(David Berger) Leila Laurel kennen Sie nicht? Das ist nicht so schlimm, denn Sie alle kennen das Problem, gegen das sie Abhilfe geschaffen und dafür den renommierten Design-Award gewonnen hat. Gegen das skandalöse Manspreading hat sie einen Stuhl erfunden, der endlich auch im Sitzen toxischer Männlichkeit ein Ende macht.

Wir alle kennen das: Ob in der U-Bahn, im Wartezimmer Ihres Urologen, ja selbst in der Kirchenbank und im Bierzelt sitzen Männer breitbeinig herum. Das kostet nicht nur viel öffentlichen Raum, sondern ist auch ein eindeutiges Zeichen: Ich muss hier so breitbeinig sitzen, weil mein Penis so viel Platz braucht. – Aggressives Phallus-Posing, das derzeit noch nicht einmal strafrechtlich verfolgt werden kann. Und das anwesenden Frauen immer wieder zeigt: Ich will dich penetrieren und dadurch dominieren. Die sitzen dann notgedrungen daneben und machen die Beine ganz eng. Nach dem Motto: „Bitte nicht! Bitte nicht da rein!“

Der weiße Cis-Mann wird in seine Schranken verwiesen

Was die toxische Männlichkeit natürlich zu noch mehr Penis-Gepose und erhöhter Aggressivität anspornt. Man kann das widerliche Gift des Testosteron, das ab diesem Zeitpunkt in der Luft liegt, förmlich riechen. Was Frauen hier durch weiße Cis-Männer zu erleiden haben, übertrifft die Leiden aller Kriege zusammengenommen weit.

Doch die Rettung steht nun bereit. Das Einfache liegt wieder einmal so nahe:

Laila Laural sind auf ihrem täglichen Weg zur Uni Brighton, wo die Britin gerade ihr Studium 3D Design and Craft abschließt, zahlreiche Fälle von Manspreading begegnet. Genervt davon, hat sie ein Designprojekt gestartet, mit dem sie sich des Problems annimmt. Die Lösung: zwei Sitzmöbel. Eines für Männer, das sie dazu bringt, ihre Knie zusammenzulassen, eines für Frauen, das sie ermutigt, etwas breitbeiniger zu sitzen.“ (Quelle)

Eine geniale Erfindung, die die Penisse zusammen mit dem immer mehr anwachsenden Macho-Gehabe weißer Cis-Männer endlich den Kampf ansagt. Da soll nochmal einer sagen, wahrer Fortschritt sei nicht möglich.

Werden IKEA &Co bald nur noch Anti-Manspreading-Stühle verkaufen?

Die Rettung kommt gerade noch rechtzeitig: Da auch in Deutschland das Machogehabe immer toxisch-maskuliner werdender Männer für Frauen zunehmend bedrohlicher wird, sollte man darüber nachdenken, ob man nicht große Möbelhersteller wie IKEA und Co (die ja immer Wert auf ihre politische Korrektheit im jeweiligen Verkaufsland legen) dazu verpflichtet, dass sie nur noch solche Anti-Manspreading-Chairs verkaufen.

Jetzt kann dem weißen Cis-mann eigentlich nur noch sein völlig unverdächtiger POC-Geschlechtsgenosse beispringen, der sich sogar Sorgen um die frauenfeindlichen Aspekte der Neuerfindung macht: Ein kleines Problem dürfte nämlich der Stuhl für Frauen sein, der an einen gynäkologischen Untersuchungsstuhl erinnert und Frauen zu immer verfügbaren Sexualobjekten degradiert.

Bei der gegenwärtigen fast flächendeckenden Verdummung des Alahu-Akbar-Feminismus dürfte das den Feministinnen allerdings nicht auffallen.

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