(Ifis) Was sich zuerst nach bitterböser Satire anhört, entpuppt sich als bittere Realität. Wie lässt sich Fremdenfeindlichkeit schwächen und Altruismus stärken?

Die Frage, wie man unerwünschtes Verhalten steuern kann, ist so alt, wie es diktatorische Regime sind. Die Massensuggestionen des 3. Reiches oder die Dauerpropaganda der DDR sind unrühmliche Beispiele aus der Vergangenheit.

Moderne Hormonmedizin ermöglicht Ansätze von denen die Diktatoren der früheren Jahre nur träumen konnten.

Und die Forschung dafür läuft – wie eine aktuelle Tageszeitung nun berichtet – nicht nur in Pyönyang, sondern auch -über Steuergelder finanziert- in Bonn. Und zwar nicht in einer verborgenen, illegal forschenden Hinterhofdestille, sondern im Bonner Universitätsklinikum.

In einem Versuch wurde über eine Kombination von sozialen Normen und Hormongaben eine massive Verhaltensänderung erreicht. Von Selbstkritik und Vorsicht angesichts der Missbrauchmöglichkeiten solcher Forschungsergebnisse ist in der offiziellen Erfolgsmeldung der Universität Bonn nichts zu lesen.

Man feiert die erfolgreiche Manipulation und macht Vorschläge für die praktische Anwendung. Die freie Willensbildung der Bürger hat bei uns immerhin Verfassungsrang.

Von ethischen Bedenken dieser Forscher, diese freie Willensbildung der Bürger zu manipulieren, hört man nichts.

Und wer jetzt meint, dass es ja schließlich nicht so leicht sei, Hormone zu verabreichen, der dürfte eine Enttäuschung erleben. Das getestete Hormon Oxytocin wird vermehrt bei sozialen Aktivitäten im Körper erzeugt. Und so haben die Forscher bereits die Lösung:

Gemeinsame Aktivitäten mit Flüchtlingen in Verbindung mit Druck durch soziale Normen wären ideal für ihre Ziele.

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