(David Berger) In den Spekulationen rund um die komplett verwirrende Nachrichtenlage zur Amokfahrt in Münster und den vermutlichen Täter Jens R. tauchten nun eine Forderung und die damit verbundenen Presseberichte erneut auf, die der umstrittene Münsteraner CDU-Politiker Ruprecht Polenz ein Jahr nach Öffnung der Grenzen durch Angela Merkel und auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise erhob. 

Im Hintergrund steht dabei der extreme Glaubwürdigkeitsverlust der Politik und Medien, wenn es darum geht, die Öffentlichkeit umfassend und wahrheitsgemäß über Terrorgeschehen zu informieren.  Der Spruch des Ex-Innenministers de Maiziere „Alles weitere könnte sie verunsichern“, ist inzwischen gar zum geflügelten Wort geworden. Anlässlich der Aufnahme der Informationen, die die großen Medien zu Münster streuten wurde dies erneut überdeutlich.

Worum geht es? In Deutschland ist es äußerst schwierig seinen Namen ändern zu lassen. Konkret auf unsere Situation bezogen: Alleine ein „ausländischer Klang“ kann kein Argument sein, einfach seinen Namen zu ändern. Focus-Online schreib davon ausgehend damals:

„Wer als Zuwanderer oder als Kind von Migranten in Deutschland lebt, hat nicht automatisch das Anrecht auf einen deutschen Namen. Obwohl ein ausländisch klingender Name für Familien mit Diskriminierung und Benachteiligung im Alltag einhergehen kann, scheitern viele von ihnen mit ihren Anträgen auf Änderung des Namens vor den Verwaltungsgerichten. Der CDU-Politiker Ruprecht Polenz hält das für einen Fehler.“

Denn der Wunsch einen deutschen Namen anzunehmen, sei doch ein gutes Zeichen für die Integrationswilligkeit der Leute, die noch nicht so lange hier sind. Deshalb sei ein solches Recht möglichst rasch einzuführen.

Und nachdem die US-Praxis vorgestellt wurde, weiter:

„Im Alltag sehen wir leider oft, dass eine Einbürgerung oder ein deutscher Pass nicht ausreichen, um als Deutscher angesehen zu werden“, begründet er seine Haltung gegenüber FOCUS Online. Das zeige sich beispielsweise bei Bewerbungen. Es könne vorkommen, dass Menschen wegen ihres Namens Nachteile haben und am Ende womöglich deswegen einen Job nicht bekommen. Die Möglichkeit eines Namenswechsels würde solch einer Diskriminierung vorbeugen“.

Noch eine kleine Sache bleibt anzumerken: Wenige Stunden nachdem die Äußerung von Polenz bekannt wurde, raste der Allahu-Akbar-Terrorist Mohamed Lahouaiej Bouhlel in Nizza in eine feiernde Menschenmenge, tötete 86 Menschen und verletzte mehrer Hunderte schwer.

Und: Sieht man von kleineren Schlupflöchern ab, ist es in Deutschland nach wie vor rechtlich kompliziert, seinen ausländisch klingenden Namen durch Hans, Jens & Co zu ersetzen. Noch … Das, was das Gesetz noch nicht kann, machen dann die Medien eigenständig, wenn aus einem Ali Daoud ein David wird …

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