfertig unterstellt wird, sie seien ja bloß nicht mutig genug oder unterwürfen sich immer noch den Diktaten der politischen Korrektheit, dann entwickelt sich der Widerstand so langsam in dieselbe Richtung wie der Mainstream. Kann er natürlich machen, wenn er will. Des Menschen Wille ist sein Himmelreich. Nur werden Belehrungen und Klagen über Intoleranz und Freiheitsfeindlichkeit der Altparteien und diverser großer Medien dann in Zukunft unglaubwürdig.
  3. Was heißt es eigentlich, politisch unkorrekt zu sein? Was also ist politische Korrektheit? Das ist – meiner Meinung – kaum exakt definierbar, weil sich die Inhalte des politisch Korrekten ständig wandeln. Wer die Macht und die Hoheit über den gesellschaftlichen Diskurs hat (oder wer sie haben will), der versucht, zu bestimmen, was gesagt werden darf, welche Gesinnung man gefälligst zu haben und auch demonstrativ nach außen zu tragen hat. Wer da ausschert, fliegt raus aus der Gemeinschaft der „Anständigen.“

Politisch unkorrekt zu sein, heißt also, sich nicht den Zwängen mächtiger Menschen zu unterwerfen, die mit gesellschaftlicher Ächtung, mit Diffamierung und ggf. mit schlimmeren Konsequenzen drohen. Politisch unkorrekt sein, heißt – vereinfacht gesagt – schlicht und einfach, seinen eigenen Kopf zu benutzen. Es heißt, selbständig denken zu können.

Das gilt dann aber auch universell. Wer politisch unkorrekt ist, denkt dem Mainstream gegenüber unabhängig, aber er denkt auch dann noch selber, wenn er unter Mitstreitern unterwegs ist.

Und wer selbständig denken kann, kann völlig ohne Zwänge von außen zu dem Schluss kommen, dass es einfach dem, was damals passiert ist, sachlich nicht gerecht wird, zwölf NS-Jahre als „Vogelschiss“ zu bezeichnen. Ich brauche keine Katrin Göring-Eckardt, keinen Frank-Walter Steinmeier und erst recht keine A.M., die mir vorgibt, wie ich über die NS-Zeit zu denken und zu sprechen habe. Ich habe mich ausgiebig mit der Zeit befasst und komme für mich zu dem Schluss, dass solche Worte fehl am Platze sind, auch wenn Gauland sich wohl nur auf die relative Kürze, nicht in den Inhalt dieser Epoche bezogen hat.

Es kann ja jeder mal für sich selbst den Test machen und sich vorzustellen versuchen, wie solche Worte bei jemandem ankommen könnten, dessen Familie oder Freunde oder beides durch das NS-Regime ermordet wurden. Würde er an Stelle eines solchen Menschen die Bezeichnung „Vogelschiss“ auch ganz cool hinnehmen?

Abgesehen davon, dass dieses Wort der Sache einfach nicht gerecht wird, war es auch aus parteitaktischer Sicht einfach dumm von Herrn Gauland, so etwas zu sagen. Der Mainstream stürzt sich ohnehin wie die Aasgeier auf alles, was er irgendwie gegen die einzig verbliebene konservative Partei des Landes verwenden kann, die versucht, sich gegen die Selbstzerstörung zu stemmen.

Und viele sind leider so denkfaul, dass sie die Vorwürfe gegen die AfD nicht überprüfen, sondern nachplappern. Oder nur das sehen wollen, was an der AfD in der Tat kritikwürdig ist, nicht aber das, was sehr gut ist. Muss man in einer derart aufgeheizten Situation zu allem Überfluss noch so unklug reden wie Herr Gauland es getan hat? Bis zu diesem Satz war seine Rede – für meinen Geschmack – völlig okay, aber dann hat er sich und die Partei in die Scheiße geritten. Das hätte nicht sein müssen!

Nun gut. Wie gesagt: Herr Gauland hat sich für seine missverständliche Aussage entschuldigt. Für mich ist die Sache damit auch „gegessen.“ Jeder Mensch macht Fehler. Und kein Mensch besitzt eine Zeitmaschine. Wenn man etwas verbockt hat, bleibt also nur noch die Möglichkeit, den Fehler einzusehen und dafür gerade zu stehen. Die Größe hat Herr Gauland gezeigt.

