Ein Gastbeitrag von Sebastian Rollmann und A.R. Göhring

Zweiter Akt der Posse um die Fotos der beiden Nationalspieler Özil und Gündoğan mit dem türkischen Präsidenten und Radikal-Islamisten Erdoğan. Erinnern wir uns kurz an die Bilder: Özil umarmt Anfang der Woche den türkischen Despoten, bei der Übergabe seines Trikots zeigt Özil ein befreites und stolzes Lachen. Gündoğan signiert gar sein Trikot mit einer devoten Huldigung „seines“ Präsidenten.

Wenn Erdogan EUER Präsident ist, wieso spielt ihr dann für UNSER Land?

Der Aufschrei in der Politik und auch im Bezahl-Fußball war kurz – verdächtig kurz. Nur einen Tag später schon nominiert Nationaltrainer Joachim „Jogi“ Löw beide für den Kader. Sie seien prima Kerle, die halt mal einen kleinen Fehler gemacht hätten. Mitnichten!, lautete der Aufschrei in der Bevölkerung. Knapp 75.000 Bürger unterzeichneten schon eine Petition, die beiden aus der Elf zu kicken.

Nun der zweite Akt der Posse. Über seinen Facebook-Kanal postet Bundespräsident Steinmeier am Pfingstwochenende stolz ein Foto, das ihn mit den beiden „Abtrünnigen“ auf der Terrasse des Schlosses Bellevue zeigt. Das dazugehörige Bild spricht Bände: Während sich Steinmeier im Anzug lässig mit der Hand in der Hosentasche und leicht angewinkeltem rechten Bein präsentiert, gehen die türkischen Fußballer in unangemessenen Freizeit-Hochwasserhosen, neben ihm. Özil mit etwas verlegenem Lächeln, und Gündoğan mit Erdo-Schnauzbart und skeptischem Blick auf Steinmeier. Beide Nationalspieler haben ihre Arme hinter dem Rücken verschränkt.

Laut dem „Körpersprache-Trainer“ signalisiert diese Haltung zweierlei: Zum einen Autorität und Selbstsicherheit – die Person präsentiere ihre Vorderseite ohne Schutz, zeige damit, dass sie keine Angst habe, sie das Gefühl habe, „mir kann nichts passieren“. Nicht umsonst üben solche Gesten oft patrouillierende Polizisten aus. Zum anderen zeige diese Pose aber auch, dass sie mit den übrigen anwesenden (meist niederrangigen…) Personen keinen Kontakt wünsche, die zum Gruß auszustreckende Hand befindet sich schließlich den übrigen Personen abgewandt hinter dem Rücken.

Während also die Bilder des Besuchs Özils und Gündoğans bei Erdoğan geradezu familiären und sehr innigen Charakter haben, strahlt das Bild des Besuchs bei Steinmeier Distanz, Kühle, Skepsis und Überlegenheit gegenüber dem deutschen Staatsoberhaupt aus.   

Einzig bei Steinmeier scheint dies nicht angekommen zu sein. Geradezu hilflos attestiert er beiden die von ihm kreierte und schon des Öfteren „bei bunten Gelegenheiten“ geäußerte These der multiplen Heimat: „Ein Mensch kann mehr als eine Heimat haben … das hat uns bereichert.“

Letztlich legt er den beiden noch ein paar Sätze in den Mund. So soll Özil geäußert haben: „Ich bin hier aufgewachsen und stehe zu meinem Land.“ Das ist ja richtig schön sybillinisch, denn gleich kommt die Frage auf: Welches Land ist denn jetzt „sein“ Land?

