An den CSD Berlin: Hört bitte endlich auf Homosexuellen zu schaden!

31
(c) Stefano Bolognini, Wikimedia, CC BY 3.0

(David Berger) Wie das renommierte Onlinemagazin „Jouwatch“ meldete, hat der Berliner CSD-Verein den Homosexuellen der Hauptstadt wieder mal ein dickes Ei ins rosa Nest gelegt.

Als ob der finanziellen Unregelmäßigkeiten, interner Streitigkeiten um lächerliche Pöstchen und unangemessener bis peinlicher Bilder in den Medien nicht genug wäre, setzt man jetzt noch eines drauf. Unter 200 Vorschlägen hat man nämlich jetzt sein Motto gewählt und bekannt gegeben:

„Mehr von uns – jede Stimme gegen Rechts!”

Dass mit dem ersten Teil des Mottos genau jene Vorurteile bedient werden, nach denen Homosexuelle mit einem geradezu missionarischen Eifer ihr Sexleben öffentlich zelebrieren, sei geschenkt.

Die Rechnung, dass dadurch junge Menschen leichter zu ihrem Coming out finden und rascher als Sexualparter zur Verfügung stehen, geht in der Regel ohnehin nicht auf. Ganz im Gegenteil.

Viele junge Schwule erzählen mir immer wieder, dass sie mit ihrem Coming out in der Familie und dem Bekanntenkreis so lange gewartet haben, weil ihnen die Schwulen oder Lesben, die man aus Film, Funk und Fernsehen – besonders von der Berichterstattung über die CSD-Paraden – kannte, so peinlich waren.

Aber da das Coming out durch den gesamtgesellschaftlichen Rahmen sehr leicht geworden ist, gleich sich das dann sozusagen aus. Wessen Intim-und Sexleben so abgenudelt langweilig ist, dass er es auf einem Paradewagen – ausgestattet mit Riesendildo und Rimmstuhl – offen ausleben möchte, der soll das meinetwegen tun.

img_9465Erfahrungsgemäß finden sich an dem Berliner Paradeweg (ganz anders als in Köln, Bild links) ohnehin kaum und wenn dann nur homosexuelle Zuschauer. Wenn die in der Szene unterwegs sind, haben sie in der Regel ohnehin schon alles sexuell irgendwie Denk- und Machbare gesehen und fahren so die Devise: Mir graut’s vor gar nichts mehr!

Dass die Bilder dann natürlich besten zu gebrauchen sind, um die kaum noch in Deutschland vorhandenen Vorurteile gegen Homosexuelle erneut aufleben zu lassen, steht dann schon auf einem anderen Blatt.

Aber irgendwie hat man sowieso den Eindruck, dass diese Kreise besonders bemüht sind, Homophobie ganz heftig anzuheizen.

Das ist auch verständlich, denn das Aufleben der Homophobie benötigen die den CSD mittragenden Homovereine zur Sicherung ihrer Finanzierung ebenso wie die Deutsche Aidshilfe einen möglichst hohen Stand an HIV-Neuinfektionen benötigt, um ihre stattliche Finanzierung durch öffentliche Gelder und damit die gemütlichen Posten im Verein sicher zu stellen.

Aber was verspricht man sich, wenn man „gegen rechts“ auftreten möchte? „Was Schwulsein überhaupt mit links und rechts zu tun hat, bleibt ein Rätsel, oder sind nur die Linken die wahren Schwulen?“

fragt zurecht Jouwatch.

keankenschwestern csdWas bewirkt es, wenn uns als Frauen verkleidete Männer nun affektiert sagen wollen, was wir zu wählen haben? Der Versuch wurde bereits schon einmal vor der Berlinwahl gemacht. Alles, was in der Homoszene seinen Namen ansatzweise richtig schrieben konnte, schloss sich einem „Bündnis bunt gegen braun“ an oder unterzeichnete einen „Berliner Appell“, der verhindern sollte, dass die AfD ins Abgeordnetenhaus einzieht.

Das Ergebnis: Die AfD zog unter Pauken- und Trompetenklang mit fast 15 % in das Abgeordnetenhaus ein. Offensichtlich hält sich die politische Glaubwürdigkeit jener bemüht bunten, in Wirklichkeit nur in eine rosa Blase lebenden Protagonisten in ähnlichen Grenzen wie jene der Nannymedien.

Und jeder politische Bevormundungsversuch erreicht bei den Wählern übrigens auch bei den homosexuellen, genau das Gegenteil. Nach dem Motto „Jetzt erst recht!“

Wie man es auch wendet:

Aus der objektiven Perspektive schadet ihr schwulen Männern und lesbischen Frauen durch euer grell aufgeschminktes Missionierungsgehabe. Wenn in Deutschland die inzwischen fast flächendeckende Toleranz Homosexueller in Zukunft wieder Risse bekommen sollte, dann seid ihr eine ganz wesentliche Ursache dafür!

