Wie Erntedank zum Öko-Unsinn verkommt. Ein Gastbeitrag von Josef Hueber

Kurz vor den Wahlen in Bayern wird die grüne Politsoße in den Gottesdiensten nochmal kräftig angerührt. Die geschmückten Altäre, eigentlich ein schönes Symbol der Dankbarkeit für ein Leben ohne Hunger, werden religiös-ideologisch umgedeutet zu Altären grüner Rettungsideologie für eine angeblich Fünf-nach-Zwölf-Naturkatastrophe, verursacht durch die böse Zerstörung des Planeten durch  eine hedonistisch motivierte Anbetung des Wirtschaftswachstums.

Die falschen Propheten gelten alles im eigenen Land

Jesus kann nicht nein sagen. Er hat leider keinen erleuchteten Propheten,  dem er seinen Widerspruch zur grünfarbig verkündeten, aber innerlich schwarzpessimistischen, menschengemachten Planetenzerstörung wortwörtlich und unrevidierbar mitteilen und somit aus dem Himmel ultimativ bundesweit zur Verkündigung diktieren könnte. Unter Todesdrohung für Nichtbeachter.

Seine falschen Propheten, vor denen er offensichtlich erfolglos gewarnt hat, tragen  alle grüne Kleider. Weil ihr „Schatz“, wie dies das bekannte Kinderlied über Farben singt, „der grüne Jesus ist“.

Die Grünen haben Jesus an der Kandare. Seine Botschaft verkünden gutmenschliche Laien und erleuchtete Amtsträger stets als Grüne Frohbotschaft. Aber auch als Drohbotschaft an alle, welche sich beharrlich weigern, das Auto und den Individualverkehr, die Standby-Schaltung des Fernsehers, den Flug in den Urlaub, die Bierdose sowie die Erfindung der Plastiktüte nicht allesamt  als Teufelswerk zu betrachten. Denn die Weltmeere sind ja, wer hat das noch nicht mit eigenen Augen gesehen, mit Milliarden und Abermilliarden von deutschen  Lidl- Aldi -und Normatüten übersät. Dass sie Erdöl sind, sie man also am besten in die Restmülltonne steckt und damit dazu beiträgt, dass Müllverbrennungsanlagen  weniger Öl nachgießen müssen, weil die Mülltrennung zu wenig brennbares Material übrig lässt, das hat  Jesus schließlich nicht gesagt. Das Auto, das Flugzeug, den Fernseher und sonstige Schöpfungsvandalismen hätte er nie befürwortet.

Die grüne Fürbitte gegen den Konsum

Konsequenterweise  interpretiert eine uniforme christliche Geistlichkeit Jesu Frohbotschaft als Grünbotschaft. Die Grünen Ideologen benutzen diese Gleichschaltung von Evangelium und Grüner Politik als hinterlistiges Täuschungswerkzeug, wenn es darum geht, Christen von der absoluten Wahrheit der Grünen Konsum-Verteufelung zu überzeugen. Kommt dann immer so überzeugend rüber, als ob  Grüne Politik göttlich abgesegnet wäre. Laudato si: Grün = christlich. Dass das in den andächtig-gläubigen Köpfen längst der Fall ist, weiß man, wenn man allsonntäglich die Predigten und Fürbitten in den Gottesdiensten anhört.

So heute unvermeidbar an Erntedank. Die Fürbitten richteten sich nicht an die Erlösungsbedürftigkeit und seelische Not der Menschen und deren Erlösung, sondern an die Umwelt. Bewahrung und Nachhaltigkeit sind die Synonyme aus der Laudato-si-Theologie.

Glaube lebt von Fake-Wissenschaft

Dieser Sommer und goldene Herbst beweisen für jedermanns Wissenschaftsverständnis, dass die Klimaveränderung, die natürlichste  Sache seit Millionen von Jahren, ein von Menschen gemachtes Teufelswerk ist, neben der Plastiktüte. Dass es wissenschaftliche Koryphäen gibt, bis hinauf in die Nobelpreisträger-Riege, die dieser Theorie wissenschaftlich widersprechen, hat in einem Erntedankfest nichts zu suchen.

Und das Artensterben, ebenfalls der natürlichste Vorgang der Evolution, wie man etwa bei Josef H. Reichholff, dem weltbekannten Evolutionsbiologen und Ökologen, in „Die falschen Propheten -unsere Lust an Katastrophen“, nachlesen kann, ist nach Grüner Denkart das böse Ergebnis des menschlichen Konsumwahns. Dass aber immer, auch in unserer Zeit, neue Arten entstehen, interessiert den grünen  Nachbeter der hausgemachten Ideologie nicht.

Wissenschaft und Glaube auf Kriegsfuß

Wissenschaft und Glaube, so habe ich mich bisher in Glaubenszweifeln getröstet, sind kompatibel. Grünes Denken hat die Wissenschaft mittlerweile aus dem Glauben und aus den Kirchen vertrieben und durch Ideologie im Büßergewand ersetzt. Wissen scheint Glauben immer weniger zu vertiefen, sondern diejenigen zu bestärken, für die immer schon gegolten hat: Glauben heißt nicht wissen.

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