Ein Gastbeitrag von Jürgen Fritz

Bettina Röhl, Dushan Wegner, Anabel Schunke, sie alle schreiben nicht mehr auf „Tichys Einblick“. Seit Februar 2017 ging es monatelang steil bergab mit dem Blog. Inzwischen konnte er sich wieder etwas erholen, hat aber nie wieder die Position erreicht, die er Ende Januar letzten Jahres hatte. Was ist los mit der Seite?

Wieso rennen Tichy seine Topautoren weg?

Ist Ihnen folgendes auch aufgefallen? Vor einem Jahr noch hatte Tichys Einblick, das liberal-konservative Meinungsmagazin, einige herausragende Autoren mit eigener Kolumne, zumindest aber mit regelmäßigen Beiträgen, teilweise fünf bis zehn pro Monat. Insbesondere Bettina Röhl (eigene Kolumne), Dushan Wegner (eigene Kolumne) und Anabel Schunke (reihenweise ‚Bestseller‘) verfassten immer wieder bemerkenswerte respektive sehr erfolgreiche, oft gelesene Artikel. Seit mehreren Monaten schweigen aber alle drei – zumindest auf Tichys Einblick (TE). Von allen dreien keine einzige Zeile mehr, teilweise schon seit fünf bis acht Monaten. Irgendwie seltsam. Womit könnte dies zusammenhängen?

Die erste Möglichkeit könnte sein, es ist reiner Zufall, dass im Verlaufe von 2017, speziell in der zweiten Jahreshälfte alle drei andere Schwerpunkte als das Schreiben von Artikeln setzten. Dagegen spricht aber, dass Anabel Schunke zum Beispiel inzwischen öfters für Die Achse des Guten und für Journalistenwatch schreibt. Und Dushan Wegner veröffentlicht auch weiterhin Artikel, das aber nunmehr auf seinem eigenen Blog.

Probleme im elementaren menschlichen Umgang?

Eine zweite Möglichkeit wäre, dass die Chefredaktion von TE ihre Autoren nicht so behandelt, wie man sich das eigentlich vorstellen würde. Hier hört man so einiges in der Branche. Im Januar 2017 hat Roland Tichy, nachdem der Druck von außen zu groß wurde für ihn, nicht nur meinen Psychopathologie-Artikel ohne irgendein Wort mir gegenüber, ohne jede Erklärung einfach gelöscht, sondern auch gleich noch einen meiner älteren Artikel, der schon Monate zuvor auf TE publiziert worden war und mit dem anderen gar nichts zu tun hatte.

Bei David Berger, der ihn für dieses Einknicken und das nicht gerade stilvolle Agieren heftig kritisierte, ließ er zwar dessen Artikel auf TE stehen, ließ aber David Bergers Namen unter seinen Artikeln überall entfernen, so dass der Eindruck entstehen konnte, die Texte seien von Tichy. Auf die Bitte Bergers, dies zu unterlassen, kam nie eine Reaktion Tichys. Auch andere Autoren berichten eher seltsame Erfahrungen mit TE. Hatten die drei oben genannten TE-Autoren vielleicht einfach keine Lust mehr auf solch einen zwischenmenschlichen Umgang respektive gestörte Kommunikation?

TE-Kritik geht meist nicht ans Eingemachte

Es gäbe aber noch eine dritte mögliche Erklärung. Beobachtet man TE etwas genauer, fällt einem irgendwann auf, dass das Magazin zwar durchaus kritisch berichtet und kommentiert, dass die Kritik vielleicht nicht gerade an der Oberfläche bleibt, aber auch nicht ans Eingemachte geht. Wirklich substanzielle Kritik, die in die Tiefe vordringt, sucht man auf TE oft vergeblich. Es mag sicherlich Ausnahmen geben, insgesamt aber kann man sich nur schwer des Eindrucks erwehren,

…dass hier jemand eine Internetseite und ein Magazin betreibt, der ja doch irgendwie weiterhin dazugehören möchte zum Medien-Establishment, der weiterhin in Talkrunden eingeladen werden möchte und Fundamentalkritik daher doch eher scheut, weil er ja nicht ausgegrenzt werden, weil er weiterhin einer der ihren sein will.

TE dürfte politisch der FDP und trotz Merkel der CDU sehr nahe stehen. Man wünscht sich wohl einfach eine CDU ohne den Merkelkurs, als ob CDU und FDP die Kraft besäßen, unser Land grundlegend zu reformieren, die Demokratie und die Menschenrechte zu wahren, dem Islam zu widerstehen und die Massenimmigration von Afrikanern und Personen aus der arabisch-islamischen Welt nicht nur minimal zu bremsen, sondern zu stoppen oder gar umzudrehen.

AfD-Feindlichkeit

In dieses Bild passt wohl auch eine gewisse AfD-Feindlichkeit, nicht Kritik, sondern extreme Ressentiments, die immer wieder mal durchschimmern. So auch vor zwei, drei Tagen wieder bei Dr. Hugo Müller-Vogg, der sehr gut zu TE zu passen scheint und dort nach wie vor seine wöchentliche Kolumne hat. Müller-Vogg war bis 2001 Mitherausgeber der FAZ. Seither schrieb bzw. schreibt er vorwiegend für den Axel Springer Verlag, unter anderem wöchentlich Kolumnen für die Bild-Zeitung, eine Streitkolumne mit Gregor Gysi (Die Linke) für die wöchentlich erscheinende SUPERillu und seit knapp drei Jahren eben für TE. Auf Twitter schreibt Müller-Vogg:

„Die AfD mit ihren völkischen Tönen als bürgerlich zu bezeichnen, ist schon kühn. Wer CDU/CSU und FDP gewählt hat, wollte gerade nicht die Rechtsaußen von der AfD in der Regierung haben.“

Dies würde wiederum sehr gut ins Bild passen, dass man bei TE ja doch weiterhin dazugehören möchte zu den Massen- und Leitmedien, zum Establishment. Wer aber gegenüber der AfD, den „Schmuddelkindern“, auch nur die geringsten Sympathien bekundet, der läuft natürlich im Deutschland des Jahres 2017, 2018 höchste Gefahr, ausgegrenzt, ja als Aussätziger behandelt zu werden.

Ein Mangel an Mut und Courage?

