(David Berger) Er ist einer der bekanntesten katholischen Intellektuellen Deutschlands: Der Dominikanerpater und Professor Wolfgang Ockenfels. Nun wird er vom „Zentralkomitee der Katholiken“ (ZdK) scharf angegangen, weil er sich offen gegen die Gleichschaltung der katholischen Kirche mit dem System Merkel ausspricht.

Es ist gar nicht so leicht für jene, die ihn nicht kennen, kurz zusammenzufassen, wer Wolfgang Ockenfels (71) ist: Mitglied im berühmten, vom hl. Dominikus gegründeten Predigerorden, der der Kirche die wichtigsten Philosophen und Theologen geschenkt hat, war er von 1985 bis 2015 Professor für Christliche Sozialwissenschaft an der Universität Trier. Er leitet das berühmte Institut für Gesellschaftswissenschaften Walberberg, das sich mit der Umsetzung katholischer Prinzipien in die Politik beschäftigt und fungiert als Chefredakteur der Zeitschrift „Die Neue Ordnung“.

Ein klares Nein zum gleichgeschalteten Kampf der Berufskatholikenn gegen die AfD

Seit vielen Jahren ist der ruhig, freundlich und jedem Fanatismus abhold wirkende Gelehrte gern gesehener Gast auch in Talk-Shows. Dabei hat er keine Angst Dinge klar auszusprechen und sich selbstbewusst die Ideen des Katholizismus auch in jenen Punkten zu vertreten, wo sich andere Kirchenmänner sonst angstvoll verstecken oder dem Zeitgeist nach dem Mund reden.

Zum gleichgeschalteten Kampf einiger Berufskatholiken gegen die AfD äußerte er sich stets eindeutig und mutig:

„Meiner persönlichen, nicht maßgebenden Meinung nach ist es – nach gründlicher Lektüre des AfD-Programms – nicht unchristlich, dieser Partei anzugehören oder sie zu wählen.“

Wer katholisch bleiben will, darf auch Skandale nicht scheuen

Von Anfang an ist er eine der wichtigen Geistesgrößen im Kuratorium der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung. All das reizt die sich dem System Merkel andienenden Zeitgeistkatholiken natürlich ganz besonders.

Deshalb versuchen sie derzeit eine Kampagne gegen Ockenfels loszutreten. Auf Twitter schrieb der ZdK-Präsident Thomas Sternberg gestern: „Wie kann ein Dominikanerpater und früherer Berater der CDU sich dazu hergeben, sich im Kontext einer rechtsradikalen Partei zu engagieren?“ Seine Tätigkeit als Kurator in der Stiftung sei skandalös.

Bei diesem Tweet spielen – wie so oft – zunächst ganz persönliche Interessen des Vorsitzenden des ZdK eine Rolle. Der erfahrene Journalist Bastian Behrens twitterte in diesem Zusammenhang:

Man kann also mit gutem Recht behaupten, dass Sternberg hier zu allererst die Institution des ZdK missbraucht, um ureigene Parteiinteressen durchzusetzen. Dass er sich dabei eine solch integere Persönlichkeit wie Ockenfels als Opfer ausgesucht hat, zeigt die Perfidie, mit der der gemerkelte Berufskatholik Sternberg hier ans Werk geht.

Im Gespräch mit Pater Ockenfels OP

Ich habe bereits vor vielen Jahren mit Prof. Ockenfels als Autor bei der „Neuen Ordnung“ zusammen gearbeitet und durfte in der letzten Zeit viele ausführliche Gespräche mit ihm führen. Dabei habe ich ihn immer wieder als einen Geistlichen kennen gelernt, der mit einer faszinierenden Ruhe und Gelassenheit, ja fast ein wenig Mitleid mit den Angstbeißern auf solche kleingeistigen Angriffe schaut.

Insofern ist es auch höchst unwahrscheinlich, dass Ockenfels nun vor dem ZdK in die Knie gehen und zum Hassprediger gegen die AfD werden wird.

„Wer die Wahrheit sagt, muss keine Angst haben“

Vielleicht steckt dahinter die Einsicht seines großen Ordensbruders Thomas von Aquin, der bereits vor vielen Jahrhunderten im Kampf gegen die Feinde des Katholizismus schrieb: „Wer die Wahrheit sagt, muss keine Angst haben, er wird nie endgültig besiegt werden!“ Ergänzt durch die Einsicht des Scandalum Crucis („Ärgernis des Kreuzes“), die besagt, dass Christen um ihres Glaubens willen Skandale nicht scheuen dürfen.

All das deutet doch darauf hin: Nicht der Desiderius-Erasmus-Kurator, Pater Oockenfels braucht Nachhilfe in Sachen Katholizismus, sondern der mit dem alles andere als christliche agierenden System Merkel gleichgeschaltete Chef des „Zentralkomitees der Katholiken“ und die Seinen.