Gündoğan soll laut Steinmeier geäußert haben:

„Meine Familie stammt aus Dursunbey. Ich bin in Gelsenkirchen geboren. So wie die Heimat meiner Eltern auch ein Stück Heimat für mich ist, so ist Deutschland heute eindeutig mein Land und mein Team.“

Donnerwetter! Mit diesem Satz liefert Gündoğan ja glatt eine Blaupause von Steinmeiers These ab … Aber wie passt da das „eindeutig“ rein? Hat da Steinmeiers Ghostwriter wohl ein bisschen zu dolle zu retten versucht, was nicht zu retten ist?

Als wenn Steinmeiers Kniefall vor der klaren Absage der beiden Türken an alle europäischen Werte noch nicht peinlich genug wäre, muß sich natürlich auch noch eine Grüne in der typischen wirklichkeitsfremden Apologese allem Fremden gegenüber zu Wort melden. O-Ton Claudia Roth:

„Es sind mündige Bürger.“ Fußballer seien…. „Botschafter für eine Idee einer Demokratie, eines Rechtsstaates, einer vielfältigen, bunten Gesellschaft, eines Landes, das ohne Wenn und Aber eine multikulturelle und multireligiöse Realität hat“.

Diesen Wahnsinn muß man sich einmal Wort für Wort zu Gemüte führen. Einheimische Rechtsextremisten werden von Roth und ihren politischen Spießgesellen regelrecht gejagt und sogar gezielt gesucht. Die Rechtsextremisten anderer Länder hingegen werden von ihr offen verteidigt und auch noch gefördert.

So ganz wird der geneigte Leser den Eindruck nicht los, dass hier zwei hochbezahlte Sportler-Millionäre mit Deutschland Schlitten fahren. Und wie beide wird es vor allem auch Erdoğan freuen, erneut Deutschland, diesmal sogar dessen Staatsoberhaupt und auch noch die Vize-Parlamentspräsidentin vorgeführt zu haben.

Jetzt fehlen eigentlich nur noch ein paar Wahlkahmpfautritte Erdoğans hier im Land – großen Widerstand wird es wohl nicht geben. Vielleicht hat ja auch Erdoğan multiple Heimaten?

***

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40 Kommentare

  1. Özil und Gündogan als deutsche Fussballer ihr Türkenpräsident sagt alles über den Zustand von 4 Millionen Türken in Deutschland. Alles andere ist Augenwischerei und Heuchelei. Die gleichgeschaltete LInksmerkelsche Politik will es nur nicht wahrhaben, streitet und negiert alles ab.
    Allerdings, der SPD Steinmeier ist auch nicht mein Bundespräsident. Ich habe keinen und auch keine BuRegierung!

  2. Da haben wir uns doch wieder mal so was von „umsonst“ echauffiert, in die Tasten gehämmert, Petition unterschrieben und es war alles unnötig!!
    Repräsentant der BRD lässig die Hand in der Hosentasche,🤓 Fussballjungs ( sind doch keine Diplomaten) relaxt im Freizeitlook,😎 wollen uns weissmachen, ist doch alles in bester Ordnung. Bier kalt gestellt, Chipskübel eingekauft … der Ball rollt wieder 🤣

  3. Steinmeier ist ein Sozialist, als solcher ist er immer bereit die Bildung von Parallelgesellschaften zu fördern und gleichzeitig die heimische Gesellschaft zu spalten. Als Sozialist will er natürlich auch, grotesker Weise, das islamische Gesellschaftsmodell unterstützen.

  4. Ich verstehe nicht, daß in dieser unglaublich peinlichen Geschichte die Welt auch noch die Unfug verbreitende Frau Roth hofiert. Und auch dieses Mal liegt sie mit ihrem Gesülze wieder völlig falsch.

  5. Fehler, Dummheit schützt vor Strafe nicht. Das sind keine Deutschen. Denen steht die Türkei näher als Deutschland, auch wenn sie hier geboren sind. Unsere Hymne singen sie auch nie mit.

