Ein Gastbeitrag von Maximilian Krah

Konservative Katholiken sind zumeist gebildete, sanfte und fromme Menschen. Leider haben viele von ihnen zwei anstrengende Obsessionen: sie sind obrigkeitshörig und sexbesessen. Es werden die Unterwürfigkeit gegenüber den Autoritäten zu einer religiösen Pflicht erhoben und die Sexualmoral zum Dreh- und Angelpunkt der christlichen Lehre erklärt.

Es kann deshalb nicht verwundern, dass Papst Franziskus ausgerechnet mit seinem Schreiben „Amoris Laetitia“ zum ersten Mal in seinem Pontifikat massiven und wahrnehmbaren Widerstand erzeugt hat.

Denn seine Aufweichung des katholischen Eheverständnisses lässt tragende Prinzipien der kirchlichen Morallehre erodieren und hat damit einen klaren Sexbezug.

Während nun also die Sex-Fraktion der Konservativen den Gehorsam zurückstellt, antwortet ausgerechnet „The Cathwalk“ mit einem Aufruf zur Unterwerfung.

Wie alle Gehorsams-Fetischisten verkennt „The Cathwalk“, dass der Respekt vor der Hierarchie nicht losgelöst von seiner Grundlage denkbar ist: dem Glauben an Gott. Wir schulden dem Papst und den Bischöfen Achtung nicht um ihrer selbst willen, sondern weil sie notwendig sind, um Glaube und Kirche zu erhalten. Nun leidet aber das westliche Christentum generell und die Katholische Kirche als Teil davon seit Jahrzehnten an einer Selbstsäkularisation. Der Glaube verdunstet, formulierte es der Papst Benedikt XVI.. Existenz eines seienden Gottes, Jungfrauengeburt, Kreuzestod Christi als Sühne für unsere Schuld, Christus als wahrer Gott, Jüngstes Gericht und leibliche Auferstehung –

Welcher Katholik unter 60 glaubt denn noch an diese existentiellen Glaubenssätze? Zumindest in Deutschland kein Theologieprofessor, kein Bischof, kein Mitglied des Zentralkomitees der Katholiken, kein Kirchenjournalist. Und der Papst?

Franziskus sagt wenig und schwätzt viel. Im Ergebnis propagiert er – predigen wäre schon zu religiös – eine umfassende Freundlichkeit und Aufgeschlossenheit allem und jeden gegenüber. Das wird in christliche Worte gekleidet – „Barmherzigkeit“ – und mit einigen religiösen Bezügen aufgepeppt.

Aber dass dazu die Geburt und der Kreuzestod Christi erforderlich sein sollen, dass man getauft sein oder gar zu Messe und Beichte gehen müsste, um dieser diesseitigen Freundlichkeits-Lehre anzugehören, kann ich nicht erkennen.

Franziskus wettert gegen Versuche, illegale Einwanderung zu verhindern. Er nimmt in seinem Flieger ausschließlich muslimische Einwanderer mit nach Europa. Er verneint die Existenz islamischen Terrors, ist sich aber über den menschengemachten Klimawandel ganz sicher. So wurde er zu einer Gallionsfigur der westlichen Linken.

Sie erkennen in ihm einen der ihren; übrigens völlig zu recht, denn er gibt ihrem Programm der Abschaffung aller traditionellen sozialen, kulturellen und ethnischen Bindungen die erwünschte spirituelle Bestätigung.

Franziskus vollendet, was im Zweiten Vatikanischen Konzil angelegt wurde: die Transformation der Katholischen Kirche von einer auf jenseitige Erlösung bezogenen Religionsgemeinschaft zu einer auf diesseitige Menschenfreundlichkeit bezogenen Nichtregierungsorganisation.

Es gibt also sehr viele und sehr viel bessere Gründe, diesem Mann eine Dubia entgegen zu schleudern, als ausgerechnet eine Lässigkeit in der Ehe- und Sexualmoral. Aber das ändert nichts daran,

dass die Kritiker recht haben und es mir tausendmal lieber ist, dass sie sich überhaupt einmal zu Wort melden anstatt gehorsam in den spirituellen Untergang zu marschieren.

