Ein Gastbeitrag von Hans-Jürgen Schmelzer

Der Sonntagsgottesdienst in meiner Ortskirche stand unter dem Motto Reformation damals und heute. Thema: Luthers Thesenanschlag. Den Raum erfüllt ein irischer Song, der einem als Schlager seit Jahrzehnten eingängig ist.

Der wichtigste Kirchenplatz des Reformators – die Kanzel – leer. Der Pfarrer hat Anderes zu tun. Papierschnitzel werden ausgeteilt, dazu nagelneue Stifte.

Nachdem das erste Halbdutzend Lutherthesen verlesen und kaum kommentiert worden ist, „an die Arbeit, Christinnen und Christen!“ Thesen zur Reform damals, Thesen für Veränderungen heute. „Ihr seid dran!“ Zur Überbrückung des papierraschelnden Gewusels übt ein dem Kirchengestühl entstiegener Singmeister mit der Gemeinde einen neuen Kanon ein. Auch dieser Song gefällt sich in lutherfremdem Überseesound. „Seid ihr soweit?“ – „Sind wir.“ – „Na da sammeln wir mal ein!“

Ich zähle mehr Versammelte als sonst, dennoch übersichtlich. Nun werden vor dem Altar die Zettelchen aufgefaltet, die Thesen eine nach der anderen verlesen. Der Pfarrer hämmert sie an die provisorisch vor dem Altar errichtete Sperrholztür. Es sind sogar Jugendliche anwesend. Endlich mal. Sie fordern mehr Frieden, weniger Armut, gegenseitige Liebe. Andere Thesen bitten sich verständliche Bibelauslegung aus, bunteres Gemeindeleben… Warten.

Wann kommt endlich meine These? Denkste. Ist unter den Tisch gefallen. Was hatte ich geschrieben: Die Kirche soll endlich aufhören, vor dem Zeitgeist auf dem Bauch zu kriechen!

Meine Frau und ich gehen sonntags gern in die Kirche, wären nicht die abschreckenden „Eventgottesdienste“, die alles Gewohnte umwerfen, politisieren, die Gläubigen über den Pferdemarkt, über die grüne Wiese jagen, Fahrradandacht, Hallo-Luther-Gedenk… Ist normaler Gottesdienst angesagt, kommt man früher, wartet auf die Glocken, lässt den Blick auf dem Altarkreuz ruhen. Aber nein. Es stellt sich ein junger Orgelmann vor die Gemeinde, stimmt einen fremden Kanon an und hält Singstunde ab. Endlich Orgelspiel, der Pfarrer im feierlichen Talar verliest den Sonntagsspruch. Endlich ist sie da, die ersehnte Stimmung zur Einkehr! Doch nein!

„Einen schönen guten Morgen! Herzlich willkommen!“ und „wie schön, dass Sie hier sind, sich auf den Weg gemacht haben!“ Ja verdammt noch mal, bin ich denn gekommen, dem Pfarrer einen Besuch abzustatten?

Damit noch lange kein Ende. Da ist ja noch Frau Kosslowski, die für uns die Orgel spielt, Frau Armbruster aus dem Kirchenvorstand wird die Epistel lesen, Dr. Schumacher aus dem Evangelium.. Ja und dann der Sonntagspsalm: für die eingerückten Zeilen sind die Männer dran, für die nicht eingerückten die Frauen…“

So werden Feierlichkeit, andachtgebietende Stimmung durch Banalitäten, Regieanweisungen, die sich oft von selbst verstehen, mehr oder weniger bewusst, so als fürchte sich die Kirche vor ihrer eigenen Tradition, über Bord geworfen.

Bei meiner Enkelschar vergeht kaum ein Jahr ohne Konfirmation. Sie mag sich in Deutschland abspielen, wo sie will. Überall das Gleiche: Jazzrhythmen beim Einmarsch, Diskoklänge zum Ausmarsch, so als traue man sich gar nicht, der Jugend bei diesem geistlich so bedeutsamen Moment mal anders zu kommen: festlich, feierlich, getragen. Haben die Jugendlichen einen angemessenen Rahmen gar nicht verdient? Wo sie sich doch selbst erwartungsvoll und – im Unterschied zu noch nicht weit zurückliegenden Zeitläuften – adrett und festlich gekleidet haben?

