Die Parteien bejubeln Rauswurf von Sarrazin aus der SPD. Wird nun auch diese Partei eine Steigbügelhalterin des Islam in Deutschland? Vielleicht stimmt die Doku Blasphemie: Pakistans tödliches Gesetz nachdenklich? Ein Gastbeitrag von Albrecht Künstle

Wie der „Schwarze Freitag“ der Jahre 1929, 1987 und 1989 in die Börsengeschichte einging, so könnte es auch mit dem roten Freitag, dem 31.07.2020, sein. Dies war der Tag, an dem Thilo Sarrazin nach dem dritten Anlauf aus seiner SPD ausgeschlossen wurde. Für die jungen Leser: Die „Spezialdemokratische Partei Deutschlands“ war mal eine sozialdemokratische, die sich den sozialen Interessen der Mehrheit der deutschen Bevölkerung verschrieben hatte. Keine reine Arbeiterpartei, aber eine echte Volkspartei. Auch ich hielt ihr bis vor fast zwanzig Jahren die Treue – bis sich diese Partei von ihren Idealen verabschiedete.

„Wenn dich deine Gegner loben, hast du etwas falsch gemacht.“

Jetzt begründete deren Generalsekretär, Lars Klingbeil, den Rauswurf Sarrazins mit dessen „antimuslimischen Thesen“. Antimuslimisch geht natürlich gar nicht, wie schon der Text des Sozi-Lieds klarmacht: „… mit uns zieht die neue Zeit!“ Denn alle Zeichen stehen auf eine schleichende Islamisierung unseres Landes. Dort werden auch die neuen Mehrheiten gesucht. Auch von den meisten anderen Parteien, die die SPD für ihren Fußtritt loben. Aber schon dieses Lob sollte die SPD-Strategen nachdenklich machen, denn schon August Bebel, einer der Begründer der deutschen Sozialdemokratie, sagte „Wenn dich deine Gegner loben, hast du etwas falsch gemacht.“ Der Fehler dürfte darin liegen, dass sich nun die SPD als ausgesprochene Islamlobbyistin geoutet hat.

Die Genossen hätten sich besser in der Woche ihres Standgerichts die neue Arte-Dokumentation 2020 mit dem Titel „Blasphemie: Pakistans tödliches Gesetz“ angesehen. Sie wurde aus einem der vielen Länder des real existierenden Islam(ismus) am 28.07. um 22.55h von ARTE ausgestrahlt. Es handelte sich um eine Reportage über das islamische Pakistan, das bereits über Atomwaffen verfügt, die der Iran und andere islamische Staaten ebenfalls gerne hätten, um das jüdische Israel zu pulverisieren.

„Nicht geeignet für empfindliche Zuschauer“

Aber in dieser Arte-Reportage ging es nicht um internationale Politik, sondern um den tagtäglichen Wahnsinn in einem der mehr werdenden islamischen Länder. Die Geschichte der zum Tod verurteilten Christin Asia Bibi (AB) zog sich durch die Reportage, auch wenn deren Schicksal nur einen kleinen Teil ausmachte. Sie ist kein Einzelfall, Interessierte werden gewarnt mit „Nicht geeignet für empfindliche Zuschauer“. Hier der Versuch eines kurzen Abrisses:

Schon nach den ersten Minuten wird der Islamführer Khadim Hussain Rizvi gezeigt, der die Massen einer Kundgebung begeisterte mit „Wir sind hier, um Köpfe abschneiden zu lassen, nicht wegen Politik und Wählerstimmen!“ Letzteres änderte sich allerdings später, denn er wurde zum Drahtzieher der islamischen Partei TLP, die drittstärkste Partei wurde. In Europa treten islamische „Gemeinden“ inzwischen ebenfalls zu Wahlen an, nicht nur die türkischen.

Bibi sollte Wasser für einige Frauen holen, was sie tat, ihr aber zum Verhängnis wurde. Denn sie wollte vom gemeinsamen Wasser(glas) auch trinken, aber das hatte Muhammad seinen Gefolgsleuten mit „Ungläubigen“ verboten. Sie wurde nicht nur beschimpft, sondern ihr wurde auch zur Warnung eine Schlinge um den Hals gelegt. Strenggläubige Muslimas scheinen nicht weniger schlimm zu sein als ihre männlichen Artgenossen.

Fatwas gegen Drachensteigenlassen

Einer der wenigen mutigen Anwälte, die Christen in Pakistan verteidigen, berichtet in der Reportage, dass die meisten Klagen gegen Minderheiten mit dem Blasphemie-Knüppel erhoben werden, weil dieses Instrument recht einfach sei – Behauptungen reichten, Beweise seien nicht nötig – und vor allem folgenreicher: Todesstrafe! Hilfreich dabei seien auch so genannte Fatwas („Rechtsgutachten“) der islamischen Obrigkeit. Solche gibt es sogar gegen so harmlose Dinge wie Drachensteigenlassen, so die Reportage.

