(Patrizia von Berlin) Raf Korenzecher, Herausgeber der Jüdischen Rundschau, ist in seiner Kolumne nie um deutliche Worte verlegen. Diese Woche sein Thema: der neue und der alte Antisemitismus und die Frage, wer Freund und wer Feind ist.

Dass Philosophia Perennis mit seiner pro-israelischen und pro-jüdischen Grundlinie aneckt, ist uns klar und es ist gut so. Gleichermaßen geschieht dies bei den linken, wie bei den rechtsradikalen Antisemiten und -nicht zu vergessen- denjenigen Gelegenheitsjuden, die ihr Judentum eigentlich ablehnen, es aber gerne herausziehen, wenn sie den Opferstatus als Schutzschild für ihre meist linke und linksextreme Politik nutzen.

Wir sind der „Jüdischen Rundschau“ freundschaftlich verbunden und schätzen insbesondere die scharfzüngige Kolumne von Dr. Raf Korenzecher. Er spricht Dinge oft in einer Weise an, die nicht nur klug analysiert und kommentiert, sondern auch so deutlich in der Aussage ist, dass er längst in der linksgeschaffenen „Nazi-Ecke“ einsortiert wäre, wenn das nicht sogar diesen Leuten einleuchten würde, dass das ein Boomerang wäre.


Dr. Raf Korenzecher, Kolumne vom 10.5.2019

Es geht wieder los

Wie bedeutsam die Wieder-Gründung und die Existenz des demokratischen und prosperierenden Staates Israel als Heimat und Zuflucht der Juden nach der schrecklichen Katastrophe der Schoah am jüdischen Volk auch für ein „Never Again“ des damaligen grauenvollen Genozids an den europäischen Juden sind, belegen bereits wenig über 70 Jahre nach dem Zusammenbruch des Nazi-Terrors die wiederum in Europa sichtbaren gegenwärtigen negativen Entwicklungen der durch Islam-Import deutlich verstärkten tradierten Judenfeindschaft. Die sich stetig verschlechternde Situation und Gefährdungslage der hiesigen jüdischen Minderheit verstärken die Bedeutung Israels als Zufluchtsort für das jüdische Volk noch erheblich.

Selbst in den schlimmsten Albträumen war nicht anzudenken, dass nur 74 Jahre nach dem Zusammenbruch des Nazi-Horrors und nur 76 Jahre nach dem Fanal des Aufstandes im Warschauer Ghetto nunmehr eine linkslastige Islam-Appeasement-Politik im unheiligen Ringschluss mit tradiertem Antisemitismus faktisch ohne jede Sanktion islam-generierte „Juden-ins-Gas“-Rufe und No-Go-Areas für Juden auf den Straßen unserer Städte zulassen und mit dauernder Verteufelung Israels legitimieren würden.

Daran ändert die zum infamen Rechtfertigungs-Alibi unserer einseitig erblindeten Israel-Delegitimierungs-Politik gewordene, jede Sympathie mit den Millionen ermordeter jüdischer Opfer entbehrende, sinnentleerte und geheuchelte Gedenktagritualisierung für tote Juden nicht das Geringste.

Suizidale Politik von links in Israel wie in Deutschland

Die jetzigen Linken in Israel propagieren ähnlichen abstrusen, für den jüdischen Staat und die Sicherheit seiner Bürger suizidalen und verantwortungslosen politischen Irrsinn, wie unser unsägliches hiesiges, von allen guten Geistern und jeder Vernunft verlassenes linkes, unseren demokratischen Rechtsstaat und unser westliches Wertesystem nachhaltig zerstörendes Linksbündnis.Sie sind ebenso wie unsere Sozis gänzlich unwählbar und wurden daher von den Wählern in Israel getrasht.

Trump, Kurz und Modi sind echte Freunde Israels

Dass die Wähler in Israel richtig gewählt haben, belegt auch die Reaktion der deutschen Politik auf die Wahl Netanjahus. Während US-Präsident Donald Trump, Österreichs Kanzler Sebastian Kurz, Indiens Premier Narendra Modi und andere mehr Netanjahu sofort zu seinem Wahlsieg gratulierten kamen aus der deutschen Politführung nur unabgerufen ermahnende Worte. Bei den Glückwünschen hatte man sich in Deutschland offensichtlich schon mit den Gratulationen für den gerade wieder auffällig gewordenen Wahl-Manipulierer Erdogan (Frau Merkel) und für den Jahrestag der „glorreichen Revolution“ des wundervollen und friedliebenden Mullah-Mordsystems verausgabt (Präs. Steinmeier).

