(David Berger) Neben den erhebenden Artikeln über syrische Flüchtlinge, die mal hundert, mal tausend Euros auf der Straße und neuerdings Bitcoins auf Laptops finden, gräbt der Focus heute ein beliebtes Thema neu aus: Mitleid mit Flüchtlingen. Und weil’s bei uns derzeit recht gruselig kalt ist, muss das Kälte-Thema her: Schnee und eisige Kälte auf Lesbos, dünne überfüllte Zelte.

Mh, Lesbos, kurz vor der türkischen Südküste, wo jetzt noch manche Menschen Urlaub am Meer machen, wird sich nun so mancher denken, klingt irgendwie nach allem möglichen, aber nicht nach Schnee und Kälte.

Aber Lesbos musste es bei der Wintermitleidsnummer sein, denn dort sieht die Asylindustrie ihre Einnahmen schwinden:

„718 Millionen Euro habe Griechenland von der Europäischen Union erhalten, um die Flüchtlingskrise zu bewältigen. Davon habe Lesbos, einer der wichtigsten Anlaufpunkte für Flüchtlinge, seit 2015 gerade einmal 750.000 Euro erhalten. Doch wo ist das Geld geblieben? Er schätze, dass sieben von zehn ausgegebenen Euro verschwendet worden seien, sagte der Journalist Daniel Howter dem „Deutschlandfunk“. Als Ursachen gab er lokale Korruption und falsche Infrastrukturmaßnahmen an.“

Eine Haken hat die Sache nur: Im Unterschied zur Zukunft, wo eine Neufassung des NetzDG vermutlich auch die Wetterberichte vorab zensieren lassen wird, kann man diese noch ungezinkt im Netz abrufen:

Wer nun etwas weiter recherchiert, bemerkt, dass es zum Themenbereich Schnee/Griechenland vom Januar 2017 zahlreiche Berichte gibt. Da hatte es nämlich tatsächlich in höheren Lagen einige Schneeflocken gegeben.

Zwar nicht auf Lesbos und schon vor einem Jahr, aber wir wollen ja nicht päpstlicher als der Papst sein…

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