  6. Die Banker wollen die Lebensarbeitszeit der Deutschen erhöhen, damit diese auch die afrikanische Gebärwut bis hin zur Überbevölkerung finanzieren, die eingewanderten Analphabeten sich in unseren Sozialsystemen wohl fühlen, Steinmeier und Co. sich aufführen als wären sie der Feudaladel und sinnlose Bürokratie zum Bespitzeln der Bürger, Bürokratie zur Bevormundung der Bürger bezahlt werden kann.

  7. Wenn Bundestrainer Löw ein echter Kerl wäre, würde er dem Gündogan und dem Özil derart in den Hintern treten, dass beide einen Purzelbaum schlagen.

  8. Wenn der Bundestrainer ein echter Kerl wäre, würde er dem Gündogan und dem Özil in den Hintern treten, dass beide einen Purzelbaum schlagen.

  9. Will Steinmeier mit Frau Roth einen Schmachtfetzen drehen, wo sie die Nationalflaggen tauschen, als sei Dt. eine Kolonie der Türkei? Warum setzt Löw Claudia Roth nicht bei der WM ein, gegendert als männlich, bin mir sicher bei der Furie laufen die gegnerischen Mannschaften jaulend davon. Steinmeier kann ja Claudia als Claudio anfeuern, damit die dt. Mannschaft die Siegestrophäe bekommt und Löw vol

  10. Sowas ist nur noch peinlich. Kein Wunder, daß die deutsche Gurkentruppe im Ausland niemand mehr ernst nimmt.

  11. Ihr berichtet das falsch.
    Sowas ist Stoff für Satire:

    Özil: „Ja?“
    „Hier Steinmeier.“
    „…?“
    „Ihr Bundespräsident.“
    Özil (gelangweilt): „Ach so.“
    St.: „Ihr Auftritt bei Erdogan … ich hätte gern einen Termin.“
    Özil: „Von mir aus…“

  12. Komisch, der Bundesoberwarner der Nation, der bei jeder Gelegenheit Warnmeldungen rausgibt,hat auf einmal ganz schnell Zeit für irgendwelchen Schwach-Talk mit 2 Ballfummlern, wohingegen Tausende andere Leute, die für´s Land viel wichtiger sind,bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag auf einen Termin warten können, weil sein Terminkalender angeblich so randvoll sei. Das hat System.

  13. Seit die Deutsche Nationalmannschaft in Multikulti und „DIE MANNSCHAFT“ umgeneriert wurde (sicherlich demnächst auch durchgegendert weil gerade Links IN- ist für mich Feierabend mit Fussball. Der Rest meiner Sympatie wurde verscherzt, als die Vereinsbosse (Frankfurt,HSV,Bay. München,Freiburg, )(inkl. Ph.Lahm gegen die AFD und div. Kritiker wetterten,trotz dem Mord an M. Ladenburger durch H.K.

  14. Dürfen deutsche Fußballfans bei der WM eigentlich noch für die „Mannschaft“ sein und Deutschlandfahnen schwenken? Ist das noch erlaubt? Das ist doch mittlerweile viel zu „nationalistisch“ und „irgendwie nazi“, oder? Bin mal gespannt, ob linke Fußballfans bei eventuellen Toren der Löw-Truppe diesmal vor Scham und Selbsthass unter die Tische kriechen und/oder „Buh“ rufen…

  15. Erdogan benutzt den Islam nur, hat mal ein Türke in einem Bericht gesagt.Wer diesen Despoten verherrlicht und wählt hat in der Nationalmannschaft nichts verloren. Der Schleimer Steinmeier ist noch ein schlechterer Präsident als Gauck es schon war. Den deutschen Bürger verhetzen und dieso mit Geld zugedröhnte Balltreter über den grünen Klee loben. Armselig!!!

