Das Christliche Abendland : Fiktion, geistiger Müll oder notwendige Identifikationsformel zur Selbstfindung und -bewahrung? Gedanken zur Verächtlichmachung eines Begriffs als Orientierungshilfe für nachkommende Generationen, die sich mit christlich-jüdischer Kultur identifizieren sollen. Ein Gastbeitrag von Josef Hueber

Für mich war er einer der Gründe, warum ich, wenn er dabei war, eine Talkshow bis zum Ende ansah. Seine Beiträge waren wie Kraftbrühe für den Kopf, während die anderen Teilnehmer meist nur Wassersuppe anzubieten hatten. Und die mediocren Köche: Anne Will, Maybrit Illner, Maischberger und – oh Schreck lass nach – der schnell-plappernde Quickie-Denker und so schön gegelte Schwarzkopf Markus Lanz! Manche in den Diskussionsrunden mochten vielleicht nicht schlechter formulieren als Michael Wolffsohn, doch die Substanz ihrer Formulierungen konnte man kaum mit seinen Beiträgen vergleichen.

Als ich Wolffsohn während einer der vielen kriegerischen Auseinandersetzungen im Norden Israels vorschlug, die unter den Grausamkeiten leidenden israelischen Kinder in einer spontanen Hilfsaktion nach Deutschland zu holen und in deutschen Familien unterzubringen, griff er die Idee begeistert auf. (Leider teilte er mir bald schon mit, deutlich enttäuscht, dass aus dem Projekt nichts werden würde – wegen bürokratischer Hindernisse.)

In der offensichtlichen Betroffenheit hatten wir, er Jude, ich Christ, wohl ein und dasselbe moralische Empfinden. War seine spontane Bereitschaft, Hilfe für Kinder zu leisten, nicht Ausdruck einer christlich-jüdischen Prägung, die im abendländischen Wertekanon beheimatet ist?

Christen und Juden kommen aus einem gemeinsamen kulturellen Elternhaus. Sie sind ganz sicher in manchem unterschiedlich, wie das unter Geschwistern so üblich ist. Aber da gibt es doch etwas, was in unser christlich-jüdisches Gen geschrieben ist: Achtung vor der Individualität und damit Freiheit jedes Menschen, Verpflichtung zur Hilfe im Sinn des Samariter-Gleichnisses, Ehrfurcht vor dem Leben, die Suche nach Meta-Physischem, und auch – die Tolerierung der verweigerten oder erfolglosen Suche danach im Atheismus.

Diese Freiheit der Entscheidung für oder gegen Gott kennt man nicht in einer Kultur, die den Ungläubigen als unterhalb des Tieres Angesiedelten verurteilt.

Da muss ein kleiner Unterschied zwischen diesen Kulturen vorliegen. Ist vielleicht doch eine spezifisch christlich-jüdische Kultur erkennbar, wie sie jetzt noch am Leben ist?

In der Süddeutschen Zeitung vom 3. April 2018 schreibt MW einen Artikel, dessen Überschrift eine augenreibende Wirkung hervorrufen muss:

„Der Begriff „christliches Abendland“ ist geistiger Müll“.

Starker Tobak.

Eigentlich riecht diese These nach zwei Personen, die mit „deutscher“, geschweige denn christlicher Kulturidentifikation nichts am Hut haben.

Aydan Özoguz, bis März 2018 Integrationsministerin, behauptete, dass eine „spezifisch deutsche Kultur […] jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar“ sei. An ihrer Seite der leider noch nicht auf einem Selfie mit der Kanzlerin um die Welt gereiste Journalist Deniz Yücel, der die Transformation Deutschlands als „Völkersterben von seiner schönsten Seite“ bezeichnet hat. Christliches Abendland als Müllbegriff ? Das hört sich an nach einer Paraphrase Yücels: „Kultursterben von seiner schönsten Seite“.

Erst 2016 hatte der Theologe und Brauchtumsforscher Becker-Huberti die These von der Phantasiegestalt ‚christliches Abendland’ vertreten, aber weniger aggressiv als Wolffsohn. Er sprach von dem Begriff als einer „Fiktion“ bzw. einer „ Chimäre“.

Insofern kocht Wolffsohn hier kalten Kaffee nochmal auf,

…ideal zubereitet für die gegenwärtigen links-populistischen Aktivisten zur Abschaffung unserer (vielleicht doch ein wenig christlich geprägten?) Kulturlandschaft, wie sie in Medien und Politik – und leider auch in der Kirche – mit wachsendem Eifer betrieben wird.

