Montag, 22. Juli 2024

EM: Deutschen ist Lust auf woken, erfolglosen Fußball vergangen

(David Berger) Seit der letzten, von der Bundesregierung brutal politisch missbrauchten Fußball-WM und der damit eingefahrenen Niederlage hat man den Deutschen die Freunde an ihrem Lieblingssport weitgehend ausgetrieben. Die heute beginnende Europameisterschaft stößt auf ein nie dagewesenes Desinteresse in der Bevölkerung.

Auch diesmal lässt man uns wissen, bei der EM gehe es um „Vertretung von Minderheiten, Förderung der Geschlechtergleichstellung und Vorbeugung von Diskriminierung und Rassismus“. Nachhaltigkeit werde die „zentrale Rolle im Turnier spielen“. (Quelle)

„Diversity“ gewinnt kein Turnier

Dazu einige der kritischen Stimmen: Prof. Ralf Hoecker aus Köln: „Die Fussball-EM interessiert ja keinen Menschen mehr. 2004 bin ich noch zur EM nach Portugal geflogen und habe im Stadion gegen geguckt. Über 2006 müssen wir gar nicht reden. Damals haben wir in der Kanzlei auch noch Tippspiele gemacht. Alles vorbei. Es ärgert mich, dass die, die Nationalmannschaften schon immer blöd fanden, gewonnen und mir den Spaß an EM und WM verdorben haben.“

Journalist Manaf Hassan: „Kurz vor der WM 2006 war die Stimmung im Land unglaublich gut, die Wirtschaft stand sehr gut da, es gab einen deutlichen Aufschwung, die Menschen waren nicht annähernd so gespalten wie heute, es ging ihnen viel besser & das Leben in Deutschland war viel schöner. “

Ein Marcel: Die EM ist mir ziemlich gleichgültig. Seit dem peinlichen Auftritt bei der WM in Katar, hat diese Mannschaft sämtliche Sympathien bei mir verspielt. Was soll ich mit Spielern anfangen, die sich für politische Zwecke vor den Karren spannen lassen?“

„Heimatgefühl“: „WM 2022 – EM 2024: Nichts dazu gelernt. Im Gegenteil. Nicht ein Spiel werde ich mir ansehen. Diese Mannschaft repräsentiert schon lange nicht mehr unser Land. „Diversity“ gewinnt kein Turnier.“

Die „Neoliberale Aktion“ gab zu gestern bedenken: „Morgen startet die Europameisterschaft in Deutschland. Die Fans aus ganz Europa werden allerdings ein anderes Deutschland vorfinden, als bei der WM 2006. Das Land hat sich verändert. Deutsche Innenstädte haben sich verändert. Leider zum Negativen.“

Harter Tobak bei Dr. Gunter Link dazu: „Heute beginnt die Fußball-Europameisterschaft in Deutschland. Kein Deutscher mit Anstand und einem Rest Ehre im Leib kann ernsthaft diese erbärmliche Bande von Pseudo-Nationalspielern noch unterstützen. Boykott der EM ist das Gebot der Stunde. Glotze aus. Im Interesse des deutschen Fußballs.“

Statt Schwarz-Rot-Gold die Regenbogenfahne

Einige von vielen tausend ähnlicher Positionen, die wir seit einigen Tagen im Vorfeld der heute beginnenden EM lesen können. Und jedes mal wird mehr oder weniger deutlich, dass es die politische Instrumentalisierung unseres Nationalsports ist, die eine der letzten Domänen ungetrübter Freude für die Deutschen zerstört hat.

Wo es statt Bratwurst, Bier und Schwarz-Rot-Gold, Tofu, Bionade und Regenbogenflagge gibt, erwartet man vielleicht eine toxische mRNA-Impfung. Aber garantiert nicht die Freude jener Abende und Nächte des Sommermärchens, an dem sich 2006 ein ganzes Volk glückselig in den Armen lag.

Auch wenn mich die Europameisterschaft dieses Mal nicht sonderlich interessiert…..aber keine einzige Flagge auf der Fanmeile ist schon beschämend.Ich habe eine Flagge am Balkon https://t.co/hL7VS0u3mz erst recht! pic.twitter.com/KwwYm13yW8

— Geht’s noch !? 🧐 🇩🇪🦁🦁🦁🦁 (@Aufwachen_Leute) June 14, 2024

Denn „all dieser Fußball-Aktivismus ist gezwungen, unecht und unerträglich spießig. Kein Wunder, dass angesichts dieses Klamauks die Begeisterung nicht so recht aufkommen mag: Die Fußball-Euphorie zur Heim-EM soll quasi von oben herab organisiert werden. Fast ein bisschen wie DDR-Massensport, wo Walter Ulbricht gemeinsam mit ein paar hundert Leipzigern unter der roten Flagge Turnübungen machte. Diesmal turnt Olaf Scholz nicht mit uns – aber die Fans sollen Botschafter für allerlei politisch verordnetes sein. Nachhaltigkeit, Queernes, die Migrationsgesellschaft.“ (Quelle)

Spätestens jetzt sollte auch dem letzten derer, die sich schon lange gedanklich aus dem Irrenhaus linksgrüner Politik zurückgezogen haben, klar sein: Deutschland braucht einen radikalen Neuanfang. Nicht nur, damit Fußball wieder Spaß macht.

Addendum: Fußball war unser Leben

Zu dem Themenkomplex ist jetzt ein spannendes Buch erschienen:

Fußball war unser Leben
Wie Kommerz und Politik die schönste Nebensache der Welt fast zerstörten
Broschiert. 488 Seiten. Klappenbroschur. Fadenheftung.
ISBN: 978-3-948075-10-1
Erschienen: 2024
28,00 €

Hier bestellen: Manuscriptum

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Milliarden auf der Erde stehen im Banne des Fußballs. Doch eine toxische Allianz aus Kommerz und Ideologie gefährdet die »schönste Nebensache der Welt« in ihrer Substanz. Von dieser Bedrohung durch Geschäftemacher, Politiker und ihre journalistischen Handlanger, die sich der Attraktivität des Fußballs parasitär bedienen, handelt dieses Buch. Seine politik- und medienkritische Ausrichtung wird von dem unabweisbaren Eindruck einer immer penetranteren Instrumentalisierung des Sports über aktuelle Global-Agenden bestimmt. Der soziologische Blick des Buches verbindet sich dabei mit persönlichen Einsichten des Verfassers als dem Fußball verfallener Schüler, jahrzehntelanger Amateurkicker und verschiedentlich Trainer, passionierter Club-Fan und leidgeprüfter Anhänger einer Nationalmannschaft, die zunehmend ihren Nimbus verspielt.

 

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David Berger
David Bergerhttps://philosophia-perennis.com/
David Berger (Jg. 1968) war nach Promotion (Dr. phil.) und Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. 2010 Outing: Es erscheint das zum Besteller werdende Buch "Der heilige Schein". Anschließend zwei Jahre Chefredakteur eines Gay-Magazins, Rauswurf wegen zu offener Islamkritik. Seit 2016 Blogger (philosophia-perennis) und freier Journalist (u.a. für die Die Zeit, Junge Freiheit, The European).

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