Ein Gastbeitrag von A. R. Göhring

Politische Korrektheiten wie der nationalistische Militarismus des frühen 20. Jahrhunderts, der die Welt an seinem Wesen genesen lassen wollte, haben in Deutschland, Europa und der Welt Katastrophen von historischem Ausmaß ausgelöst. Eigentlich müssten wir daraus gelernt haben und heute davor gefeit sein.

Weit gefehlt: Auch die aktuelle „politische Korrektheit“ formuliert erneut widersprüchliche weltfremde Mythen, die halb-totalitär auf allen Kanälen verbreitet werden und denen nicht widersprochen werden darf. Wie damals mit erheblichen Kosten und katastrophalen Folgen.

Der britische Komiker John Cleese erklärte einmal in einem Interview, dass die heutige politische Korrektheit, die Mitte der 1980er von linken Studenten an US-amerikanischen Universitätsstandorten wie Berkeley entwickelt wurde, ursprünglich eine gute Sache gewesen sei. Die Forderung nach Nicht-Diskriminierung von gesellschaftlichen Minderheiten wie Afrikanern und Homosexuellen sei ein notwendiger zivilisatorischer Fortschritt gewesen. Heute allerdings werde die politische Korrektheit zunehmend dafür missbraucht, das Recht auf Meinungsfreiheit zu beschneiden und somit Demokratie und Pluralismus in den westlichen Staaten abzubauen.

Machtspiele à la „1984“

Was den ersten Teil seiner Einschätzung angeht, hat Cleese wahrscheinlich Unrecht: Die Forderungen der „Progressiven“ nach Minderheitenschutz ergeben sich eigentlich bereits aus der christlich-aufklärerischen Tradition des Westens. Und tatsächlich waren viele Forderungen der linken Studenten Leerformeln, da zum Beispiel der Rassismus in Nordamerika in Militär und Gesellschaft seit den 50er und 60er Jahren zu großen Teilen abgebaut wurde. So tat es nicht Wunder, dass die Linken nur noch wenig Konkretes in juristischen oder bildungspolitischen Fragen fordern, sondern sich hauptsächlich auf Sprachhygiene und Symbolpolitik konzentrieren.

Genau diese beiden Gebiete sind aber spätestens seit Orwells Roman 1984 als potente Mittel zum Machtgewinn und zur Bevölkerungskontrolle bekannt. Roland Tichy erwähnte in diesem Zusammenhang, dass die Ultralinken Mitte der 1980er den Klassenkampf wegen Erfolglosigkeit zugunsten der Minderheitenpolitik aufgegeben hätten. Diese ermöglichte es den meist akademisch-bürgerlichen Linken nun, über ihren privilegierten Zugang zu Medien und Bildungsanstalten, zumindest den Zeitgeist, die öffentliche Kultur, nach ihrem Bilde zu formen. Dabei kam ihnen sicherlich zugute, dass der Mensch eine moralische Spezies ist, die vielleicht nicht besonders moralisch handelt, sich aber leicht mit moralischen Imperativen erpressen lässt.

Macht durch Diskursherrschaft

Da die Politik eines Landes bekanntermaßen von der Kultur einer Gesellschaft abhängig ist (statt andersherum), war es nur eine Frage der Zeit, bis die linke politkorrekte Minderheit die Entscheidungen in sämtlichen Bereichen des gesellschaftlichen Zusammenlebens, von der Schule bis zur Universität, von der Verwaltung bis zu den eigentlich eher konservativen Volksparteien, dominieren konnte. Dies geschah unter anderem durch die Themen- und Begriffsbesetzung im öffentlichen Diskurs.

Ultralinke Denker wie der italienische Kommunist Antonio Gramsci oder der französische Philosoph Michel Foucault hatten dazu die Strategie geliefert, indem sie beschrieben, dass die Besetzung kultureller Schaltstellen und die anschließende häufige und stetige Wiederholung von bestimmten Positionen und Forderungen in den Bildungseinrichtungen und Medien mittelfristig dazu führt, dass die Bürger die Ideen der linken Minderheit allmählich als „normal“ oder „modern“, und nicht zuletzt als „richtig“ ansehen. Eines der wichtigsten Beispiele dafür ist der grassierende Glaube an die CO2-getriebene Klimakatastrophe, der hauptsächlich von der Behauptung und weniger von klaren wissenschaftlichen Beweisen lebt.