An der Stelle fällt mir ein Text von Jack Donovan ein:

„Wenn ein Mann mir versichert, er sei gegen Rassismus oder Sexismus oder Xenophobie oder Transphobie oder was auch immer gerade angesagt ist, dann ist alles, was ich sehe: Angst. Er hat Angst, seinen Job zu verlieren. Er hat Angst, seine Kunden zu verlieren. Er hat Angst, von der Schule geschmissen zu werden. Er hat Angst, von den Medien angeschwärzt zu werden. Er hat Angst, verklagt zu werden. Er hat Angst, sein Haus zu verlieren. Er hat Angst, seine Freundin oder Ehefrau zu verlieren. (…) Er kennt die Regeln und er hat gesehen, was mit denen passiert, die gegen sie verstoßen haben. Viele Männer haben Angst, die Gedanken auch nur zu denken, die zu den Worten führen könnten, die ihnen Ärger einbringen können.“

Nun schreiben auf TE in der Regel keine Wissenschaftler oder gar Philosophen, sondern eben meist Journalisten. Insofern darf – von einigen Ausnahmen abgesehen – kein allzu großer Tiefgang und keine zu hohe Abstraktion erwartet werden. Gleichwohl hob sich doch gerade TE von dem übrigen journalistischen, opportunistischen, teilweise auch verlogenen Sumpf der Presse deutlich ab. Hier wurde nicht nur rein handwerklich eine sehr saubere Arbeit abgeliefert, es wurden kritische Themen zumindest überhaupt mal angepackt und von einer anderen Seite beleuchtet.

Dass aber Roland Tichy nicht gerade ein sehr couragierter, mutiger Mann ist, dem seine inneren Überzeugungen und das Einstehen für diese wichtiger wären als das Dazugehören-Wollen, diesen Eindrucks kann man sich nur schwer erwehren. Sollte dem so sein, dann wäre es natürlich nahe liegend, dass er seine Autoren tendenziell ein wenig ausbremst, so ihre Kritik zu sehr in die Tiefe, zu sehr ans Eingemachte geht. Dass sich dies wiederum nicht gerade positiv auf die Motivation von kritischen Autoren auswirkt, dürfte klar sein.

Oder wie Monika LM auf Facebook schrieb:

„Vielleicht übt Monsieur Tichy subtil Zensur bezüglich kritischer Autoren, da er selbst eher meinungskonform einzuordnen ist. Aber das ist nun wirklich spekulativ, doch sicher nicht gänzlich abstrus. Ob wir es je erfahren werden im Spectaculum des großen Medien-Orbits?“

In Wahrheit ist bestimmt alles ganz anders

Ach, aber wahrscheinlich ist alles ganz anders, hat ganz profane Gründe, zum Beispiel, dass Bettina Röhl einfach an ihrem neuen Buch arbeitet, keine Zeit und Lust hat, Artikel zu schreiben. Wahrscheinlich sind all diese Spekulationen  eben genau das und nichts weiter: Spekulationen. Aber wir leben ja in einem freien Land und in einem solchen darf man auch frei spekulieren, nicht wahr?

Fakt ist auf jeden Fall, dass ab Februar 2017 die Leserzahlen von TE über Monate hinweg enorm zurückgingen, nachdem sie die Jahre zuvor bis Januar 2017 steil angestiegen waren. Ab Juni konnte die Seite sich allmählich wieder erholen, hat aber nie wieder die Position erreicht, die sie Ende Januar 2017 hatte.

Vielleicht ja deshalb, weil wir just in einer solchen Zeit leben, in der die Menschen sich vor allem immer mehr nach Authentizität und Wahrhaftigkeit, nach inneren Werthaltungen, nach Mut und Courage sehnen, nach Menschen, die inhaltlich für etwas stehen und sich für das einsetzen, was sie für richtig halten und es auch bei Gegenwind nicht sogleich fallen lassen respektive einknicken. Und jetzt fällt mir ein Lied von Bettina Wegner ein, speziell die Schlusszeilen.

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Gastbeiträge geben grundsätzlich nur die Position des Autors, nicht automatisch die des Blogbetreibers wieder. Für die Korrektheit der Aussagen ist ausschließlich der Gastautor verantwortlich. Ein wichtiges Kriterium für die Auswahl der Gastbeiträge hängt mit einem wichtigen Ziel dieses Blogs zusammen: Die Stimmen hörbar zu machen, die die Nannymedien bewusst nicht zu Wort kommen lassen.

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Zum Autor: Jürgen Fritz studierte in Heidelberg Philosophie, Erziehungswissenschaft, Mathematik, Physik und Geschichte für das Lehramt. Nach dem zweiten Staatsexamen absolvierte er eine zusätzliche Ausbildung zum Financial Consultant unter anderem an der heutigen MLP Corporate University. Er arbeitete etliche Jahre als unabhängiger Finanzspezialist. Außerdem ist er seit Jahren als freier Autor tätig. 2007 erschien seine preisgekrönte philosophische Abhandlung „Das Kartenhaus der Erkenntnis – Warum wir Gründe brauchen und weshalb wir glauben müssen“ als Buch, 2012 in zweiter Auflage. Seit 2017 betreibt er schwerpunktmäßig seinen Blog JÜRGEN FRITZ. Hier erschien der hier veröffentlichte Beitrag zunächst.

59 Kommentare

  1. Auch ich lese öfters TE – jetzt wo Sie die Kritik an Tichyso schreiben und selbst ein wenig nachdenkt, glaube ich Sie haben Recht. So in die Tiefe gehen seine Artikel nicht und manche Autoren schreiben irgendwie durch die Zeilen mit angezogener Handbremse. Kritik am System merkel und ihrer Vasallen Peripherie ja, aber mehr substanzielles kommt halt nicht.Ich denke es ist die typische Journalistenangst der Gratwanderung als Freelancer nicht vom Geldhahn der Brötchengeber abgehängt zu werden, Und Tichy selbst möchte nich ausschließlich als Alterantivjournalist wahrgenommen werden.
    Es ist dehalb kein Wunder, dass bei Talkshows an der er noch ab und zu teilnimmt, bei div. Statements ein wenig Kritik nach rechts von der Mitte verschoben rübekommt, aber ziemlich harmlos soft und weissgewaschen,ohne größere Angriffsfläche. Ich traue ihm zu er will zwar etwas mehr klare Kante und Härte ins Spiel bringen,doch selbst in einem Satz nimmt er sich sofort wieder zurück. Er spricht damit wohl (s)eine eigene Zielgruppe an, AFD ja wichtig …. aber!

