(David Berger) Gestern, am 7.Juni 2018, bekam ich eine Mail von einer mir nicht näher bekannten Caroline Schmüser. In der Nachricht gibt sie sich als „Journalistin in der Faktencheck-Redaktion EchtJetzt von Correctiv.org“ aus. Sie arbeite gerade, so schreibt sie, „an einem Artikel über Ihren Blog ‚Philosophia Perennis'“.

Um nicht sofort einen Korb zu bekommen, versucht sie es dann mit etwas Honig: Sie finde meinen „persönlichen sowie beruflichen Werdegang sehr interessant“, und würde mich gerne dazu interviewen. Als Zeitrahmen dafür gibt sie eine halbe Stunde in der Woche vom 18.-22. Juni Zeit für ein Treffen in Berlin vor. Warum es zu diesem Treffen nicht kommen wird, habe ich ihr ausführlich erklärt.

Meine Antwort an die Frau Kollegin, die auch auf Twitter gerne Fakenews-Jägerin spielt, möchte ich den Lesern von Philosophia Perennis nicht vorenthalten.

Sehr geehrte Frau Schmuser,

vielen Dank für Ihre Nachricht und auch dafür, dass Sie den Mut hatten, darin ihren Auftraggeber zu nennen. Nach dem, was sich „Correctiv“, das sich als Überjournalisten-Wache ausgibt, bereits an journalistischen Fauxpas geleistet hat, ist das sicher nicht ganz leicht.

Ich denke da etwa an die justiziable Exklusiv-Reportage Ihres Chefs, David Schraven über das Intimleben einer AfD-Abgeordneten, die jeden – und zwar nicht nur journalistischen – Anstand auf extreme Weise verlassen hat. Ich schrieb bereits damals über das Vorgehen Ihrer „Firma“:

„Man spioniert jetzt das Intim- und Privatleben politisch unliebsamer Personen aus, um sie dann an den öffentlichen Pranger zu stellen.“

Da ich für mein wildes, extrem hedonistisches Sexualleben (soweit das einem 50-Jährigen noch möglich ist) hinlänglich bekannt bin, habe ich jetzt natürlich gewisse Hemmungen:

Wollen Sie vielleicht mein Schlafzimmer im Homo-Kiez Berlin Schöneberg inspizieren, in dem ich nicht nur morgens vom Bett aus meine PP-Artikel schreibe, sondern wo danach auch regelmäßig wilde Sexorgien über Tage und Nächte hin stattfinden?

Und ich muss dann ein paar Tage später bei „Correctiv“ lesen:

„Rechtsradikaler Blogger und Theologe feiert perverse Sexorgien in Redaktionsräuumen“

Das kann ich wirklich nicht wollen, zumal ich befürchte, dass selbst Ihr Qualitätsmedium und Sie als renommierte Journalistin mit all dem, was Sie herausfinden würden, überfordert wären.

Das konnte, wie bereits die Süddeutsche berichtete, kreuz. net besser als Sie … (Foto: Die rechtsradikale Internetseite kreuz. net veröffentlichte 2011″unsittliche Fotos“, die sie im Netz von mir gefunden hatten …)

Aber selbst wenn es nicht diese nackten Männer im PP-Keller gäbe, würde ich mit „Correctiv“ kein Interview führen wollen.

Damit würde ich Ihnen ja den Status der neuen Inquisition, den sie sich in einer verwegenen Geste und unter verschleiernden Begriffen – quasi als super-journalistische Blogwarte der reinen Lehre – zugeschrieben haben, zugestehen.

Als jemand, der sich aus verschiedenen Ideologien und ihren Erpressungsmechanismen freigekämpft hat und dadurch zu einem kämpferischen Liberalen geworden ist, käme ein Gespräch mit Ihnen auch einem Selbstverrrat gleich.

Ich bitte also um Verständnis, dass ich Ihre Anfrage negativ bescheiden muss.

Mit besten Grüßen – auch für die Zeit, wenn die Machverhältnisse wechseln und andere bestimmen, was Fakenews und wer Hetzer sind und ich dann dafür kämpfen werde, dass Ihre Meinungs- und Pressefreiheit gewahrt bleibt

Dr. David Berger

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