Das Schelsky-Prinzip: der Eigennutz der „Moralischen“

Der Begriff der politischen Korrektheit ist erstaunlich ehrlich, was die eigentlichen Motive der „Korrekten“ angeht: Politik ist bekanntlich ein schmutziges Geschäft, das von Täuschung und Lüge lebt und letztlich den brutalen egoistischen Interessen von Individuen und Gruppen dient.

Der konservative Soziologe Helmut Schelsky, Mitbegründer der soziologischen Fakultät der Universität Bielefeld, sagte in den 1970er Jahren voraus, dass ein wohlhabender Sozialstaat elitäre Intellektuelle geradezu magisch anlocke, die neue Probleme erfinden oder vorhandene zum Weltuntergangsszenario aufblasen würden, um damit politische Munition und gutbezahlte Jobs für sich selbst und ihre Gesinnungsgenossen zu schaffen. Kurze Zeit später traten die frisch gegründeten Grünen den Beweis für die Richtigkeit der Vorhersage Schelskys an: Seit Anfang der 1980er war das Katastrophenszenario vom „Waldsterben“ aus den Medien Westdeutschlands nicht mehr wegzudenken; ähnlich der heutigen Klima-Angst. Bis zum Jahr 2.000 sollte der deutsche Wald komplett weggestorben sein. Da die menschliche Psyche zur Aufmerksamkeit neigt, wenn jemand „Alarm!“ ruft, waren Medien, Grünen und einigen Biologen viele Wählerstimmen bzw. viel Geld sicher. Ende der 80er verschwand die Katastrophe still und heimlich aus der politisch-medialen Sphäre, weil der Wald sich dummerweise weigerte, wie vorgesehen zu verschwinden.

Im Jahre 2017 ist die Szene der professionellen Weltenretter und Moralunternehmer in den westlichen Ländern völlig unübersichtlich geworden. Neben einer enormen Anzahl von Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs), die zum Großteil als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für moralbewegte Bürgerkinder dienen und sehr wohl Regierungs-Gelder erhalten, gibt es eine Vielzahl von kirchlichen und staatlichen Stellen, die sich im Bereich der Gender-, Klima-, Asyl- und Sozialindustrie tummeln. Allen diesen ist gemein, dass sie, wie Birgit Kelle einmal über die Genderforscher sagte, niemals ans Ziel kommen dürfen, denn das bedeute zwingend Arbeitslosigkeit. Und so werden am laufenden Band neue zu betreuende Minderheiten ge- bzw. erfunden oder schlicht en masse importiert.

Opfer- und Mythos-Hierarchien

Der Kerngedanke der politischen Korrektheit heutiger Tage lässt sich recht einfach formulieren: Die westliche Kultur und Mehrheitsgesellschaft, darunter hauptsächlich die Männer, werden als verdächtig angesehen und bis ins Kleinste grundsätzlich kritisiert. Es gibt keinen Politkorrekten, der die eigene westliche Gesellschaft nicht für bis ins Mark antisemitisch, nationalistisch, sexistisch, rassistisch, islamophob, homosexuellen- und fremdenfeindlich hält.

Fremde Kulturen hingegen, besonders die der abgeschlagenen Moslems und Afrikaner, werden im Sinne des Rousseau’schen Edlen Wilden regelrecht idealisiert. Deren antisemitische, nationalistische, sexistische, rassistische, homo- und fremdenfeindliche Haltungen und Taten, in den patriarchalischen und archaischen Kulturen immerhin deutlich häufiger anzutreffen als im Westen, werden entweder einfach vertuscht oder wenigstens relativiert und verniedlicht. Da muss auch die größte „Minderheit“, deren Interessen die politische Korrektheit angeblich vertritt, die Frauen, zurückstehen. Weibliche Menschen, vor allem westliche, sind in der Opferhierarchie eindeutig unter den Edlen Wilden angesiedelt, wie die medial-politische Auswertung der Kölner Silvesterkatastrophe 2015 deutlich gezeigt hat.

