Wie Ordensverleihungen zum Running Gag werden. Ein Gastbeitrag von Josef Hueber

„Es gibt drei Arten von Orden: erdiente, erdienerte und erdinierte“ (Markus M. Ronner)

 

Machen Bäume Demokratie? Setze ich mich, wenn ich einen Setzling pflanze, „in herausragender Weise für Freiheit und Demokratie sowie gegen Rechtsextremismus und Gewalt“ ein?  Zumindest ist die Zielgruppe der potentiellen und realen Empfänger des Bundesverdienstkreuzes so definiert. Sagt das  Bundespräsidialamt zu dieser Auszeichnung.  Frank-W. Steinmeier wird also wissen, wem er den Orden verpasst.

Natürlich ist’s kein Zufall, dass sich mit einer schwer widerlegbaren Ausschließlichkeit für diese hohe Ehre nur links-grüne, an der katastrophalen Kanzlerin- und Altparteienpolitik entlang schreibende und glatt talkende Verneigungs-Journalisten wie Dunja Hayali qualifizieren. Wer nicht nur SZ, FAZ, BILD und (leider zunehmend) DIE WELT liest, sondern auch einmal einen Blick in kritische Blogs wirft, die gerade dabei sind, die Abos der linienfreundlichen Blätter verdientermaßen  zu dezimieren, ahnt oder weiß das.

Aber wie kommt jemand in die Gunst des Allerhöchsten im Staat, mit einem Orden ausgezeichnet zu werden, weil er als Bub eine animierte Marionette für Indoktrination war?

Felix Finkbeiner heißt der neue, fast noch jugendliche  Bundesverdienstkreuzträger, weil er als Lausbub für eine wissenschaftlich höchst strittige, von durchaus qualifizierten Wissenschaftlern als nicht haltbar erklärte Klimaerwärmungs-Ideologie instrumentalisiert wurde. Heute ist er so glücklich, weil er von allerhöchster Stelle mit einem Orden ausgezeichnet wurde, dessen Anlass und Sinnlosigkeit er damals nicht verstanden hat und vielleicht nie verstehen wird, solange er sich im intellektuellen Dunst- und Dumpfkreis seines Papas bewegt.

Felix Finkbeiner, * 1997 laut Wikipedia deutscher „Umweltaktivist“,  hat, erst 9-jährig, meinetwegen etwas später, schon als Grundschüler, gewiss selbstständig, die Organisation „Plant-for-the-Planet“ gegründet. Motto: Bäume pflanzen weltweit auf Teufel komm’ raus, um den Planten vor dem bösen Umweltverhalten des – insbesondere westlichen, hochtechnisierten – Menschen zu retten.  Sein Vater, Frithjof Finkbeiner, stellvertretender Präsident der „Deutschen  Gesellschaft Club of Rome“, einer Weltmeister-Organisation in Umwelt-Fehlprognosen, dürfte dabei natürlich keine Rolle gespielt haben. Vorträge haltend, tingelte der Kleine, vermutlich völlig selbstlos, mit seiner völlig neuen Frohen Botschaft um den Erdball. Die SZ berichtet im Jahr 2014 von 30 Vorträgen im Jahr. Seine optimistische Prophetie: „Alles würde gut“ – wenn, ja wenn man nur genügend Bäume pflanzt und so der Zerstörung der Welt entgegen arbeitet.

Und wie Mozart schon als kleiner Spatz komponierte, hatte unser Mini-Wissenschaftler ganz ganz früh, nämlich im Grundschulalter, wissenschaftliche Intuitionen. Schon 2007 hielt Felix ein Referat  über ein Thema, das er schon vor der Pubertät sehr gut verstand: den Klimawandel. Er wusste, so erzählt er in einem Interview, dass mehr Bäume gut wären, um die Erwärmung der Erde aufzuhalten. Den Einwand, dass es aber auch Menschen gebe, die sagen „So schlimm wird das nicht mit der Klimaerwärmung“, konterte der Naseweis: „Ja, viele dieser Leute werden auch von Firmen dafür bezahlt.“

Ein Höhepunkt öffentlicher Wirksamkeit (oder Komik?)  war erreicht,  als der fremdgesteuerte Bub in der Erlöserkirche in München am 10.3.2013 seine „Thesen“ in einem  Vortrag zur Planetenrettung mit dem Thema „ Alles würde gut“ dem Publikum von der Kanzel herab priesterartig vorplapperte und sogar in einer „ Streitschrift“ veröffentlichte. Die seinen Umweltweisheiten andächtig zuhörenden Gläubigen bezeugten ihre Hochachtung vor dem unabhängigen Knirps-Denker am Ende mit heftigem Applaus und standing ovations.

Ordensverleihungen der besonderen Art, wie etwa der Friedensnobelpreis für den bekannten, bereits verstorbenen Terrorismuspraktiker aus dem Nahen Osten, oder den Yes-we-can-alles-Obama ohne Vorleistung, sowie die in Assisi mit Friedens-Lämpchen bedachte  Schleusenöffnerin  für de-facto unkontrollierte Zuwanderung sollten in der närrischen Zeit, d.h. im Fasching stattfinden. Da ist dann wenigstens klar, wie ernst man diese Auszeichnungen nehmen soll.

Das Bundesverdienstkreuz für einen kleinen Nichts-Wisser jedenfalls erhöht den Respekt vor der Auszeichnung nicht. Aber wir leben offensichtlich in einer weit über den Fasching hinausreichenden ganzjährigen, närrischen Zeit.

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