Die beiden Fußballprofis Özil und Gündogan haben den türkischen Präsidenten Erdogan getroffen und ihm signierte Trikots mit der Aufschrift: „Für meinen Präsidenten, hochachtungsvoll.“ geschenkt.

Nun reißen die Diskussionen über das Verhalten der beiden nicht ab. Immer wieder wird ins Feld geführt, dass es sich bei den beiden nur um zwei junge Fußballer handeln würde, die keine Ahnung von Politik hätten und nur nett sein wollten.

Auf der anderen Seite kommen nun Dinge ans Tageslicht, die zeigen, dass die Huldigung an Erdogan kein einmaliger Ausrutscher war. Die bekante investigative Twitter-Aktivistin „Dora zwittschert“ hat etwa folgendes getwittert:

Und der bekannte Jurist Ralf Höcker schreibt:

„Özil wird wohl behaupten, das Foto mit Erdogan bedeute gar nichts. Nun ja, im Lieblingszimmer seiner Londoner Wohnung hängt ein Gemälde, dass er irrtümlich für das des osmanischen Schlächters Sultan Mehmed II hält, der 1453 das christliche Konstantinopel (heute Istanbul) belagert, erobert, geplündert und zerstört hat.

Die Bewohner wurden ermordet, versklavt und vergewaltigt, sogar die, die sich in ihrer Not in die gewaltige Kirche Hagia Sophia geflüchtet hatten. Das Christentum wurde in der bedeutendsten Stadt der christlichen Orthodoxie im Laufe der Jahrhunderte nahezu vollständig ausgelöscht. Der osmanische Chronist Aschikpaschazade hielt fest:

„Da gab es gute Beute. Gold und Silber und Juwelen und kostbare Stoffe wurden auf den Markt im Heerlager gebracht und in Haufen aufgestapelt; all dieses wurde nun feilgeboten. Die Giauren (Ungläubigen) von İstanbul wurden zu Sklaven gemacht, und die schönen Mädchen wurden von den Gazi in die Arme genommen.“

Nein, Özil hat es sicher nicht so gemeint! (Sekunde 28 im Video)

Update 10:10 Uhr: Özil feiert Sultan Mehmed II im Video zwar dafür, dass er Konstantinopel erobert hat. Offenbar hat er aber zwei Sultane verwechselt. Das Gemälde zeigt wohl gar nicht Mehmed II sondern Selim III. Dass er gar nicht weiß, wer bei ihm im Wohnzimmer hängt, dürfte aber keine Rolle spielen. Entscheidend ist die Gesinnung.“ – soweit Höcker in einem Facebookstatement.

Der Bundestagsabgeordnete Sebastian Münzenmaier von der AfD kritisierte nun das Verhalten der beiden Passdeutschen scharf:

„Lieber Mesut, lieber Ilkay, wenn Erdogan ‚euer‘ Präsident ist, wieso spielt ihr dann für ‚unser‘ Land? Der Präsident der Deutschen heißt Steinmeier und sitzt in Berlin.“

Er rate beiden Fußballprofis, sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren und für die Weltmeisterschaft zu trainieren anstatt Sultan Erdogan zu hofieren und sich in dessen Wahlkampfmaschinerie einspannen zu lassen!

Ansonsten freue sich die türkische Nationalmannschaft bestimmt über zwei neue Mitspieler und Erdogan über zwei neue türkische Staatsbürger.

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