Mit Franziskus geht hingegen „The Cathwalk“. Und das mit Argumenten, bei denen ich im ersten Moment nicht sicher war, ob sie überhaupt ernst gemeint sind. Franziskus sei „Christus ähnlich, weil unbequem“. Wie bitte? Kein Papst seit vielleicht Johannes XXIII. hat so viel Zustimmung in den Redaktionsstuben und bei Kirchenfernen und –feinden aller Art erfahren.

Unbequem war Benedikt XVI., der sich der Diktatur des Relativismus mit dem Beharren auf der Existenz der Wahrheit und der Vernunftmäßigkeit des Dogmas entgegensetzte. Und „Christus ähnlich“? Sagt nicht Christus zur Ehebrecherin: „Sündige von nun an nicht mehr?“

Der Heil-Franziskus-Aufruf vermeidet es tunlichst, zur Sache zu kommen. Er postuliert einfach, dass jeder, der dem Papst Häresie vorwirft, einen „Habitus“ einnehme, der „an Luther erinnert“, womit es nach „The Cathwalk“ undenkbar ist, dass ein Papst Häresien vertritt.

Die Sachkritik am Papst sei aber nicht nur ein Habitus, sondern ein „letztlich pathologisches Phänomen“. Weiter geht es mit Verschwörungstheorie nebst Drohbotschaft, wenn von „populistischen Einheizern im Hintergrund“ – dass sich Populismus und Hintergrund ausschließen sei erwähnt – geraunt wird, die sich für den teuflisch „geschürten Argwohn eines Tages verantworten werden müssen“. Bezieht sich diese Drohung auf die Hölle, an die der so vehement Verteidigte mutmaßlich ohnehin nicht glaubt, oder plant „The Cathwak“ ein Autodafé der Barmherzigkeit?

Dass jemand, der jeden zum Psycho erklärt, der anderer Meinung ist, sich darüber beklagt, für seinen Hyperinfallibilismus, nunja, nach seiner religiösen Bildung befragt zu werden, ist schon ein bemerkenswertes Defizit an Selbstreflexion. Und damit ist es typisch für die Franziskus-Anhänger, die sich als Opfer konservativer Katholiken stilisieren, während ihr Idol die letzten intakten Bastionen der Kirche schleift, wie unlängst den Malteser-Orden.

Vielleicht mit Ausnahme von Polen und einigen Gegenden Ungarns, der Slowakei und Kroatiens ist die Kirche in Europa vollständig säkularisiert, der Glaube verdunstet und jede Spiritualität verloren. In Lateinamerika sieht es nicht besser aus, ebenso in Kanada.

Die Strukturen leben nicht mehr aus dem Glauben, sondern wegen der reichlich fließenden Kirchensteuereinnahmen. Die Bischöfe sorgen sich mehr um ihr Image in den atheistischen Medien als um die wenigen verbliebenen Gläubigen; im Gegenteil, diese sind ihnen zumeist peinlich und obendrein eine ärgerliche Erinnerung an den eigenen, selbst verlorenen Glauben.

Franziskus ist der Papst dieser Selbstsäkularisation, er betreibt und verkörpert sie. Er ist so postkatholisch wie die deutsche Kirchensteuerkirche.

Es ist nur grotesk, unter Berufung auf den Glauben diejenigen anzugreifen, die ihren Glauben bewahren wollen, was sie notwendigerweise in Konflikte mit der kirchlichen Hierarchie bringt.

Die Wiedergewinnung des Glaubens gelingt sicher – sicher! – nicht durch Aufweichung der Lehre. Sie gelingt nicht durch Enzykliken zum Klimawandel und auch nicht durch geschwätzige Interviews. Sie gelingt allein durch die Wiederherstellung des Kultes. Die Existenz Gottes muss im Kult sinnlich erlebbar werden.

archbishop_lefebvre_in_lilleDerjenige Kirchenmann, der das erkannte, was Marcel Lefebvre. Seine Erkenntnis hat ihn in Konflikt mit dem Papst gebracht, und dennoch hatte er recht. Anstatt dem Papst der Selbstsäkularisation zu huldigen, sollten wir den Weg der Wiedergewinnung des Glaubens durch die Wiederherstellung des Kultes gehen und uns weniger um den Papst und mehr um den lieben Gott kümmern.

