(David Berger) Als ein „offenes Netzwerk von Expertinnen und Experten in den Bereichen Kommunikation, Kreativität, Weiterbildung, Campaigning, Meinungsforschung und Strategie“ bezeichnet sich die Macher von „Artikel 1“.  Was sehr unparteiisch aussieht, ist es freilich nicht. Der Vorsitzende des eingetragenen Vereins ist Kajo Wasserhoevel, seines Zeichens SPD-Politiker. Und zwar mit einer bezeichnenden Vergangenheit. Wikipedia verrät: „Von 1987 bis 1989 gehörte er als Vertreter des marxistischen Freudenberger Kreises (der den „Stamokap“-Jusos zugerechnet wurde) dem Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen an“ – Von 1998 bis 1999 leitete er das Büro des Bau- und Verkehrsministers Müntefering.

Er gilt als in Wahlen wenig erfolgreicher Sozi, aber in der SPD intern selbst als „Spin-Doctor“ der Partei. 2010 gründete er die Agentur für Strategieberatung, reiht sich also auch unter diesem Aspekt nahtlos in die Gerald Hensels dieser Republik ein.

SPD und Hensel-Mood: dazu passt das neue Plakatmotiv des Vereins, der nach eigenen Angaben die Demokratie,  Offenheit und Toleranz stärken möchte und das ab heute in ganz Deutschland zu sehen sein wird, bestens.

Die Berliner SPD hatte bereits im Wahlkampf um das Abgeordnetenhaus mit muslimische verschleierten Frauen Plakatwerbung gemacht.