(David Berger) Bestrafe einen, erziehe viele – diese Devise totalitärer Regime leitet letztlich auch die ganzen, von dem Maas-Gesetz mehr oder weniger gedeckten Zensurmaßnahmen durch Facebook. Diesmal waren es gleich mindestens drei sehr aktive Facebooker, die mit einer 30-Tage-Sperre bestraft wurden – dafür, dass sie einen Artikel von Ines Laufer auf Facebook geteilt hatten.

Und die Rechnung der Zensoren ging auf. Reihenweise löschen nun Facebook-User den Artikel auf ihrem Profil. Meistens still und heimlich. Einer allerdings hat – das muss man ihm auf jeden Fall zugute halten, unabhängig davon, wie man zu diesem Schritt nun steht – die Löschung auch begründet.

Der Fotograf Markus Hibbeler, der auf Facebook eine große Fangemeinde hat, hat den Link zu dem Laufer-Artikel gelöscht und schreibt dazu:

„Ich habe den Beitrag von Ines Laufer von Freitag, der eine sehr gute Analyse über die Migrationskrise enthielt, gelöscht, obwohl er allein von meinem Profi aus 500-mal gelikt und über 300-mal geteilt wurde. Ich habe diesen Schritt, der mir nicht leicht fiel, getan, um mich und alle, die den Beitrag ebenfalls geteilt haben, zu schützen. Leute, die den Beitrag geteilt haben, werden gerade reihenweise gesperrt. Auch Ines ist dafür erneut für 30 Tage gesperrt worden. Dabei enthielt der Beitrag nachprüfbare Fakten, war sauber recherchiert und das Fazit überdies voll von der Meinungsfreiheit gedeckt.“

Hibbeler fragt sich dann: „War es nicht feige, den Beitag zu löschen?“ Und antwortet:

„Klares Nein! Ich will eine Stimme auf facebook bleiben und nicht komplett gelöscht werden. Außerdem bin ich auf meinen Account gerade in der momentanen arbeitsreichen Zeit auch beruflich angewiesen und kann mir gerade eine Sperre nicht erlauben. Zudem dient die Maßnahme nicht nur meinem Schutz, sondern auch dem Schutz meiner Follower vor Sperrungen. Wer Ines Beitrag lesen möchte kann ihn direkt bei Fischundfleisch nachlesen. Ich kann es jedem nur empfehlen!“

Ich bin der letzte, der sich hier ein Urteil über das Verhalten von Hibbeler erlaubt. Und wenn ich ganz ehrlich bin, muss ich wohl eingestehen, dass auch ich – wenn ich noch die Wahl gehabt hätte – so wie Hibbeler reagiert hätte. Mit anschließender tiefer Scham und der Verzweiflung, unentrinnbar in ein System involviert zu sein, das einen in den Suizid seiner Freiheitsrechte treibt…

Wie immer in solchen Zeiten gibt es aber auch ein paar wenige Mutige:

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