(David Berger) Die Islamisierung nicht nur Europas, sondern in radikalerer Form auch des Nahen Ostens fordert besonders unter den Christen einen hohen Blutzoll. Besonders betroffen sind hier die orthodoxen Kirchen, die sich teilweise mit zu den ältesten der Christenheit zählen dürfen. Manche Gebiete, deren Kultur 2000 Jahre lang durch das Christentum geprägt wurde, sind inzwischen komplett von Christen „gesäubert“.

Das bekamen heute – am Palmsonntag, mit dem die heiligste Woche der Christen beginnt – erneut die orthodoxen Gläubigen in Ägypten zu spüren:

Bei einem Attentat auf eine Kirche der Kopten im nordägyptischen Tanta wurden mindestens 25 Menschen getötet, zahlreiche schwer verletzt. bei der Tat soll sich der Täter selbst in die Luft gesprengt haben.

Wenige Stunden nach dem ersten Anschlag gab es einen weiteren Anschlag auf eine Kirche in Ägypten. In Alexandria sind nach Angaben der Behörden 16 Menschen getötet worden. Der „Islamische Staat“ hat sich zu beiden Anschlägen bekannt.

Die überwiegende Mehrheit der Ägypter sind Muslime, 10 % Christen. Das Christentum in Ägypten geht auf den heiligen Evangelisten Markus selbst zurück. Über viele Jahrhunderte lebten Christen und Muslime in Ägypten weitgehend friedlich zusammen.

Mit der Radikalisierung des Islam und einer damit einhergehenden nie gekannten Christenverfolgung im Nahen Osten spitzt sich aber die Lage auch in Ägypten immer mehr zu.

Bereits im Dezember waren bei einem Bombenanschlag auf eine koptische Kirche in Kairo 30 Menschen getötet worden. Zu der Tat bekannte sich der „Islamische Staat“.