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38 Kommentare

  1. Pos. 1: Ich schätze Prof. Ockenfels sehr und seine geradlinige Position. Pos. 2: Alle AfD Abgeordneten haben Lebensläufe wie die CDU Politiker der 60er Jahre. Sie sind die einzigen, die im Deutschen Bundestag eine Existenzberechtigung haben. Pos.3: Es gibt keine Zeitgeistkatholiken. Die nennt man anders. Man nennt sie Protestanten!

  2. Es ist doch immer wieder interessant, daß auch in der Kirche das Geld regiert, denn wer grundsätzlich den Verrat am Herrn nicht mittragen will, sollte die Konsequenzen tragen und austreten, das gilt auch für Ordensleute und Geistliche, denn die Pharisäer in der Amtskirche kann kein vernünftiger Mensch mehr unterstützen, vielleicht finden sie einen Zusammenschluß für neue Wege bei Gott.

  3. Wenn Herr Sternberg meint die AfD sei rechtsradikale Partei und somit Pater Ockenfels auf dem Holzweg, dann irrt er nicht nur,sondern versündigt sich gegen die zumeist ermordeten Kämpfer auch seiner Kirche gegen eine tatsächlich rechtsradikale Partei,nämlich der NSDAP.Anders als die NSDAP, die eine neue Weltordnung wollte, ohne Juden etc. will die AfD nur geltendes deutsches Recht umgesetzt sehen.

  4. Willy Wimmer, hat Eminenz Marx, ordentlich seine Meinung , über das unerträgliche Heucheln gesagt. Bei Epoch Times…sehr empfehlenswert!

  5. Wer von den echten Katholiken, also die noch an Jesus als den Sohn Gottes glauben, interessiert schon das ZdK?!

  6. Sehr guter Artikel!
    Ich möchte hier erwähnen, daß es auch viele katholische Priester gibt (und es sind ihrer wirklich nicht wenige!), die eine gesunde Haltung zur zunehmenden Islamisierung einnehmen und dies genau so kritisieren wie wir. Nur: WIR haben das Privileg, daß wir das noch sagen dürfen, aber diese Priester nicht. Sonst werden sie „fertig gemacht“.

  7. Wir sind vor vielen Jahren aus der RKK ausgetreten.
    Es ging um kruden Ansichten der RKK und ihrer Geistlichen.
    Damit konnten wir uns nicht mehr identifizieren.

  8. So einfach läßt man sich die einträglichen Geschäfte mit der Asylindustrie auch nicht zerschlagen. Wobei auch zu berücksichtigen ist, daß sich die Kirche auch pädophil erpressbar gemacht hat!

  9. Ich bin im Interessenten Jahr, der ständigen Diakone aufgenommen worden.
    Was dort bei diesen Treffen bisher geäußert wurde, erinnert mich eher an linksaußen Grünen Parteitag erinnert.
    Man versucht sich in linken Thesen gegenseitig zu überbieten.
    Ich habe immer das Gefühl, das ist alles aufgesetzt und falsch.
    Mit falschem Wort im Mund zu gefallen ist eine Sünde.

  10. Immer wenn ich des Ausdrucks „Zd. …“ gewahr werden, werde ich zum glühenden multithematischen Revisionisten. Nach dieser hypertonischen, gegenaufklärerischen Attacke geht es mir besser, ich revidiere die Hälfte meiner 360GRAD-Schelte und bin erkenntnistheoretisch wieder präziser geworden.

  11. Kaum jemand verrät Christus so sehr wie ausgerechnet deutsche Bischöfe und Priester. Nicht nur, dass sie keinerlei Mut haben gegen den irrigen Zeitgeist anzupredigen, nein sie stellen sich auch noch an die Spitze moderner Irrwege. Das Kirchrensteuersystemhal lauter faule Früchte hervorgebracht. Also: abschaffen. Mit der Armut nimmt dann vielleicht auch die Tugend zu.

  12. Das ist aber eine sehr zurückhaltende Beschreibug des ZdKs und seiner Funktionäre.
    In der Realität handelt es sich bei ihnen um die der katholischen Kirche von Staat und Partei vorgesetzten Politkommissare.

  13. langsam, sehr langsam aber doch allmählich an Geschwindigkeit zunehmend bröckelt die Phalanx der Manipulatoren.
    Es wird Zeit für eine neue Offensive ala Erklärung 2018 – #1 war ein Blitzknaller, #2 dürfte ein Donnerknall werden, wenn mtlw. selbst Ex-Taz / (jetzt) Zeit Redakteurin gekreuzigt wird.
    Mit wachsendem Befremden… eine Zunahme der Zensur und Verleumdung….

  14. Ist die Überschrift
    „Werden Hasspredigen gegen die AfD zur wichtigsten Aufgabe katholischer Priester“ eine Frage oder eine Feststellung?
    Wolfgang Ockenfels, scheint mir eher eine Ausnahme zu sein. Ergänzen will ich hier, dass die evangelischen Pfarrer keinen Deut besser sind.
    Religionen dienen wie Parteien einzig und allein der Trennung der Menscheit u. der Trennung von Gott selbst.