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Fotos: © (1) Official White House Photo by Pete Souza [Public domain], via Wikimedia Commons (2) Erzbischof Lefebvre: Fotocollectie Elsevier Nationaal Archief, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

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krahZum Autor: *1977, Deutscher, lebt in Dresden, hat in Dresden Jura (Dr. iur.) und in London und New York Betriebswirtschaft studiert (M.B.A.), interessiert sich für Kunst, Literatur, Philosophie, Theologie, Mode und Politik. Verwitwet, fünf Kinder, katholisch. Aufsehen erregte der Autor zuletzt, als er aus der CDU unter Protest gegen deren Linksrutsch unter Merkel austrat.

Blog: MAXIMILIAN KRAH 

19 Kommentare

  1. Zitat: „Weiter geht es mit Verschwörungstheorie nebst Drohbotschaft, wenn von „populistischen Einheizern im Hintergrund“ – dass sich Populismus und Hintergrund ausschließen sei erwähnt (!!) – geraunt wird, die sich für den teuflisch „geschürten Argwohn eines Tages verantworten werden müssen“.
    Bezieht sich diese Drohung auf die Hölle, an die der so vehement Verteidigte mutmaßlich ohnehin nicht glaubt, oder plant „The Cathwak“ ein Autodafé der Barmherzigkeit?“
    —————-
    Im Prinzip ein treffender Artikel und eine höchst notwendige Kritik an diesem Schwätzer und Linken Franzi.
    Ich habe als Christ (weder ev. noch kath.) zwei Anmerkungen dazu:
    1. Mir tun die Menschen leid, die – wie auch hier in einem der ersten Kommentare – sich nun ohne Hirten sehen, weil sie diesem Harlekin im Vatikan nicht mehr trauen und folgen können. zugleich möchte ich diesen Menschen aber auch sagen: DER oberste HIRTE eines Christen (!!) ist kein Mensch, sondern Jesus Christus selber. Das ist die biblische, wenn auch nicht die kath. Wahrheit. Es geht auch nicht um die Wiedererweckung des Kultus der babylonischen Kirche, sondern darum, sie bei dieser Gelegenheit zu verlassen, um Christus statt der Maria und all der Heiligen zu finden. Bevor alles ganz furchtbar wird… dürfte dies die letzte Chance sein zu erfassen, was das für eine Kirche ist, der man lange, viel zu lange angehört hat. Den kath. Hirten ist nicht nur der eigene Kultus egal, sondern der Glaube selbst ist ihnen egal, weil sie noch nie auf dem Glauben der Heiligen Schrift gegründet waren, sondern auf ihren eigenen menschlichen Lehren.
    2. Um nun auf das Anfangszitat zurückzukommen und immerhin anzudeuten, was gemeint ist mit „Bevor alles ganz furchtbar wird“… Ja, Herr Krah, es handelt sich um eine Drohung, die weder das erfundene und häretische Fegefeuer noch die reale Hölle der Bibel meint, sondern das, was diese Kirche realiter vorhat, und das ist die Weltherrschaft, wie sie die einst innehatte. Diesmal mit einer Eine Welt-Religion plus einer Eine Welt-Regierung unter Leitung des dann amtierenden Papstes. Dabei wird ihr der POTUS in den USA helfen, der sich sehr gefreut hat über die hohe Zustimmung der Katholiken bei seiner Wahl zum Präsidenten.
    Alle Zeichen stehen auf einen Zusammenschluß der Religionen (plus aller Kulte), wie JP Wojtyla es mit seinen Treffen in Assisi bereits dramaturgisch vorgegeben hat.
    Das was Sie sehr verklausuliert und von kaum jemand zu verstehender Formulierung angedeutet haben…
    „ein Autodafé der Barmherzigkeit?“ wird wiederkehren. In klarer Sprache bedeutet dies die Rückkehr von Tortur und Scheiterhaufen in den weltpolitischen Alltag für alle, die diesem neuen System nicht zustimmen wollen.
    Und ein Letztes: Die Idee, daß der Vatikan und die islamischen Imame sich feindlich gegenüberstünden, weil ihre Religionen unvereinbar wären, sollte man sehr schnell über Bord werfen. Man erkenne sie an ihren Früchten – das genügt. Die Moslems verfolgen und ermorden Menschen christlichen Bekenntnisses überall; die kath, Kirche hat und tut nichts dagegen.
    D ie Moslems überschwemmen die Wiege der Zivilisation, d.h. Europa, und der Harlekin in Rom empfiehlt den Deutschen die rassische Vermischung mit eben diesen Leuten!!
    Dies alles ist eine Kooperation, um den unabhängigen europäischen Geist, soweit man ihn durch die Deklassierung der Bildungsinstitutionen noch nicht völlig zerstört hat, aller Eigenständigkeit und Widerstandskraft zu berauben, damit man den zusammengezwungenen europäischen Kontinent der päpstlichen NWO umso leichter eingliedern und unterwerfen kann.
    Fehlt nur noch die große Krise, aber wartet nur ein Weilchen, sie steht schon vor der Tür. Die letzten Vorbereitungen werden gerade getroffen.