Und nun verliest man die Sprüche, die sich die Vierzehnjährigen selbst ausgesucht haben. Warum übernimmt das nicht der Pfarrer, der doch am besten wissen sollte, was für jeden einzelnen Konfirmanden passt? Hätte mein Pfarrer mir die Wahl gelassen, ich hätte von der Existenz des für mich und mein Leben so prägsamen Bibelwortes nie etwas gewusst.

Man gewinnt als Gläubiger den Eindruck, die Kirche schäme sich ihrer alten Rolle. Sie bangt um die Kirchenaustritte und glaubt darum ihr Angebot verzuckern zu müssen. Dabei liegt die Misere nicht am Evangelium, sondern daran, dass es den Menschen zu gut geht. Verwöhnt oder auch gelangweilt, machen sie sich Götzen wie die Kinder Israels im Alten Testament. Es werden wieder härtere Zeiten kommen, die dem Menschen zu denken geben. Erst dann werden sich die Gotteshäuser wieder füllen.

Ein guter Pfarrer von heute kann nur eins tun: wie Luther ohne Wenn und Aber am Wort Gottes festhalten. Es muss ihm der Fels in der Brandung sein.

Foto: Kuppelgemälde im Mausoleum im Park des Schlosses Charlottenburg © David Berger

22 Kommentare

  1. Die Deutschen und ihr Glaubensleben:

    https://www.welt.de/debatte/kommentare/article160936660/Die-Deutschen-glauben-so-ziemlich-alles.html

    .. dagegen eine Geschichte , gekesen im HMK

    Mädchen rettet Bibel aus dem Feuer

    Die Liebe von Ramya für Jesus wurde früh geprüft. Um ihre neue Bibel zu retten, sprang sie sogar ins Feuer. Als die Brandwunden auf dramatische Weise geheilt wurden, kam die ganze Familie zum Glauben an Jesus.

    In einem Dorf im südindischen Tamil Nadu spielte sich eine sehr berührende Geschichte ab. Anbu Rajamani, Pastor und Kinderheimleiter, führte eine Bibelwoche für Kinder durch. Zwischen 300 und 600 Kinder trudelten täglich ein. Die meisten waren Hindus aus ver- schiedenen Kasten, einige aber auch Muslime. Den meisten war der christliche Hintergrund der Ver- anstaltung nicht bewusst.

    Ein Mädchen fäng Feuer für Jesus

    Viele Kinder kamen in diesen Tagen zu einem lebendigen Glauben an Jesus. Für sie war es eine besonders grosse Freude, am letzten Tag der Veranstaltung eine Bibel zu erhalten. Die 13-jährige Ramya nahm die Bibel mit strahlenden Augen entgegen und hielt sie ganz liebevoll in ihren Armen. Erst vor wenigen Tagen hatte sie Jesus persönlich kennen- gelernt. Ihre Liebe zu ihm war unübersehbar.

    Ihre hinduistische Familie gehörte einer hohen Kaste an und die Eltern waren nicht gewillt, einen fremden Gott in ihrem Haus zu dulden. Sie wurden wütend. Die Mutter entriss Ramya die Bibel mit Gewalt. Alle Gegenwehr und die Beteuerung, wie viel dieses Buch ihr bedeutete, erzürnte die Mutter nur umso mehr. Mit Wucht warf die Mutter die Bibel ins Feuer.

    Doch Ramya gab sich nicht geschlagen. Sie sprang mitten in die Flammen und rette die Bibel vor dem Verbrennen. Dabei erlitt Ramya schwere Ver- brennungen an Schulter und Oberarm. Diese Aktion erzürnte die Eltern derart, dass sie sich weigerten, sich um die Wunde ihrer Tochter zu kümmern.

    Eine Heilung führt zum Durchbruch

    Wie waren die Eltern am nächsten Morgen erstaunt, anstatt einer leidenden Tochter ein fröhliches Mädchen anzutreffen, das im Zimmer herumtanzte. „Ich muss nicht ins Krankenhaus gehen“, versicherte sie den erstaunten Eltern. „Jesus hat mir letzte Nacht einen Engel geschickt, um mich zu heilen!“ Und tatsächlich: Die Haut war vollkommen geheilt. Nur die verbrannten Kleider waren noch Zeugen des Vorfalls.

