(David Berger) Früher beschränkte sich der öffentlich zelebrierte Hass auf Juden und Israel in Berlin auf den Al Quds-Tag. Seitdem Donald Trump bekannt gegeben hat, die US-Botschaft in die Hauptstadt Israels zu verlegen, verstummen die täglichen öffentlichen antisemitischen Rufe, Kundgebungen und Hassrituale in der Hauptstadt Deutschlands nicht.

So gerade eben wieder auf dem Berliner Kurfürstendamm:

Das hasserfüllte Geschrei „Kindermörder Israel!“, „Allahu Akbar“ oder „Israel bombardieren!“ übertönte – unter den Augen zahlreicher Polizisten – selbst den lauten Verkehrslärm der bekannten Flaniermeile, die früher einmal für die Weltoffenheit Berlins stand.

Update: Die Berliner Morgenpost schreibt zu der Demo: „Zu Zwischenfällen oder Verstößen gegen Auflagen kam es zunächst nicht, die Stimmung blieb friedlich.“

Mit der Weltoffenheit Berlins scheint es allemal vorbei zu sein. Nachdem ich mir etwa eine Stunde das Schauspiel angetan hatte, war mir klar, warum Berlins Regierender Bürgermeister davon ausgeht, dass Berlin keinen Antisemitismusbeauftragten (mehr) braucht. Für Sozialarbeiter, lustige Regenbogenarmbändchen und nette Worte ist es längst zu spät.

Berlin steht am Scheideweg: Entweder es entscheidet sich mit den roten Sozialisten für eine Neuauflage der Judenverfolgung der braunen Sozialisten – nun mit neuen Protagonisten.

Oder sagt dem muslimischen Antisemitismus ganz klar den Kampf an. Und verabschiedet sich in diesem Zusammenhang deutlich von dem naiven, selbstmörderischen Islam-Appeasement.

Die letzten Tage in Berlin zeigen: Viel Zeit, das erneute Unheil für die Juden in Deutschland abzuwenden, bleibt nicht mehr.

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