Als Kardinal Marx und Bischof Bedford-Strohm 2016 am Tempelberg in Jerusalem sowie an der Klagemauer sich des Kreuzes als schlechthinnigem Symbol des Christentums schamlos entledigten, schrieb MW einen Offenen Brief an beide in der Bildzeitung und beklagte deren fehlenden „Bekennermut“. Wozu er sich jetzt in seinem Artikel in der SZ mutig bekennt, ist eindeutig: die inhaltliche Entleerung des Begriffs „christliches Abendland“.

Wie beides, die Kritik am mangelnden christlich-abendländischen Kulturbekenntnis der Oberhirten und die Destruktion dessen, was diese andernorts und überall zu vertreten schuldig sind, bleibt Wolffsohns Geheimnis.

Der Verdacht: In der Emotionalität der von Wolffsohn vorgenommenen Entwertung des von ihm attackierten ’christlichen Abendlandes’ macht sich etwas Luft, was mit seiner sonst gekannten analytischen Nüchternheit nicht vereinbar ist und deswegen an Glaubwürdigkeit verliert. Formulierungen wie „stammtischlerisch grölende Zeitgenossen a la Pegida … „kirchlich-christlich-abendländische Sündenregister … die abendländische Ideologie … Heidenrepublik“ sind eher fragwürdig als tragfähig, hinterlassen sie doch den Eindruck von Ressentiment. Unmutsäußerungen, die fast schon Schadenfreude erkennen lassen, findet man leider auch:

„Von 1961 an [ … ] fehlten Arbeitskräfte aus der DDR. Bonn suchte und fand – Türken. Sie wurden [ … ] wie Waren importiert, das hat nicht nur ihre erste Generation frustriert. … Heute wird uns von ihren Kindern und Kindeskindern die Rechnung dafür präsentiert. So mancher reagiert darauf wie in Schillers Fiesco: „Der Mohr hat seine Arbeit getan, der Mohr kann gehen.“ Anstand sieht anders aus.“

Begriffe sind der sprachliche Kitt des Zusammenhalts Gleichgesinnter

Begriffe auf ihre Belastbarkeit hinsichtlich ihrer Präzision zu untersuchen, ist ein legitimes, weil originäres Anliegen von Wissenschaft. Aus der Sprachpsychologie weiß man jedoch auch, dass die emotionale Aufladung eines Begriffs über die zu fordernde wissenschaftliche Präzision hinausgeht und dabei, was entscheidend ist, Wirkmächtigkeit entfalten kann. Begriffe können damit durchaus auch einen legitimen Anspruch erheben, der nicht in sich schon „Müll“ ist, nur weil es ihnen an Präzision mangelt.

Was sind die Folgen einer Streichung des Begriffes „christliches Abendland“?

Wenn man die Konsequenzen aus der von Wolffsohn geforderten Eliminierung des Begriffes „Christliches Abendland“ im Bewusstsein heranwachsender Generationen erwägt, stellen sich bedrohliche Bedenken ein.

Wollen wir, die schon länger hier lebenden Deutschen, darauf verzichten, unsere Kultur über das Christlich-Jüdische weiterhin zu definieren und sie allen – auch den neu Dazugekommenen- als den geistigen Nährboden erhalten, der uns Jahrhunderte lang geprägt hat?

Oder wollen wir die mit dem Begriff verbundenen Inhalte namenlos im Raum stehen lassen und damit in die Vergessenheit entsorgen? Und damit einem neuen Kulturverständnis Platz machen, dessen Inhalte konträr zu den ‚christlich-abendländischen’ stehen?

Die Botschaft an Heranwachsende

Heranwachsende in unsere Kultur einzuführen, die prägend für vergangene Generationen war und die im Abendland Werte wie Toleranz, die Gleichheit von Mann und Frau, von Menschen aller Stände und Hierarchien, sowie die Freiheit des Individuums hervorbrachte – all dies wird bei Menschen, die sich damit identifizieren, immer noch als Teil der abendländischen Kultur betrachtet. Beispiele für den Verrat an diesen Werten, die Wolffsohn zurecht anführt, stellen die Summe des Erreichten nicht in Frage.

Wenn der Begriff „christliches Abendland“ um das Jüdische aus Präzisierungsgründen ergänzt werden muss, gibt es nichts dagegen einzuwenden.

