Ein fünf Monate altes Baby ist im italienischen Bologna nach der heimlichen Haus-Beschneidung durch seinen Vater aus Ghana ums Leben gekommen.

Wie italienische Nachrichtenagenturen berichten, fand die schlimme Tat in dem Ort Scandiano bei Reggio Emilia in der Nacht von vergangenem Freitag auf Samstag statt. Die Eltern griffen zu dem zuhause vorhandenen Handwerkszeug und führten die Beschneidung selbst durch.

Danach soll das Kind sehr schnell sehr krank geworden sein, die Eltern suchten daraufhin das Krankenhaus San Orsola in Bologna auf. Dort starb das Kind an Blutungen und einem Herzstillstand.

Staatsanwaltschaft eröffnet verfahren wegen Totschlags

Die Polizei von Reggio Emilia hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, um Aufschluss über die Umstände zu erhalten, die zu dem tragischen Tod des Kindes geführt haben. Die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren wegen Totschlags eröffnet.

Die Tragödie von Scandiano ist nicht das erste Mal, dass Beschneidungen zum Tod eines Kindes führen. Im vergangenen Dezember hatte ein ähnlicher Fall in Monterotondo (Vorstadt von Rom) in einer Familie von Einwanderern aus Nigeria stattgefunden. Der zweijährige Jungen starb, bevor er im Krankenhaus ankam. Sein Zwillingsbruder überlebte. Weitere Fälle ereigneten sich 2016 in Turin und davor in Bari und Treviso.

Italienische Gesundheitsministerin warnt

Die italienische Gesundheitsministerin warnte gestern vor illegalen Haus-Beschneidungen: „Gesundheit und Leben der Kinder sind wichtiger als alles andere“, schrieb sie auf Facebook.

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