Keine Empathie erhält Israel von unserer Politik und unseren Medien auch bei dem jüngsten unprovozierten hundertfachen Raketenbeschuss aus Gaza, der in Israel Tote und Verletze in der Zivilbevölkerung verursacht hat.

Arabische Raketen aus Gaza

Dabei ist der grundlose arabische Raketenbeschuss aus Gaza auf Israel ein sinnloser Akt blanken Israel- und Judenhasses und eine absolut sinnlose Aggression um der Aggression willen.

Sie leitet dieses Jahr pünktlich zu seinem Beginn die üblichen muslimischen Gewaltakte des islamischen Ramadan ein und soll außerdem die baldigen Feierlichkeiten zur israelischen Staatsgründung – Jom Ha’atzmaut – und den diesmal in Israel stattfindenden Eurovision Song Contest mit zahlreicher internationaler Beteiligung massiv stören.

Von der Hamas vom Zaun gebrochen, vom Iran unterstützt und dem „wer-weiß-warum-immer-noch“ NATO-Partner Türkei propagandistisch flankiert, erfreut sie sich entgegen anderslautenden Vernebelungsversuchen auch großen Zuspruchs der gazanischen Bevölkerung.

Bereits jetzt wurde eine von unseren Medien bereitwillig aufgesogene perfide weinerliche Verteufelungs-Kampagne über die israelischen Abwehrmaßnahmen begonnen und sympathisierend mit der Seite der arabischen Mörderbande von beidseitiger Eskalation gesprochen.

Dabei gibt es keinen Staat in dieser Welt, der sich eine derartige unverschuldete physische Bedrohung seines Territoriums und seiner Menschen auch nur annähernd mit der Leidensfähigkeit und Langmut bieten lassen würde.

Während die Mörderbande aus dem längst „judenreinen“ Gaza mit von uns finanzierten Angriffsraketen von der Auslöschung des Staates Israel Tag-träumt, gehen die Energie- und Lebensmittellieferungen aus Israel an das Terror-Syndikat in Gaza weiter.

Statt — wie es sinnvoll und erhofft war — mit Israel zu kooperieren, übernahm die Terrororganisation Hamas bereits 2006 mit Hilfe von Wahlen (so viel zur Friedensliebe der gazanischen Bevölkerung) die Macht in Gaza, die sie seither — irrwitzigerweise erheblich finanziert durch westliche Gelder — auch gegenüber der eigenen als Geisel gehaltenen Zivilbevölkerung mit Gewalt, willkürlichen Verhaftungen, Folter und Erschießungen mit eiserner Hand aufrecht hält.

Gleichzeitig und zur Ablenkung von den wachsenden durch Korruption und Bereicherung der Hamas-Bosse entstandenen desaströsen wirtschaftlichen Probleme wurde das unversöhnliche Feindbild zu Israel bis heute perpetuiert und führte zu unzähligen Grenzprovokationen, Mordanschlägen auf Israel, Raketen-Beschüssen auf den israelischen Nachbarn und folgerichtig immer wieder zu Reaktionen der angegriffenen Israelis.

Trotz Tonnen an westeuropäischem Geld und Sachzuwendungen für ihren Terror gegen Israel hat die Hamas und haben die ihr folgenden Gazaner das ihnen geschenkte, einst blühende Gaza gründlich ruiniert, verwüstet und unbewohnbar gemacht. Jetzt machen sie sich mit deutlichem Wohlwollen unserer Politik, unserer Medien und unserer Kirchen gerade auf, mit einem sogenannten „Marsch der Rückkehr“ zu versuchen, ob ihnen nicht auch in Israel selbst und ebenso in Jerusalem glücken könnte, was sie so trefflich in Gaza hinbekommen haben — wäre doch gelacht.

Die Hamas hat mehrere Hundert Millionen Euro der vom Westen und der UNO kassierten Gelder verwendet, um „Protestcamps“ für 300.000 Menschen direkt an der Grenze zu Israel zu organisieren. „Überschreitet die Grenze“ und „Keinen Zentimeter von Palästina werden wir aufgeben!“ lautet die Devise der Hamas-Führung. Der jüdische Staat soll und muss — und zwar insgesamt — von der Landkarte verschwinden. „Entweder wir kehren heim, (wo immer das auch sein soll) oder der Dritte Weltkrieg beginnt“ klingt es martialisch aus Hamastan — pardon Gaza.