Aus eurer eigenen Perspektive schadet ihr Homosexuellen, da eure ganzen Belehrungsversuche, die Homosexuellen – untermalt von betrunken klingenden Aloha-Rufen – sagen wollen, was sie zu wählen haben, erfahrungsgemäß nach hinten losgehen.

Man kann sich doch des Eindrucks überhaupt nicht mehr erwehren, dass jedes öffentliche Plädoyer gegen rechts, das von euch ausgeht, AfD & Co jedes mal wieder einen ganzen Schwung zahlreicher neuer Sympathisanten verschafft.

Deshalb ganz kurz: Wenn es euch wirklich um die gesamtgesellschaftliche Akzeptanz Homosexueller geht, dann legt den ganzen CSD für die nächsten Jahre erst mal auf Eis! Oder noch besser: schafft ihn ganz ab! 

31
Hinterlassen Sie einen Kommentar

avatar
400
16 Comment threads
15 Thread replies
0 Followers
 
Most reacted comment
Hottest comment thread
18 Comment authors
Scharia in Tschetschenien: Konzentrationslager für schwule Männer – philosophia perennisM MSchattenkriegerDann bin ich lieber nicht schwul … – philosophia perennisJan aus Köln Recent comment authors
  Abonnieren (alle Kommentare oder nur meine Kommentare)  
neueste älteste beste Bewertung
Ich möchte benachrichtigt werden zu:
trackback

[…] Es gibt in Deutschland ja immer noch Schwule, die nichts auf dem Islam kommen lassen, weil dieser ja so frei und friedlich wäre. Für all diese […]

trackback

[…]  Der diesjährige Berliner CSD startet unter dem Motto: „Mehr von uns – jede Stimme gegen Rechts!” Damit wird konsequent ein weiterer Schritt in Richtung politischer Instrumentalisierung von […]

Info68
Gast
Info68

RE: „Gegen Rechts“ Es sollte mal endlich korrekt mit den Begriffen umgegangen werden: Rechts und links, als Lager entstanden seit der Sitzverteilung in der Franz. Revolution von 1789f., ALS SOLCHE sind GLEICHERMASSEN LEGAL-LEGITIME GRUNDHALTUNGEN ZU POLITIK UND Lebensführung, die zunächst mal mit Ausländer- und Judenfrage nichts zu tun hatten, haben, zumal es auch seit Marx schon einen linken Antisemitismus gibt und gab. Links ist mehr fortschrittlich-liberal und sozial, was linke Diktaturen nicht verhindert hat, rechts ist mehr konservativ-bürgerlich (laut DIE WELT vom Januar 1999 die Grundhaltung von 2/3 der Bevölkerung!!) und gemäßigt autoritär, das waren die alte CDU und auch… Mehr lesen »

lichtreichfoto
Gast
lichtreichfoto

Wie macht man aus einer Minderheit eine Mehrheit? In dem man die Gender einführt. Und schwups, kann (fast) jeder einer Minderheit angehören. Homosexuell ist ja nun nicht mehr das alleinige Kreterium für den CSD. Eine schier unüberschaubare Anzahl an Buchstaben wird nun eigeführt….LGBTI* und vermutlich haben wir bald das ganze Alpahabet im Namen. Irgendwann ist dann jeder „betroffen“ und der eigentliche Homosexuelle ist wieder eine Minderheit. Absurd. Ich empfehle sehr den Film von Emmerich. Was führte zum Aufstand. Es waren nicht die politischen Organisationen. Es war der „einfache“ schwule Mann, egal welcher Hautfarbe oder politischer Gesinnung, der die Schnauze aber… Mehr lesen »

trackback

[…] über An den CSD Berlin: Hört bitte endlich auf Homosexuellen zu schaden! — philosophia perennis […]

Roswitha Ripke
Gast

Das mit dem Schwul sein wird mit der muslimischen Zuwanderung bald wieder im Untergrund verschwinden. Dann heißt es wieder aufpassen das es keinen merkt. Sonst bist dran. Denn die dürfen bei uns ja ihre Religion und Gebräuche aus leben nur wir werden es dann nicht mehr dürfen. Denn momentan sind wir ja jetzt schon rechtlos.

Sabit
Gast
Sabit

Danke, dass das mal einer sagt. Ich habe noch immer Schwierigkeiten mit meiner Familie wegen meines Schwulseins. Meine Verwanden in der Türkei haben keine Probleme mit, aber meine in Deutschland lebenden Eltern und Geschwister. Warum wohl? Nein, dass hat nichts mit dem Islam zu tun, wie Herr Dr. Berger, jetzt gleich wieder murmeln wird. es hat mit den deutschen Homos zu tun. Sie wollen nicht, das ihr Sohn auch mal so auf der Strasse zu einem CSD landet