4. Möchte ich einige sehr kluge Gedanken weiter empfehlen, die „Patrizia von Berlin“ in einem Beitrag für Philosophia Perennis niedergeschrieben hat:

„Ich kann Sympathie und Verständnis für diejenigen aufbringen, die -oft mit dem Blick auf andere Nationen und deren entspannten Umgang mit ihrer eigenen Geschichte- einen Schlussstrich fordern, eine Einkehr der Normalität.

Wir sind in einer Situation, vor der ich schon länger Unbehagen empfinde.

Jüngere Generationen, ohne jeden inneren Bezug zur Zeit des 3. Reichs, reagieren verständlicherweise anders als diejenigen, deren Eltern oder Großeltern es noch erlitten.

Sie treffen aber auf eine politische Linke, die den „Nazi“ Begriff mit Wonne inflationär als billigste Währung in der politischen Auseinandersetzung nutzt. Es ist also zutiefst menschlich zu sagen: ich bin 1980, 1990 geboren, was habe ich damit zu tun? Ich habe genauso wenig Schuld Deutsch zu sein, wie Juden im 3. Reich Schuld hatten, nur weil sie Juden waren.

Mit Orit Arfa führte ich kürzlich ein Interview, das sich um das ganze Thema Deutsche/Juden/Nationalsozialismus/Schuld/Verantwortung dreht. Es wird im Juni bei PP erscheinen. Ein Satz von Ihr passt sehr gut auf die Gauland Diskussion. Sie sagte, wir Deutsche seien immer noch krank in unserem nationalen Selbstempfinden und dem Umgang mit dem 3. Reich. Und sie glaubt, dies würde sich erst mit der 5. Generation bessern.

[Anmerkung von mir: Falls es in der fünften Generation überhaupt noch ein Deutschland gibt, das diesen Namen verdient. Angesichts der demographischen Entwicklung und der Einwanderungspolitik wäre ich mir da nicht so sicher.]

Ich glaube, sie hat Recht und wir erleben es heute auf allen Seiten wieder einmal. Umso wichtiger ist es also, die Diskussion aus der emotionalen Ebene weg zu bekommen und zu versachlichen. Also nehmen wir das Argument „Normalität“ doch einmal auf.

Normalität. Ist es denn in unserer abendländischen, christlich-jüdisch geprägten Wertewelt normal, ein Regime, das den europäischen Teil des 2. Weltkriegs auslöste und Millionen von Menschen auf die bestialischste Weise ermordete, als „Vogelschiss“ zu bezeichnen? Nein, das ist es eben nicht.

Es ist eine Verniedlichung, eine Relativierung dieser Verbrecher. Und da hilft auch kein Fingerzeig auf andere Nationen. Man kann kein Verbrechen mit dem Hinweis auf andere Verbrechen relativieren.

(…) Und dabei geht es auch nicht, wie viele fürchten, darum sich zu erniedrigen, über eine andauernde „Sippenhaft“ niedergedrückt zu werden. Es gibt keine Kollektivschuld, es gibt keine Sippenhaft für Unschuldige. Wer die NS Zeit nutzt, um sie gegen heute lebende Deutsche zu instrumentalisieren, begeht ein Unrecht. Und das muss sich niemand gefallen lassen.

Aber es gibt eine Verantwortung. Verantwortung dafür, dass so etwas nie wieder geschieht. Verantwortung dafür, dass jüdisches Leben in der Gegenwart in Deutschland sicher möglich ist, dass auf deutschen Straßen kein „Juden ins Gas“ zu hören ist, dass jüdische Kinder sicher zur Schule gehen können, dass die Existenz Israels unangetastet bleibt.

Aber um genau das geht es denjenigen, die heute mit dem Finger zeigen und „Relativierung“ rufen nicht. Sie führen einen verlogenen Kampf um die Gefühlshoheit.“

Mehr kann man dazu nicht mehr sagen. Das ist nur meine Meinung. Jeder hat das Recht, es anders zu sehen und seine anders lautende Meinung zu äußern. Aber ich habe nur eine Bitte: unterstellt nicht so leichtfertig Manipulation oder Unterwerfung oder beides, nur weil jemand zu anderen Schlüssen kommt als ihr.