Dann spreche man eben von „christlich-jüdischem Abendland“, mit dem Hinweis auf die gültige Präsenz dieser Kultur, auch wenn Judentum und Christentum dem Morgenland entwuchsen.

Übrigens weist jeder christliche Gottesdienst auf diesen inneren Zusammenhang hin: Lesungen aus dem Alten wie aus dem Neuen Testament und die zentrale Rolle der Psalmen im Gesang sind davon ein anhaltendes Zeugnis. Das Christliche versteht sich als nicht vom Jüdischen abtrennbar (Bild links:  Die Propheten Ezechiel (links) und Jeremia (rechts) auf dem Isenheimer Altar (c) Wikimedia).

Judenpogrome, selbst wenn sie christlich verbrämt wurden, sind zwar schreckliche Zeugnisse einer pervertierten christlich-abendländischen Kultur. Die inhärente Verbindung des Christlichen mit dem Jüdischen ist dadurch nicht aufgehoben.

Es geht nicht unwesentlich darum, den jungen Menschen von heute (soweit sie sich überhaupt dafür interessieren), eine übergreifende Identifikation mit unseren, in der westlichen Kultur geltenden Werten und dem notwendigen Wir-Gefühl zur Bewahrung dieser Werte anzubieten und zu erhalten.

Die Transformation des christlich-jüdischen Abendlandes in ein „buntes Abendland“ herbeizusehnen, wie dies von einer bestimmten politischen Couleur gefordert wird, und dies als moderne Erlösungsvision zu präsentieren – das kann wohl nicht die Lösung sein.

Dann nämlich ist nicht nur der Begriff, sondern auch die „Sache“ christliches Abendland Müll.

***

Sie wollen Philosophia Perennis unterstützen? Mit zwei Klicks geht das hier:

PAYPAL

… oder auf Klassische Weise per Überweisung:

IBAN: DE04 3002 0900 0803 6812 81
BIC: CMCIDEDD – Kontoname: David Berger – Betreff: Spende PP

45 Kommentare

  1. … und es bleibt doch wahr! Jüdisch-christliches Abendland!

    Der Dekalog, die 10 Gebote Gottes, die Moses auf dem Berg Sinai erhalten hat:
    Sie haben im Judentum und Christentum zentralen Rang für die theologische Ethik
    und haben die Kirchen- und Kulturgeschichte Europas und des außereuropäischen
    Westens mitgeprägt.

    So war, ist, und bleibt es, bis in alle Ewigkeit! Amen.

  2. Wenn man bedenkt das Pakistan und Algerien bevor der Westen Weltpolizist spielte hinduistisch/buddhistische Länder waren die vorsätzlich mit Muslimen geflutet wurden die verantwortlich für die Überbevölkerung sind und wie deren Religion verdrängt wurde und auch die Zivilisation, dann sollte man ahnen wohin das eiskalte Spiel der Globalisten und deren Eliten führt, in die Versklavung der Völker!

  3. Die Freiheit, zu glauben, was auch immer, oder gar nichts zu glauben, verdanken wir weder dem Christentum noch dem Judentum, sondern einzig und allein der Aufklärung. Diese Freiheit ist Grundlage eines jeden echten demokratischen Staates. Echte Aufklärung kann weder einer Religion, noch einer Ideologie verpflichtet sein, sondern allein der Vernunft. Diese Freiheit sollten wir verteidigen.

  4. „Der Westen hat Christus verloren, deshalb wird der Westen untergehen, deshalb und nur deshalb.“ (Dostojewski) Russland und auch Putin haben ihre christlichen Wurzeln wiedergefunden. Nach dem verlogenen Sozialismus ohne Menschlichkeit (da gibt es noch eine „Religion“) eine weise Entscheidung für das Abendland! Unsere Politiker sollten davon lernen.

    • Schon mal davon gehört, dass in Russland 40 – 45 Mio. Muslime leben ? … bei nur 120 Mio. Biorussen.
      … und dass Putin noch viel mehr einschleußen will, dies sogar in 2013 unterschrieb. ?

    • Aussagen Dostojewskis – auch heute interessant: zeit.de/1955/11/die-unterdrueckte-stimme-dostojewskijs/seite-2
      Ich halte Dostojewski für ein Genie. Und stimme seiner Aussage zu, u.a. weil ich selbst live mitbekommen habe, wann hier bzw. warum die „Dämme“ brachen (…). Wohlgemerkt: Religiosität ist nicht ‚Christus‘
      Zu Zweitem kann ich nur den Kopf schütteln (…). Einfach mal näher hinschauen..