  2. Tja – ich hier in einer existentiellen Krise – nehme die Kirche in diesem Zustand war und weiß, dass ich auch keine Hirten mehr habe.
    ich bin alleine wie viele hier von dieser Kirche alleine gelassen werden und zwar diejenigen, die wirklich glauben.
    Was für Verräter diese Priester und Pfarrer, diese Bischöfe, die die kirchliche Lehre verraten und jedem Gläubigen kein Halt mehr sind.
    Wie allein sind wir doch, wie grauenhaft das ist, Ich fühle mich, wie die Christen in der DDR sich gefühlt haben müssen, weil ihr Pfarrer bei der Stasi war.
    Kein Asyl mehr für wirkliche Christen, für Menschen, die ihren Glauben immer wieder versuchen zu leben.
    Was für eine Schande, diese angeblich Geistlichen, die für Kirchensteuer Ablässe an jeden verteilen, deren Huldigung ihnen auch lieber ist als Christus.
    Diese Christusverräter, die hier eine gewisse Religion zum Staatsziel erklären.
    Boh was bin ich wütend auf die . Boh was bin ich allein.
    Und nicht weil ich glaube, ich sei toll, sondern weil ich merke, dass ich nicht mehr weiß, wohin ich noch gehen soll.
    Und wie recht Sie haben: die Zerstörung des Kultes ist die Zerstörung des Gespräches Gottes mit uns, die Zerstörung der Poesie der Civitas Dei auf Erden, die Zerstörung der Versinnbildlichung des Opfers Christi.
    Der Gottes-Dienst wird zerstört und damit jede Erinnnerung an unsere Gemeinschaft mit Gott, seinem Sohn, allen Heiligen und unseren Toten.
    Wir sollen so allein sein wie möglich. Wir sollen dem Tod anheimfallen, wie diejenigen, die da schon sind.

    • Liebe Anna, so ist es ja niemals für einen wahren Christen. Menschen versagen immer, katholische und evangelische Bischöfe sind da nicht verschieden.
      Sieh mal, was ich über deinem Kommnetar geschrieben habe.
      Du solltest diese Kirche endlich verlassen und dich Christus anvertrauen, keiner Maria, keinem Heiligen!
      Schau, ich bin auch „allein“, aber nicht einsam und nicht wirklich allein. Denn Ihn hab ich bei mir. Immer!
      Weißt du, wie weit meine Heimatgemeinde entfernt ist? Nur mal eben 10.000 Km Luftlinie!

  3. wer der kirche und ihrem verbrecherkult huldigt und von der verbundenheit von kirche und staat träumt tut mir leid und ich freue mich jeden tag aufs neue ein gestrenger ungäubiger zu sein! ihr gläubigen solltet mal darüber nachdenken wo euer glauben jetzt schon lachhaft geworden ist, wo euer papst seine schäfchen an die moslems zum frass hinwürft! eure hohen kirchensteuern tragen zum reichtum dieser saupriester bei, die seit der pharaonenzeit das volk ihrer länder in dummheit und zurückgebliebenheit buse tun liesen und ihre unwissenheit ausnutzten ,als ob sie die herren seien ,die zum beispiel die sonnenfinsternis herbeirufen könnten

    • Wo Sie recht haben, haben Sie recht.
      Als ungläubiger Katholik kann man nicht mehr lachen über den alten Witz, eine Frage die die Antwort bereits enthielt, aber neuerdings nicht mehr:
      „IST DER PAPST KATHOLISCH?“
      Weil man sich das nun wirklich fragen muss

