Zensur durch Facebook, politisch gewollt durch die Regierung, ist Alltag in Merkels Deutschland. Kaum jemand aus der APO 2018, der noch nicht zensiert wurde. Und die Mainstreammedien schweigen. Jetzt wurde ein Artikel der Welt zensiert, bei einer AfD MdB.

Man konnte es schon ahnen, wenn selbst ein Artikel der „Jüdischen Rundschau“ von PP Gastautorin Jaklin Chatschadorian der Zensur zum Opfer fällt, dann bedeutet das, die Grenzen dessen, was missliebig ist, werden immer weiter gezogen. Bemerkenswert war es dann doch was letzte Woche passierte.

MdB Nicole Höchst: Sperre wegen eines „Welt“ Artikels über weibliche Genitalverstümmelung

MdB Nicole Höchst postete einen Artikel der „Welt“ auf Facebook und wurde dafür gesperrt, der Artikel ist für Andere nicht mehr sichtbar. Der Vorfall ist aus mehreren Gründen bemerkenswert.

Das Thema ist eigentlich unumstritten. Weibliche Genitalverstümmelung gehört zu den grausamsten Dingen, die man sich vorstellen kann. War PP-Gastautorin Ines Laufer im Jahr 1995 noch relativ alleine, als sie im Rahmen von Terre des Femmes darüber berichtete, so ist dieses Thema mittlerweile auch im Mainstream bis hin zur EU angekommen.

Laufer schätzt, dass etwa eine halbe Million Frauen in Europa Opfer dieser barbarischen Praxis wurden und etwa 180.000 aktuell bedroht sind. Es sei an dieser Stelle auf den Verein von Laufer hingewiesen: TaskForce für effektive Prävention von Genitalverstümmelung e.V.

Ein Thema, dass es also in den Mainstream geschafft hat. Und man darf hier die Welt durchaus lobend erwähnen. Seit vielen Jahren wird das Thema angesprochen und auch wenn man die Tendenz den Islam dabei zu schonen erkennen kann: es ist gut und wichtig. Jede Frau, jedes Mädchen, das dieser Barbarei nicht unterzogen wird, ist ein Glück.

„Welt“ schweigt zur Zensur

Es war in den letzten Jahren auffallend, wie laut die Mainstreammedien schwiegen, als regierungs- und vor allem islamkritische Blogs auf Facebook oder Twitter zensiert wurden.

Dass diese durchaus laut werden konnten, sah man als es „Titanic“ erwischte. FAZ, Zeit, die GEZ Medien, Bild und auch Welt – die Einheitsfront der Medienschaffenden probte den Aufstand. Der Deutsche Journalisten-Verband nahm sogar das, sonst nur durch die bösen Alternativen Medien verwendete, Wort „Zensur“ in den Mund und forderte:

…jegliche Form von Zensur gegenüber dem Satiremagazin Titanic sofort zu beenden

Man kann also, wenn man will. Man will nur ganz offensichtlich nicht. Wer auf der Seite des Journalisten-Verbands unter „Zensur“ sucht, sieht schnell, dass man nur sehr selektiv etwas gegen Zensur hat. Die zahlreichen Zensurmaßnahmen gegen die politisch unkorrekten Alternativen Medien erfahren keine Kritik durch den Verband. Art. 5 GG for lefties only.

Für die „Welt“ gilt das Gleiche. Mir wäre jedenfalls nicht bekannt, dass die „Welt“ sich jemals gegen diese Zensur eingesetzt hätte. Zumindest nicht soweit sie in Deutschland stattfindet. Da finden sich dann eher Jubelartikel, weil das NetzDG „gegen rechts“ wirkt.

Man konnte es durchaus auch damit erklären, dass die Alternativen Medien ja auch harte Wettbewerber um die liberal-konservativen Leser des Springer Konzerns sind. Und da sieht es nicht so gut aus. Neben der viel diskutierten Frage der (bezahlten) Auflage, ist es auch die Frage des Social Impacts, also welche Medien in der öffentlichen Debatte tonangebend sind, die immer schon wichtig war. Und hier sind die Alternativen Medien mittlerweile auf Augenhöhe, wie der Branchendienst 10000flies immer wieder zeigt.

