(David Berger) Die Angehörigen des Opfers von Chemnitz, Daniel H. wollen Kretschmer und die Oberbürgermeisterin von Chemnitz nicht zu einem Kondolenzbesuch empfangen. Sie weigern sich auch noch von den Politikern für deren Agenda instrumentalisiert zu werden.

Unser Fundstück der Woche kommt aus der „Freien Presse“. In dem Artikel geht es eigentlich um das heute Abend stattfindende linksextreme Konzert gegen „rechts“.

Es wird aber auch indirekt die Frage beantwortet, was wohl die Angehörigen von Daniel H., des Opfers der Messerattacke, die die Unruhen von Chemnitz auslöste, zu den linken Feierlichkeiten sagen würden:

Familie will kein Beileid von Ministerpräsident und Bürgermeisterin

„Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) freut sich über diesen, anderen Geist der Kundgebung. Er glaubt, er komme dem am nächsten, was die Angehörigen von Daniel H., des eine Woche zuvor bei einer nächtlichen Auseinandersetzung an der Brückenstraße erstochenen jungen Mannes, sich als angemessen vorstellen können.

Einen Kondolenzbesuch von ihm und Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig hätten sie abgelehnt, berichtet Kretschmer in einer kurzen Ansprache. Aus Sorge offenbar, auch ein solcher Besuch könne als eine Instrumentalisierung betrachtet werden, die nicht im Sinne ihres verstorbenen Angehörigen sei.“

Familie von Daniel H. will sich nicht auch noch instrumentalisieren lassen

Die Angehörigen von Daniel H. haben also offensichtlich erkannt, wie nun Michael Kretschmer und die Oberbügermeisterin von Chemnitz sich in einer Art Leichenfledderei ergehen und den Tod Daniel H.s für ihre Interessen zu instrumentalisieren versuchen.

Das heißt, dass es zu den medienwirksamen Bilder mit den Angehörigen des umgebrachten Chemnitzers, die man sich offensichtlich bei Politikern und Medien erhofft hatte, nicht kommen wird. Dabei hatten sich die beiden Politiker damit vermutlich erhofft, die Kluft, die zwischen ihnen und ihren Bürgern durch ihr Verhalten aufgerissen wurde, wieder etwas zu schließen.

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