Gestern trafen sich in Berlin konservative Unions-Netzwerker aus ganz Deutschland, um über den zukünftigen Kurs ihrer Partei zu beraten. Im Mittelpunkt stand dabei natürlich die Migrationspolitik von Kanzlerin Merkel. PP-Autor A. R. Göhring war dabei.

Am Sonnabend trafen sich im Berliner DBB-Forum gegenüber den Galeries Lafayette an der Friedrichstraße über 80 konservative Unions-Netzwerker aus allen Teilen Deutschlands, von Sachsen bis Saarland, von Bayern bis Berlin. Geladen hatte der konservative Kreis der Unions-Bundestagsabgeordneten, der Berliner Kreis.

Anwesend waren dabei neben Landtagsabgeordneten und einfachen CDU-Mitgliedern auch bekannte MdB und Politiker wie Christean Wagner (Marburg), Philipp Lengsfeld (Berlin), Sylvia Pantel (Düsseldorf), Klaus-Peter Willsch (Limburg), Johannes Selle (Kyffhäuserkreis) und der ehemalige Verteidigungsminister Rupert Scholz. Vorträge wurden gehalten von der Journalistin Birgit Kelle, dem ehemaligen Mainzer Schattenminister Andreas Rödder und dem Journalisten Roland Tichy.

Außerdem waren anwesend der Vorsitzende des Freiheitlich-konservativen Aufbruchs, des vor kurzem im schwäbischen Schwetzingen gegründeten bundesweiten Zusammenschlusses von Mitgliederinitiativen in der CDU und CSU, Alexander Mitsch; und sein bayerischer Kollege vom Konservativen Aufbruch der CSU, Thomas Jahn.

In den Vorträgen und Diskussionen wurde eine Rückkehr zu Vernunft, Leitkultur und Rechtstaatlichkeit angemahnt. Die unrealistischen Ideale der politischen Korrektheit sollten mit Rückbesinnung auf konservative Werte durch bewährte Politik ersetzt werden.

Konkret wurde gefordert, dass die Menschenrechte Vorrang vor verfassungsfeindlichen religiösen Zielen haben sollten, dass der unkontrollierte Zuzug von illegalen Immigranten verhindert werden müsse und dass die Union wieder eine eigene, nicht grün-rote Familienpolitik entwickeln müsse.

berliner kreis 1

Als Antwort auf diffamatorische Angriffe des politisch-medialen Gegners auf Konservative („rechtsradikal“ etc) wurde der Begriff des Konservatismus definiert als „die Verlangsamung des Wandels, bis er harmlos geworden ist“ (Andreas Rödder, Zitat Lord Salisbury). Der Konservatismus wurde auf diese Weise abgegrenzt gegenüber dem Traditionalismus (Wandel verhindern) und dem Reaktionarismus (Wandel umkehren).

CDU und CSU sind traditionell nicht als Parteien des Widerspruches bekannt, sondern eher als über-disziplinierte Kanzlerwahlvereine. Vielleicht haben Merkel und ihre Paladine mit ihrer grünen und kopflos-verantwortungslosen Politik nicht den christdemokratischen Konservatismus beerdigt, sondern unfreiwillig zur neuen Leitlinie gemacht.

Auch wenn in Berlin zunächst weniger als hundert Aufrechte zusammenkamen, ist zu vernehmen gewesen, dass die ideologischen politisch-korrekten Merkelanhänger in der Partei, aber auch im Wahlvolk, bereits jetzt kaum mehr sind als eine übermächtige Minderheit. 

Das darf so nicht bleiben, wenn dieses Land eine westlich-europäische Demokratie sein und bleiben will.