  15. Wenn ich schon ZK lese, geht mir der Gaul hoch !
    Ob ZDK, ZDE oder ZDJ, diese versifften, opportunistischen
    Schweine-Haufen, sind nur dafür da, dass Geld der Bürger
    mittels Zwangsabgabe, auszugeben und sich ein schönes Leben
    zu machen.
    Diese verdammten Systemlinge sind es, die unseren Kindern
    das Leben kosten !

  16. Danke Herr Berger, dass sie mir diesen interessanten Mann näher gebracht haben. Ich werde mich eingehender mit ihm beschäftigen

  17. All die christlichen GLÄUBIGEN und „Schäfchen“ haben vom „lieben Gott“ doch einen KOPF verpasst bekommen, um den – zweckgerichtet – zu gebrauchen. DENKEN nennt man diese „Sportart“.
    Warum (?) treten die Gläubigen nicht ENDLICH konsequent und geschlossen aus? Genau das wäre die richtige Antwort! Haben die kein Rückgrat?

  18. Wie man auch immer zur AfD steht, bisher ist keinem der Schreihälse gelungen strukturellen Extremismus, Ausgrenzung und Antidemokratie dort plausibel zu belegen. Herrn Sternberg als Christen empfehle ich Dt 5:20, Mt 23:13 ff. Wenn ihm das nicht gefällt kann ja fünf mal am Tag Richtung Mekka beten.

    • Durch Wiederholung werden Falschbehauptungen nicht wahrer. Die Gleichschaltung betraf eher die Protestanten. Predigten wie von Kardinal Galen damals wären heute auch ganz gut – daran fehlt es. Auch am historischen Wissen, z.B. Widerstand, Dachau, Zahl der eingesperrten Pfarrer etc.

  19. Gut, daß Pater Ockenfels Kurator der Desiderius-Erasmus-Stiftung ist. Einen besseren Mann für diese verantwortungsvolle Aufgabe, kann ich mir kaum vorstellen.
    Er wird sich gegen alle Anwürfe von links qualifiziert zur Wehr setzen.

  20. Also wenn ich nicht vor 30 Jahren aus diesem Verein ausgetreten wäre, würde ich das heute sofort nachholen. Denn was diese Kirche abliefert, ist alles andere als christlich.

  21. Die evang. Tr,uppe mit ihrem linken Bodenpersonal ist genauso schlimm.Wir sind vor jahren aus diesem Pharisäer Haufen ausgetreten.Es gibt nur noch wenige Pfarrer die sich der Obrigkeitsmeinung widersetzen.

  22. Eine eigene Meinung zu haben, und nicht auf Seiten Merkels zu sein, wird angeprangert und zwar in allen Schichten!
    Da lob ich mir doch den Pater, der den Mund aufmacht, als andere Vertreter, die dem System willfähig hinterherhecheln.

  23. Ein Glück, es gibt sie noch : mutige Katholiken, die nicht sofort einem bei PEGIDA mitdemonstrierenden Priester (wie geschehen) seine Lizenz (zur Predigt) entziehen würden.
    Als Dominikaner hat er die persönliche Gelassenheit, den Schmutz von Dreckschleudern Merkel-höriger Bürokratenseelen des ZdK an sich abprallen zu lassen.

  24. Die katholische Kirche, so scheint es mir, hat sich immer noch nicht von Nationalsozialismus gelöst, sondern betreibt ihn aktiv, wie man an den Jagdszenen des ZDK erkennen kann. Nazi ist nicht derjenige, den man so nennt, sondern der, der sich so aufführt. Dazu gehören aber nicht nur Segmente der katholischen Kirche, sondern auch Teile der evangelischen Kirche.

    • „Nazi ist nicht derjenige, den man so nennt, sondern der, der sich so aufführt.“

      Herzlichen Dank für diesen ganz, ganz wichtigen Satz!

  25. Dazu muss man wissen, dass besagtes „Zentrakomitee“ ganz im Stile anderer Zentralkomitees nicht etwa ein Organ der Kirche oder eine legitimierte Vertretung der Gläubigen ist, sondern nach meinem Eindruck vielmehr ein Verein von zeitgeistseligen Wichtigtuern und Liebdienern des Parteienstaats.

  26. „Wer die Wahrheit sagt, muss keine Angst haben, er wird nie endgültig besiegt werden!“

    So ist es. Weil die Wahrheit und die Wahrhaftigkeit unter göttlichem Schutz stehen, kommt dies auch dem Wahrheitssuchenden und dem Wahrheitssprechenden zugute.

    Letztendlich kommt eh alles ans Licht.

  27. Jede Unterstützung der AfD ist natürlich willkommen. Ich stehe aber Gespenstergläubigen immer sehr distanziert gegenüber. Wer solch eine Macke oder oft viel Schlimmer eine Verwirrung wie eine Monstranz vor sich her trägt, welchem Unfug folgt der als nächstes?

    • Ich gehöre zwar auch zu dieser verwirrten Art, habe aber trotzdem gerade herzlich über Ihren 2. Satz gelacht 😉 Dankeschön!

  28. Kein Wunder: Das Zentralkomitee ist eine sozialpädagogisch ausgerichtete Organisation von Gutchristen, welche die momentan „korrekte“ Hauptströmung bilden.

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