Hier ein Beispiel, rund um die journalistische Aufarbeitung von Freiburg.
Am 27.10. ist die Welt auf Platz 4 das stärkste Mainstreammedium.
Zwei Tage später: SPON, PP, Bild und nochmals PP.

Dass dies in den vielköpfigen und mit unendlich scheinenden Ressourcen ausgestatteten Redaktionen und bei deren kaufmännischer Leitung keinen Sympathiebonus bringt – wen wundert das?

Meßwerte sind die Interaktionen auf sozialen Medien, Facebook und Twitter, also dort wo im Online-Zeitalter die demokratische Willensbildung, die politische Debatte stattfindet.


Man konnte also – als Erklärung für das Schweigen der Mainstreampresse – durchaus das Überwiegen wirtschaftlicher Interessen vor ethischer, journalistischer Handlungsweise vermuten.

Die Welt wird zensiert und schweigt dazu

Und dann kam der Fall der Zensur des Weltartikels zum Thema weibliche Genitalverstümmelung bei MdB Höchst (AfD). Man könnte meinen, hier käme alles zusammen, was man als Motivation für einen geharnischten Protest benötigt.

Das Thema ist völlig unumstritten, der Post enthielt ein Mainstreammedium. Lediglich dass es sich um eine AfD-Abgeordnete handelte, könnte für die Welt vielleicht kritisch sein, denkt man sich. Aber dann wäre der nächste Gedanke ja: Was, wenn -durchaus denkbar- eine grüne MdB es gepostet hätte und gesperrt worden wäre? Die Welt jedenfalls schwieg.

Ich habe, kurz bevor ich am Montag Morgen an diesem Artikel zu schreiben begann, bei Nicole Höchst angefragt. Die Welt hatte sich nicht bei Ihr gemeldet.

Ist es so unwichtig, dass ein sachlich unstrittig richtiger Artikel zu einem eminent wichtigen Thema zensiert wird? Wenn ja, wann wird es dann wichtig? Wenn wieder ein linkes Satireblättchen wegen irgendeiner sinnfreien Belustigung betroffen ist?

Wir fragen unsere Leser:

Mehrfachantworten sind möglich.

Facebook zensiert einen Artikel der "Welt" zum Thema "weibliche Genitalverstümmelung" - Warum, glauben Sie, schweigt die "Welt" zu der Zensur?

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17 Kommentare

  1. …warum wohl? weils zu viel schlafschafe gibt, die unerwachsen auf die einschläfernden botschaften unserer merkelianer + co. vertrauen, solange es ihnen (noch) nicht selbst an den kragen geht. geistiges – fehlanzeige. geist können s nich von gespenst unterscheiden. hauptsache, geldbeutel stimmt (noch). das aufwachen wird bitter, + dann waren s wieder die anderen, wer auch immer, am wahrscheinlichsten die nazis, im zweifelsfall immer die nazis. alles nazis, außer mutti. traben brav den ami- + afd-bashern hinterher. nichts zu fies, um den kulturkampf auf linken seiten mitzumachen. dann meint man, immer auf seite der guten zu sein. himmel hilf.

  2. Die gedruckten (und ehemaligen Leit-)medien warten doch mur darauf, dass AUCH SIE qua Gesetz à la GEZ von allen Steuerzahlern alimentiert werden (müssen), …und beißen deshalb nicht die Hand der parlamentarischen Handheber für diese äußerst verlockenden Möglichkeit.

  3. Diese Haltung und Gesinnungsethik gegenüber FGM (Female genital Mutilation) ist aber neu.
    Noch in den 2000-er Jahren haben wir auf Geheiss der damaligen SPD-Entwicklungsministerin Wieczorek-Zeul ein flächendeckendes Projekt dagegen für Afrika entworfen und umgesetzt.
    Das war ihr Steckenpferd, sie hat sich selber immer wieder persönlich nach den Fortschritten des Projekts erkundigt. Der Etat, den wir zur Verfügung hatten, war recht grosszügig bemessen.

