(David Berger) Kai Diekmann, dessen Motto auf Twitter „Ich war @BILD “ lautet, hat sich zu Weihnachten etwas ganz Besonders einfallen lassen, was in seiner ehemaligen Zunft nur noch höchst selten vorkommt:

Wie der Herr selbst, dessen Geburtstag wir feiern dürfen, hat er sich gegen den Zeitgeist und die Mächtigen positioniert. Ohne jede Rücksicht auf Verluste und seine Karriere, die doch gerade erst so richtig begonnen hat.

Dickmann hat gewagt, was bisher -aufgrund des Rechtsrutsches unseres Landes- keiner gewagt, geschweige denn gesagt hat: Er hat die AfD kritisiert. So gut das eben in unserem Land, in dem hart zensiert wird, wer nicht für die AfD schreibt, irgend möglich ist.

Aber doch sehr eindeutig. Er hat nämlich ein Bild der AfD-Krippe getwittert. Ganz leer ist sie.

Denn die Nazis haben diejenigen, die die Krippe sonst bevölkern, Araber, Muslime, Afrikaner und natürlich Flüchtlinge, vertrieben – oder noch besser, schwer bewaffnet wie die Wächter unserer Weihnachtsmärkte, die diese vor Angriffen durch Rechte verteidigen müssen, schon an den Grenzen abgewiesen.

Und dass dann die Juden auch nicht kommen wollen, wenn die muslimischen Araber nicht dürfen, ist doch auch sowas von klar.

Wer soll denn da sonst in der Krippe „Juden ins Gas“ oder noch besser passend zum Fest „Israel Kindermörder!“ rufen, wie der traditionelle Weihnachtsgruß von Bethlehem bis Berlin lautet?

Und eine Idee für den Uber-Mann habe ich noch: Wenn er die Weihnachtskrippe ohne Protagonisten bis zum nächsten Jahr einmotten möchte, kann er vielleicht das Klopapier verwenden, das eine Hamburger Firma aus Wahlkampfmaterial von AfD, NPD und anderen rechten Parteien hergestellt hat – und nun (sicher, da es sich ja um Gutmenschen handelt, kostenlos und ehrenamtlich) unter dem Motto „Hass ist für den Arsch“ vertreibt.

Diekmann, ein Mann nicht nur ungeheuer originell, immer weitest möglich vom Kill-Over entfernt und Vollblutjournalist im klassischen Sinne, sondern auch mit jenem Mut ausgestattet, der Männer zu Helden werden lässt. Eigentlich schade, dass er sich jetzt beruflich vor allem mit so einer Art Autovermietungen beschäftigt.

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24 Kommentare

  1. Was will man von einem Menschen halten, der sich auf seinem T-Shirt zum zweiten Che Guevara stilisiert, also zu einem Verbrecher, der Homosexuelle und Priester auf grausamene Weise verfolgen ließ? Davon abgesehen irrt Diekmann in jeder Hinsicht.
    – Wie kommt er nur darauf, an der Krippe seien Araber und Afrikaner gewesen? Die einzig fremdländischen Besucher waren die drei Weisen aus dem Morgenland, bei denen es sich um persische Sterndeuter, also um Gelehrte handelte. Sie kamen, um Jesus anzubeten und brachten reiche Gaben mit. Ich glaube, niemand hätte etwas gegen persische Intellektuelle, die nach Deutschland kämen, um hier zu Christen zu werden und die zugleich ihr Kapital mitbrächten (- was man vom Großteil der aus der arabischen Welt und aus Afrika stammenden Migranten leider gerade sagen kann).
    – Natürlich waren um die Krippe lauter Juden versammelt. Schließlich spielte das Ganze im jüdischen Land. Aber gegen Juden in Deutschland hat kein vernünftiger Mensch etwas – außer den massenhaft zugewanderten Muslimen. Die sind übrigens die größten Bewunderer Hitlers, so wie Hitler auch den Islam wegen seiner Aggressivität und seines Antisemitismus geschätzt hat (es gab sogar eine muslimische Waffen-SS-Division). Überproportional viele Juden wählen übrigens AfD, weil sie in der Politik dieser Partei den einzigen Schutz vor Antisemitismus sehen.
    Fazit: Diekmann verkörpert tatsächlich das inteklektuell niedirige, klischeebehaftete Niveau der BILD-Zeitung.