    Mutter und Vater von Ramya waren so überwältigt, dass sie den Pastor aufsuchten. Dessen Worten schenkten sie Vertrauen und kamen zum lebendigen Glauben an Jesus Christus. Die ganze Familie ließ sich taufen und schloss sich der Gemeinde an. Für sie ist es heute kein Problem mehr, gemeinsam mit Unbe- rührbaren Gott anzubeten. In Jesus sind alle gleich.

    Quelle: Jesus.ch

    .. wer hat hier solchen Glauben ?

  2. ..etwas OT:

    Aufmunterung:
    Wie ein Hirsch

    Jesus is risen

    Ich glaube, dass wir in unserem überintellektuellen in theologische Theorien verstrickten, verkopften postchristlichem Land viel lernen könnten von orientalischen Christen. Vor allem Lebensfreude, die aus der Dankbarkeit des Gerettetseins und dem Gehorsam kommen, aber mit Liebe und Wahrheit Barmherzigkeit in Kopf und Herz.

    ..und ich mag nicht sosehr die ganz moderne Musikrichtung.. aber hier fällt auch auf, dass es mit amerikanischem modernen Pop nicht so sehr viel zu tun hat … es „haut nicht rein“ und macht nicht auf „bunt“ …

    Immanuel

  3. Ich bin Christ. Nicht qua einer Kirche, sondern qua mener Einstellung. In der DDR geboren, stand meine Beziehung zu jedweder Kirche stets auf schwierigen Fundamenten.
    Ich bin aber auch Nachfahre Martin Luthers und Katharina von Bora . Wenn ich das hündische Kriechen der protestantischen Intelligenz vor dem Islam sehe, so verstehe ich umso mehr, was mein Vorfahre einst geleistet haben muss.

  4. So aktuell wie nie:
    Da hilft kein Zorn. Da hilft kein Spott./
    Da hilft kein Weinen, hilft kein Beten./
    Die Nachricht stimmt! Der Liebe Gott /
    ist aus der Kirche ausgetreten.
    Erich Kästner

  5. Wie sagte es Jesus Christus : „Gott ist Geist und wer ihn anbetet, muss ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten“ und : „Du sollst den Herrn deinen Gott lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüte und mit all deiner Kraft —– und deinen Nächsten lieben, wie dich selbst “

    Diese Aussagen sind die Leitlinien für mein Leben und diese Leitlinien kann ich in den Kirchen nicht mehr finden, zumal von den Kirchen eine Gemeinschaft mit Muslimen gesucht wird, die seit je das Evangelium bekämpfen, Christen als „Ungläubige“ und deshalb Minderwertige ablehnen
    und deren „Würdenträger“ – der evangelische Ratsvorsitzende‎, ‎Heinrich Bedford-Strohm , sowie der katholische Kardinal Marx – auf besonderen Wunsch der Juden und Muslime beim Besuch des Tempelberges in Jerusalem ihre Kreuze als Anstoß erregend ablegten. Es gibt keine Bezeichnung für das, was ich diesen Verrätern an Jesus Christus gegenüber empfinde.

    Wie steht es in der Offenbarung geschrieben : Gehet aus von ihr, wenn ihr nicht teilhaben wollt an ihren Verbrechen !

    Noch eine Anmerkung : Auf Veranlassung der malaysischen Regierung sollten 10.000 Bibeln verbrannt werden, weil in ihnen das Wort Gott durch Allah ersetzt wurde. Begründung : Der Gott der Christen ist nicht Allah !!!! Was zutreffend ist !!! und damit verbieten sich gemeinsame Gottesdienste entsprechend dem Jesus-Ausspruch : Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, denn durch mich !!

  6. Dieses schreckliche „Guten Morgen“ habe ich in der (heiligen?) Messe auch, ebenso diese völlig dummen Regieanweisungen wie „Setzen Sie sich bitte!
    In der sogenannten „alten Messe“ wäre man davon verschont.
    Danke auch für das Foto, mir fiel gleich auf, daß es evangelisch ist.

  7. Das ist doch keine Kirche mehr, sondern der Hort von Verwirrten und des sozialen Abschaums, wäre ich nicht in der DDR schon ausgetreten, ich würde es sofort tun, selbst Jesus würde von solchen Pfaffen wie Gauck heute noch einmal gekreutzigt.