Auch im ökologischen Bereich existieren frappierenderweise erhebliche Wertigkeitsunterschiede. Ging den Grünen in den 80er Jahren nichts über den deutschen Wald und seine Bewohner, ist die örtliche Natur heutzutage dem nun geheiligten Klima untergeordnet. So werden mit den einträglichen Windspargeln als „Klimaschutzmaßnahme“ ganze Landstriche zugepflastert, die dann dummerweise landesweit große Teile der deutschen Vogel- und Fledermauspopulation schreddern. Überhaupt ist das Naturverständnis der Politkorrekten fern jeglicher Realität. Von lokalen Effekten abgesehen ist die irdische Natur der menschlichen Technologie nach wie vor weit überlegen. Ereignen sich große natürliche Katastrophen wie zum Beispiel der japanische Tsunami 2011, stehen wir Menschen dem weitgehend machtlos gegenüber. Im linken Denken hingegen sitzt man dem naturalistischen Fehlschuss auf, der die Natur als gut, sanft und machtlos, und alle menschliche Technologie seit der Erfindung der Dampfmaschine als bösartig, brutal und übermächtig empfindet.

Elitäre Profiteure: die katastrophalen Folgen der politischen Korrektheit

Für die politisch korrekte Klasse ergeben sich aus der Umsetzung ihrer Ideologie zumindest kurz- bis mittelfristig nicht unerhebliche Gewinne politischer, sozialer, emotionaler und finanzieller Natur.

Für die breite Masse der Bevölkerung in den westlichen Ländern hingegen sind die Folgen der politischen Korrektheit zumindest unangenehm, wenn nicht geradezu katastrophal. Politisch korrekte Redeverbote und die angeschlossene Sprachhygiene mit ihren Pinker‘schen Euphemismus-Tretmühlen erzeugen einen gewaltigen und völlig nutzlosen Aufwand in der schulischen und behördlichen Dokumentenbürokratie, und schränken die Meinungs- und Redefreiheit, auf die unsere Demokratie auf Gedeih und Verderb angewiesen ist, weitgehend ein.

Die finanziellen Kosten der politisch-korrekten Industrien mit ihren für die Gesellschaft und die Wirtschaft eher schädlichen als nützlichen Jobs dürfen mittlerweile auf keinen Fall mehr unterschätzt werden. Neben den Steueraufwendungen für die zahlreichen öffentlichen Stellen für Genderforscher und Gleichstellungsbeauftragte (etc.), die jährlich bundesweit im zwei- bis dreistelligen Millionenbereich zu Buche schlagen, werden vor allem die exorbitanten Kosten der illegalen Masseneinwanderung langjähriger oder lebenslanger Kostgänger in zweistelliger Milliardenhöhe ruinöse Folgen für die Sozialsysteme Deutschlands haben.

Der Widersinn: Politische und sachliche Korrektheit schließen einander wechselseitig aus

Noch um einiges gefährlicher ist die komplette Ignorierung oder wenigstens Verniedlichung der Parallel- und Gegengesellschaften, des religiös motivierten Terrors und der heftig wachsenden Immigrantenkriminalität.

Roland Tichy meinte einmal, dass wir den Immigranten sehr viel gegeben, aber versäumt hätten, auch sehr viel zu fordern. Demgegenüber gibt der Politkorrekte allen Ernstes der Mehrheitsgesellschaft die Schuld, dass sich türkische und arabische Gegengesellschaften gebildet haben. Wobei wichtig ist, zu erwähnen, dass es interessanterweise gerade die multikulti-begeisterte Klasse ist, die in ihren sanierten Wohnvierteln und an ihren akademischen Arbeitsorten besonders wenig Kontakt zu den Immigranten hat. Es scheint so, als sei die politische Korrektheit eine reine Verbal-Ideologie, die ausschließlich die Äußerung der „richtigen“ Gesinnung, niemals aber ernsthaft das „richtige“ Verhalten fordere.

Die Idealisierung des Fremden und die mangelnde Forderungshaltung gegenüber Türken, Arabern und anderen mohammedanischen Gruppen sind es gerade, die zur Entstehung und Festigung von antidemokratischen und anti-aufklärerischen Gegengesellschaften geführt haben. Der austro-türkische Politiker Efgani Dönmez, ehemals Grüner, kritisierte in diesem Zusammenhang beispielsweise, dass Medien und Politik zwar Deutschnationale verurteilten, zu türkisch-nationalen Erdogan-Anhängern hingegen seit Jahren schwiegen.

