Sensationelle Neuigkeiten vom Nürnberger Unterhosenmann, der eine alte Frau fast zu Tode getreten hat. Außerdem äußerte sich die Kanzlerin über ihren Regierungssprecher Steffen Seibert jetzt in ganz ungewohnter Zügigkeit zu dem unerfreulichen Vorfall. Eine Satire von Jürgen Fritz

Merkels Stellungnahme zum Unterhosenmann

Die Kanzlerin hat sich über ihren Regierungssprecher Steffen Seibert in ganz ungewöhnlicher Geschwindigkeit zum Unterhosenmann von Nürnberg geäußert, der am Mittwoch aus dem Nichts heraus, ohne jeden erkennbaren Grund eine 73-jährige Frau fast zu Tode schlug und trat.

Wir sollen uns keinerlei Sorgen machen, so Seibert, das Sprachrohr von Angela, der Heiligen. Absolute Sicherheit gebe es nun mal nicht.

Aber es sei viel wahrscheinlicher, auf der Toilette einen Krampf zu bekommen, vor Schreck ins WC rein zu fallen, im Sturz aus Versehen die Spülung zu betätigen und dann im Abfluss zu ertrinken, als von einem dunkelhäutigen Unterhosenmann totgeschlagen zu werden. Und Fenster putzen sei zehntausend mal gefährlicher!

Von daher werde auch niemand von staatlicher Seite die Frau auf der Intensivstation besuchen. Man könne ja auch nicht all die Leute aufsuchen, die beim Fenster putzen oder Rollschuh fahren schwer stürzen. Als Kanzlerin müsse man schon Prioritäten setzen.

Dieser Fall sei auch bestenfalls von regionalem Interesse. Wenn überhaupt! Daher wurden auch alle Funkhäuser und überregionalen Printmedien angewiesen – ääähhh, gebeten, gebeten! – nicht oder nur am Rande darüber zu berichten.

Außerdem wurden Facebook und Youtube angewie… – ääähhh … gebeten -, das Video, in welchem die Tat filmisch dokumentiert wurde, sofort zu löschen.

Das würde nur unerwünschte Emotionen erzeugen, die niemandem etwas bringen.

Ab 2018 werde, was die nicht dienliche Meinungsäußerung anbelangt, ein neuer Wind wehen

Im übrigen hätte diese Tat mit nichts irgendwas zu tun. Mit gar nichts! Jeder solle sich sehr gut überlegen, was er sage und schreibe. Die Bundesregierung sei bisher sehr großzügig gewesen und hätte speziell der deutschen Bevölkerung sehr viel durchgehen lassen. Das könne sich schnell ändern, wenn das Recht auf freie Meinungsäußerung derart missbraucht werde, dass Meinungen und Tatsachen geäußert werden, die dem Zusammenleben aller nicht dienlich sind oder gar offene Kritik an der Kanzlerin und dem Regierungskurs enthalte.

Auch Satiren, die geeignet wären, die Autorität und Glaubwürdigkeit der herrschenden grün-linken Dogmen oder gar der Regierung selbst zu untergraben, seien nicht erwünscht. Ein entsprechendes Löschzentrum sei bereits in Arbeit.

Bisher habe das System zwar noch etwas Schwierigkeiten, Satiren eindeutig als solche zu identifizieren. Aber auch das werde man bald schon in den Griff bekommen.

 Der Unterhosenmann ist gar kein Afrikaner, sondern ein Deutscher

Direkt anschließend wurde der 137-jährige Prof. Pfeiffer (SPD), Deutschlands ewiger Chefkrimionologe, in die Pressekonferenz hereingeführt und auf seinen Platz begleitet. Der hatte nämlich sensationelle Neuigkeiten bezüglich des Nürnberger Unterhosenmanns zu verkünden.

Wie er und seine Kollegen in einer streng wissenschaftlichen, vollkommen objektiven Untersuchung festgestellt haben – den Auftraggeber und Financier der Untersuchung wollte er allerdings nicht nennen, das tue nichts zur Sache -, handelt es sich bei diesem Irren

…nicht wie fälschlich behauptet wurde um einen Afrikaner aus Kamerun, der vorgab, hier studieren zu wollen, sondern um einen Deutschen mit deutschen Eltern und deutschen Großeltern, der immer nur deutsches Essen gegessen hat. Sein ganzes Leben, von klein auf bis heute! Daran könne es keinerlei Zweifel geben.

Das ergaben ein DNA- und eine Mageninhalts- sowie eine Haaruntersuchung.

Die dunkle Haut komme durch exzessives Sonnen zustande

Wie dann aber der doch sehr dunkle Teint und das krause Haar zu erklären seien, was so ganz untypisch wäre für Deutsche, traute sich ein Journalist (Dieter Wonka) zu fragen, was ihm von den Kollegen nicht wenige böse Blicke einbrachte. Auch das sei sehr leicht zu erklären, konstatierte Prof. Pfeiffer mit drei f.

Das krause Haar habe er sich beim Friseur um die Ecke extra so machen lassen, weil ihm das schon seit seiner Kindheit so gut gefiel. Dies hätten mehrere Zeugen bestätigt. Und zum dunklen Teint: Der Mann habe zum einen im Hochsommer einen sehr ausgedehnten Urlaub in Südtirol gemacht, von welchem er braun gebrannt zurück kam. Zum anderen habe er eine Dauerkarte mit Flatrate im Solarium. Die Karte wurde noch am Tatort gefunden, wo sie ihm beim letzten Fußtritt aus der Unterhose gerutscht sein müsse. Deswegen war der Mann auch nur mit Unterhose bekleidet unterwegs. Er kam gerade von der Sonnenbank.

Polizei und Staatsschutz kämmen nun das ganze Leben des – Achtung! – dunkelbraun (!) gebrannten deutschen Studenten durch, ob sie nicht irgendwo eine Verbindung in die rechtsradikale Szene finden können. Und alle sind sich schon jetzt sicher: Früher oder später werden wir diese finden. Seien Sie dessen gewiss!

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Der Beitrag erschien zuerst auf dem äußerst lesenswerten Blog von JÜRGEN FRITZ. Da Jürgen fritz auch immer wieder von der Zensur der sozialen Netzwerke betroffen ist, empfehle ich, seinen Blog direkt zu abonnieren!