Ein Gastbeitrag von Markus Hibbeler

Im Jahr 2010 betete Imam Abu Adam noch während des Projekttags „Islam und Europa“ vor SchülerInnen am Gymnasium Geretsried. Allein die Tatsache – ein Salafist in einer staatlichen Schule – ist bereits ein Skandal.

Mit dabei war sogar die damalige Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger. Zudem war er gern gesehener Gast bei Integrationsrunden des Sozialreferats München, Mitglied des Deradialisierungsprogramms Hayat und galt als Vertreter eines „friedlichen Islam“. Die ZEIT und das ZDF lobten seine „Arbeit“ in langen Berichten.

Der Imam lebte bis jetzt mit seinen vier Niqab tragenden Frauen und 15 seiner 16 Kinder in Alicante, wo er von der spanischen Polizei vor ein paar Tagen festgenommen wurde.

Fotos zeigen, wie der 46-Jährige im weißen Gewand und mit einer Decke über dem Kopf aus dem Haus geführt wird. Laut „Alicante Today“ wurde die Wohnung im Anschluss zehn Stunden lang durchsucht.

Die spanischen Behörden sind sich sicher, dass er dem IS angehört und diesen auch unterstützt hat.

Die Bilder könnten unterschiedlicher nicht sein und zeigen mal wieder die gesamte Naivität, die hierzulande gerade beim Thema Islam vorherrscht. Ich frage mich ernsthaft, wann endlich alle aufwachen. Da gibt es eben immer noch viele, die meinen, man könnte Salafisten oder konservative Prediger irgendwie ins Boot holen.

Dabei haben diese letztlich mehr oder weniger offen alle dieselbe Agenda – und die lautet: die Errichtung eines Kalifats und Abschaffung unseres demokratischen Staates. Da hilft nur eins: festnehmen und/ oder abschieben – so wie die Spanier das gemacht haben.