Da darf man sich nicht wundern, dass, wie vor einigen Wochen in der Presse zu lesen war, ein jüdischer Schüler in Berlin-Schöneberg fluchtartig seine Schule verließ, um dem Mobbing durch muslimische Mitschüler zu entkommen. Schon ein paar Jahre älter ist die Geschichte von einem jüdischen Holocaust-Überlebenden, der in einem Kreuzberger Gymnasium einen Vortrag hielt und von muslimischen Schülern durch Gewaltandrohung vertrieben wurde. Die Moslems erhielten keine Strafe, weil das Lehrerkollegium befürchtete, die beiden könnten sich dadurch erst recht radikalisieren.

Die Behörden folgen der medial-politischen Linie auf den Fuß. Während einheimische Steuerhinterzieher oder GEZ-Verweigerer schnell und hart bestraft werden, lässt man afrikanische Drogendealer in Berliner Parks unbehelligt walten und setzt muslimische Asylbewerber selbst nach schweren Gewalttaten und sogar Mordversuchen auf freien Fuß. So sorgte erst der Druck der Öffentlichkeit dafür, dass die beiden arabischen S-Bahn-Schubser, die beinah einen Mann in Dresden-Zschachwitz getötet hatten, bis zum Prozess wegen versuchten Totschlages in Haft kommen.

Frappierenderweise sorgt die seit Jahrzehnten andauernde politisch-korrekte Berieselung in Medien und Bildungseinrichtungen sogar dafür, dass selbst einzelne Bürger ihre ureigensten Interessen im Sinne „richtigen“ Handelns nicht mehr wahrnehmen. So haben Gymnasiastinnen aus Kassel lange Zeit zu sexuellen Belästigungen durch Immigranten auf dem morgendlichen Schulweg geschwiegen, weil sie befürchteten, damit Ressentiments gegen kulturfremde Ausländer zu fördern.

Was tun?

Wie sich an den zahlreichen Beispielen oben ablesen lässt, ist die aktuelle politische Korrektheit der westlichen Gesellschaften eine weltfremde Gesinnungsethik, die ein völlig verantwortungsloses politisches Handeln zeitigt. Lassen wir zu, dass sie weiterhin die Leitlinien unseres Lebens bestimmt, ist eine historische Katastrophe wie zu Beginn des 20. Jahrhunderts vorprogrammiert.

Eigentlich kann es eine „politische“ Korrektheit in einer Demokratie überhaupt nicht geben, da sie per definitionem nur ein Regelwerk, ein System von Spielregeln ist. Die politischen Inhalte, die die „Korrektheit“ den Bürgern widerspruchslos abverlangt, sollten eigentlich in einem immerwährenden Diskurs laufend neu ausgehandelt werden. Daher ist die politische Korrektheit brandgefährlich – sie stülpt allen Bürgern zwangsweise einen Inhalt über. Eine funktionierende Demokratie ist aber auf die Konkurrenz vieler Inhalte angewiesen.

Die Stärke der linken Politkorrekten ist die Schwäche der konservativen Mehrheit in den westlichen Gesellschaften. Während der bodenständige Bürger in den letzten Jahrzehnten immer unpolitischer wurde, da Demokratie, Wirtschaft und Sozialstaat unter christdemokratisch-liberaler Ägide gut funktionierten, konnten die sehr linken 68er und Grünen ihre weltfremden Ideen mangels Widerstand nach und nach durchsetzen.

Nun, da die Ultralinken durch Energiewende, Genderisierung und kulturfremder Massenimmigration am Ziel ihrer (finanziellen) Träume angekommen sind, scheint es, als bewegten sich immer mehr bodenständige Bürger im Westen aus ihrer selbstgewählten politischen Trägheit. Die Wahl Donald Trumps in den USA, der Brexit in Großbritannien, oder die stetig wachsenden Stimmanteile der frontal-oppositionellen Parteien AfD, FPÖ und FN in Deutschland, Österreich und Frankreich sind klare Indizien hierfür.