    TE könnte mit seinem Namen und Gewicht wesentlich mehr mehr bewegen.So ist er bzw. sein Blatt leider eine Art Julian Reichelt der Bildzeitung. Schade,

  2. Herr Tichy ist zuvorderst nicht Blogbetreiber, sondern Blattmacher, Geld macht man nicht, indem man den volatilen Online- Kommentatoren ein nach rechts offenes Bällebad zur Verfügung stellt, sondern indem man Anzeigen verkauft. Und daran hapert es bei seiner Zeitschrift bis heute. Bereits bei der Hensel/XING-Affäre hat Tichy gezeigt, dass er ganz schnell wegknickt, wenn es ans Geld geht. Ich vermute, dass Tichiys Einblick in Zukunft noch stärker die FDP als Opposition unterstützen wird. Dafür gibts sicher Geld von der Wirtschaft…

  3. Egal was für Gründe über den Verlust von außerordentlich guten Autoren bei TE eine Rolle spielen. Das Feld der Berichterstattung wird immer unübersichtlicher, dennoch bleibt die Bandbreite alternativer Medien allerdings überschaubar, aber nur schwer zu kontrollieren.

    Meine persönliche Vermutung: Wird Herr Tichy von maßgeblicher Seite ( Verfassungsschutz oder ä.) gezwungen eine bestimmte Linie in seinem Blog zu vertreten?
    Irgend etwas aus dieser Richtung könnte es sein…..

  4. Ich schätze die Berichte von Herrn Fritz sehr aber dieser zu Tichy war subjektiv gesehen kontraproduktiv und unnötig. Ich bin enttäuscht, dass die Integrität von Tichy hier in Frage gestellt wird. Ich lese alle liberalkonservativen Blogs und vielleicht hat Tichy Fehler gemacht aber ich bin glücklich, dass es diese Medien in Zeiten der Zensur noch gibt. Unser Feind sitzt nicht bei Tichy sondern in Berlin, an den Schaltstellen der Macht. Dorthin sollten wir unser aller Augenmerk richten!

  5. Als TE-Abonnentin und (nicht knauserige) Unterstützerin hat mich dieser Artikel sehr interessiert, so dass ich mich hier erstmals zu Wort melde – verspüre ich doch inzwischen auch ein leichtes Unbehagen über den nicht zu übersehenden Mainstream-Tenor mancher Artikel. Dass Herr Müller-Vogg seine krassen AfD-feindlichen Äußerungen abgeben darf (Beispiel Zitat: „Ob die AfD erklärte Antisemiten in ihren Reihen hat oder völkisch schwurbelnde Nationaldemokraten, ob Rechtsradikale bei ihr ebenso gelitten sind wie Nationalkonservative – der Bodensatz an Wutwählern ist groß genug, um die Partei jetzt in das 13. Landesparlament zu hieven“)… ohne von Herrn Tichy zur Räson gerufen zu werden, stört mich besonders. Allerdings wurde bisher keiner meiner durchaus AfD-affinen Kommentare wegzensiert – aufgefallen ist mir jedoch, dass die Freigabe meiner Kommentare durchweg wirklich sehr viele Stunden (bis zu 10) später erfolgte als die anderer Foristen, so dass sie zunächst immer unter „ferner liefen“ zu finden waren, da die Sortierung der Zuschriften nach „am besten bewertet“ erfolgt (was in keinem einzigen anderen blog so gehandhabt wird). Nachdem die Kommentarfunktion bei TE vor einigen Wochen geändert wurde (bis dahin über Disqus) frage ich mich, wer jetzt die „Zensoren“ sind…
    PS
    Frau Röhl und Frau Schunke sind bei TE unter den fast 40! Autoren noch aufgeführt, nur Herr Wegner nicht. Da es m.E. nach wie vor auch sehr gute Autoren dort gibt (z.B. Kraus, Herles, Steinhöfel!), habe ich die Überschrift Ihres Artikels, lieber Herr Berger, doch ein wenig „reißerisch“ empfunden…

      • Sie haben natürlich Recht, und ich entschuldige mich … allerdings erschien der Artikel von Herrn Fritz, den ich im übrigen s e h r schätze, auf Ihrer Seite – daher mein Fauxpas…kommt nicht wieder vor!

      • Danke für die zuvorkommende freundliche Antwort. Leider erlebt man das im Netz immer seltener

  6. Ich habe genau das, was Sie in Ihrem Artikel ansprechen schon vermutet. Ich hatte TE vor Monaten gern gelesen und es dann ab so ungefähr Herbst 2017 aufgegeben, als mehrere Kommentare von mir zensiert worden sind, obwohl ich Monate vorher Ähnliches auch sagte und außerdem noch in den Artikeln bei TE, die sich mit Leserkommentaren befassten, oft zitiert wurde. Es begann damit, dass meine Kommentare erst nach 2 Tagen freigeschaltet wurden, andere dann ganz gelöscht wurden, obwohl ich mich – gerade bei Wortspielen – z.B. auf freigeschaltete Vorkommentatoren bezogen hatte. Misstrauisch wurde ich, als es um das Maas’sche Zensurgesetz ging und ich die Befürchtung aussprach, dass TE vielleicht auch Probleme bekommen könnte. Die Antwort von Herrn Goergen darauf war, dass das bei TE nie vorkommen könnte. Als gelernte DDR-Bürgerin kann ich zwischen den Zeilen lesen und habe mir meinen Reim darauf gemacht.

  7. Aktuell schreiben bei TE „gefühlt“ nur Wallasch und Zittelmann. Wobei deren Artikel gut sind, wenn auch zum Teil den notwendigen Tiefgang vermissen lassen. Ab und zu Tichy und der eine oder andere Gastautor. Das der Artikel von Hr. Fritz gelöscht wurde könnte ich überhaupt nicht nachvollziehen. Er beschrieb zu 100% das Problem.
    Tichy selber will natürlich auch mal eingeladen werden beim Mainstream, da darf man sich nicht zu sehr mit den Schmuddelkindern einlassen. Ein MVG ist natürlich unterirdisch, genauso wie ein Lindner …

  8. Dass H.Tichy sich weiterhin Establishment konform geriert, um seine „Position“ nicht zu gefährden, sieht man doch an seinen harmlosen Ö.R. TV Auftritten. Wenn er wirklich etwas Elementares sagen wollte, hätte er das dort längst getan! Er ist das, was man wohlwollend als Estabishment Opposition hinnimmt, weil es die nun mal geben muss. Forget about him!

