Länger arbeiten, weniger Rente, höhere Beiträge

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Die Empfehlungen der Rentenkommission könnten Millionen teuer zu stehen kommen. Bärbel Bas bereitet schon mal die Bürger und Rentner auf harte Einschnitte vor.

Die Rentenkommission hat ihre Vorschläge vorgelegt. Was als Rettung des Rentensystems verkauft wird, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als harter Einschnitt für Arbeitnehmer und heutige Rentner. Die schwarz-rote Regierung unter Friedrich Merz bereitet offenbar einen der umstrittensten Sozialreformen der letzten Jahre vor.

Später in Rente: Ohne Ausnahmen

Künftig soll das Renteneintrittsalter automatisch mit der steigenden Lebenserwartung steigen. Die beliebte Rente mit 63 nach 45 Versicherungsjahren soll komplett gestrichen werden. Wer gesundheitlich angeschlagen ist, muss künftig mühsam individuelle Härtefälle nachweisen. Für viele Beschäftigte in körperlich schweren Berufen bedeutet das: bis 67 oder noch länger arbeiten.

Mehr Einzahler, aber nicht mehr Geld für alle

Die Kommission will deutlich mehr Menschen in die gesetzliche Rentenversicherung zwingen, darunter Selbstständige, Beamte und Politiker. Auf den ersten Blick gerecht. Tatsächlich droht jedoch eine schleichende Absenkung des Rentenniveaus, weil die zusätzlichen Einnahmen nicht ausreichen, um die versprochenen Leistungen dauerhaft zu sichern.

Zwang zu privater Vorsorge über Staatsfonds

Neu eingeführt werden soll eine verpflichtende kapitalgedeckte Zusatzrente. Die Bürger sollen also zusätzlich sparen, ob sie wollen oder nicht.

Kritiker warnen: Bei schlechter Börsenentwicklung oder Inflation drohen Verluste, die am Ende wieder der Steuerzahler ausgleichen muss.

Belastung statt Entlastung

Statt das Rentensystem durch echte Beitragsgerechtigkeit und Bekämpfung der Schwarzarbeit zu stabilisieren, setzt die Merz-Regierung auf das bewährte Rezept: länger arbeiten, mehr zahlen, später weniger bekommen.

Für Millionen Normalverdiener und künftige Rentner könnte die Reform zum sozialen Kahlschlag werden.

Beitrag erschien zuerst bei FREIE WELT.


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