Mit der Feststellung des Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Thomas Sternberg, dass man gerne den neuen Kirchenkurs des Papstes mittragen möchte, endete gestern der Katholikentag in Münster. Diese durchaus zutreffende Feststellung liegt aber nicht daran, dass der Kirchentag besonders papsttreu geworden wäre, sondern Franziskus selbst das Papsttum innerhalb weniger Jahre auf das Level eines deutschen Katholikentags heruntergewirtschaftet hat.

Felizitas Küble hat den Kirchentag besucht.

Wer in Münster auf der sog. Kirchenmeile des Katholikentags  – größtenteils auf dem Schloßplatz gelegen – flanierte, stieß dort auf gleich zu Beginn auf einige Infostände, die  – gelinde gesagt – nicht so recht zur Lehre der katholischen Kirche passen wollen.

Dass es mindestens ein dutzend protestantischer Stände gab, ist kein Problem, schließlich gibt es auch evangelische Besucher auf dem Katholikentag, zudem waren die Hälfte dieser Gruppen evangelikal und von daher erfreulich, zB. IDEA, Bibel-TV, PRO-Medienmagazin, Dt. Evangelische Allianz etc.

Was aber merkwürdig berührt, sind jene Initiativen, die sich als katholisch ausgeben, aber mit dem Standpunkt der Kirche wenig am Hut haben.

Kaum daß man den  „Markt der Möglichkeiten“ betrat, sah man schon den Stand „Priester und ihre Frauen“ von zölibatsmüden Geistlichen.

Wie dürfen wir das wohl verstehen?!

In der Nähe dann gleichsam „passend“ das Netzwerk katholischer Lesben.

Auch „Donum vitae“ war mit einem Infostand vertreten, obwohl diese Beratungsstellen jenen „Schein“ ausstellen, welcher der Schwangeren die straffreie Abtreibung formal überhaupt erst ermöglicht, weshalb dieser Verein kirchlich nicht anerkannt ist und vom Vatikan ausdrücklich abgelehnt wird.

Auch die „religiösen Sozialist/innen“ durften in dieser Kirchenmeile nicht fehlen, wenngleich Sozialismus und katholische Soziallehre schlicht unvereinbar sind.

Das „Netzwerk Diakonat der Frau“ war nicht nur mit einem Infostand vertreten, sondern auch sonst vielfach – etwa auf Veranstaltungen – auf dem Kirchentag präsent, zudem setzten sich diverse Frauengruppen zusätzlich für diese Forderung ein, Frauen zum amtlichen Diakonat zuzulassen.Kurz gesagt:

Der Katholikentag hatte sich da  –  höchst „tolerant“ – darum bemüht, möglichst auch randständige Gruppen mit ins Boot zu holen, sofern sie links bzw. reformkatholisch waren.

Bei katholisch Konservativen waren man freilich pingelig: Unser gemeinnütziges Christoferuswerk eV., das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt, erhielt nämlich keinen Infostand. Angeblich, so wurde uns knapp mitgeteilt, würden wir den „Zulassungsbedingungen“ nicht entsprechen. Auf meine Rückfrage nach einer Begründung kam kein Echo.

Interessanterweise hat unser Verein aber bei früheren Katholikentagen problemlos einen Stand erhalten, zuletzt beim Katholikentag in Regensburg (dort sogar sehr gut platziert), aber auch früher schon, z.B. in Mainz. Doch mein Hinweis darauf war vergeblich, es gab keinen Stand und keine Begründung.

Das bayerische Bistum Regensburg ist eben schon ein ganzes anderes Pflaster als Münster – womit vermutlich alles gesagt ist.

Erstveröffentlichung: CHRISTLICHES FORUM

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16 Kommentare

  1. Kein Katholikentag, sondern ein Panoptikum des Grauens. Die rel. Sozialistinnen krönen mit ihrer Anwesenheit den linksliberalen Mumpiz, der den Menschen als kath. verkauft werden soll. Es gibt bereits eine kath. Soziallehre und die Bergpredigt ist nicht das kommunistische Manifest. Die Ehrfurcht vor der Schöfpung ist reinster Umweltschutz. Die kath. Kirche braucht keine links-grünen Apostel !!

  2. Irrelevante Veranstaltung irrelevanter Menschen zu irrelevanten Themen. Zum Glück bin ich aus diesem Verein vor Jahren ausgetreten, was ich noch keine Sekunde bereut habe.

  3. … und die Milliarden für die Asyl-Industrie fließen im Hintergrund

    Unsere Nachfahren werden zahlen. Und Probleme haben

  4. Habe ich das anderweitig richtig gelesen ? Es sollen fast keine Kreuze zu sehen gewesen sein ? Kann das mal bitte jemand bestätigen ?

  5. Haben denn wirklich alle das Denken verlernt. Hat denn wirklich niemand mehr wirkliche Empathie? Nach meiner Erfahrung sind die sogenannten Gutmenschen die schlimmsten Egoisten und die Intoleranz in Person. Keine schöne Entwicklung.

  6. Um das Wort Gottes geht es schon lang nicht mehr, nicht einmal bei den Katholiken.
    Die Staatskirche, egal welcher Konfession, huldigt dem Staatsfeminismus, der Staatshomosexualität, dem Staatsgutmenschentum, dem Staatsantifaschismus und der Staatstoleranz, egal wem gegenüber. Wo ist Gott, um Himmels Willen?

  7. Betrachten wir es politisch : Die Sozialisten / Kommunisten haben sich den Kirchen ermächtigt. Was sich durch absichtlich hervorgerufenen Ekel und Abscheu nicht freiwillig zum Austritt entschließt, wird einfach mitgenommen, aufgefangen u. umerzogen.
    Sie wollen die Kirchen und somit die christl. Gemeinschaft zerschlagen, – zumindest schwächen, um dem Islam einen besseren Start zu ermöglichen.

    • Ist ja auch kein Heiratsmarkt für Hinz und Kunz, sind alles Gottes Bräute – Finger weg !
      Suchst du hübsche Jungfrauen, musste beim Islam anheuern ! 🙂

  8. Im dekadenten Zeitalter wird selbst vor Veröffentlichung unserer Intimssphäre nicht Halt gemacht, wir verraten unsere Menschenwürde, das Vertrauen, Liebe wird daran ersticken, wenn man Menschen nicht mehr annimmt wie sie sind, sondern sie sich gegenseitig zum Einheitsmenschen erziehen, dressierte Äffchen eben ohne seelische Freiheit. Christus steht nicht Mittelpunkt, unser Ego.

  9. Entweder die Menschen sind Christen oder nicht, da ist die christliche Lehre Mittelpunkt und nicht die eigene ideologische Verblendung. Das grüne Gift das Christentum zu entwurzeln, ideologisch zu missbrauchen und zu spalten bis Christen sich untereinander verfeinden und abschaffen, es wirkt. Papst Franziskus sät Zwietracht und Hass für seine Welteinheitsreligion und die dummen Schafe blöcken d

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