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Rainer Franzolet
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Adrian. Wir kenne uns über FB. Nur so viel. Wortgewaltige Menschen, die jedes Wort abwägen und überlegen, wie könnte es Missverstanden werden, die sollen das tun. Aber sie sollen es nicht von anderen fordern. Junge Deutsche haben keine Ahnung davon, was Armenier sind, Juden, Sue Indianer und wer noch alles einem Massenmord zum Opfer gefallen ist. Schuldkult ist Privatsache und nicht Befehlbar.

Tim von der AFD, lasst euch nicht spalten!
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Tim von der AFD, lasst euch nicht spalten!

Zur Klärung:
Man kann der Meinung sein, dass Gauland (Vogelschiss) und Weidel (Taugenichtse) ungeschickt waren.

ODER der Meinung sein, dass Gauland und Weidel berechnend handelten und es sogar gut finden.

Was aber nicht geht ist Gauland nieder machen und Weidel beklatschen, oder umgekehrt.

Mich persönlich haben weder die einen , noch die anderen Einlassungen gestört. Es gibt Wichtigeres.

Moritz
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Moritz

Gauland sollte sich überhaupt nicht rechtfertigen, wer lesen kann weiß was er gesagt hat, wer das nicht will, versteht es auch nicht nach einer Rechtfertigung.

Ganz im Gegenteil, er sollte einen drauf setzen und fragen wie man denn wohl die Zeitspanne der angelsächsischen Völkermorde und Verbrechen bezeichnen muss, bei denen unser aktueller Kanzler heute noch mitmischt!

Zickenterror
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Zickenterror

Wer Gauland richtig verstehen wollte, der hatte seine Chance!

Klaas Klar
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Klaas Klar
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Bravo Herr Berger, alle richtig gemacht. Kritik aus den eigenen Reihen muss möglich sein. Auch ich als AfD-Mitglied hab das hart kritisiert. Gauland hat den Fehler von Höcke wiederholt, nämlich über ein Thema zu reden, das kein Schwein interessiert. Erstmal die Schicksalsfragen lösen, dann nachdenken, wie wir die guten Aspekte unserer Vergangenheit mehr in den Fokus kriegen.

hexe
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hexe

2. Aber dass seit Jahren der al-Kuds Marsch frühlich in Berlin stattfindet weil ein Verbot desselben am rot-grünen Berliner Senat scheitert, das stört keinen. Sollte da nicht mal genauso laut und nachhaltig geschrieen werden? Ich erinnere nur an Sprechchöre a la „Hamas Hamas Juden in’s Gas“

hexe
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hexe

1. müssen wir auf den von den Altparteien losgesstoßenen Zug von wie schröcklich und antisemitisch diese Bermerkung von Vgelschiss doch war aufspringen? Gauland der sich in einer Rede im Bundestag klar dazu aussprach das DE verpflichtet sei Israel militärisch beizustehen wird niedergemacht.

Ansgar Graf
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Ansgar Graf

Damit eine vorherige Antwort nicht untergeht: Bitte informieren Sie sich alle über das sogenannte Overton-Fenster! Diese Technik wird seit Jahrzehnten von den Linken eingesetzt, nun kontert die AfD. Alles andere, alle Vorwürfe gegen AG sind reine Spekulation und schaden nur. Worüber man diskutieren kann, ist die Wortwahl. Niemals über das vergrößerte Fenster.

WachtamRheinbeiRhöndorf
Gast
WachtamRheinbeiRhöndorf

„Der Krieg, der viele Väter hatte.“
Ich weiß, die Lektüre dieses international anerkannten Fachbuches sägt hart an Weltbild und Selbstverständnis, induziert vlt moralische Polumkehr u. ist auch bildungsbürgerlich keine ultrleichte Kost.
Doch führt der Weg zu einer, der universellen Gerechtigkeit Genüge tuenden, quellenbasierten und somit zukunftsträchtigen V.Bewältigung nur über diese Dornen…