Ob die konservative Gegenbewegung ausreichend schlagkräftig sein wird, die Folgen der politischen Korrektheit zu rückgängig zu machen? Jedenfalls stehen die Chancen durch verbreitetes demokratisches Bewusstsein und unkontrollierbare Internetmedien nicht schlecht. Das sind wesentlich günstigere Ausgangsbedingungen als im frühen 20. Jahrhundert.

25 Kommentare

  1. @AR Göhring: Der französische Philosoph Michel Foucault war kein „ultralinker Denker“. Seine MACHTTHEORIE ist excellent und an intellektueller Schärfe kaum zu überbieten. Mit seiner DISKURSTHEORIE kann man genauestens erklären, was hier gerade vorgeht, wie die Bolschewisten ihre Diskurshoheit installiert haben und mit welchen diskursiven Mitteln sie sie verteidigen.

  2. Noch ein Punkt in diesem Kontext:

    Man kann gegen Usula von der Leyhbibliothek sicher – berechtigt – einiges sagen.

    Aber immerhin, nach einem mir bekannten Bericht, als sie bei einem Truppenbesuch in Saudi-Arabien mit dem Ansinnen nach Kopftuchtragen und sonstigem pipapo – die schwarzen ‚Abayas'(?) wurden sogleich nach der Ankunft ausgeteilt – konfrontiert wurde (ob auch ‚Vollverschleierung dazugehörte, entzieht sich meiner Kenntnis) soll sie sich dem Ansinnen konsequent verweigert haben ‚Ich setze mir kein Kopftuch auf und trage Hosen“ (Quelle: Welt/N24/BildamSonntag-v.d. Leyen bei den Saudis‘)

    Respekt für die klare Haltung!
    Wohingegen die bayerische Wirtschaftministerin Ilse Aigner sich vor einem Jahr bei einem Besuch im Iran – wenn auch wohl widerwillig – dafür entschied, ’nach Landessitte‘ doch ihr Haupt zu verhüllen.
    Doch sie „erwarte auch von Menschen, die nach Deutschland kommen, dass sie sich an die Gebräuche hielten.“

    Arme Ilse, wovon träumst Du nachts?

    Das Gebot, sich jeweils nach Landessitte zu verhalten – international: ‚When in Rome do as the Romans do‘ – ist doch für die die Muslime in Deutschland doch ausser Kraft gesetzt.
    Die denken ja gar nicht daran!

    Warum auch, unser Land gehört – von unseren unverantwortlichen Politikern dargeboten auf dem Silbertablett – doch ohnehin schon ihnen und sie können hier machen was sie wollen!

    Gute Nacht Deutschland…..

  3. Grüne sind elitäre Intellektuelle???

    Sehr steile These und Fake News, wenn Sie mich fragen, denn es ist lediglich ein Narrativ, das die moralisch-geistige Überlegenheit grünen Denkens zementieren soll!

    Wenn ich mir Leute wie den ungelernten Steine- und Molli-Werfer Fischer, den Eiskugel-Trittin mit der klammheimlichen Freude über den Mord an einem Staatsbeamten, die nichts auf die Reihe gekriegt habenden Roth und Göring-Eckhardt, den rechtskräftig als RAF-Sympathisant verurteilten grünroten Ideologen Ströbele angucke, darf ich wohl berechtigte Zweifel an Ihrer These haben. Auch einen Özdemir oder einen Hofreiter oder Beck kann man wohl kaum zu einer geistigen „Elite“ zählen.

    Bestenfalls ein Robert Habeck oder ein Boris Palmer, die doch tatsächlich noch zu sachlicher Selbstreflexion in der Lage sind, kommen in die Nähe des Begriffs „intellektuell“. Gerade sie werden aber von großen Teilen ihrer Partei abgelehnt und kritisiert.

    Ein Kretschmann ist irgendwie inbetween, man weiß nie so ganz genau, wo er wirklich steht. Die unter seiner Ministerpräsidentschaft praktizierte Bildungs- und Schulpolitik weist jedenfalls noch deutlich fundamental-grüne Züge auf, die das Ranking von BaWü bei PISA drastisch verschlechtert haben.

    Deshalb: Weder gehören diese Leute einer Elite im klassischen Sinne innerhalb einer Meritokratie an, noch sind es Intellektuelle. Vielmehr sind es überwiegend geistige Tiefflieger und Parolendrescher, die sich parasitär in unserem Politkartell eingenistet haben.