  8. Tatsache ist das sich viele Pastoren und Kirchengemeinden von der Bibel (sola skiptura allein die heilige Schrift abgewannt haben) und da viele Pastoren selbst nicht an das die Botschaft der Bibel (das Evangelium) glauben es ist nur noch ein sogenannter (Schein) frommer Club. Martin Luther würde genauso gegen diese Heuchelei (anders kann man das nicht bezeichnen) dagegen angehen.
    Früher war das eine Berufung Pastor zu sein- Heute ist das ein sehr gut bezahlter Beruf- Geld ist zum Gott bez. Götzen geworden dem fast alle nachlaufen. Die Bibel kann ich auch alleine lesen und das tue ich auch. Ich brauche keinen billigen Trost von Pastoren die selbst am Worte Gottes zweifeln, das Wort verdrehen und sich Lehrer machen nach denen ihnen die Ohren jucken

  9. Die Kirche verlangt also händeringend nach schlechten Zeiten um ihre Schäfchen wieder in den Klammergriff zu bekommen!?
    Ansonsten stimme ich dem Vorwurf der Kriecherei voll und ganz zu.

  10. Alles was mit Religionen zu tun hat, ist Zeitgeschichte und hat jegliche Entwicklung seit 100 oder 1000 Jahren verschlafen. Das Weltall ist erreicht, Nachrichten gehen in 0,2 Sekunden um die Erde. Wir wissen wie der Mensch entstanden ist und und und. Nur eines wissen die Unterstützer nicht: GLAUBEN HEISST NICHT WISSEN. Religion sollte mit Staatsmacht nichts mehr zu tun haben, nur noch eine private Sache sein und sich zu 100 % dem Grundgesetz unterzuordnen haben. Die auf die Schächtung wartenden Tiere würden vor Glück Freudensprünge verüben. Satire oder Fakt ?

  11. Oh, @Old-Man.
    Danke. Und ich weiss, was Sie meinen und stimme ihnen zu. Ich wollte damit sagen, dass diesen Menschen bewussst ist, dass sie GOTT brauchen. Und Jesus Christus. Diese Sehnsucht wurde und wird missbraucht .. ebenso wie teilweise von unseren Kirchen usw… wenn man ansieht, was zu Reformationszeiten auch noch so passiert ist, wie Calvin zB Andersgläubige mit staatlicher Hilfe verfolgt hat, die Katholische Kirche, siehe ein Beispiel, an dem ich auch grade dran bin: Menno Simons …
    Ich bin sicherlich nicht der Meinung, dass Muslime und Christen denselben Gott anbeten … und auch wir sollen ja nicht mit Nichtchristen unter ein Joch gehen .. so könnte ich zB kein Gebet mit Muslimen sprechen… ich bin auch dafür schon agefeindet worden, u.a. von einem ( protestantischen ) Pfarrer, mit dem ich mal ausgiebiger unterhalten habe, weil er Muslime in seiner Kirche beten lässt und der, wie es jetzt auch Olaf Latzel sagt, dass es so viel ungläubige Pfarrer gibt, vom Wort Gottes sagt, dass es das Wort Gottes „enthalte“ und nicht ist.
    Nein und das ist ja eben unsere vornehmste Aufgabe als Christen, wo wir uns als würdige Nachfolger ( und wie schwer ist das ) erweisen können: den Menschen an sich, und zwar jeden !!!! lieben. In der Ebendbildlichkeit Gottes geschaffen, aber intolerant zu sein, was Verhalten und Götzendienst betrifft.
    Kennt das jemand:
    http://journalistenwatch.com/cms/die-botschaft-der-christen-an-den-is/
    http://www.sttonline.org/files/STT06_3_Abd-al-Masih.pdf

    • Liebe Jutta,

      bitte hören Sie doch mit Ihrer sola scriptura auf, Sie stellen damit den lebendigen christlichen Glauben auf die selbe Stufe mit dem erstarrten Islam. Nach meinem Verständnis sind die größten christlichen Werte die Toleranz und Nächstenliebe. Beides vermisse ich in Ihren Ausführungen. Und mal so nebenbei: warum sollte sich auch nur ein Muslim den christlichen Werten zuwenden, wenn er doch nur die gleiche, alles dominierende und intollerante Religion in einer anderen Verpackung bekommen würde?