  9. Wie von Jürgen Fritz gewohnt…sehr scharfsinnig analysiert. Genau deswegen schlage ich bei TE nur noch gelegentlich auf. Meist Sonntag zu Paetows Blackbox. Die amüsiert mich immer noch.
    Ich habe aber auch festgestellt, dass Tamara Wernli von der Achse zu TE gegangen ist.

  10. Auch wenn ich Roland Tichy für einen relativ integeren Journalisten halte, muss ich dem Autor dieses Artikels zustimmen. Auch mir ist das Ausbleiben von Artikeln der genannten Spitzenautoren auf TE aufgefallen, insbesondere auch, weil diese nun anderswo zu finden sind.

    Zieht man auch noch die Positionierungen von Herrn Tichy in Talkshows bzw. dem Pressespiegel zu bestimmten Themen in Betracht, dann ist sein Bemühen, sich nicht zu sehr aus dem Fenster zu lehnen, deutlich erkennbar.

    Auch wenn er offenbar viel Sympathie für die FDP und wohl auch die merkelbefreite CDU und spiegelbildlich wenig Sympathie für die AfD zu hegen scheint, halte ich ihn dennoch für einen wichtigen Mitstreiter gegen Demokratieabbau und für unseren freiheitlichen Rechtsstaat. Lassen wir diesen Pfeiler nicht wegbrechen, auch wenn er manchmal problematisch erscheint.

    Was das bewirken kann, sehen wir gerade an Trump und Bannon. Einst vereint gegen den Rest der Welt, flicken sie sich nun nach der Trennung gegenseitig am Zeug. Zielführend ist das nicht!

  11. Anfänglich habe ich auch recht häufig bei Tichy gelesen und auch gespendet.
    Was ich übrigens bei allen Blogs mache, die ich regelmäßig lese.
    Mein „Hallo wach“ bei TE war tatsächlich der wenig souveräne Rauswurf von H. Fritz.
    Zuerst veröffentlichen, dann löschen ist für mich als Leserin, nun ja, wenig vertrauenserweckend. Besonders, da Fritz‘ Artikel zwar deutlich, aber mE doch klar im Rahmen des Erträglichen war.
    Das folgende Entschuldigen und Herumschleimen (so empfand ich das) des H. Tichy war für mich aber ein gewisser Vertrauensbruch. Seitdem lese ich dort höchst selten und ich habe sein Printmedium eben nicht abonniert.
    TE gehört für mich seitdem eher zu den Mainstreammedien, vielleicht etwas seriöser als FAZ bspw., aber nicht viel.
    Schade eigentlich…

  12. Jeder, der sich aufmacht, einen profesionell gemachten privaten blog auseinander zu nehmen, sollte sich zuerst mal in dessen Schuhe stellen und dasselbe leisten.

    Jeder, der Vermutungen anstellt über downgrading sollte zuerst mal die wirklichen Gründe ergründen also vor Ort bei den Bloggern nachzufragen und dann ein statement abgeben

    Jeder der die deutsche Situation wirklich kennt, weiss, wie schwierig und druckgeplagt derzeit Veröffentlichungen sind. Der Zensor hat volle Power und alle Macht der Welt, um Unliebsame zu zerstören: wirtschaftlich, sozial und medial.

    Jeder der dann Blogs empfiehlt, die aus USA, Israel und sonstwoher supported werden, muss sich fragen lassen, wes Geistes Kind er ist und was dieser Vergleich soll.

    Jeder der bloggt, hat Höhen und Tiefen, hat Schwierigkeiten und Probleme, sich und den Blog aufrecht zu halten. Also bitte, mal runter vom hohen Ross und mehr Verständnis bitte.

    Nach wie vor ist Tichy der letzte Kämpe, der noch steht- alle anderen haben es ich bequem gemacht, auch die Einzel-Autoren, die ihn jetzt zeihen. Erst mal nachmachen, dann rden wir weiter

    • „Jeder der dann Blogs empfiehlt, die aus USA, Israel und sonstwoher supported werden, muss sich fragen lassen, wes Geistes Kind er ist und was dieser Vergleich soll.“ – ob sich Herr Tichy über solche Apologien freut?

  13. Ich hatte mal die Chance, mit Hr. Tichy persönlich zu reden. Er ist tief in seinem Herzen ein Merkelianer. Eigentlich findet er Merkel gut, weil sie so machtgeil ist. Das imponiert einen wie Tichy. Seine (pseudo) Kritik an die Merkel-CDU ist nur vorgetäuscht: Er hofft wie auch der Springer-Schreiber und Merkel-Fan-Boy Müller-Vogg, daß die Merkel-Union in absehbarer Zeit mit der Lindner-FDP wieder eine Koalition zu Stande bringt. Nur: Die beiden alten Herren sind im wahrsten Sinne zu alt…;-) Eine Union-FDP Koalition wird es so schnell nicht mehr, wahrscheinlich nie mehr geben.

    • Klingt sehr nach anonymen Fake News!
      Massgeblich ist nur was Herr Tichy schreibt! Ihre Unterstellungen sind so weit nur aus der Luft gegriffen. Es ist offensichtlich weder hören Sie was er sagt noch lesen Sie was er schreibt! Oder Sie haben seine Worte nicht verstanden?

  14. 1. Ganz hübsch zu lesen wie die Klatschpresse, nur mal über ein anderes Milieu.

    2. Man sollte als kritischer Bürger dankbar sein für jede Publikation, Stelle, wo die herrschende Einheitsfront der Vertuscher, Merkel-Lakien, teils asozialen Lügenhetzer usw. durchbrochen wird.

    Hier leisten TE und achgut gute Arbeit als Durchgangsstation für solche, die sich danach radikalisieren wollen, und als neues Heimatmedium (nach Abgang von FAZ und WELT, die wie die CDU auch immer nur halbgar patriotisch-konservativ waren und stets auf Besatzerkurs) für die, welche die Positionen der alten rechts-konservative CDU Dreggers und der alten nationalliberalen FDP Mendes weiterhin pflegen wollen.

    Kein Purist, National-Radikalinski ist da berechtigt, hochnäsig den Kritikaster gegen diese Art Soft-Opposition spielend, von den erwähnten Herausgebern einen anderen Kurs zu verlangen!! Sondern es steht jedem frei, dort nicht zu lesen, radikalere Medien-Orte aufzusuchen und selbst in radikalen Gruppen das zu machen, was er für das Beste hält.