    • Danke Edgar, Sie nehmen mir die Worte aus dem Mund. Turnschuh Joschka sollte man vielleicht noch erwähnen, mit Peter, Höhn und Künaxt kann man auch keine Ehre einlegen. Die Grünen waren Öko Faschisten und Pädophilie Verharmloser, heute sind sie militanter als jede andere Partei, weil sie ein neues Welt- und Menschenbild erschaffen wollen und dabei keinen Widerspruch dulden. Jeder, der sich ihnen in den Weg stellt, wird gnadenlos niedergemacht. Da die Merkelisten (nicht die CSU) sich aber gut eine Koalition mit den für Bunt und Vielfalt eintretenden Genderisten vorstellen können, besteht die Befürchtung, dass die Cannabis Freigabe Befürworter mit ins Regierungsbooteinsteigt.

  4. Man sollte den Ball stets flach halten: Die „Linken“ waren und werden wieder wichtig werden, aber sie haben den Bogen mit irrational-moralisierenden Pseudoprojekten, die ins Totalitäre, weil allgemeingültig sein sollend, absolut überspannt, um Meinungshoheit zu gewinnen und zu befestigen. Sie sind autoritär geworden, wie alle, die verzweifelt an der Macht kleben und haben vergessen, wie wichtig Opposition auch für sie selbst ist, als Korrektiv, um ebendiese Selbstgerechtigkeit und antidemokratische Tendenzen zu verhindern. Für einen freiheitlich denkenden, auch „linken“ Menschen, können Multikulturalismus, Gender Mainstreaming, political correctness, Antisemitismus getarnt als „Israelkritik“, Zensur, Islamophilie usw, k e i n e „linken“ Projekte sein, denn sie führen zu Denk- und Sprechverboten und damit zu Diktatur. Das mag im Sinne strammautoritärer Marxisten sein, die immer noch von einer Diktatur des Proletariats träumen, nicht aber im Sinne freiheitlich demokratischer Linker, die echte Demokratie und echte Opposition und echte Debatten ohne jede Gewalt wünschen. Und all dieses ist nur ohne Sprechverbote möglich.
    Das, was sich selbst heute als links bezeichnet, ist schon längst auf den Hund gekommen, haben sich ihre Vordenker schon seit langem auf eine unheilige Allianz mit Neoliberalen und Islamführern eingelassen und gaukeln sie sämtlichen Minderheiten vor, in ihrem Sinne zu agieren, nur um Anhänger zu gewinnen, die ihnen helfen on top zu bleiben. Das heißt, die Linken sind zu nützlichen Idioten heruntergekommen, die andere dazu instrumentalisieren, sich für sie als ebenfalls nützliche Idioten zu engagieren, während sie in Wahrheit gemeinsam für die im Hintergrund herrschende upper class (auch die islamische) das Geschäft besorgen. Sie sind also nicht links, sondern Opportunisten und Kollaborateure des Establishments, das sie zu bekämpfen vorgeben. Dieses „Schicksal“ der Bestechlichkeit wird allerdings jede Partei ereilen, die nur annähernd zu Macht gelangen könnte: Auch sie wird vom Establishment „eingekauft“ werden und im Sinne des Establishments wirken und walten und das mit „Sachzwängen“ entschuldigen und damit, man müsse endlich „Realpolitik“ betreiben.
    „Die im Dunkeln, die sieht man nicht“, aber sie haben die Macht…

      • *smile* Mit den Konsevativen und „Liberalen“ kenne ich mich zugegeben nicht so aus, weil ich bis jetzt nicht konservativ oder wirtschaftsliberal orientiert war und diese Denkrichtung mir fremd war und wohl auch bleiben wird. Aber ich lerne momentan viele konservative Gedankengänge kennen und lasse mich auch gerne dieserseits aufklären, so lange mir die Argumentation vernünftig erscheint. Als Kritiker des Islams und der derzeitigen Offene-Grenzen-Politik brauche ich mir wohl nicht länger die Frage stellen, wo ich politisch stehe, vom Standpunkt der Merkelianer aus gesehen: Ich bin jetzt voll „Nazi“.
        Punkt 2: Ich dachte, Merkel wäre CDU-Vorsitzende und damit konservativ? Hat sie nicht alle eingeladen, zu uns zu kommen?
        Ich glaube, Spinner und „Weltverbesserer“ sind in jeder Partei zu finden.
        MfG

