(David Berger) Gestützt auf italienische Mainstreammedien meldete gestern die „Junge Freiheit“: „Kloster Trisulti – Aus für Bannons Kaderschmiede“. Offensichtlich eine Fakenachricht – jedenfalls, wenn es nach den Verantwortlichen geht, die zuverlässiger Bescheid wissen müssten als die linke italienische Presse.

Dass Fragezeichen in Headlines weniger Klicks und Likes bringen als Aussagesätze, ist bekannt. In diesem Fall hätte sich aber ein Fragezeichen im Sinne einer fairen Information ganz gut gemacht. Oder zumindest eine Nachfrage bei Benjamin Harnwell, dem Zuständigen für die Planung von Trisulti. Zumal der Artikel dann nicht viel mehr zu bieten hat als Aussagen linker Abgeordneter in Italien, die das Projekt Bannons unbedingt verhindern wollen.

Auch JouWatch, das für seine Arbeit sowohl quantitativ wie qualitativ – im ganzen konservativen Spektrum bekannt ist, titelte heute Morgen „5-Sterne-Kulturminister entzieht Konzession für Bannons Kaderschmiede“. Selbst die JF ist da in ihrem Bericht korrekter, wenn se ausdrücklich davon spricht, dass die Konzession eben noch nicht entzogen wurde, sondern der Kulturminister prüfen lässt, ob eine Konzession zu recht besteht.

Katholisch-konservative Denkfabrik „Dignitatis Humanae Institute“

Für alle, die das nicht wissen: Das etwa 100 km von Rom entferne Kloster Trisulti in Collepardo bei Frosinone wird derzeit in die katholisch-konservative Denkfabrik „Dignitatis Humanae Institute“ umgebaut. PP hatte darüber erst kürzlich mit Steve Bannon gesprochen.

Von Harnwell, der es besser wissen müsste als linke Tageszeitungen in Italien, erhält man nämlich derzeit ganz andere Informationen als jene, die die „Junge Freiheit“ gestern in deutscher Sprache publiziert:

Die Presseberichte, wonach sein Mietvertrag für Trisulti einseitig vom Kulturministerium widerrufen wurde, sind irrtümlich.

Dass ausgerechnet Radio Vatikan die Nachricht sehr für (als erstes?) in die Welt setzte, erscheint da nicht ganz zufällig. Soll hier doch etwas aufgebaut werden können, das jenen Katholizismus fördert, den der derzeitige Papst zu hassen scheint.

Illegitimes Manöver provozierte Falschnachricht

„Während das Ministerium heute angekündigt hat, dass es ein Verfahren zum Widerruf des Mietvertrages einleitet, wird das DHI dieses illegitime Manöver mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln anfechten, egal wie viele Jahre es dauert. Und wir werden gewinnen.

Das Kultusministerium könnte bereit sein, sich jeder Laune der extremen Linken zu stellen – das DHI wird das nie tun. Dies ist nichts anderes als das Geschrei der kulturellen Marxisten, der gegen die Verteidigung der westlichen Zivilisation übrig geblieben ist.

Deshalb wird der Aufbau der Akademie für den jüdisch-christlichen Westen in diesem Herbst wie geplant weitergehen, und in der Zwischenzeit genießen wir die Gelegenheit, unseren Fall vor Gericht zu verhandeln.“