  5. Käßmann hat es in ihrem antichristlichen Größenwahn geschafft eine geistliche Religion zu entstellen als marxistisch materialistische Ideologie die Gott zum Gin aus der Flasche macht, das hat mit Wissenschaft wenig am Hut! Theologie ist geistliches Erbe und wohin es führt wird sie politisch ideologisch missbraucht, sehen wir an den Gräueltaten in der islamischen Welt.

  6. Die Dekonstruktion der Begriffe, die Dekonstruktion der Identitäten, die Dekonstruktion des Westens. Die Zerstörung des Bestehenden zur Durchsetzung von etwas anderem, etwas, das die Protagonisten der Zerstörung für besser halten.

  7. Der Mann ist ein Lügner. Die Türken kamen in den 60er Jahren auf Druck der amerikanischen Besatzer hierher, um dem wichtigen NATO-Land Türkei Einnahmen zu verschaffen und dessen Arbeitsmarkt zu entlasten.
    MW war schon immer williges Werkzeug der Besatzer, leider durfte er viele Jahre den Offiziersnachwuchs an der Bundeswehrhochschule mit seinen Lügen und Halbwahrheiten irreführen.

    • Eben drum !
      Ein „Gastarbeiter“ ist ein Gast-Arbeiter und kein Einwanderer !
      Aber das ist ja sooo typisch : Wir können helfen so viel wir wollen, müssen, können – wir sind trotzdem immer die Moralschweine und werden es für unsere Vernichter auch immer bleiben, weil das eben praktisch ist.
      Keine Hilfe für wen auch immer, kann groß genug sein, um nicht zu klein zu sein.

  8. 4. Da aber Scharia und Weltherrschaftsanspruch Kernthemen des Korans und unabänderlicher Glaubensinhalt des Islams sind, ist dieser niemals reformierbar. Es ist daher quasi ein Wunder, dass sich (noch) die meisten Muslime friedlich verhalten: Nicht wegen, sondern trotz des Korans.

  9. 3. Wer sich wie viele gläubige Muslime aus religiösen Gründen selbst nicht der Gesellschaft öffnet, in der er lebt und darüberhinaus auch noch diese in seinem Sinne zu ändern trachtet, wird nicht diskriminiert, sondern diskriminiert sich quasi selbst und die, die er zu seinen Feinden erklärt.

  10. 2. Von Diskriminierung keine Spur. Im Gegenteil. Doch nun schotten sich Muslime selbst seit Jahren ab, überhöhen ihre Religion zur alleingültigen, stellen radikaler werdende Forderungen in Richtung Scharia, folgen antidemokratischen Führern, deren Positionen sie zu einem großen Teil zustimmen. Die angebliche Diskriminierung seitens Deutscher ist zu einer wahren seitens der Muslime mutiert.

  11. Türken als Arbeitskollegen hatte mein Vater einige. Es gab damals keinen Erdogan und keinen offensichtlichen islamischen Weltherrschaftsanspruch. Die jungen türkischen Kollegen meines Vaters waren westlich orientiert und so freundeten sie sich miteinander an. Sie sprachen gut deutsch, ihre Frauen trugen keine Kopftücher, sie lernten Skat zu spielen; kurz, es war gegenseitige Annäherung möglich.

  12. „Oh meine Geißlein“, spricht der Obergeißbock, „nehmet die armen, ausgehungerten Wölflein auf in eure Häuser! Fürchtet euch nicht. So ihr es nicht tut, begehet ihr eine schwere Sünde!“
    In welchem abendländischen Häuslein finden sich noch Uhrenkästlein, in welches wenigstens eines sich retten könnte? Der Selbstmord ist Meister im Abendland.

  13. In den letzten Jahrzehnt ist immer wieder versucht worden, das Christentum als Bremse des Fortschritts (nur die Ketzer waren die wirklich innonvativen Geister) oder Unterdrücker darzustellen. Nun geht man einen Gang höher und leugnet direkt das chr. Abendland. Es sind immer dieselben Kreise, die eine Auslöschung des Christentums wollen.

  14. Es haben keine Arbeitskräfte gefehlt!Der Arbeitsminister war gegen den Gastarbeiterimport.
    Die T. wurden auf Druck der Nato geholt da die Türkei am verhungern war.