      • @ freey:
        Es dürfte ja nun hinlänglich bekannt sein, daß die Union spätestens seit Merkels Vorsitz klar auf links-grüne Politik setzt, um in den Medien gut wegzukommen (?).
        Daher ist zumindest die CDU KEINE konservative Partei mehr, das ist klar. Höchstens noch die CSU; mit Horst S. aber auch nur noch unter Vorbehalt.

  5. Zum Thema Mensch und Natur habe ich eine abweichende Meinung zu diesem Artikel. Zwar weiß ich auch nicht, wie schädlich der Ausstoß von Kohlendioxid tatsächlich ist. Aber glauben Sie wirklich, dass die Natur dem Menschen haushoch überlegen ist? Dies ist nur bei Vulkanausbrüchen, Erdbeben und Tsunamis der Fall. Die Menschheit verschmutzt nicht nur die Böden, die Gewässer und die Atmosphäre, sie zerstört auch Naturwälder und Feuchtgebiete.
    Was das Waldsterben betrifft, so ist das nur deshalb nicht eingetreten, weil Gegenmaßnahmen getroffen worden sind: Abgaskatalysator in Fahrzeugen und Abgasreinigungsanlagen in Wärme-
    kraftwerken. Gerade die Konservativen sollten die Umwelt- und Naturschutzbewegung nicht
    verdammen, denn auch sie wollen gerade das erhalten (konservieren), was gut und schön ist.

  6. Die Political Correctness muss in der Tat unbedingt weg. Das große Problem ist nur, dass die wenigen Politiker, die die Abschaffung dieser Sprachregelung fordern, dafür vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen eine mit der Nazi-Keule reinkriegen:

    Es ist echt beeindruckend, weil schnell und leichtfertig Menschen heute in den Medien als Nazis bezeichnet werden. Der Begriff „Nazi“ unterliegt einer beeindruckenden Inflation. Die wenigen wirklichen Nazis von der NPD wird es freuen! Problem nur: Eine Gesellschaft, in der man z.B. die Abschaffung der PC nicht mehr öffentlich fordern darf, weil man sonst Repressalien aller Art (auch berufliche Existenzvernichtung oder körperliche Gewalt) befürchten muss, ist keine echte Demokratie mehr – außer rein offiziell als Staatsform.

    Es ist ebenfalls keine echte Demokratie mehr, wenn Bestsellerlisten manipuliert werden oder wenn es wie in einer Diktatur ein Zensurgesetz für soziale Netzwerke im Internet gibt, natürlich unter dem Vorwand, dass damit Menschen vor Hasskommentaren geschützt werden sollen.

    Es erinnert ebenfalls an typische Diktaturen, dass so ein Gesetz fast gleichzeitig mit dem Aufsehen erregenden Ehe-für-alle-Quark beschlossen wurde, und dass die Medien dann fast nur über Letzteres berichtet haben – da hat das offensichtliche Ablenkungsmanöver ja gut funktioniert.

    Auch dass Gender-Mainstreaming regelrecht hinter unserem Rücken eingeführt wurde und es keine echte öffentliche Debatte darüber gegeben hat, und man erst Jahre später zum ersten Mal davon gehört hat, das zeigt, wie weit es mit unserer Nicht-mehr-wirklich-Demokratie gekommen ist.

    Alles, was ich geschrieben habe, fällt unter „meiner Meinung nach“.

    • „Die wenigen wirklichen Nazis von der NPD wird es freuen! Problem ….“, wieso, in der NPD sind genausowenig „Nazis“ – was ist das überhaupt`?- wie in der AfD. Laut ANTIFA, Gabriel und Stegner, sind wir ja nun alle Nazis.
      Das liegt an der Altersstruktur, aber offensichtlich können einige nicht rechnen, als der WKII zu Ende war ich z, B. -7 Jahre alt. Also Nazi geht nicht!

