Seinen Rücktritt aus der Fußball-Nationalmannschaft hat gestern Abend der umstrittene Mesut Özil erklärt. Vorausgegangen war enormer Druck deutscher Fußball-Fans. Kaum einer wollte den gebürtigen Türken noch im deutschen Trikot sehen. Der 29-Jährige gab seine Entscheidung über Twitter bekannt und zog damit die Konsequenzen aus der Affäre um den Zorn der Nation über die umstrittenen Fotos mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan vor der WM.

Gefühl von Rassismus und Respektlosigkeit

Der Rücktritt ist auch ein Sieg der deutschen Fußball-Fans: Sie hatten ihn bei seinen letzten Auftritten in der Nationalmannschaft gnadenlos ausgepfiffen und damit klar gemacht, dass sie sich seinen Abgang so schnell wie möglich wünschen.

Vor seiner Rücktrittserklärung hatte Özil den Deutschen Fußball-Bund sowie dessen Präsidenten Reinhard Grindel, deutsche Medien und Sponsoren für ihren Umgang mit ihm kritisiert. Nun twitterte er: „Mit schwerem Herzen und nach langer Überlegung werde ich wegen der jüngsten Ereignisse nicht mehr für Deutschland auf internationaler Ebene spielen, so lange ich dieses Gefühl von Rassismus und Respektlosigkeit verspüre“, schrieb Özil.

Özils Begründung zeigt, dass er nie für Deutschland hätte spielen dürfen

Dass Özil nun „Rassismus“ für seine Entscheidung ins Feld führt, zeigt wie wenig er jemals in die Nationalmannschaft gehört hat. Der frühere Schalker hat nie verstanden, dass das Auflaufen in der deutschen Elf vor allem auch eine Frage der Loyalität ist, und die hat der jetzt bei Arsenal London unter Vertrag stehende Spieler nie gezeigt. Das Deutschland-Lied hat er in seinen 92 Auftritten im Nationaltrikot nicht ein einziges Mal mitgesungen. Die Fotos mit Erdogan zeigten nun jedermann ganz offensichtlich, wie sehr er sich mit Deutschland identifiziert – nämlich gar nicht.

In der Debatte um die Bilder, die vor und während der Weltmeisterschaft immer schärfer wurde, schwieg Özil – bis heute. Auch der DFB hatte zunächst versucht, die Kritik zu ersticken. Manager Oliver Bierhoff erklärte das Thema noch vor der WM für „beendet“. Das hatte sichtbare Folgen: Die Identifikation mit der deutschen Mannschaft sank auf einen Nullpunkt. Die Menschen beflaggten während der WM erstmals seit 2006 ihre Autos so gut wie nicht, kaum eine schwarz-rot-goldene Fahne wehte aus Fenstern oder von Balkonen.

DFB-Mythos „Integration“ krachend gescheitert

Mit seinem Rücktritt ist auch der Mythos „Integration“, den der DFB so gern mit Özil beweisen wollte, krachend gescheitert. Die Diskussionen um ihn und seinen Mitspieler Ilkay Gündogan, der Erdogan sogar als „seinen Präsidenten“ bezeichnet hatte, überschatteten die WM und waren mit ein Auslöser für das erstmalige Ausscheiden einer Deutschen Mannschaft in der Vorrunde.

Özil galt als Lieblingsspieler von Bundestrainer Joachim Löw. Bis zur WM in Russland hatte er in jedem Turnier seit 2010 gespielt. Özil wurde 2014 mit der Nationalmannschaft 2014 in Brasilien Weltmeister. Die Erwartungen konnte er jedoch auch sportlich nie erfüllen. Bitter aufgestoßen war trotz der Freude auch damals vielen Fans, dass Özil beim Siegtor von Mario Götze in der Verlängerung merkwürdiger Weise nicht jubelte. Er drehte einfach ab und fiel keinem Mitspieler um den Hals. (WS)

(Kommentar David Berger) Statt zu sagen: „Ich habe schlecht gespielt und keiner will mich mehr haben“, instrumentalisiert Özil nun den Vorfall zur typisch linken Hetze.
Für alles, was schief läuft, sucht man im linken Weltbild andere Verantwortliche, sucht nie die Fehler bei sich. Die Psychologie kennt dieses Phänomen seit langem und sieht darin einen ganz wesentlichen Grund für immer wiederkehrende Misserfolge bei bestimmten Menschen.
Mit dieser Methode hätte er eigentlich gut zum System Merkel gepasst, das selbst noch für die Verrohung von Kindern in migrationsreichen Stadtvierteln und den extremen Anstieg im Zusammenhang mit der Öffnung der Grenzen 2015 die AfD sowie das angeblich „rassistische Denken“ der Rechten verantwortlich macht.

Der Beitrag erschien zuerst bei JOUWATCH