Tom aus Cologne
Gast
Tom aus Cologne

Gerade der CSD hier in Köln oder auch der in Berlin ist eine einzigartige Peinlichkeit. Jeder versucht den anderen an Schrillheit noch zu übertreffen. Wo es dann politisch wird, laufen Leute mit Schildern rum, auf denen was von AfD steht – wenn man sie fragt, was sie dagegen haben, merkt man, dass die nicht mal wissen, wie man AfD richtig schreibt. Und denken, das wäre eine „Hitlerpartei“ -so einer von denen am letzten CSD hier in Köln. und dann gibts in hamburg einen mann, der sich als Frau verkleidet und in Talkshows sein buch vorstellt, das Kinder an Schwule gewöhnen… Mehr lesen »

Marcel Schönlein
Gast
Marcel Schönlein

Vielen dank für diesen Artikel. Ich habe mich sofort in dem Satz wiedererkannt mit dem Jugendlichen,d er sich nicht outen will. Ich bin jetzt 20 und habe bis 18 gewartet. ich hatte zwar nie Probleme, dass ich auf andere Jungs stehe. Aber dass die dachten, dass Schwule so wie der Crystal-Grüne aus den Talkshows oder halt so grelle Tunten wie auf den Christopher-Tagen sind, war mir ziemlich peinlich. ich dachte immer: wenn die schwul sind, will ich nicht schwul sein.

Reale Fakten
Gast
Reale Fakten

Mit welchem Recht möchten denn die Homosexuellen die Gesellschaft belehren? Viele statistische Daten und Studien über Homosexuelle zeigen eindeutig, dass deren Lebensstil mit erhöhten Risiken verbunden ist und allein schon deshalb sollten sie sich mit Belehrungen für andere zurückhalten: Zu den psychischen Problemen gehören eine höhere Rate an Depressionen, Angststörungen, Alkohol-, Drogen-, Medikamentenmissbrauch und Selbstmordgefährdung (siehe Sandfort, T. et al., Same-sex sexual behavior and psychiatric disorders). Hinzu kommt eine höhere Gefährdung für promiskes und zwanghaftes sexuelles Verhalten und innerhalb männlicher Partnerschaften wohl auch eine höhere Gefährdung für Gewalt (siehe Island, D. et al., Men who beat the men who love… Mehr lesen »

Detlef Hetero
Gast
Detlef Hetero

Der Artikel spricht mir (und bestimmt vielen anderen auch) aus der Seele. Der CSD karikiert Homosexuelle. Ich verstehe nicht warum ihr euch das gefallen lasst.

Anna Hunger
Gast
Anna Hunger

Wieviel % der Bevölkerung sind homosexuell? Ich denke das dürfte deutlich unter 10% liegen. Ich schätze es bei 4-5 % ein, wobei das auch noch sehr wohlwollen geschätzt ist. Für diese lächerliche Minderheit spielen sie sich aber auf als gäbe es kein Morgen. Gesellschaftlich sind Homosexuelle nicht wirklich relevant wenn man die Gesamtbevölkerung betrachtet. Es wird aber sehr oft der Eindruck erweckt als seien Homosexuelle eine relevante gesellschaftliche Gruppe. Dazu passt die Analogie von der Mücke und dem Elefanten, auf Homosexuelle bezogen: Sie machen aus sich (Mücke) einen Elefanten (Gesamtgesellschaft). Das kann nur scheitern. In meinen Augen ist die Normalbevölkerung… Mehr lesen »

Kerstin
Gast

Ich denke, dass der CSD sowieso bald abgeschafft wird:

Spätestens wenn hier „genug“ neue Mitmenschen sein werden, die sich von öffentlicher Darstellung von ihrer Ansicht nach widernatürlichen Lebensweisen „beleidigt“ fühlen, um ein Verbot zu erreichen……..

Bonny B.
Gast
Bonny B.

Hört lieber auf, Gott zu beleidigen. Hört auf, die Gesellschaft mit eurer Unzucht und eurem skandalösen Benehmen zu schaden. Benehmt euch wie richtige Männer und Frauen. Lernt Anstand , Sitte und Moral. Kehrt zu Gott und seinen Geboten zurück.

patriotenschweiz
Gast

Demnächst gibt es dann wohl eine eigene CSD-Casting Show im Dschungelcamp. Spätestens dann fallen die rosa Röckchen in den Orkus.

thombar
Gast
thombar

den csd sollte man nicht abschaffen, sondern ihn ins museum verfrachten! da gehört er nämlich mitsamt der – die aussenwirkung bestimmenden – tuntenfraktion nämlich definitiv hin. während in den anfangsjahren der schwulenbewegung die tuntenfraktion die gesellschaftliche diskussion mit ihrerm schock-faktor erst ermöglichte, ist sie inzwischen dafür verantwortlich, das die meisten schwulen sich gelangweilt von der „bewegung“ abwenden. kaum ein schwuler hat lust darauf mit diesen mediengeilen selbstdarstellern, die unser bild in den medien und damit in der öffentlichkeit verzerren anstatt es darzustellen, in einen topf geworfen zu werden. es ist die schuld der medien und der betreiber dieses schwulenfaschings, das… Mehr lesen »