  15. „Werte wie Toleranz, die Gleichheit von Mann und Frau, von Menschen aller Stände und Hierarchien, sowie die Freiheit des Individuums“ sind dabei nicht christlich, sondern wurden im Rahmen der Aufklärung unter zT grossen Opfern dem Christentum abverlangt.

    Wenn sich Christen heute damit schmücken, betreiben sie window dressing der übelsten Art.

    • Trotzdem war die Rolle der Frau im christlichen Abendland selbst im finstersten Mittelalter eine andere als wir sie durchgehend in islamischen Ländern „bewundern“ dürfen. Sie wurden zwar durchaus als unter dem Mann stehend betrachtet, aber das hinderte sie nicht daran, sogar politisch tätig zu werden. Natürlich blieb das dem Hochadel vorbehalten. Zu einfach sollte man es sich nicht machen.

  16. 4. Das bedeutet, dass das Establishment nicht nur über unsere Gedanken Vorherrschaft gewinnen will, sondern auch über unsere Gefühle. Wir sollen keine Angst vor dem Islam haben, vor Terroranschlägen, vor Überfremdung usw, weil diese Gefühle nicht ins Konzept der upper class passen, die Ausführung des großen Sozialexperimentes gefährden könnten. Die Laborratten wehren sich. Jawoll!!!

  17. 3. sondern bleibt polemisch. So wie die Frage: „Warum liebst du mich?“, schon die Liebe an sich nicht auf rationales Niveau herunterbrechen kann, ohne ihr ihren eigentümlichen Sinn zu nehmen, ist es mit der Heimat oder dem Glauben: Wer immer es zu definieren sucht, will damit darüber bestimmen, wie geliebt, oder geglaubt werden darf oder Heimat empfunden werden soll.

  18. 2. Es geht also wohl darum, dem Volk einerseits das Gefühl der Heimat eingrenzend abzusprechen, um dann den sinnentleerten Begriff mit dem politisch goutierten und gewollten Füllmaterial wie Multikulti, Islamophilie usw zu stopfen. Da Heimat emotionale Bedeutung hat, man also kaum argumentativ allgemeingültige Aussagen treffen kann, kann auch ein Herr Wolfssohn nicht mit Logik punkten, …

  19. 1. Selbst ich als Religionsfreier käme niemals auf die Idee, den Anteil, den das Christen- und Judentum schon rein historisch an unserer Kultur hat(te), zu leugnen, im Gegenteil. Ich könnte mir vorstellen,dass es MW, als einem klugen Vertreter des Establishments, darum geht, die Deutungshoheit über den Begriff Heimat an sich zu ziehen.

  20. Sind es nich Christdemokraten, die die Islamisierung mit aller Gewalt vorantreiben, unterstützt von den Kirchen, die sich dumm und dämlich an der Flüchtlingskriese verdienen? Da schafft sich ab, was abgeschafft gehört. Weiter so.

  21. Würden wir unsere Werte leben

    – gäbe es kein Beschneidungsgesetz
    – dürfte kein Muselmanischer einer Ziege die Kehle durchschneiden.
    – müsste jedes Kind im Sport- und Biologieunterricht teilnehmen
    – müssten Muselmanische in der Schule am christlichen Religionsunterricht teilnehmen – Islamunterricht gibt es nicht.
    u.s.w.
    Leben sie ihre christlichen Werte!

  22. Wer das christliche Abendland „entsorgen“ will der nimmt damit den Menschen dieser Länder einen wichtigen Bestandteil dessen was sie und ihre Geschichte ausmacht. Löscht man die Geschichte von Ländern aus, was bleibt dann noch ?
    Das ist die typische Vorgehensweise bei einem Genozid.

  23. Fest verankert in der deutschen Kultur kann meine Familie seit Jahrzehnten ihren jeweiligen Glauben bisher frei ausleben. Daher kann ich sagen das beides, sowohl deutsch zu sein als auch den jüdischen oder christlichen Glauben praktizieren zu können, kein Gegensatz ist. Beide ergänzen und bereichern sich auf eine schöne Weise.
    Bisher ging es uns damit sehr gut. Bisher.

  24. Ich bin mit 26 Jahren (aus u.a. ! pragmatischen Erwägungen, denn der Gott bleibt derselbe) vom jüdischen zum katholisch-christlichen Glauben gewechselt, feiere jedoch weiterhin mit der Familie die jüdischen Feste.
    Unsere Kinder haben sich mit 14 Jahren entschieden den jüdischen Glauben beizubehalten, nachdem sie Beides genau kennenlernten.