    Wenn da jetzt nicht mal mehr öffentlich drüber gesprochen werden darf, dann klingt das sehr nach Zensur.

  4. Die pseudokonservative „Welt“ ist wie die CDU, erst rechts blinken, dann scharf links abbiegen. Merkel-Freundin Friede Springer wacht schon darüber, dass die Linie stimmt. Was „Facebook“ betrifft, so verliert man nichts wenn man sich dort nicht tummelt, außer ein paar Fake-„Freunden“ vielleicht. Diese Gängelungs-Plattform ist nur so bedeutend, wie wir sie selbst machen.

  5. Die „WELT“ gehört zum verlorenen Teil der Gesellschaft. Die Personen, die für dieses Blatt schreiben, sind mir fremd wie Aliens. Gelegentlich schaue ich jedoch auf der Webseite vorbei: Es ist ein hübsches Kasperle-Meinungstheater, was diese Schreiberlinge dort aufführen – ein Theater aus Selbstverliebtheit, blanker Inkompetenz im Experten-Mäntelchen, gefühlter Wichtigkeit und offener Parteinahme für linken Unsinn.

    Das Ganze ist in etwa so unterhaltsam wie die zeitweilige Beobachtung eines Ameisenvolkes, dessen WELT das Herauf- und Heruntermaschieren eines Baumstammes in strammer Eintracht ist. Für den schauenden Menschen ist dieser Baumstamm ziemlich beliebig und auch nicht so wirklich wichtig, deshalb wendet man sich dann irgendwann wieder ansprechenderen und produktiveren Tätigkeiten zu.

    • JENSEITS der „Bezahlschranke“ gibt es schon ab und an paar gute Sachen zu lesen in WELT, kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen, da ich nach kostenlosem Probe-Abo so 2, 3 Monate dafür „gelöhnt“ habe. Da gab es z. B. einen wirklich kritischen Artikel über die „Seenotretter“, in dem die Autoren doch tatsächlich zu der (richtigen!) Erkenntnis kamen, dass gerade diese erst das Treiben der Schlepper befördere. ABER, so sehr es ja einerseits verständlich ist, dass WELT auch Geld verdienen muss, so sollte doch gerade ein SOLCHER Artikel, der ein so brisantes Thema behandelt, für JEDEN lesbar sein. Und andererseits macht sich WELT die positive Meinung, die man dann von diesem Blatt bekommen könnte, durch andere Artikel, in denen linkes Geschwurbel verbreitet wird oder durch stramme Zensierung unliebsamer Kommentare (PP berichtete) gleich wieder gründlich kaputt. So bleibt am Ende eben nur die Feststellung, dass WELT die paar kritischen Sachen nur als „Feigenblatt“ für die ANGEBLICH „konservative“ Haltung der Postille bringt, aber eben im Grunde doch ein SYSTEM-Medium BLEIBT. Es gibt kein EINZIGES ECHT konservatives Medium im Mainstream-Pressebereich, das sich linkem Geschwurbel KONSEQUENT verweigert, nicht WELT, auch nicht FAZ (mehr). Das war einst anders… So wie ich von „taz“ keine Publikation eines konservativen Artikels erwarten würde, weil ich eben WEISS, dass es eine „Links“postille ist (was ich dann auch akzeptiere, zum demokratischen Spektrum gehören halt beide Seiten, die es zu tolerieren gilt), so erwarte ich aber umgekehrt auch, dass es eine Heimat für Konservative im Medienbereich gibt. Und die FEHLT. Die finde ich eben NUR bei Medien wie PP, Achse des Guten, Tichy`s Einblick, Junge Freiheit etc.