***

Fotos: (c) Twitter

Journalistische Offenlegung: der Autor des Textes, Dr. Axel Robert Göhring, ist Mitglied der CDU Thüringen

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„Wir müssen dazu kommen, Flüchtlinge an den Grenzen zurückzuweisen. Gelingt uns das nicht, werden die Bürger der Kanzlerin das Vertrauen entziehen“ (Klaus-Peter Willsch)

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Edgar Thormeyer
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Edgar Thormeyer

Zitat: „Begriff des Konservatismus definiert als „die Verlangsamung des Wandels, bis er harmlos geworden ist“ (Andreas Rödder, Zitat Lord Salisbury). Der Konservatismus wurde auf diese Weise abgegrenzt gegenüber dem Traditionalismus (Wandel verhindern) und dem Reaktionarismus (Wandel umkehren).“ Mit diesen Abgrenzungen hat sich der Konservativismus selbst kastriert. Denn zum traditionellen Konservativismus gehörten natürlich auch Traditionalismus und Reaktionarismus. Warum sollte man Gutes und Bewährtes ändern (Traditonalismus)? Warum sollte man einen Wandel, der sich als schlecht erwiesen hat, nicht wieder rückgängig machen (Reaktionarismus)? Ein Wandel zum Schlechten, wie langsam er auch vollzogen wird, bleibt ein Wandel zum Schlechten! Die oben genannte Definition ist… Mehr lesen »

Edeltraut
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Edeltraut

Die CDU kann nur dann wieder konservativ werden, wenn sie sich von ihrer verrückten „Führerin“ trennt.

H.-J. Mostert
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H.-J. Mostert

Das wird die CDU nicht retten. Sie ist für mich seit Merkel unwählbar geworden und ist so gesehen bei mir blacklisted. Meine Stimme wird sie nie (cic!) erhalten, ebensowenig die Abnick-FDP (Griechenlkand-Rettung), vom Rest im Reichstag ganz zu schweigen.

Luther
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Luther

Wenn diese Leute wirklich glauben,was sie da so erzählt haben ,dann können sie auf keinen Fall im September der CDU ihre Stimme geben-außer Sie Kapern ihre Partei.

Schroedingers Katze
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Schroedingers Katze

Öhm, Herr Göhring- Sie wollen uns also tatsächlich weismachen, eigentlich wäre die CDU irgendwie doch eine konservative Partei, in der irgendwelche bedeutsamen konservativen Kreise jetzt die Partei vom Kopf wieder auf die Füße stellen wollen. Sagen Sie mal, Herr Doktor (Doktor WAS eigentlich? Nach dem „Doktor“ von und zu Guttenberg keine kleinliche Frage), wollen Sie uns verarschen? Wer hat denn das Monster Merkel und ihre devoten Afterkriecher groß werden lassen? Diese Kreatur ist nicht erst seit gestern in der Partei und wurde von dieser auf den Schild gehoben. Und keiner von ihnen konnte ahnen, daß eine SED-Propagandasekretärin auch SED-Politik machen… Mehr lesen »

Frank Berghaus
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Warum werden meine Fragen nach dem Sinngehalt des „Jahres der Entscheidung“ konsequent wegzensiert? Hat man keine Antwort darauf, oder will man sich nicht blamieren?

Langsam wird diese Zensurpraxis unanständig.

truckeropa66
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Retten können diesenpaar Leute das nicht mehr. Aber wenn Sie zu ihrem Standpunkt stehen, dann sollten Sie ihren Wählern begreiflich machen, das Sie entweder die AFD wählen sollen oder zumindest ihre Wahlzettel ungültig machen, um diese Sache zu stoppen.
Dann können Sie helfen nach der Wahl aufzuräumen, und vielleicht ihre Partei zu reformieren!
Das selbe sollte für vernunftmenschen anderer Altparteien erwartet werden!

Charlotte Meinertzhagen
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Charlotte Meinertzhagen

„die Verlangsamung des Wandels, bis er harmlos geworden ist“ – Harmlos geworden: kann man die CDU besser kennzeichnen? Und da wollen die Damen und Herren aus Berlin sie erst hintragen – wie die Eulen nach Athen? Und Tichys Einknick soll das dann journalistisch verkaufen? Bitte, Leute!