    Es gibt eben im rechten und patriotischen Milieu radikalere und moderate Fraktionen, Organe, das bleibt den jeweiligen Teilnehmern, Inhabern und ihrem Kreis als freie Entscheidung überlassen. Niemand ist verpflichtet, seine Existenz zu gefährden, schon gar nicht bei einem dubios agierenden (an dessen politischer Reife schon Adenauer sehr zweifelte!) Volk, das zu 87% zuletzt pro Merkel wählte (mit wenig Hoffnung auf eine große Änderung), wo dazu noch um 1/3 dreist-harte Aktivisten des -in der deutschen und Völkergeschichte so einmaligen wie monströsen- Vernichtungs-Verbrechens sind!

    Und es gibt einige Fälle, wo man als Person, Prominenz ganz schnell weg war vom Fenster, wenn man es zu offen trieb. Wie um 1990 der bekannte Regisseur Syberberg, der mal sagte: „Wer mit den Linken und Juden ging, der machte nach 1945 Karriere!“ Mit der Karriere des Herrn Syberberg, der darum vielfach geschmäht wurde bis in die FAZ, war es dann nicht mehr so weit her.

    Oder ein Stadtteilpolitiker in den 90ern in Ffm., der als FDPler einige gute Kritiken zur politischen Lage wie Migranten als Leserbief in der FNP-Lokal abgedruckt erhielt. Als er zu den REPs übertrat, kam von ihm kein Leserbrief mehr!!

    3. Müller-Vogg ist (wie etliche US-Republikaner) der typische Kohlsche (wer hat denn Süßmuth und Geisler großgemacht??!) Schein-Konservative, der alle Verräterei der CDU bis hin zu Merkel mitgemacht oder geduldet hat. Seine Auswürfe gegen die AfD sind hinterfotzig, bösartig, charakterlumpig, devotest auf Machtkasten-Linie!! Er hat auch damals in Frankfurt in den 90ern keine gute Rolle gespielt, sondern bei der alten FAS die Deutschland-Zersetzer Geisler und Cohn-Bendit als Kolumnisten eingesetzt, einen Patrioten zum Kontrast aber nicht!!

  15. Festzustellen ist, TE ist professionell, seriös und liberal– konservativ!
    Ich bin mir sicher, TE wird die eigene Entwicklung in Jubiläumsausgabe schon kommentieren! Wozu dann das Ganze! Wäre es nur sachliche Kritik, dazu fehlen wirkliche Fakten, wäre es eine schlaue oder dumme Meinung. Mit Unterstellungen und Vermutungen begibt sich der Author auf eine andere unseriöse Ebene!

    Ich vermisse auch Frau Röhl, ich finde auch Frau Schunke zu langatmig und einseitig feministisch, Herrn Wagner sehr intellektuell aber keiner kann Dutzende andere TE Autoren übersehen und ersetzen. Keiner kann übersehen, dass TE unter den unabhängigen Medien einmalig ist, auch was Zensur betrifft! Besonderes nachdem FAZ und NZZ sich selbst aufgegeben haben. Sicherlich besteht eine gewisse „Konkurrenz“ zwischen TE Magazin und Blog.

    Früher gab es Leuchttürme unter Wirtschaftsjournalisten wie Gross, Barbier und Baron. Heute ist nach Prof. Sinn Herr Tichy eine kompetente und vertrauenswürdige Stimme! Von beiden Herren erwarte ich keine heroischen Akte sondern nur Fachwissen, Anständigkeit und Ausdauer, die man so oft sonst vermisst!

    Wer noch glaubt ohne starke konservative Kräfte Deutschland zu Rechtsstaatlichkeit und Demokratie zurückzubringen ist naiv. Deswegen ist die Union keine zu vernachläßigende Größe, mit entschloßenen Realisten und mit gesundem Menschenverstand, ohne Frau Merkel und Claqueure, brauchen wir eine neue CDU! Wer glaubt, dass AfD die konservativen in Deutschland alleine vertreten kann ist auch naiv! AfD muß die Chance haben wie jetzt, aber die Kräfte müßen sich durch Seriosität bewähren. AfD zu wählen ist gut zu begründen, die Wähler sind aber nicht blind und nicht sehr geduldig.

    Serben haben einen Slogan:“ Nur Einigkeit rettet die Serben „ (SSSS)! Sehr simple aber wahr, die Deutschen Patrioten müßen zusammen halten und gemeinsam auftretten! Deswegen ist so ein Beitrag wie von Herrn Fritz nur durchsichtig und kontraproduktiv!

  16. Das ist mir schon lange aufgefallen.. Man kratzt nur an der Oberfläche anstatt tief in den Fuchsbau zu gehen.. Klar man will auch noch ein Bein im Mainstream haben.. Man will eingeladen werden.. Meine These ist das hier nur die kritischen Leser eingefangen werden sollen und dann der Kartellpartei FDP einverleibt werden.. Das nennt man Systemstabilisierung.

  17. Danke Herr Berger. Ich hatte seinerzeit schon auf meinem Handy die Verlinkung von der Hauptseite von TE auf die von Frau Röhl geändert, weil Tichy selbst wohl keine Prinzipien außer Kohle hat.
    Müller-Vogg als genauso ein Scheinkonservativer wie Bosbach, deren Aufgabe ist, Stimmen trotz Scheinkritik dann wieder für das Merkellager einzusammeln.
    Jetzt, wo es eine AfD gibt, wird das nicht mehr funktionieren. Und dann gegen die AfD keilen (Müller-Vogg) bzw. dieses zulassen (Tichy)?

    Nein! Link zu Tichy gelöscht. Mit halbgaren Seiten verschwende ich meine Zeit nicht! Danke.

  18. TE, Achgut, PP, Epochtimes, JouWatch und Gatestone (das ich an dieser Stelle auch mal empfehlen möchte, denn es ist einen Blick wert), lese ich immer noch am liebsten und hin und wieder auch mal Cicero, die aber ebenfalls nur selten ans Eingemachte gehen.

    • Sie haben Conservo vergessen meinen mit PP liebsten Block. Conservo ist immer intelligent und sauber geschrieben und trifft aber genau den Punkt.Chapeau an Beide.

  19. Bei meiner damaligen Suche nach Alternativmedien stieß ich unter anderem auch auf Tichys Einblick. Doch das Lesen der Artikel fiel mir jedesmal schwer. Es ist wie im Buch der Südstaatenromanze „Vom Winde verweht“, wo ewig und über viele Seiten „Die Straße nach Tara“ beschrieben wird.
    Ermüdent und langweilig.

