Dienstag, 3. Oktober 2023

Am Tag, als der Regen kam…

(David Berger) Viele haben es schon sehnsüchtig erwartet, obwohl der August erst begonnen hat: unser Lied des Monats. Diesmal begeistert uns die einzig- und großartige Dalida – aus aktuellem Anlass – mit „Am Tag als der Regen kam“…

Alle können mitfühlen, denn wir leiden – so belehren uns ZDF und ARD – bis zur Stunde ganz entsetzlich unter dem heißesten Sommer seit 45.000 Jahren. Und sehnen jeden Tropfen Regen auf die durch den Klimawandel total bis in tiefste Schichten vertrocknete Erde sehnsüchtig herbei…

„… da kamst du“

Da hilft nur noch Lauterbachs Hitzeschutzplan oder: „da kamst du“

Deutsche Version von Le Jour ou la pluie Viendra, Original von 1959

Am Tag, als der Regen kam, lang ersehnt, heiß erfleht, auf die glühenden Felder, auf die durstigen Wälder. Am Tag, als der Regen kam, lang ersehnt, heiß erfleht, da erblühten die Bäume, da erwachten die Träume, da kamst du.

Und für alle Dalida-Fans gibt es derzeit eine neue Doku auf ARTE:

Dalida, meine Schwester

Die Sängerin Dalida (1933-1987) schrieb Musikgeschichte. Sie wurde mehrfach ausgezeichnet, verkaufte über 120 Millionen Platten und konnte auch in Deutschland Hits landen. Dass sie ein Star wurde, verdankte Dalida auch ihrem Bruder Orlando. Die Doku beleuchtet die berufliche und persönliche Beziehung zwischen der Musikikone und ihrem Produzenten, zwischen Schwester und Bruder.
Dalidas Bruder Orlando widmete sein Leben der Karriere seiner Schwester, beriet und managte sie und gründete mit ihr eines der ersten unabhängigen Musiklabels. Orlando, der für diese Dokumentation seine Archive öffnete und für ein langes Interview zur Verfügung stand, sorgte dafür, dass Dalidas vielfältige Chansons den Nerv der Zeit trafen und bei jeder Generation immer wieder Anklang fanden. Zu ihren größten Hits zählen „Am Tag als der Regen kam“ „Gigi l’amoroso“ sowie das autobiografisch gefärbte „Er war gerade 18 Jahr‘“.
Als erste Chansonsängerin wurde Dalida in Frankreich mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet. Es folgten weitere Preise in Europa, insbesondere Deutschland, wo sie die Goldene Europa erhielt.
Orlando unterstützte seine Schwester bereits seit ihrer Kindheit in Kairo. Eine schwierige Aufgabe, da die Sängerin immer wieder persönliche Schicksalsschläge hinnehmen musste: So musste sie dreimal miterleben, wie Männer, die sie liebte, Selbstmord begingen. Zudem war sie in der Folge eines Schwangerschaftsabbruchs unfruchtbar. Als Dalida ihrem Leben 1987 ein Ende setzte, versprach Orlando, sie unsterblich zu machen und sorgte beispielsweise dafür, dass in dem James Bond-Film „Keine Zeit zu sterben“ (2021) einer ihrer Songs verwendet wurde. Bis heute arbeitet Orlando so an Dalidas posthumer Karriere und hält den Mythos Dalida am Leben.
Hier geht es zur Doku: „Dalida meine Schwester“
David Berger
David Bergerhttps://philosophia-perennis.com/
David Berger (Jg. 1968) war nach Promotion (Dr. phil.) und Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. 2010 Outing: Es erscheint das zum Besteller werdende Buch "Der heilige Schein". Anschließend zwei Jahre Chefredakteur eines Gay-Magazins, Rauswurf wegen zu offener Islamkritik. Seit 2016 Blogger (philosophia-perennis) und freier Journalist (u.a. für die Die Zeit, Junge Freiheit, The European).

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