Alex
Gast
Alex

Cdu ist wie ein teilweise verschimmeltes brot.
Ob es hilft an einer stelle zu knabbern wo kein merkel dran ist?
Nein danke

Old-Man
Gast
Old-Man

Die CDU hat nur eine Chance zu ihren konservativen Wurzeln zurück zu kehren, ohne Merkel,denn die war nie eine Christdemokratin,die war immer im inneren Kommunistin,grün angestrichen in der Seele,sofern Sie eine hat. Tauber und ihre anderen Vasallen müssen auch weg,und dann noch mal neu anfangen-christlich-sozial-demokratisch. Danach sieht es aber momentan nicht aus,alle hängen an Mutti und ihren Taugenichtsen,keiner hebt öffentlich die Stimme gegen die krude Bande um Merkel,selbst die CSU muss erst reformiert werden,mit Seehofer wird das auch nichts mehr! Es gibt also im Moment nur eine konservative Kraft in Deutschland,die AfD. Die werden sich hoffentlich jetzt so langsam aus… Mehr lesen »

Frank Berghaus
Gast

Na Bravo! Tichy und Kelle sind ja nun wirklich die besten Exponenten für Rückschrittlickeit und Fünfziger-Jahre-Nostalgie. Da hat man ja prima Referenten eingekauft 😀

Wenn das wirklich der Weg sein sollte, was MenschseiDank nicht so sein wird, dann Ade Volkspartei! Schade wäre es wahrlich nicht darum! Wer ein „C“ im Namen führt, hat das Recht verspielt, im Namen einer aufgeklärten Menschheit zu sprechen.

Eckard
Gast
Eckard

Die CDU ist wie die Gesellschaft industrielobbyierter Bourgeoise: Feige, hinterhältig und durchtrieben!

Glauben die Affen ernsthaft, dem Volk weitere Lügen zu servieren, nachdem sie dem stalinistischen Hosenanzug 11 Minuten stürmischen Beifall geklatscht haben, ohne daß auch nur ein einziger zaghaft widersprochen hat? Ach doch: Einen gab es tatsächlich und der ist niedergemacht worden: https://www.youtube.com/watch?v=SKH1dBVB9vc
Hört selbst, wie der CDU-Pöbel buht. Wer noch in dieser Partei ist, den soll das Urteil des Volkes treffen, wenn die Herrschaft des Unrechts beendet wird. Dann gnade euch Gott!

Kathrin Mehlitz
Gast

Sprachen sie und stellten Frau Merkel als Kanzlerkandidaten auf-minutenlanger Beifall Das ist nicht mehr glaubwürdig, meine lieben Damen und Herren der CDU. Sie haben zugelassen, das europäisches und deutsches Recht ausgehebelt wurde und nach Diktatorenart mit einer Handbewegung vom Tisch gewischt wurde. Bis heute sickern Tausende jeden Monat ins Land und werden geholt. Sie sind nicht fähig, diese Leute abzuschieben mit den scheinheiligsten Entschuldigungen. Sie heucheln Trauer für die Terroropfer und öffnen die Grenzen noch weiter für jegliche Terroristen und Kriminelle. Sie haben das Vertrauen verspielt,egal was da kommt. Frau Merkel schwebt völlig losgelöst über Ihnen. Sie erreichen ehh nichts… Mehr lesen »

Carl Eugen
Gast
Carl Eugen

„….wurde der Begriff des Konservatismus definiert als „die Verlangsamung des Wandels, bis er harmlos geworden ist“ (Andreas Rödder, Zitat Lord Salisbury). Der Konservatismus wurde auf diese Weise abgegrenzt gegenüber dem Traditionalismus (Wandel verhindern) und dem Reaktionarismus (Wandel umkehren).“ Damit ist nun endgültig klar: von der CDU ist nichts, aber auch gar nichts mehr zu hoffen. Der neosozialistische Zeitgeist soll gebremst, nicht gestoppt werden. Einen weichen, scheibchenweisen Gang in Planwirtschaft und Kollektivismus verspricht man uns implizit. Man will nicht so schnell sein wie die Linken, und wer nicht will, der ist Traditionalist oder Reaktionär. Nur leider wird Sozialismus eben niemals harmlos.… Mehr lesen »

Tanzender Berg
Gast
Tanzender Berg

Diese Veranstaltung ist ein schlechter Witz. Wenn ueberhaupt irgendetwas die CDU noch mal zum Besseren wenden kann, ist es eine Serie von krachenden (!) Wahlniederlagen. Jede Stimme fuer die CDU ist eine Stimme fuer Merkel als ewige Kanzlerin. Da hilft keine Beschoenigung.