    Tichys Einblick ist daher vielleicht eher für die „intellektuelle“ Leserschaft geeignet.
    Für mich sind die Beiträge zu verschwurbelt und wie hier schon richtig bemerkt wurde, kann man dort keine klare und zielführende Linie erkennen.
    Ich bin jemand, der klare Worte haben möchte und wo man Probleme benennt, ohne Umschreibung bis zur Unkenntlichkeit, weil man vermeiden möchte in einen Fettnapf zu treten.
    Für mich ist Tichys Einblick daher weder Fisch (Leitmedium) noch Fleisch (Alternativmedium), sondern allenfalls Medien-Mittelklasse.
    Und Mittelklassigkeit, also das was beispielhaft auch die Liberalen verkörpern ist etwas, was in der heutigen Zeit nicht dringend gebraucht wird.

    • Das haben Sie sehr klar und stilistisch gut geschrieben!
      So ist es auch.
      Ich entdecke bei T. häufig auch „Salbung“ für Establishmentpolitiker, die hofiert werden, obwohl da Politik läuft an den Bürgern vorbei, um es gelinde auszudrücken.
      Diese Politiker werden als „große Männer“ dargestellt. Hinter den Kulissen läuft alles weiter wie gehabt z. B. eine nicht dem GG entspr. Migrantenpolitik und der Umgang mit Steuergeldern in Milliardenhöhe, die bei den Mächtigen oder in der Eurokratie landen.
      Leider wird auch der Trump-Fakismus gepflegt. Also täglich neuer Füllstoff für die Datencontainer, während genau das Beschriebene eben lustig weitergeht.
      Auch dem Parteienfilz an sich, der sich ausgeprägt hat wie das Wort mit P am Anfang, wird nicht wahrhaft entgegengetreten.
      Die „Republik“ ist in Medienwelt, Kulturwelt, in Stiftungen, Behördenämtern, Polizei und Justiz durchsetzt mit Parteibüchern und so handeln sie auch. Von Unabhängigkeit, Gewaltenteilung und Recht keine Spur.
      Wir erleben es täglich als Bürger, sobald wir Opfer werden.
      Und das geht immer schneller.

      Der Beweis dafür liegt gerade darin, dass jeder Angst hat, zu einem solchen Opfer zu werden. Das wurde hier auch bereits von einigen Kommentatoren richtig erkannt.
      Einzige Hoffnung: jedes System fällt. Dass es sich gerade aufbläht, ist ein Anzeichen dafür. Leider ist diese Phase besonders unerträglich.

      • Ich habe als Jugendliche einmal ein Buch über Sparta gelesen. Darin stand der schöne Satz:

        „Jede Diktatur erstickt sich selbst.“

  20. Ich habe ebenfalls festgestellt , daß einige Autoren wie Röhl und Schunke seit einiger Zeit fehlen , auch in der gedruckten Ausgabe.
    Dennoch gibt es weiterhin Autoren , die ich mit großem Interesse lese und auf die ich mich freue. Tomas Spahn wurde ja schon genannt , ich möcht aber auch an die Artikel von Marcel Zhu erinnern. Die sind stets gute Einblicke in die ostasiatische Kultur und deren Geschichte.

    Das es neue Magazine auf dem Markt versuchen , ist doch eine Entwicklung , die alle mit Wohlwollen betrachten sollten. Da gibt es ja auch noch CATO zu nennen.

    Ansonsten geht Tichy zwar kritisch mit der AFD um aber nicht unfair.
    Das wiederholt vulgäre , bisweilen auch obzöne , Auftreten vieler Vertreter der AFD-Prominenz beißt sich mit dem Anspruch eine bürgerliche Partei zu sein.
    Es reicht eben nicht , stets zu versichern , daß man sich im bürgerlichen Lager verortet. Da müßte man sich eben auch so verhalten.
    Es wäre sicherlich angenehmer , würden erwachsene AFD-Politiker einfach öfter mal auf das Facebooken , Twittern , Whats’appen und was weiß ich noch verzichten.
    Sich etwas seltener melden , dafür gepaart mit mehr Substanz , würde sicherlich das Ansehen in der bürgerlichen Schicht erhöhen. Den permanenten Ausfluß von nichtiger und oftmals kindisch anmutender Logorrhoe verstehe ich eben nicht als Alternative zu den bestehenden Parteien. Ich möchte nicht von infantilen Politikern vertreten werden , sondern von solchen , die nüchtern und mit republikanischem Sinn die Realität benennen und frei von Ideologien funktionierende Lösungen vorschlagen.

    Im Übrigen erlaubt sich auch die JF eine journalistische Distanz zur AFD einzuhalten.
    Die ist zwar das Hausblatt der AFD aber nicht deren Parteizeitung.

    • Nach meiner Einschätzung ist das Hausblatt der AfD „Die Freie Welt“, was keinen Tadel beinhaltet.
      „Vulgär, obszön“ – welche Partei hat nicht solche Mitglieder? Wer hat die besten Pöbel-Ralles? Wer finanziert die Oktopusarme der Antifa? An dreisten Lügen sind die Systemparteien ohnehin nicht zu überbieten und an Dummheit einen großen Teil deren Wähler.
      Das jetzige Europa ist ein schneller Brüter, der sich in seinem Schwelbrand zerstört. Nicht der Klimawandel bedroht uns, sondern der Demografiewandel und die Zerrüttung der Währung.

      • Ihrem letzten Satz stimme ich ausnahmslos zu. Sollten wir nicht monitär zugrunde gehen wird die Menschheit in spätestens 100 Jahren 14 – 16 Milliarden ausmachen und das reicht nicht mehr zur Ernährung und zur Versorgung generell und dann werden Verteilungskämpfe die Menschheit auf ein vernünftiges Maß herunterstutzen und alles fängt wieder vorne an, denn nicht die Natur erleidet einen Kollaps, sondern der Mensch in seiner Gier nach allem, und das wird ihm zwangsläufig zum Verhängnis.

      • Ich kenne das
        Hausblatt der AfD nicht, aber vulgär und obszön kann ich mir nicht vorstellen, denn noch schlimmer sind unsere Politiker, die Worte die die verdienen werde ich mir verkneifen, aber die Verlogenheit und Blödheit treibt Blüten.
        Auch andere Blocks sind schon umgedreht worden und hängen ihr Mäntelchen in den Wind.