Und natürlich klappt alles dank unserer westlichen Israel-Dauerverurteiler vorzüglich und ganz so wie es die Terrorbosse und Strippenzieher der neuerlichen antiisraelischen Eskalation geplant haben.

Kein Kompromiss mit dem Terror

So ist auch die israelische Einwilligung in die soeben wieder von den Mord-Bossen aus Gaza propagierte Waffenruhe, die den Raketenbeschuss vollkommen ungestraft lässt, dem Grunde nach ein kursichtiger und politisch durch nichts und niemanden honorierter, der Sicherheit der israelischen Bevölkerung keine nachhaltige Entlastung bringender Akt des Entgegenkommens an den islamischen Terror. Nur die von den Alliierten erzwungene Kapitulation Nazi-Deutschlands, die sich zu Beginn dieses Monats zum 74. Mal jährt, hat Deutschland die Befreiung und die nachhaltige Entnazifizierung gebracht. Alles andere wäre von den Nazis als Sieg verkauft und die Tyrannei der Nazis wäre nach einem faul ausgehandelten Kompromiss weitergegangen. Der bisherige Verlauf der aus Gaza stets grundlos initiierten Kriegshandlungen und die dort fortgesetzten aggressiv-militanten Töne zeigen seit langem, dass es zur Erzielung einer nachhaltigen Konfliktbeseitigung auch dort nur eine solche Lösung geben muss.

Das wird noch klarer, wenn man mit ansehen muss, dass in Berlin mit Unterstützung unserer Behörden ein geschichtsklitternder Paläs-Who-Tag in der islamischen No-Go-Area Berlin-Neukölln mit über 100 historischen Stolpersteinen für von den Nazis ermordete Juden begangen wird, an dem die muslimischen Teilnehmer Israel und die Juden mit Nazi-Vergleichen und SS-Symbolen verunglimpfen und beleidigen, und seine maßvoll umsichtige Verteidigung gegen den Mordbeschuss desavouieren.

Die Hintergründe liegen auf der Hand. Europa und Deutschland werden zunehmend beherrscht durch ein rückgratloses politisches Appeasement unserer fahrlässig gewählten politischen Vertreter gegenüber der rassistischen, sich hinter dem Alibi eines schlechten Religionsplagiat tarnenden, gegen unsere westlichen Lebenswerte gerichteten, demokratie-feindlichen und vor allem massiv antisemitischen Weltbeherrschungsideologie des Islam.

Die Juden gehen, die Moslems kommen.

Deshalb bleiben wohl auch körperliche muslimische Übergriffe auf und Beschimpfungen von Juden in deutschen und europäischen Städten nahezu ohne jede Ahndung durch unsere auf die gebotene Rechtsanwendung oder Strafverfolgung von hauptsächlich muslimischer Migrationskriminalität faktisch verzichtende Justiz und Politik. Lächerliche Minimal-Bestrafung von Gewalttaten, dümmliche ideologische Resozialisierungs-Romantik, Straferlasse und vielfacher Verzicht auf konsequente Abschiebung muslimischer Straftäter ergänzen das desaströse Bild.

Jüdische Abwanderung und „Entjudung“ ganzer, zunehmend vornehmlich islam-dominierter, nahezu rechtsfreier Bezirke in europäischen und deutschen Städten sind die Folge und längst wieder eine erschreckende Wirklichkeit, die keinesfalls zum Anstoß bei unserer linkslastigen Islameinlass-Politik und den nachgeschalteten Nachrichten-Filter-Medien führt, sondern wegen des erhofften Wahlpotentials nicht einmal ungern hingenommen wird.

Denen in unserer Politik, unseren Medien und unserem Mainstream, die meinen, das ginge sie alles nichts an, weil es sich bei den Opfern doch nur um Juden handele, sollte mit einem Seitenblick nach Frankreich schon jetzt klar sein – die islamische Aggression gegen die Juden ist nur der Anfang. Dafür wird schon der von uns gepäppelte Iran sorgen. Es ist die Zukunft der westlichen Welt und aller Nicht-Muslime, die hier vor den wohlwollend blinden Augen unserer Politik vorbereitet werden soll.

Wir wünschen dem Jüdischen Staat Frieden und Wohlstand, dem jüdischen Volk, unseren Lesern und uns allen Glück, Gesundheit und Zuversicht.

Am Israel Chai!

i.A. Ihr Simon Akstinat

Chefredakteur Jüdische Rundschau


Text redaktionell gekürzt, den ganzen Text lesen Sie bei der Jüdischen Rundschau.

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