M.M
Gast
M.M

Wie immer: Wahl und auf einmal wird alles anders wenn man die wo schon seit Jahrzehnten alles tun konnten wählt….

Wer genau ist so dumm das noch zu glauben?

anvo1059
Gast

Es ist ein Anfang um die CDU wieder zu ihren alten Werten zu führen und wieder aus dem linken Fahrwasser herauszumanövrieren. Aber so lange das Merkel und ihr Klüngel dort den Ton angeben ist das aussichtslos……..

Marc Cologne
Gast
Marc Cologne

Keine weiteren bekannten CDU-Politikerin, Tichys Einknick und eine etwas xxx Frau, die sich über Genderfragen hinaus nicht auskennt – und dann akademische Diksussionen, was denn nun konservativ sei … Und damit wollen die die CDU/CSU retten? Haha, Merkel kann (mit oder ohne Tavor) weiter ruhig schlafen!

Ingrid Jung
Gast
Ingrid Jung

Trotzdem finde ich sehr gut was die machen. Ein kleiner Funke Hoffnung keimt in mir auf. Ich frage mich immer, haben diese Politiker keine Kinder und Enkelkinder, bedeutet ihnen unser schönes Land gar nichts. Alles was wir nach dem Krieg aufgebaut haben, aber vor allem unsere Freiheit setzen wir aufs Spiel. Bitte macht weiter, denn die Merkel und ihre Garde hat sich selbst so in die Enge getrieben, die kommen da nicht mehr raus ohne ihr Gesicht zu verlieren. Daher wird lieber das Land dem Untergang preis gegeben als die Kehrtwende zu machen. selbst dann nicht , wenn es jeden… Mehr lesen »

Daniel A.
Gast
Daniel A.

Lasst das keinen Schwetzinger lesen, dass Schwetzingen jetzt zu Schwaben gehört 😉
Schwetzingen ist eine BADISCHE Stadt.
Ansonsten find ich die Besinnung einiger CDU-Mitglieder hin zum Konservatismus ganz toll, dieser Aufbruch kommt nur mindestens fünf Jahre zu spät. Mittlerweile gibt es die AfD, die ich als ehemaliger CDU-Wähler auch wählen werde, weil sich bei der CDU unter Merkel und ihrer Getreuen absolut nichts ändern wird.

Andreas Huber
Gast
Andreas Huber

Egal, was die CDU ist oder was sie sein möchte. Sie hat das Vertrauen verspielt. Und bei den aktuell Wahlberechtigten wird sie es nicht zurückgewinnen. So einfach ist das.

Peter Silie
Gast
Peter Silie

Das ist ja alles sehr löblich. Allerdings wird auch diese Initiative wieder versanden wie andere vor ihr. Die Pöstchenmentalität, gerade von Berufspolitikern ohne eigenen wirtschaftlichen Hintergrund ist zu übermächtig. Das wird Mutti ausnutzen, um zu disziplinieren.

Kerstin
Gast

Also ich kann dieser Partei nicht mehr vertrauen!
Alle haben die letzten 2 Jahre mitgemacht.
Jetzt kurz vor den Wahlen wollen sie plötzlich „rebellieren“ ?
Was mich betrifft: Zu spät!

Ede Kowalski
Gast
Ede Kowalski

Ausgerechnet in der heißen Phase des BT-Wahlkampfs tritt diese Gruppierung aus den Reihen der CDU empor. Sorry, aber Glaubwürdigkeit geht anders, denn es stand hinreichend Zeitraum zur Verfügung. Nur ein Starkes AfD Wahl-Ergebnis hat die Kraft einen längst überfälligen „Ruck“ innerhalb der Unionsparteien in Bewegung zu setzen.

Jupp
Gast
Jupp

Ich habe dem demokratischen Rechtsstaat schon vor zig Jahren das Vertrauen entzogen. Hoffentlich haben die neuen Bundesbürger eine bessere Verfassung.