(David Berger) Wer sich bereits an ein islamisiertes Europa gewöhnt hat, hätte das kaum für möglich gehalten: Griechenland überlegt derzeit, ob es gegen Lidl juristisch vorgehen wird. In Deutschland beschwichtigt man dagegen und weist auf Kardinal Marx hin: Wenn der selbst ein Erzbischof auf dem Tempelberg sein Kreuz versteckte, kann man dem Lidl-Konzern wohl kaum einen Vorwurf daraus machen, dass er ähnlich vorging.

Der Hintergrund: Lidl hatte auf den Verpackungsfotos seiner griechische Spezialitäten vertreibenden Eigemarke „Eridanous“ alle christlichen Kreuze wegretuschiert – wohl auch aus Rücksicht auf muslimische Kunden, die zuletzt den Discounter arg in Bedrängnis brachten, als ein orientalisches Produkt Schweinfett enthielt.

Daraufhin gab es eine Welle der Empörung vor allem in Griechenland und traditionell katholisch geprägten Ländern

Wie die FAZ nun berichtet, war der Ärger auch in Santorini, der Insel, von der die Fotos stammen, die Lidl verwendete, besonders groß:

„Eine Behördensprecherin sagte dem epd:

‚Unsere Kulturgeschichte und unser kulturelles Erbe werden täglich durch unsere Monumente, unsere Religion und unsere Landschaft repräsentiert und sie sollten in jedem Fall und von jedem respektiert werden.‘

Die Rechtsabteilung befasse sich derzeit mit der Angelegenheit und leite falls nötig auch juristische Schritte ein, ergänzte die Sprecherin.“

Lidl versucht nun zu beschwichtigen. Man behandle das Thema mit „höchster Priorität“, ließ ein Lidl-Sprecher wissen. Allerdings scheint eine echte Einsicht bei Lidl nicht gegriffen zu haben. Nach wie vor betont man dort seine „weltanschauliche Neutralität“, die ein christliches Symbol auf Verpackungen nicht zulasse.

Dass man auf der anderen Seite permanent mit Halafleisch und der protestlosen Zulassung muslimisch gekleideter Verkäuferinnen vor dem Islam in die Knie geht, scheint man nicht bemerken zu wollen.

Im Unterschied zu Griechenland kann man sich dabei der Unterstützung durch deutsche Medien und Mainstreampolitiker sicher sein. Die ZEIT etwa beruft sich für ihre Apologie des Fotos fakenden Discounters auf die Kreuzversteckerbischöfe vom Tempelberg.

Im Herbst vorigen Jahres „produzierten der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm und der Münchner Kardinal Reinhard Marx bei ihrer Israel-Reise auf dem Tempelberg in Jerusalem ein Bild, das beide nie wieder loswerden dürften: Die Kirchenmänner legten bei ihrem Besuch auf dem islamisch verwalteten Tempelberg ihr Brustkreuz ab – „auf Bitte des Gastgebers“, einer islamischen Stiftung.“- so damals PP

Es dürfte ganz im Sinne dieser geistlichen Herren sein, wenn Zeit-online dann mit einer unbegründeten Angst und der Flucht in den Sarkasmus feststellt:

„Wettbewerb macht vor religiösen Symbolen nur dann Halt, wenn sich ein Produkt damit besser verkaufen lässt. Und das Kreuz ist ein Symbol, von dem die Werbestrategen offenbar glauben, dass jemand lieber zu den Oliven ohne greift. Womöglich machen sich Werbestrategen bei Lidl nach dem Shitstorm deshalb schon Gedanken über besonders abendländische Produktlinien. Wie wäre es mit bekreuzten Kartoffeln?“

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