  6. Ich habe es ja schon immer gesagt, die Übeltäter der Journaille überwachen sich gegenseitig, jeder hat Angst vor jedem und ist darauf bedacht, ja nicht von der vorgegebenen „Political Correctness“ abzuweichen, da zu befürchten ist, dass beim geringsten Abweichen vom Mainstream, die gesamte Hass (ja Hass)Presse pber einen herfällt.
    Wer legt eigentlich fest, was political correct ist, gibt es da so eine Art „Zentralkomitee“ wie Z.B. in der DDR, damit würde sich die „Raute des Grauens“ ja super auskennen, oder eine „Schriftumskammer“ á la Goebbels?

  7. Ich sehe da ein Problem auf unserer, der anderen, Seite der WELT. Warum beziehen wir uns ständig auf MSM ? Das gibt denen doch nur die Gewißheit das sie auch auf unserer Seite als ernstzunehmende Medien betrachtet werden. Und das obwohl alle Gründe für deren Versagen immer wieder, so wie auch hier im Artikel, dargestellt werden. Also mich interessiert keine Meinung oder die Art der Berichterstattung der MSM mehr.

    Einfach nicht kaufen, nicht lesen, nicht schauen. Und bei den alternativen Medien die Informationen holen. Achtung Schmeichelei. Aber hier auf PP kann man sich an einem Tag mehr Infos holen wie sonst auf allen MSM-Medien in einem Monat kommen.

  8. Mit Verlaub, aber ich halte das für sachlich nicht ganz richtig. Ich gehe mal davon aus, dass Frau Höchst den Weltartikel nicht unkommentiert auf FB postete (wenn, ist das auch egal). Auch nicht Welt wurde zensiert, sondern Frau Höchst höchstpersönlich. Das ist schon ein entscheidender Unterschied. „Alibi-Opfer“ taugen nichts im Kampf um die Meinungsfreiheit.
    Nach dieser Argumentation dürfte dann wohl jeder der einen Artikel von Bild, Spiegel, etc. zitiert aus genau (nur) diesem Grunde nicht zensiert werden? Ich habe etwas „Gutes“ und „Richtiges“ gesagt, darum bin ich von der Zensur befreit (nichts anders argumentiert ihr gerade, nur aus verdrehter Perspektive heraus)?

    Es ist somit nur eine vorgeschobene Argumentation, die am Kern des Problems vorbei schlittert und das Problem nicht lösen wird. Es ist halbherzig, da vor allem eine inhaltsabhängige Zensur moniert wird und nicht die Generelle. Es gibt keine gute oder schlechte Meinungsfreiheit. Wie hätte Frau Höchst argumentiert, wenn der Weltartikel ihr persönliches copyright hätte, wie argumentiert sie bei ihrer nächsten Sperrung (ohne fremdes Gedankengut) und wie argumentieren alle anderen, die auch ohne Weltartikel zenziert wurden?

    Nix für ungut, aber mir geht das nicht weit genug. Auf diese Art werdet ihr euch einen Wolf laufen und das Ziel nicht erreichen.

  9. Glückwunsch an PP für Gold und Silber, wenn ich mir allerdings die absoluten Zahlen ansehe – es ist erschreckend wie wenige Menschen scheinbar überhaupt eine Zeitung (völlig gleich welche) lesen. gegen die, die alles lieber in kleinen Häppchen in bunten Bildern und scheinbar schön vor-eingeordent präferieren – sind wir echte Aussenseiter! Kein Wunder, das gewählt wird, wie gewählt wird….

  10. Etwa ein Drittel der deutschsprachigen, von mir beachteten alternativen Medien kommentieren regelmäßig Formate, Verhalten und Wortmeldungen der ehemaligen Leitmedien. Meine Frage: Warum und wozu?
    Das ist in etwa so, als würde man jetzt damit beginnen, Fanartikel von Modern Talking anzubieten.

    • Warum sagt man das, was man zu sagen hat, nicht nur noch da wo es „erlaubt“ ist? Evtl. heimlich und leise im eigenen Partykeller?

      Weil es nicht darum geht wo man was sagen darf, sondern das man es überall sagen darf. Morgen wird VK zensiert und wir ziehen weiter?

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