RoBin von der Demo
Gast
RoBin von der Demo

A.F.Lauber,gebe Ihn.zum groß.Teil Recht. Ich habe auch a.P.P. Patric.von Berl. kritisiert. Man kann heut sehr schnell etwas missverstehen.Im Übr.habe auch ich die AFD wg.Gauland kritisiert,direkt an die G.L.Berlin. Leider eine nicht ganz zufriedenstell. Antw. zurückerhalten.Letztendl.gehts es aber nicht nur um 12 J. NAZI Zeit -es geht um den „Schuldkult“,uns Deutsche v. Merkelsystem umgehängt!

oneiroi
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Ich finde die Äußerungen Gaulands richtig und gut. Sowohl inhaltlich als aus rhetorisch, da nur durch den Tabubruch der Spielraum des Sagbaren erweitert werden kann. Und nur wenn der Spielraum des Sagbaren (Overton Fenster)wieder weit geöffnet wird, werden Menschen gegenüber „harten“ Worten die nötige emotionale Reife und Resistenz für einen offen, nüchternen Diskurs erlernen.

r.v.d.m.
Gast
r.v.d.m.
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Politiker müssen viel reden. Das dann Sätze dabei
herauskommen, die nicht so gemeint sind, aber von den
Mörder-Parteien ausgeschlachtet werden, kann vorkommen.
Man muss sich immer vor Augen halten, die Alt-Parteien,
sind die Mörder unserer Kinder, was ist da ein
Vogelschiss dagegen ?

maru
Gast
maru

1. Ich schließe mich an. Ich wurde für meine Gauland-Kritik hier sogar von anderen Foristen gemobbt und komme mir vor wie bei der SAntifa.

Gut, G. hat sich entschuldigt, aber bereits zum 3.Mal. Wie oft noch?
Einmal forderte er sogar Anerkennung für die „Leistung“ deutscher Soldaten an der Ostfront (wofür? Etwa für das Auftürmen von Leichenbergen als sie der SS zur Hand gingen?)

Siegfried
Gast
Siegfried
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Wenn man eine Metapher wählt, um einen Gedanken kurz und bündig auszudrücken, muss man schon sehr sorgfältig vorgehen.

Die 12 Jahre der NS-Diktatur waren Jahre, in denen wie durch eine Erdspalte hindurch ein Untergrund sichtbar wurde, dessen Anblich deutlich macht, wie groß die Anstrengungen zur Bewahrung der Zivilisation notwendigerweise sein müssen.

Hans Schafranek
Gast
Hans Schafranek

S.g. Herr Lauber, ist Ihnen entgangen, dass A.G. in zwei Tagen zwei völlig konträre Interpretationen dessen präsentiert hat, was er unter „Vogelschiss“ versteht? Am 2.6.: 12 Jahre sind nichts, gemessen an einer 1000-jährigen deutschen Geschichte; am 4.6.: NS-Ära war „der letzte Dreck“. Das nennt man Spuren verwischen……..

Tinas Senf
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Tinas Senf
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Vollkommen richtig.
Gauland reisst zum wiederholten Mal mit dem Popo ein, was andere in jahrelanger Arbeit aufgebaut haben. Und es war NICHT spontan rausgerutscht.
Ich schätze, dass die AfD locker 5-10 Prozentpunkte mehr kriegen würde, wenn sie statt Gauland, Höcke, Poggenburg oder von Storch (die sich in letzter Zeit allerdings eher zurückgehalten hat) rhetorisch geschickteres Personal hätte.

DasKleineKrümelmonster
Gast
DasKleineKrümelmonster

Die ausgrenzende Überschrift, die alle für ideologisch vernagelt und unreif erklärt, die nicht auf PP-Linie liegen, finde ich da nicht so sonderlich hilfreich. Und anderen Diskussionsunwilligkeit in der Überschrift zu unterstellen, wo man sie selber abgebrochen und einen Beitrag nicht brachte (mit und von mir) finde ich auch lustig. 😉
Ihr werdet langsam wie die – viel Spaß dabei!

Gnade
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Gnade

Die Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden.
Gelingender Dialog braucht Achtung, Respekt und Wertschätzung des anderen Menschen (nicht seines Tuns).

