Ein Gastbeitrag von A.R. Göhring

Geht in einer Kultur die religiöse Basis verloren, die uns sagt, wie wir handeln sollten, bilden sich stattdessen alternative Glaubenssysteme, die meist aber gruppenspezifisch sind und nur für die Ressourcenbeschaffung der besagten Gruppe taugen.

Der Genderismus ist ein Paradebeispiel für einen solchen Glauben des linksbürgerlichen Milieus in den westlichen Ländern. Mit Gender kann man ohne Anstrengung einen universitären Abschluss oder gar eine Professur bekommen, man kann einen Job als „Experte“ beim Familienministerium erhalten, oder Forschungsgelder in Millionenhöhe für Sinnlos-Forschung ergattern.

Nun hat die renommierte DUDEN-Redaktion das Geldschweinderl Genderismus auch entdeckt und ein Neusprech-Diktionär mit dem schönen Titel „Richtig gendern: Wie Sie angemessen und verständlich schreiben“ veröffentlicht.

Der Inhalt laut Hersteller:

„Gendern ist in vielen Institutionen und Firmen zum Standard geworden, aber wie macht man es richtig? Die Ratschläge der Dudenredaktion:

Männer, Frauen und wie viele Geschlechter noch?
Welche sprachlichen Möglichkeiten gibt es für das Gendern?
Welche wähle ich für meine Institution, Firma, für meinen Text?
Wie vermeide ich, dass der Text zu sperrig wird?
Mit einem Abriß über Geschichte und Funktion des Genderns“

120 Seiten, und das für nur 12 Euro! Zu bestellen, oder noch besser, zum Kommentieren, einfach hier klicken:

Die beiden „Autoren“ (nicht: „Autorinnen“), sind lustigerweise zwei Frauen, Anja Steinhauer und Gabriele Diewald.

Die beiden scheinen keine eigens eingestellen Genderstudierten zu sein, sondern altgediente Redakteurinnen, die bereits sinnvolle Bücher für Duden verfasst haben. Was mögen die beiden wohl gedacht haben, als sie das Neusprech-Diktionär schreiben mussten?

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11 Kommentare

  1. Wenn gender die Auflösung der Geschlechter sein soll, weshalb sind dann die Väter nur dann von Geburt der Kinder an für sie sorgeberechtigt, wenn sie mit den Müttern verheiratet sind und die Väter, die nicht mit den Müttern verheiratet sind, nicht? Und weshalb werden dann bei Trennungen und Scheidungen zu etwa 90 % der Kinder den Müttern sorgerechtlich zugesprochen und die Väter zumindest faktisch ausgegrenzt? Gibt es doch relevante Unterschiede?

    • Könnte es daran liegen das man(frau) es für Vorteilhaft diese Kinder aus dem Einflußbereich der männlichen Personen zu entziehen? Aus deren Sicht doch schon Schlimm genug, das die Kinder die in Eheverhältnissen aufwachsen sich anders Entwickeln…..

  2. Hat sich „Das Zentralrad der Duden“ schon dazu geäußert?

    Dieses ganze GenderGaGa geht mir gehörig auf den Zeiger. Es mag ja sein, das es im durchgegenderten Berlin viele Befürworter dieser Ideologie gibt. Dennoch ist es eine Minderheitendiktatur die ich nie hinnehmen werde.

  3. Ich dachte zuerst, daß das ein Witz von Mario Barth ist, so wie das Lexikon „deutsch-Frau, Frau-deutsch“. Aber das Buch gibt´s wirklich!

    Ich mußte mal vor einigen Jahren einen Buchbeitrag gendern und immer die weibliche Form mitnennen, z.B. PoitkerInnen. Ich habe das gemacht, weil die Veröffentlichung in meinen Themenbereich fiel. Aber den Artikel kann man eigentlich keinem zeigen. Okay, fällt dann eben unter „Jugendsünden“.

    • Auf Amazon schrieb ein Leser: „Ich habe ein Programm geschrieben, das holpriges Genderdeutsch zurück ins Deutsche übersetzt.“
      Haha, zu komisch!

  4. Das lustige und gleich auch erschreckende an dieser Thematik ist, das man nicht Weiß ob sich da jemand inteligent Belustigt oder ob da jemand ernsthaft daran glaubt. Meist ist es im realen Leben so, das Glauben(spreche nicht von religiösem Glauben) meist in den Bereich der weniger mit IQ belasteten fällt.
    Während es bei dieser Diskusion mehr dahin geht, wie eng Bildung, Intelligenz, und Wahnsinn zueinander stehen.

    • Besonders dieser hat mich köstlich amüsiert: „Was kommt als nächstes? „Den Namen orthographisch korrekt tanzen, den mir meine Katze heute morgen zumiaute“? „

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