Mit Schwertern erschlagen

Die Menschenrechtlerin Gulalai Ismai tritt für Religionsfreiheit ein und berichtet über die Hinrichtung von Mashal Khan, der vom islamischen Mob vor Kameras mit Schwertern erschlagen wurde. Sie musste sich lange verstecken und ist jetzt ganz untergetaucht. Ein junger Islamführer rechtfertigt die muslimische Gewalt gegen Ungläubig mit dem einfachen Satz „Wir erledigen sie“. Womit nicht nur Christen gemeint sind, denn die Mehrheit der Verfolgten seien selbst Muslime, entweder mit anderer Glaubensrichtung oder Sunniten, die ihnen nicht fromm genug sind. „Minderheiten sollen sich gut benehmen“, kommt einer zu Wort. Das gilt natürlich nicht für islamische Minderheiten in anderen Ländern z.B. bei uns.

Die islamische Bewegung Pakistans trat trotz aller Beteuerungen, nicht politisch zu sein, 2017 mit der Partei TLP zu den Wahlen an. Eigentlich konsequent, denn der Islam versteht sich näher betrachtet als eine religiös verbrämte politische Macht. Der Islam steht nicht über dem Staat, ein Islamischer Staat sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Der neue IS ist nur im Irak/Syrien geschwächt, der Iran nennt sich ausdrücklich Islamischer Staat und strebt dies auch in Pakistan an. Die Scharia soll weltliches Recht ablösen, denn

Islamisches Gesetz lässt keine Gnade zu. Wer um Gnade bittet, ist ein Sünder

…so die Warnung an die Richter des Landes im Originalton. Auch „Sie hungern nach dem Tod für Mohammed“, rufen die Einpeitscher extasischen jungen Männern auf einer Kundgebung zu.

Die islamischen Anführer beschuldigen und unterstellen, „Christen begehen Blasphemie, um das Land verlassen zu können. Das Ausland muss aufhören, diesen Leuten Asyl zu geben, dann gehen die Fälle um 90 Prozent zurück“, so ein Islamgelehrter. Tatsächlich? Waren unter den 15.000 Asyl beantragenden Pakistanis des Jahres 2016 nicht eher Muslime als Christen?

Aber vielleicht geht die muslimische Invasion in Europa bald zurück, denn „Wir werden aus Pakistan einen islamischen Wohlfahrtsstaat machen“, tönt einer, als ob der Islam nicht bereits 1.400 Jahre Zeit gehabt hätte, Wohlfahrt zu üben. Keine Gnade, aber Wohlfahrt?

In der Reportage sind auch Videobotschaften zu sehen, in denen viele „Normalbürger“ allen Alters vom höchsten Berufungsgericht den Vollzug der Todesstrafe für Bibi fordern. Und weil ihr Verteidiger Angst auch um sich selbst hatte, suchte er einen Pater auf, um dessen Segen für ihn und seine Aufgabe zu erbitten. Gottes Gnade wurde beiden zuteil: Das höchste Gericht sprach die Angeklagte vom Vorwurf der Blasphemie frei. Was sofort gewaltige Unruhen in Pakistan auslöste mit dem Ziel, nicht nur die Christin zu hängen, sondern auch die drei Richter. Deren Angst wurde so groß, dass diese zusagten, ihr Urteil zu überprüfen. Nachdem sie in Sicherheit waren, blieb das Gericht beim Freispruch, ordnete aber Schutzhaft für AB an.

5 Jahre bis Asia Bibi Asyl bekam

Fünf Monate gingen ins Land, bis die Christin im Ausland Aufnahme fand. Die christlichen Kirchenoberen einschließlich beider Päpste setzten sich zwar für die Verfolgte ein und begrüßten deren Freispruch, aber waren nicht bereit, sie aufzunehmen. Aber OK, der Vatikan ist nicht groß, und Papst Franziskus‘ Asylbetten waren schon mit muslimischen Familien belegt. Auch die europäischen Länder verweigerten ihre Aufnahme, weil sie Ausschreitungen von pakistanischen und anderen Muslimen in unserem eigenen Land befürchteten. Peter Scholl-Latour scheint Recht gehabt zu haben als er sagte, „Wer halb Kalkutta ins Land holt, wird selbst zu Kalkutta“. Denn immerhin ist unser Anteil an Muslimen in Deutschland schon über dreimal so hoch wie der Anteil der Christen in Pakistan. Bei uns leben alleine 75.500 Pakistani bzw. etwa 150.000 mit einem solchen Migrationshintergrund, und letztes Jahr, 2019, kamen 1.520 dazu, AB war nicht darunter. Schließlich hatte Kanada Erbarmen und nahm sie zusammen mit ihrer Familie auf.

Die Arte-Reportage endet mit dem Hinweis, dass viele andere Christen weiterhin in pakistanischen Gefängnissen sitzen und 17 „warten“ auf ihre Hinrichtung.

Nährt die SPD ihre späteren Mörder an ihrem Busen?

Das Blasphemie-Gesetz wurde 1860 von den (christlichen) Kolonialherren eingeführt und richtet sich nun seitens der überwältigenden islamischen Mehrheit gegen die kaum noch zwei Prozent Christen des Landes.

Deshalb sei die Frage erlaubt, ob der SPD bewusst ist, dass sie einmal von denselben bekämpft werden könnte, über die sie jetzt ihre schützenden Hände ausbreitet. Und wehe, wenn es dann niemand mehr gibt, der ihrer Partei zur Hilfe eilt, weil sie ihre Anhänger immer mehr vergrämt.

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