  4. Alos, ich finde es interessant, dass manche Kommentare nicht veröffentlicht werden, weil sie einen ganz eindeutigen Standpunkt beziehen, kritisch gegenüber manchen Artikeln sind und vielleicht für manch einen tatsächlich Hilfestellung, vor allem in geistlichen Fragen geben könnten.
    Ich muss darüber nachdenken, inwieweit ich hier noch Anteil nehmen möchte.
    Und recht eigentlich habe ich ja schon alles gesagt, was mir aufs Herz gelegt wurde .. um auch Zeugnis zu geben, was der wahre biblische Glaube ist.
    Und der hat ja nichts mit mir oder gar Rechthaberei etcpp zu tun, sondern davon kann sich jeder überzeugen, der die Bibel ehrlichen Herzens liest. Und suchend ist.

    • Sehr geehrte Frau Jutta,

      wir schalten Kommentare nicht frei, die justiziabel sind, nur aus einem Link bestehen, zu viele (dh mehr als 6) Links haben (solche verschiebt das System ohnehin in den Spamordner) oder wirklich rein gar nichts mit dem Ausgangsartikel zu tun haben (wie die Preise von Viagra oder Selbstheilungsmethoden durch das Einatmen von Gänseblümchenduft) – Bitte haben Sie dafür Verständnis! Ihnen alles Gute und viel Freude „beim Zeugnisgeben“

      • Hallo, Herr Berger, danke für die Aufkläung, die ich so nicht nachvollziehen kann .. mit Viagra habe ich sicher nichts zu tun und alternativen Heilmethoden ebenso nicht.
        Danke auch für Ihre Meinung bezüglich meines „Zeugnis gebens“.
        Dann werde ich mich freundlichst verabschieden, ich möchte ja niemandem ein Anstoß sein.
        Alles Gute Ihnen und möge der HERR Gnade und Weisheit und ERKENNTNIS schenken.

  5. Ich will niemandem absprechen, hier, dass er als Katholik auch ein biblisch Gläubiger ist oder sein kann.
    Aber einen Kult gibt es in der Bibel nicht und wurde von den Aposteln weder eingesetzt noch angemahnt.

    Das einize an „Kult“ war dieses:
    Die Entstehung der Gemeinde

    → Joh 16,8; Apg 4,32-37

    37 Als sie aber das hörten, drang es ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den übrigen Aposteln: Was sollen wir tun, ihr Männer und Brüder?
    38 Da sprach Petrus zu ihnen: Tut Buße[13], und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden; so werdet ihr die Gabe[14] des Heiligen Geistes empfangen. 39 Denn euch gilt die Verheißung und euren Kindern und allen, die ferne sind, so viele der Herr, unser Gott, herzurufen wird.
    40 Und noch mit vielen anderen Worten gab er Zeugnis und ermahnte und sprach: Laßt euch retten aus diesem verkehrten Geschlecht! 41 Diejenigen, die nun bereitwillig sein Wort annahmen, ließen sich taufen, und es wurden an jenem Tag etwa 3 000 Seelen hinzugetan.
    42 Und sie blieben beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und in den Gebeten.
    43 Es kam aber Furcht über alle Seelen, und viele Wunder und Zeichen geschahen durch die Apostel. 44 Alle Gläubigen waren aber beisammen und hatten alle Dinge gemeinsam; 45 sie verkauften die Güter und Besitztümer und verteilten sie unter alle, je nachdem einer bedürftig war. 46 Und jeden Tag waren sie beständig und einmütig im Tempel und brachen das Brot in den Häusern, nahmen die Speise mit Frohlocken und in Einfalt des Herzens; 47 sie lobten Gott und waren angesehen bei dem ganzen Volk. Der Herr aber tat täglich die zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden[15].

    Aber auch dies ist kein Muss.
    Wichtig ist das Wort Gottes gemeinsam zu lesen, zu beten, füreinander da zu sein den Bruder und den Feind zu lieben,.. auf der Grundlage des Kreuzestodes Jesu, dadurch Seiner Vergebung und Sühne, und Seiner Auferstehung, dadurch haben wir das ewige Leben und dem Wort Gottes als das unfehlbare Wort und die absolute Wahrheit ..