      • Die größten christlichen Werte werden in unserem postchristlichen Land nicht annähernd mehr gelebt.
        Lesen Sie die Bibel, Herr Rohde, und einen guten Kommentar dazu und Sie finden Ihre Antworten.

        Sola Scriptura ist das Einzige, was Sinn macht.
        Alles andere ist intellektuelles Hin und Hergerede.
        Zu Ihrer Frage warum ein Muslim…
        Buchtipp: Nabeel Qureshi, Allah gesucht – Jesus gefunden.

  12. Schon interessant. Ein Mitglied der reformierten Kirche möchte, dass diese konservativ verharrt und sich nicht entwickelt. Kann und muss nicht sogar die Verkündigung des Evangeliums an den Zeitgeist angepasst werden, um die Menschen zu erreichen? Da die christlichen Werte in unserer Gesellschaft immer mehr verkommen, finde ich dies sogar bitter nötig. Mit der einen „Religion“, die völlig erstarrt im Gestern verharrt und keine Änderungen duldet, haben wir schon genug Probleme.

  13. All das Beschriebene hält ebenso Einzug in die freikirchlichen Gemeinden. Man will zeigen, dass „unser“ christlicher Glaube bunt und modern ist und eben nicht mittelalterlich-verstaubt und rückständig wie zB der Islam.
    Dabei – wenn wir jetzt mal davon ausgehen, dass es ernsthaft suchende Muslime gibt, beiderlei Geschlechts, die noch wissen, dass es einen Schöpfer gibt, und ein ewiges Leben – muss einem völlig klar sein, warum diese hier unsere Gesellschaft, in der nichts mehr heilig und sauber ist , nicht annehmen können. Ich bin ziemlich sicher, dass sie einen echten Christen annehmen … noch haben wir hier ein relativ friedliches Umfeld, wenn auch abnehmend.
    Und es gibt ja viele, die hier schon lange leben … aber wie abgestoßen müssen sie sein, und angewidert … und ich kann sogar verstehen, dass sie meinen, sie tun uns etwas Gutes, wenn sie uns „bekehren“ wollen.

    Selbst die jungen Frauen und die Frauen in chrlstlichen Kreisen kleiden sich nicht mehr angemessen .. zB … das Zusammenleben ohne Trauschein und die ersten sexuellen Erfahrungen ausserhalb der Ehe nehmen zu … Abtreibungen, Fremdgehen … Lügen … und zwar bewusst. Dass wir alle stolpern und fallen und uns vom Heiland wieder aufhelfen lassen müssen .. darum geht es hier nicht.
    Es ist dieses bewusste Abwenden von den Geboten Jesu, was von Gott bestraft werden wird.
    Auch das Akzeptieren von ausgelebter Homosexualität ( Verzeihung, Herr Berger ) und das Segnen der „Ehe“ Gleichgeschlechtlicher nimmt überhand.
    Christen haben keine Ahnung mehr von Liebe UND Wahrheit.

    Aber auch ausserhalb der Kirchen, in der Gesellschaft selbst, denn zwingen kann man ja zum Glauben niemanden und das ist auch gut so – nimmt die Infantilität zu. Dass man sich weigert erwachsen zu werden, alles muss Spass machen … darf nicht anstrengend sein, muss viel Geld bringen … uswuswusw … kein Wunder, dass uns auch viele aus anderen Ländern überholen … sie sind fitter und gewohnter, selber denken zu müssen und bekommen nicht alles serviert. Wenn ich manchmal schon die Auszubildenden sehe, dann wende ich mich schaudernd ab. Die meisten muss man anschieben zum Arbeiten und ohne Smartphon geht gar nichts.
    Und einen anständigen Ton hat man ihnen zu Hause auch nicht beigebracht.

    Es ist schwer gegen den Strom zu schwimmen. Das steht ja schon in der Bibel. Die frühen Gläubigen wurde alle verfolgt. Alle Apostel bis auf Johannes wurden als Märtyrer ( =Zeuge ) umgebracht, wie oft ist Paulus gefangengenommen worden, gesteinigt worden, gepeitscht ..