      • Mir scheint , daß „Die Freie Welt“ keine klassische Zeitung ist , also eine gedruckte Ausgabe nicht exitiert.
        Insofern liege ich doch mit der JF richtig.

        Es mag ja richtig sein , daß auch die anderen Parteien Mitglieder haben , die ihre Affekte nicht unter Kontrolle bringen können.
        Zum Wesen und Selbstverständnis des Bürgerlichen gehört aber eben diese Affektkontrolle. Das unterscheidet sie eben von wilden und undisziplinierten Linken.
        Ideologiefreie Diskurse können nur unter bestimmten Prämissen geführt werden. Wer den Diskursteilnehmer von seiner Meinung überzeugen , ihn für sich gewinnen will , sollte seinem Gegenüber vielleicht nicht , sinnbildlich übertragen , brüllend ins Gesicht spucken.
        Habermas sprach einmal vom zwanglosen Zwang des guten Argumentes.
        Wenn die AFD eine Alternative für das bürgerliche Lager sein will , sollte sie diesem Lager endlich auch mal konstruktiv etwas Überzeugendes anbieten. Eine Partei nur aus Wut auf die anderen Parteien zu wählen macht mir jedenfalls auf Dauer keinen Spaß.

  21. Habe mit Überraschung und Enttäuschung die vorhandenen Rivalitäten innerhalb meines persönlichen Dreigestirns (TE, Achse, PP), insbesondere Fritz´ Häme, zur Kenntnis genommen. Wirklich schade. Mir scheint, Ihr solltet einen Mediator bemühen.

    • das ist nur die Spitze des Eisbergs… wenn sie wüssten, wie das ist, wenn die Österreicher auf die Deutschen treffen. Aber ich belasse es dabei, Fritzs Artikel hier als Gastbeitrag zu veröffentlichen. Und Herr Tichy ist natürlich herzlich eingeladen, hier zu replizieren 😉

      • Na ja, lieber Herr Berger, ich an Tichys Stelle würde mich hüten, Fritz` Ausführungen einer Antwort zu würdigen.

      • Warum das? Das würde doch die Debattenfähigkeit untereinander zeigen – oder? Und hatten Sie nicht ich gefordert, bei den Autoren anzufragen?

      • Nee, ich war es nicht, lieber Herr Berger, der empfohlen hatte, bei den Autoren anzufragen. Aber dort anzufragen, halte auch ich für unerlässlich. Debattenfähigkeit? Pardon, bei aller aufrichtiger Wertschätzung für Sie und Ihren Blog, ich befürchte, dass Sie sich vorliegend ein wenig vergaloppieren.

    • Ich finde das auch peinlich und nachtragend. Tichys Einblick gehört zu den besten Publikationen auf dem Zeitschriftenmarkt. Allein schon der Mut, auch ein Printmedium zu wagen und damit nicht nur Internetjunkies zu erreichen, ist lobenswert. An meinem Kiosk ist das Heft stets schnell ausverkauft.
      Und: bei Tichy schreiben nicht immer dieselben Autoren. Woraus man ihm oder dem Medium hier einen Strick zu drehen versucht, das ist also gerade die Stärke des Blattes. Die Qualität der Texte hat nämlich im Durchschnitt keineswegs nachgelassen. Zudem hat Tichys Einblick jedes Recht der Welt, einen mißlungenen Artikel – und auch ich fand ihn völlig mißlungen – von Herrn Fritz abzulehnen. Eine solche Retourkutsche zeigt nur, wie sehr dieses Erlebnis offenbar immer noch wurmt. Ich empfehle dem Autor ein wenig mehr Ataraxia.

  22. Oh Mann , jetzt zerfleischen sich schon die Alternativen Medien untereinander, na dann gute Nacht Deutschland, der letzte macht das Licht aus..

  23. Auch mir fiel vor gut 3 Monaten auf, dass Frau Röhl verstummte ( was ich sehr bedauere), als dann der 1. Artikel von Frau Schunke auf Achgut erschien, wunderte mich das dann schon sehr. Vor allem da ich Frau Schunke noch einen( oder 2) Tag(e) zuvor auf dem Livestream zur Wahl von Herrn Tichy sah.

    Anderseits muss man auch sehen, dass zB auf Achgut so einige Stimmen verstummten.
    Cora Stephan, Alex Feuerherdt, Gideon Böss, Jennifer Nathalie Pyka und Monika Bittl fallen mir da spontan ein.

    Nun habe ich diverse Ex-Autoren von Achgut bei den Salongkolumnisten bzw bei publico wiedergefunden, so das sich mir die Frage stellt, ob den Autoren einfach nur die Blogentwicklung/wie der Blog gesehen wird nicht gefiehl. Bzw sah ich Stephan und Bittl in der ARD bei Buchvorstellungen, so das ich einfach von Selbstschutz der Autoren ausgehe, welche ja auch von irgendwas leben müssen, also auf Mainstreammedien angewiesen sind. Das geht nun mal nicht mehr, wenn man auf einem als rechts verschrienen Blog schreibt. Immerhin lautet der linke Duktus dieser Tage ja rechts = Nazi.

    Aber wie er Herr Düpmeier schon sagte, wäre es doch das Beste die Autoren zu fragen, warum es so ist, wie es ist, anstatt wild zu rätseln.

  24. Ich möchte hier Herrn Fritz zumindest teilweise widersprechen. Teilweise deshalb, weil es einige Autoren auf dem Blog gibt, die ich sehr schätze: Thomas Spahn, Josef Kraus (der auch in ‚Tumult‘ veröffentlicht), Gerd Held, Fritz Goergen und Stephan Paetow. Mitunter finde ich auch Roland Tichys Kommentare sehr gut und 100% unterschreibenswert. Bettina Röhl hat sich leider (!) rar gemacht.

    Andererseits trifft auch meiner Beobachtung nach zu, dass sich Tichys Einblick nicht entwickelt hat, wie erhofft. Das mag einerseits an dem Anspruch liegen, ein „Meinungsmagazin“ sein zu wollen. Das -mit Verlaub- riecht nicht gerade nach investigativem Journalismus, der gerade heute so bitter nötig ist. In einer Zeit, in der die Hauptrichtung des Windes Lüge genannt werden kann, ist Meinungsjournalismus (falls der Begriff zutrifft) zumindest kurzfristig ein Signal des Widerstandes. Allerdings habe ich nach den ersten drei Ausgaben des handwerklich einwandfrei gemachten Tichy Heftes erkannt, dass für mich journalistische Beiträge, die permanent auf dem Auswerten anderer journalistischer Beiträge beruhen, zumindest persönlich keinen dauerhaften Mehrwert darstellen.