  16. Der Islam ist nie und nimmer kompatibel zu Europa, USA, Israel, im Grunde der gesamten freien Welt. Erdogan macht es uns vor, wie aus einem halbwegs laizistischen Staat innerhalb weniger Jahre eine Islamdiktatur gezaubert werden kann, ähnlich dem Iran vor langer Zeit. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser…

  17. Der Fussball ist die Projektionsfläche, die dringend entlang der Regierungsinteressen bespielt werden muss. Sie könnte wie damals im Osten sonst auch Spielplatz der Opposition werden. Am Ende geht einem dann gleich das ganze Land flöten. Im Übrigen ist die Kindergartenrethorik Steinmeiers noch peinlicher als die Erdogans. Da möchte man kein Fussballer sein.

  18. Und dass die Bundes-Eule bei diesem abgekarteten Spiel mitmacht…
    Ganz plötzlich hat er Zeit für die zwei AKP-Hanseln.
    Unsäglich!!!

    Was planen die im Juni? Warum ist die Fußball-WM für die deutsche Regierung jetzt wieder so wichtig?

    • >Was planen die im Juni?<

      Vielleicht eine neue Migrantenwelle – diskret per Flugzeug? Ich weiß es auch nicht, aber permanente Wachsamkeit ist angesagt.

  19. Eigentlich müsste man nur noch lachen, wenns nicht so traurig und alles so offensichtlich wäre. Das Steinmeier da mitmacht, sein Rückgrat hat er nach Ernennung zum Bundespräsidenten offensichtlich nicht wieder gefunden.
    Die dekadenten Römer hatten vor ihrem Untergang schliesslich auch Migranten als Gladiatoren und Legionäre. Bis diese dann ihr Reich zerstörten.

    • „Das Steinmeier da mitmacht, sein Rückgrat hat er nach Ernennung zum Bundespräsidenten offensichtlich nicht wieder gefunden.“

      Hat er sich denn zuvor als Mensch mit Rückgrat gezeigt, dieser schmierige Funktionärs-Uhu? Wäre mir zumindest nicht bekannt. Ich denke er, die Type bleibt sich treu.

    • >sein Rückgrat hat er nach Ernennung zum Bundespräsidenten<

      Ach was – der gelernte Verwaltungsfachangestellte hatte noch nie eins. Noch nicht aufgefallen?

      • Ja, das wäre möglich gewesen. Aber, um mit Luther zu sprechen, aus einem verzagten Arsch kommt nun mal kein fröhlicher Furz. 😉

  20. Bundesgrüßaugust bleibt eben Bundesgrüßaugust.

    Und diese Kasperl trupppe von ‚Tuka – Tuka‘ Land wird nur noch übertroffen von dem Bundeskasperltheater in Berlin!

  21. „Während sich Steinmeier im Anzug lässig mit der Hand in der Hosentasche und leicht angewinkeltem rechten Bein präsentiert, gehen die türkischen Fußballer in unangemessenen Freizeit-Hochwasserhosen, neben ihm.“
    Was denn nun, Steinmeier steht mit angewinkelten Bein und die Zwei gehen ?
    Sieht man doch das sie alle 3 spazieren.

    • Vielleicht wollte Steini Gassi gehen, denn wenn die deutschen Köter ihr Bein anwinkeln ist es halt so, dass sie dringend müssen. Sorry ich war beim Fußball.

  22. „Die Mannschaft“, wird mir immer egaler.. das ist kein Team mehr mit dem ich mich identifizieren kann!

    zu dem ist die kommerzialisierung derart fortgeschritten das es mich mher & mehrabstößt, ein Länderspiel zu verfolgen..

  23. Der Fußball ist die „Hure“ der Nation und bei „Brot und Spiele“ ist alles recht. Gerade deswegen drücke ich immer den Sportlern den Daumen die noch ehrlichen Sport betreiben und sich nicht vor den Karren von Politverbrechern spannen lassen.Sind zwar wenige, aber es gibt sie

  24. Was anderes habe ich von diesen Politkaspern auch nicht erwartet und dem Schal ist es ja auch egal. Wie Steinmeier sich anbiedert ist ja schon ekelhaft.

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