    Da ich – wie andernorts schon mal erwähnt – erst spät zum Glauben gekommen bin und wirklich weiss, dass und wie die Moderne zerstört … die sogenannte „freie“ Sexualität, die alles andere als frei ist – diesen, wie nennt der Autor des Artikels das so schön: Überseesound .. man kann auch sagen: Gewaltmusik ( die Beatles zB waren okkult zugange, ausserdem experimentierten sie mit Drogen, sehr interessante Reihe auf youtube von Pastor Joe Schimmel: They sold their souls ) … das Ablehnen jeglicher Grenzen, dieses überseeische: anything goes … bin ich noch enttäuschter und noch angewiderter von einem Christen“tum“, welches sich nach der Welt richtet .. und meint bunt und unterhaltsam sein zu müssen,, wo ich doch immer besser lerne, was wirklich in der Bibel steht. Man muss sich schon selbst anstrengen .. und forschen …
    Dem Autor kann ich wärmstens die Predigten von Prof. Herbert John Jantzen auf sermon-online.de empfehlen … aufbauend und ermunternd. Nüchtern und klar. Eindeutig und entlang des Wortes Gottes.
    Ich selber arbeite mit Hilfe seiner Prdigten momentan den 1. Petrusbrief durch.
    Welch ein Genuss!
    Und wie beschämt bin ich oft … durch die Auslegung dieses Bruders wird einem so klar, was der Herr Jesus wirklich für uns getan hat, wie ernst diese ganze Angelegenheit ist und wie erfolgreich Satan die Menschen verführt … um sie zu veranlassen: sollte Gott wirklich gesagt haben .. ???
    „.. verwirklicht eure Rettung mit Furcht und Zittern“ …
    „Verwirklicht eure Rettung mit Furcht und Zittern; denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt nach seinem Wohlgefallen. (Philipper 2,12-13)“
    Darüber muss man lange nachdenken … und eines nie vergessen: GOTT liebt uns ! Und ER mutet uns Seine Wahrheit zu. Weil ER uns liebt.

    Die westliche Gesellschaft leidet an Gefühlsarmut. Was man hier an Gefühlen sehen und wahrnehmen kann, ist Sentimentalität.
    Gespeist aus Übersee. Hollywood. Eine Werkstatt Satans.

    • Liebe Jutta,

      wenn Sie das glauben was Sie da geschrieben haben sollten Sie sich sehr sehr dringend mit dem Koran,der Sunna und den Hadditen beschäftigen!!
      Glauben Sie nicht was ihnen über „friedliche“ und gemäßigte Muslime von Regierungs und Kirchenseite oder sogar von den „Fernsehmuslimen“ als Weisheit unterbreitet wird.
      Der Muslim darf weder Christen noch Juden zum Freund haben,aber überprüfen Sie das bitte selber,sonst stehe Ich noch als „Fremdenhasser“ da.

      Die Wahrheit und die Realität tut meistens weh,ist aber der einzige Garant für unser Überleben!!

      Ich bin ziemlich sicher, dass sie einen echten Christen annehmen … noch haben wir hier ein relativ friedliches Umfeld, wenn auch abnehmend.
      Und es gibt ja viele, die hier schon lange leben … aber wie abgestoßen müssen sie sein, und angewidert … und ich kann sogar verstehen, dass sie meinen, sie tun uns etwas Gutes, wenn sie uns „bekehren“ wollen.

      • @ Old Man …………….. vor einigen Tagen wurde wieder 2 koptische Priester vom IS enthauptet und da wird nun gesagt, dass das der radikale Islam sei, der von denen praktiziert wird.
        Nein, das ist der reale Islam und wer sich über die Praxis des gelebten Islams sachkundig machen möchte, lese nach, was über die Gründe für den Niedergang des orientalischen Christentums geschrieben wurde. Blühende christliche Länder wurden durch den Islam zerstört, Christen massakriert und versklavt etc.etc.

        Zur Verdeutlichung : In einem muslimischen Gebiet mit Koran und Scharia lebt der Muslim im Land des Friedens, außerhalb, im Gebiet der Ungläubigen, lebt er im Krieg und der Koran verpflichtet ihn zum Dschihad. Im Dschihad kann es nur einen zeitweiligen Waffenstillstand geben, wenn die Muslime schwach sind und der Muslim darf sich im Gebiet der Ungläubigen niemals fügen.
        Da der EURO-Islam eine bloße Schimäre ist bedeutet das Krieg in Europa oder Unterwerfung unter den Islam !

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