    Meine Beobachtungen treffen übrigens auch in Teilen auf die Achse des Guten zu, von der ich allerdings zur Zeit öfter den Eindruck habe, dass sie nicht nur mir wichtige Themen sehr gut beschreibt, sondern mir auch wertvolle Information verschafft (etwa wenn beim Thema Trump Bashing wegen Israel beide Trump-Reden der vergangenen Monate in übersetzter Form veröffentlicht werden).

    Die beiden Blogs vergleiche ich aufgrund ihrer Reichweite und ihres Organisationsgrades übrigens bewusst. Weitere wichtige Kritierien sind für mich neben des selbstgestellten journalistischen Anspruchs auch die Absicht, Einnahmen zu erzielen (was, soweit ich sehen kann, auf beide mit unterschiedlichen Modellen zutrifft). Andere wie z.B. Philosophia-Perennis sollten meiner Meinung nach ebenso kritisch gewürdigt werden, allerdings gelten nicht die gleichen Bedingungen. Und, Herr Fritz, ohne Ihnen persönlich nahetreten zu wollen, mitunter habe ich im vergangenen Jahr auch bei Ihren Beiträgen den Eindruck gehabt, der geschätzte Philosoph und Klarschreiber versucht sich Themen zu bemächtigen, die andere schon seit längerem sehr viel besser erfasst und beschrieben haben (z.B. beim Thema Islam).

    Insgesamt plädiere ich dafür, eine kritische Haltung gegenüber dem Konzert der politisch alternativen Blogbetreiber (ob man sie nun als Dissidenten oder Oppositionelle beschreibt) einzunehmen, ohne ihren Gesamtwert aus den Augen zu verlieren. Ich bin froh, dass es sie alle gibt.

    • „Thomas Spahn, Josef Kraus (der auch in ‚Tumult‘ veröffentlicht), Gerd Held, Fritz Goergen und Stephan Paetow. “ – Zählen alle nicht; denn das würde ja dem Text von Herrn Fritz widersprechen. Man hat aber doch gar sehr den Eindruck, daß hier keine Analyse eine These hervorbrachte, sondern daß die These am Anfang stand und die Analyse danach ausgerichtet ist, diese These möglichst zu bestätigen, da irritieren dann natürlich immer Hinweise, die in eine andere Richtung gehen.

      • Der Eine sagt so, der Andere sagt so. Der mündige Leser bildet sich seine eigene Meinung. Von daher ist doch alles Bestens, finden Sie nicht?

  25. Da haben wir sie wieder , die Besserwisser (Düpmeier) und Oberlehrer (ML) aus der Feuerzangenbowle….. wegen des Schildes…
    Einfach noch mal Herrn Fritz aufmerksam durchlesen , dann wird vielleicht doch klar , dass der Zufall arg bemüht wird , wenn drei Autoren zeitgleich verschwinden.
    …………………………
    Schön , dass ich eine Plattform hatte , hier meine Meinung abzugeben.
    Danke , Herr Berger . 🙂

  26. Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht naß. Das ist heute die Grundhaltung in der Gesellschaft und da sind auch Verleger, Redaktionen und Autoren nicht ausgenommen.
    Eine eigene Meinung muß man eben auch nach außen vertreten und wer das nicht kann oder will, weil er Repräsalien fürchtet, der sollte sich zurückziehen und Bienen züchten, es sei denn, daß man aus welchen Gründen auch immer zur anderen Meinung überwechselt oder sie teilweise akzeptiert, aber dann müßte man es benennen und Farbe bekennen und das ist den meisten ebenfalls fremd und deshalb schätze ich die klare Position, auch wenn sie oftmals wehtut und nicht immer zur Ehre gereicht oder im schlimmsten Fall mit Nachteilen verbunden ist. Ehrlich währt am längsten, dieser Spruch gilt heute noch immer und auch für die Zukunft.

  27. Sorry, Herr Fritz!

    Doch was bitte soll das hier sein? Gekränkte Eitelkeit möglicherweise?

    Nur Vermutungen, Spekulationen und Unterstellungen. Haben Sie mit Frau Röhl, Frau Schunke oder Herrn Wegner direkt gesprochen? Haben sie sich zu den von Ihnen hier präsentierten Vermutungen in irgendeiner Art geäußert?

    Mir ist Ihr unsäglicher Beitrag auf Tichys Einblick noch gut in Erinnerung und ich kann Herrn Tichy verstehen, dass er ein solchen Pamphlet auf dem Portal, welches seinen Namen trägt, nicht geduldet hat bzw. duldet.

    Mit diesem Beitrag hier bestätigen Sie letztlich, dass Herr Tichy mit seiner Einschätzung völlig richtig lag.

    Herr Berger, dass Sie einem solchen Beitrag eine Plattform bieten, hätte ich nie vermutet.

    Martin Düpmeier

  28. kleine Anmerkung : mein Sprachverständnis hängt sich auf an : „insgesamt aber kann man sich nur schwer den Eindruck erwehren“ – „des“, es heisst „des Eindrucks erwehren“ – nur mal so !

    • ähm … ich find den „Psychopathologie-Artikel“ richtig gut. Und hätte ich ihn geschrieben, würde ich mich mindestens genauso echauffieren über seine Löschung.
      Irgendjemand muss den „Normalos“ erklären was mit den „Gutmenschen“ los ist, das dient der Volksverständigung – beinah hätte ich „der Völkerverständigung“ geschrieben, denn in der Tat handelt es sich hier um einen eklatanten Schnitt im Volk selbst und macht zwei aus eins. Was ja übrigens auch Sinn und Zweck der Übung ist : teile und herrsche !

      Na klar, könnte ein sich die Ereignisse um den Artikel erklären wollender Hr. Fritz mal nachfragen, was da eigentlich wirklich los war. Aber so wie sich das anhört hat er bereits nachgefühlt und vermutlich nur Ausflüchte, falls er überhaupt ein Feedback bekam, zu hören gekriegt.
      Da macht man sich eben notgedrungen ein paar eigene Gedanken – wie gesagt, wenn man jemand ist, der die Dinge gern verstehen würde, was sein Psychopathologie-Artikel anschaulich beweist.

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