(David Berger) Donald Trumps Wahlsieg und die Tatsache, dass er es mit der Re-Demokratisierung der USA und der Verpflichtung zuerst für sein Land dazusein durchaus ernst meint, hat bei den deutschen „Qualitätsmedien“ eine bis dahin nicht gekannte paranoide Panik ausgelöst.

Das ZDF vergleicht Trump auf justitiable Weise mit Hitler, die Süddeutsche verbreitet mal ebenso und ohne Nachfrage bei den Betroffenen die Fakenachricht „Trump brüskiert Australiens Premier Turnbull“ – sodass sich der australische Premierminster gezwungen sieht, diese Nachrichten richtig zu stellen.

Endgültig zum journalistischen Amoklauf setzt nun der „Spiegel“ in seiner neuesten Ausgabe an. Alleine das Cover – eindeutig ein Fall für den Presserat – zeigt bereits, wo die verbalen Terroristen sitzen.

Dass ein solcher Amoklauf, wie die „Welt“ richtig bemerkte, noch den Kollateralvorteil hat, dass man ganz populistisch Publicity um jeden Preis gewinnt, sei nur nebenbei erwähnt. Das sei einem Magazin, das täglich Abonnenten und Käufer verliert, gegönnt.

Wir haben es hier aber mit dem Höhepunkt einer Hetzkampagne voller Wut und überschäumenden Hass zu tun, die nicht einmal dann rational erklärlich wäre, wenn alles, was sie an Fakenews über den neuen Präsidenten der USA verbreiten, der Realität entspräche.

Woher also dieser hasserfüllte Amoklauf? Schauen wir uns an, was der „Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe im Vorwort schreibt:

„Seit rund zwei Wochen ist Donald Trump nun Präsident der Vereinigten Staaten, und es tut körperlich weh, die Erkenntnisse dieser ersten Tage hinzuschreiben: Der Präsident der USA ist ein pathologischer Lügner. Der Präsident der USA ist ein Rassist. Er versucht den Staatsstreich von oben, er will die illiberale Demokratie oder Übleres etablieren, er will die Gewaltenteilung aushöhlen.“

Wer die Entwicklung der bundesdeutschen Gesellschaft, der Politik und Medien in den letzten zwei Jahren genauer beobachtet hat, wird sich vermutlich fragen:

Redet der „Spiegel“ da jetzt von den USA oder von der Bundesrepublik?

Pathologische Lüge: Haben sich nicht Spiegel & Co in ihrer Nannyhaftigkeit immer wieder erfolgreich bemüht, das Vorurteil von den „Lügenmedien“ zu erfüllen? Gerade wenn es um den Kampf der selbst ernannten Guten gegen die „Bösen“ ging, hielt man doch alles für erlaubt – und musste dann erst von Gerichten immer wieder eines besseren belehrt werden.

Rassismus: In der Tat haben wir in Deutschland derzeit ein viel größeres Problem mit Rassismus als die USA. Und zwar eines Rassismus, der von Spiegel & Co ganz kräftig genährt wird: Es ist der pseudohumanitäre Rassismus, der sich jedesmal zeigt, wenn „die Taten von Menschen, die einer anderen Nation, ethnischen Gruppe oder Religion angehören, positiver bewerten als die ihrer eigenen Gruppe.“

Ob es nun die Pläne unserer Integrationsbeauftragten Aydan Özoguz sind oder all die gehuffingten Medien, die sich nicht scheuen, uns immer wieder mit Nachrichten vom ehrlichen Wilden zu besäuseln, der – wider alle Erwartungen ! – die 500 gefundenen Euro beim Fundamt abgab:

Deutschland lebt in einem linkspopulistischen Rassismus unvorstellbaren Ausmaßes.

Aushöhlung der Gewaltenteilung und Demokratie: Ist das nicht ein Phänomen, das wir in der Bundesrepublik nun bereits seit längerem sehen? Und da meine ich gar nicht, dass die vierte Gewalt praktisch in ihrer Eigenständigkeit weggemerkelt wurde. Man denke nur an das Verhalten von Heiko Maas in dem Skandal um das Netzpolitik-Portal:

Der Generalbundesanwalt Range hatte dem Justizministerium einen „unerträglichen Eingriff in die Unabhängigkeit der Justiz“ vorgeworfen und war daraufhin von Maas gefeuert worden. Da es de facto keine Opposition gegen die Merkelregierung mehr gibt, nahm man einen solchen, der Rechtsstaat nachhaltig schadenden Akt einfach hin. Auf ähnliche, ohne Zurechtweisung bleibende Verstöße gegen das Recht durch die Bundesregierung hat Erika Steinbach anlässlich ihres Austritts aus der CDU hingewiesen.

„Angela Merkel bricht Recht und schadet damit ganz Deutschland!“

Dazu passt, dass man um demokratische Grundwerte (Meinungsfreiheit, Pressefreiheit) einzuschränken, zunehmend eine Paralleljustiz etabliert, die die sozialen Netzwerke mithilfe juristisch völlig irrelevanter Kategorien (Hassrede) überwachen soll. Im Hintergrund steht dabei die diktatorisch anmutende Angst um Machtverlust und vor dem mündigen Bürger, der über die sozialen Netzwerke die öffentliche Meinung zur veröffentlichten macht.

Diese wenigen Beispiele legen doch den Verdacht nahe, dass dieser Anti-Trump-Kreuzzug ein pathologisches Phänomen ist, dass über den Mechanismus der psychologischen Projektion erklärbar ist.

Ganz knapp kann man diesen Mechanismus in einem Beispiel  erklären: „Wer es zum Beispiel selbst nicht so genau mit der Wahrheit nimmt, der unterstellt anderen Menschen oft, dass sie nicht die Wahrheit sagen.“

Das heißt die deutschen Medien, Politiker und „Anti-Trump-Aktivisten“ schreiben Trump all jene Eigenschaften, Schwächen oder Probleme zu, die sie und die von ihnen schön geschriebene Politik selbst offen oder versteckt in sich tragen. 

Statt wie kleine Kläffer den Mond anzubellen, weil er sie nachts durch sein helles Leuchten stört, sollten sie vielleicht in ihrer völlig vermüllten und von Flöhen besiedelten Hundehütte für Ordnung sorgen, damit sie dort wieder mit einem sanften Gewissen schlafen können.