Ansgar Graf
Gast
Ansgar Graf

Es ist unglaublich, wie sehr sich der Schuldkomplex in viele Deutsche gefressen hat, wie sehr man sich nun windet und bückt, um nur keinen falschen Verdacht aufkommen zu lassen. Der fast schon religiöse Eifer mit dem nun selbst von Parteifreunden gegen Gauland Stellung bezogen wird ist armselig. Die NS-Zeit war Scheiße. Die Linken aber erheben die Nazis zu einem Kult.

Gerd Dammhirsch
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Gerd Dammhirsch

Die AfD Sachsen-Anhalt hat den Poggenburg abgesetzt, die AfD Mecklenburg-Vorpommern hat diesen Arppe ausgeschlossen: die AfD tut also, so denke und hoffe ich, schon was dafür, dass man nicht zu weit nach „rechts“ abrutscht.

Die „Fixierung“ auf 3. Reich und Schuldkomplex der Deutschland-Verrecke-Fraktion bringt eh nichts: andere Länder sind ebenso dem Multikulti-Selbstzerstörungswahn verfallen.

Silvi
Gast
Silvi

Ich persönlich finde jeder hat das Recht zur eigenen Meinung,auch wenn man sich da in D.Nicht mehr so sicher sein kann.Mich nervt Kollektivschuld,alles über einen Kamm scheren wollen und Parteienzwang.Jeder Mensch hat das Recht seine Meinung zu äussern und das Recht das sich anständig damit auseinandergesetzt wird.ich Pers. Finde Gaulands Aussage mind. unsensibel,aber er ist nicht die Afd.

Dwarsdryver
Gast
Dwarsdryver

Selten solch einen geballten Unsinn auf PP gelesen.

Monte Veritas
Gast
Monte Veritas

Gauland hat Recht. 12 Jahre sind im Vergleich der viele hundert Jahre währenden Geschichte Deutschlands ein Vogelschiss. Damit wird nicht das verächtlich gemacht, was in diesen Jahren geschah sondern lediglich die Zeitspanne in die richtige Relation gesetzt, schließlich waren nicht in 900 von tausend Jahren Hauen und Stechen, Morden und Metzeln an der Tagesordnung gewesen.

Eggbert
Gast
Eggbert

M.E. hat sich Herr Gauland für nichts zu entschuldigen.
Wer sich entschuldigen sollte, die Medienvertreter und Politikdarsteller die böswillig ein einzelnes Zitat aus dem konkreten Kontext gerissen, in einen völlig anderen Kontext gestellt und so völlig sinnentstell haben um damit dem Ansehen Herrn Gaulands zu schaden.

Einfach widerlich was boshafte Menschen anrichten.

Ralf Pöhling
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Ralf Pöhling
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Die Ansicht kann man durchaus haben. Ich gebe aber zu bedenken, dass der politische Gegner erst dann aufhören wird, jedes unserer Worte auf die Goldwaage zu legen und medial zu missbrauchen, wenn wir seine Meinung übernommen haben. Selbst wenn wir gar nichts mehr sagen würden, würde man einen Skandal über uns konstruieren. Dem etablierten Sektor ist jedes Mittel recht, um seine Macht zu erhalten.

Kerstin
Gast
Kerstin

Ich bin AfDler und sehe das ganz genauso, wie Sie. Ich hatte in den letzten zwei Tagen in unserer Gruppe ähnliche Debatten. Dennoch hab ich so Manchen dazu gebracht, nochmal darüber nachzudenken, glaube ich. Und wenn es das gebracht hat, dann hatte diese “Gauland-Affäre“, die uns AfDlern leider sehr geschadet hat, doch noch einen Sinn. Das eigene Denken ist der beste Weg, immer wieder neu!

Denis Diderot 2018
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Denis Diderot 2018
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Sie haben mir aus dem Herzen gesprochen.

Anton Marks
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Anton Marks

Die Debatte um das Gaulandzitat zeigt, wie unsere Nerven blank liegen. Auch an uns haben Tabus und Denkverbote Spuren hinterlassen und wir sind fix bereit, uns zum reflexhaften Reagieren verpflichtet zu fühlen. Wir Konservative und Patrioten sollten lernen, entspannter zu diskutieren. Kritik in der Sache, aber wertschätzend mit Person, Partei, Bewegung usw. Dann sind wir auch immun gegen Spaltung.

