(David Berger) Was die meisten Kirchenführer in ihrer Unterwerfung unter das Corona-Regime nicht sehen wollten, spricht kein Geringerer als der Kirchenkritiker und Friedensaktivist Eugen Drewermann in einer Klarheit aus, die selbst mich als konservativen Katholiken fasziniert: Das völlige Versagen der Politik und ihr perfides Abräumen aller „roten Linien“ ist angstgetrieben, ihr Erfolg in weiten Teilen der Gesellschaft dagegen hängt mit einem gigantischen Religionsverlust zusammen.

Vermutlich wird dieser Beitrag die treukatholischen Leser von PP zunächst einmal etwas irritieren. Gilt Drewermann, suspendierter römisch-katholischer Priester und 2005 aus der Kirchensteuergemeinschaft ausgetreten, als kirchenkritischer Publizist, der „sich in und auf Kosten der Institution Kirche durch radikale Thesen und Veröffentlichungen zu profilieren sucht“ (Josef Isensee).

Angst als allgegenwärtiges Leitmotiv

Und doch werden auch sie vermutlich erstaunt sein, wie klar Drewermann erklärt, was in der Corona-Krise mit unserer Gesellschaft passiert ist. Überzeugend sieht er die Angst als das Leitmotiv, das die katastrophale Verfasstheit unserer Gesellschaft und der führenden Politik in ein klares Licht rückt.

Vor diesem Hintergrund werden die zunehmenden Kontrollen, das Allmachtstreben des Staates und seiner Institutionen, die immer enger werdende Überwachung bzw. das Ausspionieren der Bürger durch einen Staat, der immer undurchsichtiger agiert, erklärbar.

Außenseiter als Sündenböcke

Die Angst erzeugt Feindbilder, die von interessierten Politikern dazu missbraucht werden, um von ihrem eigenen Fehlverhalten abzulenken. So wird ganz gezielt Hass gegen Andersdenkende aufgebaut: Gegen die „Schwurbler“, gegen die Ungeimpften und Querdenker, die daran schuld seien, dass eine 20-30 Jahre dauernde Epidemie (Lauterbach) drohe, die nie endende Maßnahmen nötig mache:

„Wer sich nicht an die Regeln hält, die ausgegeben werden, ist nicht nur draußen, er handelt nicht nur unverantwortlich, er tritt der Ordnung selber gegenüber, also muss man ihn selber bekämpfen, als die Repräsentation des Feindes draußen, nunmehr angesiedelt im eigen inneren Umraum, den es zu schützen gilt. Diese Mechanik funktioniert perfekt. Und wir erleben sie heute in einer Meisterschaft, die uns überraschen mag. Der Feind, den wir benennen können, im Robert Koch-Institut, in der Charité, lautet COVID-19.“

Memento mori

Des Menschen Tage sind wie Gras, er wächst wie die Blume des Feldes, fährt der Wind darüber ist sie dahin, der Ort, wo sie stand, weiß von ihr nichts mehr (Psalm)

Und schließlich sieht Drewermann überzeugend im Schwinden religiösen Glaubens eine wesentliche Ursache für die Ängste in der Corona-Krise:

„Wir können mit der simplen Tatsache, sterblich zu sein, nicht wirklich leben“.

Das erinnert mich an einen der Eindrücke, die ich zu Beginn der Corona-Krise hatte: dass gerade fanatische Atheisten komplett auf die staatlichen Manipulationen mithilfe der Angst vor Corona hereingefallen sind. Unser früherer Gastautor Jürgen Fritz wurde in diesem Zusammenhang zur tragischen, Mitleid erheischenden Figur.

Fake News, Hate Speech und Verschwörungserzählungen

Drewermanns Rede auf Einladung des Parlaments der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens vom 14. Feb. 2022 zum Thema „Ursachen von Fake News, Hate Speech und Verschwörungserzählungen,“ in der öffentlichen Sitzung vom Ausschuss 1. Zur Überwindung von Polarisierungen:

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