    • Sich frei entscheiden zu können, darum geht’s. Darin, das uns abzusprechen, sind sich Muslime und Establishment einig. Ja, die Diktatur guckt schon grinsend übern Zaun. Gruselig.

    • Wäre es nicht einmal der Mühe wert, Ihre Biografie in einem Beitrag für PP zu dokumentieren? Dies klingt alles sehr interessant . Kontaktieren Sie mich über PP, wenn Ihnen dies sinnvoll erscheint.

    • Gute Entscheidung der Kinder. Die Juden haben durch Glauben, Kraft und Mut Jahrtausende überlebt. Das einst christliche Deutschland scheint (Begriff Atatürk) ein verwesender Kadaver zu werden.

  25. Vor allem aber ist dann unsere kulturelle IDENTITÄT und unser kulturelles ERBE komplett zum Teufel!
    Der Islam konnte in Europa nur deshalb so stark werden, weil die Europäer sich vom Glauben abgewandt haben. In dieses VAKUUM ist der Islam vorgestoßen. Ein Vakuum wird nämlich immer gefüllt, das liegt in der Natur der Sache.
    Statt also weniger Abendland lautet die Therapie: Mehr Abendland!

      • Damit produzieren Sie wieder ein Vakuum, in das noch Schlimmeres als der Islam vorstößt.
        Lassen Sie doch einfach die Menschen gemäß ihrer inneren Natur ihre Spiritualität leben statt sie zu zersetzen und sich dadurch immer üblere Ideologien heranzuzüchten.

      • Atheisten haben keine Angst vor einem Vakuum, nein, sie kämpfen dafür, um es selbst mit ihrer Gottlosigkeit zu füllen.

      • Atheisten schon !
        Die haben alle Zeit der Welt. Sie verteidigen ja nichts, sie kämpfen nicht für den Aufbau und die Erhaltung, sondern für die Zerstörung – und die kann immer und überall stattfinden. Sie braucht kein Material zum Aufbau und keinen Wehretat zum Schutz, sie macht einfach nur kaputt.
        In Reinkultur ist es die Antifa.

    • Die Freiheit, zu glauben, was auch immer, oder gar nichts zu glauben, verdanken wir weder dem Christentum noch dem Judentum, sondern einzig und allein der Aufklärung. Diese Freiheit ist Grundlage eines jeden echten demokratischen Staates. Echte Aufklärung kann weder einer Religion, noch einer Ideologie verpflichtet sein, sondern allein der Vernunft. Diese Freiheit sollten wir verteidigen.

  26. In meinen Augen ist das der Beginn der Dekonstruktion des Begriffs „Heimat“. Wir sollen heimat- und wurzellos gemacht werden. Wurzllose Gesellschaften haben keinen inneren Zusammenhalt mehr und lassen sich übrigens auch leichter regieren, was die nächste Frage nach Demokratie aufwirft.

  27. Wolffsohn war immer schon durch und durch Establishment. Darüber sollten Intelligenz, Kenntnisse und Formulierungskünste nicht hinwegtäuschen. Schon vor Jahren befürwortete er in seinem Buch zum „Weltfrieden“ die Einführung der Scharia für die in Europa lebenden Muslime. Eurabia pur.

  28. Zum Untergang des Abendlandes mittels Anwerbeabkommen hat Heike Knortz („Diplomatische Tauschgeschäfte“) eine etwas andere Meinung… Der Verzicht auf mechanische und organisatorische Rationalisierung statt Anwerbung führte damit direkt in eine Wachstumsschwäche. „Güle güle“ Okzident wir werden nun zum Orient…

  29. „Kardinal Marx und Bischof Bedford-Strohm 2016 am Tempelberg in Jerusalem“, das war für mich eine Erniedrigung meiner ganzen sozialen Herkunft und christlichen Sozialisation. Ich habe der Kath. Kirche den Rücken gekehrt, obwohl meine 47 Jahre lange Berufstätigkeit sozusagen aus den Erzählungen der Bibel entsprungen war.

    • Der Grund für uns, Christen zu sein, heißt nicht Kardinal Marx oder Bischof BedFord . Einen ganz schlichten Namen sollten Sie suchen und erkennen : Jesus von Nazareth. In dieser Person liegt etwas, was von den übelsten Gestalten der Kirchengeschichte, ob Vergangenheit oder Gegenwart, nicht widerlegt werden kann .

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here