(David Berger) Die Huffington Post, sonst beseelt von dem Anliegen Menschen mit Migrationshintergrund unter allen Umständen positiv dastehen zu lassen, scheint nun diesen Kurs radikal zu wechseln.

Am 7. März veröffentlichte sie den Beitrag eines türkischstämmigen, offensichtlich in Deutschland lebenden Mannes mit dem Namen Recep Tanrikulu.

Der will von den Deutschen eine Art Abfindung von 2 Millionen Euro haben, wenn er in die Türkei zurückkehrt.

Im Original liest sich das dann so:

„Na ihr alle, die mich loswerden wollen, habt ihr mitgerechnet?
Lasst euch helfen:
Nach meiner Rechnung wären das etwa 2 Millionen Euro für mich.
Und insgesamt?
Wir sind 3,5 Millionen Türken in Deutschland. Multipliziert man diese Zahl mit den zwei Millionen, die jedem von uns nach meiner Rechnung zustehen, sind das sieben Milliarden Euro.“

Wir nehmen jetzt nicht weiter zu den Rechenkünsten des HuffPost-Autors Stellung. Aber sein Fazit wollen wir unseren Lesern doch nicht vorenthalten:

„Ihr habt ja Geld ohne Ende. In diesem Sinne: Ich verspreche, ich verdrücke mich. Aber bitte gebt mir meine (!) Gelder.“

Aus ganz persönlicher Erfahrung kann ich sagen: Der  Autor spricht mit seinen abstrusen Forderungen nicht für die Mehrheit der türkischen Männer und Frauen, die ich in Deutschland kennen lernen konnte.

Warum die HuffPost solch einen letztlich Vorurteile schürenden Beitrag publiziert, bleibt mir ein Rätsel.