    Im übrigen lässt W Putin alle verfolgen, die nicht der orthodoxen Kirche anhängen. Freikirche ist verboten und evangelisieren ebenfalls.
    http://www.jesus.ch/news/international/interkulturelles_mission/294531-neues_gesetz_in_russland_keine_evangelisation_ausserhalb_der_kirche.html

    http://proskyneo.org/2016/09/russland-amerikanischer-pastor-festgenommen/

    Putin ist mitnichten der, für den man ihn hält !

    Warum sind wir Christen denn nicht froh und dankbar, dass wir keinen Kult brauchen, keine Gesetzlichkeiten ? Warum in aller Welt muss man einen Kult haben ?

    Dass die Existenz Gottes in Kult sinnlich erlebnt werden muss, ist ein Trugschluss und spielt Satan in die Hände !
    Lest ihr denn nicht die Bibel ?
    Wie oft ruft uns Paulus zur Nüchternheit auf ?
    Kult ist heidnisch !!!
    Israel wurde immer wieder ermahnt, sich abzugrenzen und ebenso wir Christen.
    Lest doch die Apostelgeschichte bitte.

    • Für die Freude an Gott braucht der Mensch Ausdrucksformen, sonst verkümmert er. Deshalb die göttliche Liturgie, die Sie herabwürdigend „KULT“ nennen. Kult ist für mich die 1. Mai Demonstration vor der Tribüne Maos in Peking.
      Wo und wie findet Gottesbegegnung statt? Bitte sagen Sie jetzt nicht, nur in der Bibel…(da bekomme ich einen Lachanfall).

      Sehr sehr eindrucksvolles Rendez vouz

  6. Demnach wäre auch ich sexbesessen.
    Nein, ich halte die Sexualmoral für sehr wichtig. Papst Benedikt hielt diese hoch und wurde gerade auch deswegen von den Medien hierzulande sehr schlecht behandelt. Man erträgt es heutzutage nicht, wenn jemand sagt: So sollst Du leben!
    Es ist aber für das persönliche Lebensglück sehr wichtig, in Treue, ggf. in Enthaltsamkeit und im Warten auf den/die Richtige(n) zu leben. Das will heute kaum noch jemand hören und darum haben wir die hohen Scheidungsraten und Trennungen. Jeder ist jederzeit mit irgendjemandem verbandelt, aber Glück in der Partnerschaft finden wenige. Bloß nicht alleine sein! Selbst ohne religiösen Glauben kann man einsehen, dass große Liebe nur dem zuteil wird, der auch die Einsamkeit kennt.
    Nochmals: Die Sexualmoral ist nichts Nebensächliches, sondern der Dreh- und Angelpunkt für mögliches Lebensglück, sofern man sich nicht für klösterliche Abgeschiedenheit entscheidet.

  7. Treffend formuliert, besser gehts nicht: „Franziskus vollendet, was im Zweiten Vatikanischen Konzil angelegt wurde: die Transformation der Katholischen Kirche von einer auf jenseitige Erlösung bezogenen Religionsgemeinschaft zu einer auf diesseitige Menschenfreundlichkeit bezogenen Nichtregierungsorganisation.
    Suppa. Danke fürs Veröffentlichen!

  8. „ … die Transformation der Katholischen Kirche von einer auf jenseitige Erlösung bezogenen Religionsgemeinschaft zu einer auf diesseitige Menschenfreundlichkeit bezogenen Nichtregierungsorganisation.“
    Im Vaterunser heißt es: „Unser tägliches Brot gib uns heute …“. Ein angeblicher Katholik, der Bundestagspräsident Norbert Lammert dichtet dies um in: „Gib uns das, was wir brauchen …“. Derselbe Lammert, der sich schon mal einen anderen Papst wünschte, den er dann auch bekommen hat.

  9. Vielen Dank Herr Krah für diese klaren Worte!
    (Und man Mitgefühl dafür, daß Sie mit 40 Jahren bereits Witwer sind!)
    ….“Sie gelingt allein durch die Wiederherstellung des Kultes……“
    Genau darum geht es. Wer hat den Kult bewahrt? Die russisch-orthodoxe Kirche! Und wo ist die Kirche nach 70 Jahren brutalster Verfolgung wieder aufgeblüht? In Rußland.
    Selbst dem hartgesottesten Atheisten müßte das auffallen.
    Ich habe eine halbe Stunde die Moskauer Weihnachtsmesse auf Youtube verfolgt, es war beeindruckend. (W.Putin war auch da).

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