  2. Peinlich, wenn der Papst so einen Blödsinn erzählt! Maria und Josef waren nach Bethlehem gekommen wegen einer Volkszählung, sie sind von nirgendwoher geflüchtet und anschließend wieder in ihre Heimat zurückgekehrt. Als oberstes Kirchenoberhaupt derartigen Schwachsinn zu verbreiten, ist schon ein starkes Stück. Es bleibt die Frage, weiß er es nicht besser, oder ist ihm alles sch……egal, wenn es um Propaganda geht?

  3. Gerade bei der täglichen „Observation des Twitter Accounts- meines „Lieblings“-AfD-Bashers Andreas Püttmann einen coolen Kommentarbeitrag zu einem seiner Retweets gefunden, Über Püttmanns Twitter-Unwesen möchte ich hier bei Gelegenheit mal einen Artikel veröffentlichen. gegen den war der ehemalige Mediendirektor des Erzbistums Köln, der auf Davids Seite auch schon thematisiert wurde, ein aufrechter Patriot 😉 https://twitter.com/GrandPeterJr/status/945280677502705665

  4. So etwas, wie der Ex-Chefredakteur hier
    veranstaltet hat, konnte man früher nur
    Hilfs- oder Sonderschüler gutschreiben.
    Man redete danach aber auf Ihnen ein
    und sagte ……. „aber mein Lieber, hast Du
    da auch nichts vergessen ? “
    Heute macht das unsere sogenannte
    Intelligenz.
    Diese scheint durch Dekadenz und Opportunismus,
    oder auch Suff ( hier, wahrscheinlich), total verschwunden zu sein.
    Wenn ich solche Aktionen von abgehalfterten
    Systemwich….. lese, denke ich immer an den Spruch;
    “ Hat da jemand Ar…l.ch melde dich, gerufen ? „

  5. Ein schönes Zeichen der „Entbildung“ (treffende Wortschöpfung von Tomas Spahn bei Tichys E.) der Eliten. Man hat keine Ahnung. Zu Christi Geburt gab es weder Muslime, noch ist die Weihnachtsgeschichte eine Flüchtlingserzählung. Weder Hirten, noch Maria und Josef oder sonstwer sind Flüchtlinge. Da hat einer seinen Lukas nicht gelesen, hat aber kein Problem damit, sein Nichtwissen, das alles andere als ein „belehrtes“ ist (Cusanus!), für Ideologie zu instrumentalisieren. So viel Dummheit muß man öffentlich machen. Vielen Dank hier dafür.

  6. Vor dem Hintergrund, dass sich auch jüdische Mitbürger und Migranten inklusive farbige Menschen innerhalb der AfD engagieren, ist diese “Aktion“ an Dummheit und Primitivität nicht mehr zu überbieten.

    Billigste Propaganda auf BILD-Niveau, ohne jegliche Substanz.

    Einmal BILD immer BILD!

    • Einmal BLÖD – immer BLÖD, egal: BLÖDe Meinungsfaschisten sind dort zur Zeit gut aufgehoben, Axel würde dem Merkelkriecher, wenn er könnte, noch aus dem Grabe in den A… treten!! Aus einer auflagenstarken „Boulevardzeitung“ ist ein obrigkeitshöriges Provinzblatt geworden, dessen Redakteure nicht mehr wissen, wie sie ihre hohen Bezüge weiter rechtfertigen können, außer schwachsinnigen Müll zu verbreiten.

      • Vor allem: Dieser Wendehals war früher mit Kohl ganz dicke (Trauzeugen, Urlaub).
        Und dann mit (Kohlerdolcherin) Angela Merkel.
        Da muss Friede Springer all ihren Einfluss geltend gemacht haben…

  7. Also originell ist diese „Idee“ schon mal nicht!
    Habe ich schon in etwas abgeänderter Version vor Wochen auf facebook gesehen.
    Und inhaltlich folgt er dem Heiligen Vater:
    siehe Predigt gestern Abend im Petersdom und kurz vor dem Segen heute:
    „Macht die Tore auf“ für die „Fremden“, „Josef und Maria waren doch in Bethlehem auch Fremde“, „zwangsgeflüchtete Migranten“, Jesuskind „soll uns an die Kinder aus Syrien erinnern“.
    Soweit ich mich an meinen Religionsunterricht erinnere, war das alles etwas anders, aber wer bin schon, dem Papst zu widersprechen?

  8. Was ist denn mit den Händen des Ex-Bild-Chefredakteurs auf dem Foto? Interessant ist auch die Aneignung der Subkultur (hier Anlehnung an Che-Guevara-Hemden) für die Außenwirkung dieses A-redakteurs, um Identifikation und damit Follower z.B. unter den Linken zu finden, die doch parallel zum Gerede über Emanzipation eine Guru-Gestalt wie ihn suchen und brauchen.

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