(David Berger) Der Dresdner Busfahrer, über dessen Aktion („Diesen Bus steiert ein deutscher Busfahrer“) PP gestern berichtete, wurde nun tatsächlich durch die Dresdner Verkehrsbetriebe suspendiert, nachdem sich ein Twitter-„Aktivist“ über ihn beschwert hatte. 

Gestern Morgen um 9.45 postete ein Twitter-Account, bei dem völlig unklar ist, welche Person dahinter steht und wer für ihn verantwortlich ist (außer dass er „pansexuell, polyamurös, Vegetarier und halb Mann, halb Frau ist), Folgendes:

Inzwischen hat die LVZ den eifrigen Hobby-„Blockwart“ geoutet: Wer sich ein Bild von ihm machen will, kann das hier.

„Wir fragen uns auch, was mit dem Kollegen nicht stimmt“

Schon kurz danach reagierten die Dresdner Verkehrsbetriebe – sehr zur Zufriedenheit des anonymen „Netzaktivsten“, über dessen hingehaltenes Stöckchen sie Pawlowschen Hunden gleich sprangen:

„Hallo, die Nachricht hat uns schon erreicht. Wir fragen uns auch, was mit dem Kollegen nicht stimmt. 🙁 Heute ist dieser nicht mehr unterwegs und dies Verhalten wird auch Konsequenzen haben. /cl“

Daraufhin schrieb PP an die DVBAG auf sarkastische Weise: „Was mit dem Kollegen nicht stimmt, liebe DVB AG, wisst Ihr doch selber ganz genau: Er ist ein Deutscher – oder wie sich die Berliner Staatsanwaltschaft inzwischen ausdrückt: ein „alman“, ein Kartoffel-Kraut-Cis-Mann und daher schon durch seine „Rasse“ und auch sein Geschlecht ein Nazi. Von daher kann er auch – ohne dass Ihr arbeitsrechtliche Konsequenzen zu erwarten habt – fristlos entlassen werden.“

Unsere ironischen Ausführungen nimmt selbst die „Welt“ heute auf, allerdings ganz bierernst – indem sie kurzerhand behauptet, die Aufschrift auf dem Zettel sei ein „ausländerfeindlichen Slogan“.

Steckt hinter dem Busfahrer eine rechtsextreme Verschwörung gegen das beste Deutschland aller Zeiten?

Ganz und gar nicht als Satire gemeint ist nun die tatsächliche Reaktion der DVB. RT Deutsch berichtet soeben: „Der Busfahrer, angestellt durch ein Subunternehmen, wurde daraufhin suspendiert … Wir haben deutlich gemacht, dass dieser Herr nicht mehr auf unseren Linien eingesetzt wird. Laut der Sächsischen Zeitung ist an einem anderen Bus ein weiteres Schild mit derselben Botschaft aufgetaucht. Es wird vermutet, dass die Aktion unter einigen Busfahrern abgesprochen gewesen sein könnte.“

Jetzt fehlt eigentlich nur noch der Verfassungsschutz, der hinter der Aktion eine rechtsextreme Bande vermutet, die kurz davor war mit einem Bus-Putsch unser Land direkt in ein Drittes Reich 2.0 umzuwandeln.

Aktion „Meine Weihnachtsgabe für ‚Philosophia Perennis’“