Balthasar
Gast
Balthasar

Es reicht wirklich Gaulands unglückliche Wortwahl hoch zu jazzen, doch Nahles zieht gleich“ Wir wollen das von der AFD nur noch ein Vogelschiss bleibt“, warum regt sich hier niemand auf oder über Bätschis Ansage an die CDU vor der Groko „Dann gibt es auf die Fresse“. Die Altparteien im glühenden Eifer um den Vogelschiss zu toppen? Das grüne Gekeife „Vogelschiss, Vogelschiss“ kommt sicher auch no

Hein
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Hein
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Alles richtig, aber wer die ganze Rede Gaulands liest, weiß was er gemeint hat. Der „Vogelschiss“ diente der Verächtlichmachung des Nationalsozialismus, nicht der Bagatellisierung seiner Verbrechen.
Ich kritisiere, dass Gauland vor einigen Tagen die Kündigung des Atom-Deals mit dem Iran durch die USA verurteilte. In dieser Frage sollte sich die AfD nicht mit den anderen Parteien gemein machen.

Kaden
Gast
Kaden

NS-Zeit = ein schwarzes Kapitel deutscher Geschichte JA, 12 Jahre NS-Zeit gegen uber 200 Jahre Kriegsverbrechen des britischen Empire und der USA ein „Vogelschiß“ auch JA, wer die gesamte Rede von Gauland kennt und nicht nur den einen aus dem Zusammenhang gerissenen Begriff, erkennt was er damit ausgedrückt hat und so völlig Recht hat. Eine Bagatellisierung der NS-Zeit sieht anders aus

Theodor Stahlberg
Gast
Theodor Stahlberg

„Wer die Vergangenheit beherrscht, beherrscht die Zukunft; wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.“ (Orwell) Um diese banale Wahrheit geht es in der „Vogelschiss“-Debatte. Systempolitiker und -Medien möchten die ganze deutsche Geschichte auf diese Vogelschiss-Periode verengen. Zur Durchführung dieser Manipulation sollte ihnen kein Konservativer freiwillig die Hand reichen!

Archi W Bechlenberg
Gast
Archi W Bechlenberg

Der Kommentar könnte bis zu Punkt und Komma von mir sein. Mich hat erschreckt, mit welchem Maß an Dummheit der Kern auch meiner Kritik an Gauland ignoriert wurde. Nach einem Dutzend vergeblichen Versuchen, es noch dem schlichtesten Geist zu erklären, gab ich schließlich auf und sah die Diskussion als nützlich dafür an, den geistigen Stand der Dinge bei vermeintlichen Verbündeten zu erkennen.

info68
Gast
info68

Ich selbst habe es seit 1970 oft erlebt in Gruppen mit polit. FreundInnen (68er, Kommunisten, zuletzt Islam-Feinde,Patrioten),wie unfähig bis unwillig man vielfach ist,dieselbe scharfe Kritik,die man an andere anlegt,zu ertragen,wenn es die eigene Person,Gruppe angeht.Da wird dann oft nicht minder übel geschmäht bis gemobbt,Fakten verbogen,gelöscht,gesperrt wie bei den dafür abgelehnten Gegnern!

Iris
Gast
Iris

Genug des Palavers. Jeder soll sich denken, was er möchte. Den Sturm im „Wasserglas“ aber bitte nicht noch mehr anfachen mit wenig zielführenden Beiträgen. Das hat der „Vogelschiss“ nicht verdient. Pasta! Zurück zu den existenziellen Problemen die Deutschland jetzt hat. Nennen muss ich sie wohl nicht.

Syrus Becker
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Syrus Becker
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Vogelschiss war wohl ein Fehler , aber ein Harmloser wenn man die Ganze Rede gelesen und verstanden hat

Deutsche Vollmeise
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Deutsche Vollmeise

Wie Herr Gauland selber nochmals versicherte, hat er nur und ausschließlich die ZEIT gemeint und NICHT die Verbrechen. Wieso wird das alles zerredet? Eine Partei MUSS zusammenstehen und sich nicht selber spalten. Er hat die Sache nochmals erklärt, was soll das Zerreden denn noch?
SO wird die AfD gespalten… :-/