  7. Danke für diesen Aufsatz mit Tiefgang, der inhaltlich weit über einige beschämende, weil viel zu reißerisch aufgemache Mord- und Totschlagberichte steht. Endlich mal wieder echt PP und nicht BILD! Kleiner Wermutstropfen dabei:
    Ob es nun wirklich der „christlich-aufklärerischen Tradition des Westens“ zu verdanken ist, daß der Rassismus in Nordamerika bereits in den 50er und 60er Jahren abgebaut worden sein soll, wage ich als Kenner dieser Problematik doch arg zu bezweifeln. Erst recht nicht die Abschaffung der Straftat „Homosexualität“ des § 175 StGB! Bis wann galt der noch? Jaja!
    Ohne die hier schwer gescholtene „Linke“ und der linken Schwulenbewegung hätte sich da nicht viel geändert. Die Redlichkeit der Motive der „Linken“ seien dahingestellt, aber gerade das Konservative braucht gelegentlich Anschubgedankengänge, um nicht in der eigenen Konserve zu verrotten. Sobald aber „Linke“ am Machthebel sitzen, ist es vorbei mit Denk- und Redefreiheit!

  8. Sehr guter Artikel!

    Ja zu Minderheitenschutz, nein zu politischer Korrektheit.

    Es ist richtig und wichtig, dass heutzutage in vielerlei Punkten Minderheiten Schutz gegen Verachtung erfahren. Wenn man bedenkt, wie es in islamischen Ländern Christen und anderen nicht-muslimischen Minderheiten geht. Und wie es in denselben Ländern Homosexuellen geht.

    Und auch nicht totzuschweigen, welchen Leidensweg auch teilweise in Europa noch schwule und lesbische Jugendliche beim Coming-Out durchmachen. Wenn sie in einem Umfeld aufwachsen, in welchem Homosexualität verachtet wird.

    Gleichzeitig hilft aber diese politische Korrektheit bei vielen dieser Probleme nicht weiter. Sondern schafft ein unüberblickliches und intransparentes, geradezu gesinnungsdiktatorisches Repertoire an Sprechverboten. Der völlig unnötige Genderstern. Das Totschweigen von Täterprofilen, wenn sie einer Minderheit angehören. „Zigeuner“ war zu meiner Kindheit noch ein wertneutrales Wort, heute gilt es als Nazi-Vokabular….. Wo soll man da noch wissen, was mam sagen darf, ohne als „Nazi“ da zu stehen.

    • Wenn man sich nach der politisch korrekten Sprache richtet, ist man nicht mehr authentisch, Daniel. Sagen Sie weiter Negerkuss, das ist kein Rassismus. Zu viel Rücksichtnahme oder gar Ängstlichkeit spielt diesen Ignoranten doch nur in die Hände. Einer der herbsten Fehler ist die Grundangst vor den Moslems, also auch die Schere im Kopf. Sobald die merken, dass man sich ihren Forderungen anpasst, geschieht nicht, was man eigentlich erwartet, dass man von ihnen respektiert wird. Nein, sie hassen einen noch mehr, weil man einknickt. Deshalb müssen Regeln vorgegeben werden und diese dürfen nicht von einer Minderheit untergraben werden. Das macht einen wehrhaften Rechtsstaat und eine standhafte Gesellschaft aus. Bei Nachgiebigkeit werden die Forderungen immer unverschämter. Dies erleben wir doch seit Jahren, weil in diesem Tollhaus Deutschland keiner mehr die Zügel richtig in die Hand nimmt. Hauptsache, man kann sich mit falscher Toleranz, Weltoffenheit und Vielfalt brüsten und bei den Neubürgern beliebt machen. Über so viel Altruismus können die sich eigentlich nur rund lachen. Der Zivilisationsdschiad trägt Früchte und wenn mal nicht, bleibt immer noch das Totschlagargument Nazi und Islamophobie, wovon sich viele erschrecken lassen. Hilft das nicht mehr, geht es mit wüsten Beleidigungen, Bedrohung und Erpressung und Gewalt weiter. Dabei wird die Opferrolle perfekt inszeniert. Das totalitäre System Islam, also die Denkweise, ist so leicht durchschaubar, da muss man nur ein Basiswissen haben. Diese Vorgänge wiederholen sich seit 1400 Jahren mit erstaunlichen Erfolgen, so als wenn es eine Magie wäre..

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